Geschlossene Fonds

19. April 2011 | 631 mal gelesen

“Die schlechteste Geldanlage der Welt”,

so die Überschrift zu einem Beitrag in der aktuellen Wirtschaftswoche 14 / 2011, der sich ausführlich mit geschlossenen Fonds beschäftigt.

Immerhin 6,2 Milliarden Euro sind im Jahr 2010 in Deutschland in geschlossene Fonds geflossen – vertrieben in erster Linie durch Sparkassen und Banken sowie freie Finanzvertriebe. Es handelt sich dabei überwiegend um geschlossene Immobilienfonds, Schiffsfonds, Filmfonds oder Investitionen in Solaranlagen.

“Rund 70 Prozent der Fonds zahlen nicht die erwarteten Ausschüttungen, oder es ist absehbar, dass sie bald Probleme bekommen.” So die WiWo. Mit Problemen ist gemeint: Drohender Totalverlust der Anlage, Nachschüsse oder keine Aussicht auf vollständige Rückzahlung.

Die Ursachen für die Probleme: Hohe Vertriebskosten, die zum Teil über 20 Prozent der Anlagesumme ausmachen, hohe Kreditbelastungen und Fehleinschätzungen zur Rendite der Objekte.

Fragt man sich, warum Kunden solche Fondsanteile überhaupt kaufen? Weil sie ihnen verkauft werden.


Kommentare für diesen Artikel (3)

  1. Tobias Kugler, 19. April 2011 um 09:53 Uhr

    Mir sind 2-3 Fälle von Totalverlust bekannt.

    Hier wurde einfach das Hohe Risiko verschwiegen!

  2. Andreas Eswein, 19. April 2011 um 10:43 Uhr

    Na ganz klar – die überaus positive (mögliche) Rendite wird schön groß und fett auf’s Deckblatt geschrieben und der drohende Totalverlust (wie oft schon angesprochen) ganz weit hinten.
    Klug und gut das wir so was nicht anbieten! “Vermögensaufbau für jeden!”

    Exklusive Grüße
    DANKE

  3. Ralf Cormaux, 19. April 2011 um 13:45 Uhr

    Ist ja klar, kaum wird über Solarenergie oder sonstige erneuerbare Energien ein geschlossener Fonds aufgelegt, schon laufen die Menschen in ihr Verderben und vergessen jegliche Skepsis. Wenn wir mit unseren “normalen”, aber guten “Brot- und Butter-Produkten” kommen, die wir in unsere Finanzkonzepte einbauen, wird sogar manches Mal alles Kleingedruckte aus Skepsis gelesen. Dabei haben unsere Kunden noch nie über unsTotalverluste erlitten und viele Menschen haben durch uns Ihre Ziele, wie Eigenheim, etc, verwirklichen können. Heute habe ich auch wieder ein Gespräch,wo einer meiner Kunden sein ersehntes Häuschen kaufen wird, dank meiner Vorbereitungsarbeit, ein durchdachtes Konzept vor ein paar Jahren und mit konservativen Produkten. Nun bekommt er auch noch meine Hilfe bei der Baufinanzierung und ist total glücklich.

    Jeder Mensch sollte sich die Frage stellen, was wichtiger ist, hohe Rendite oder Ziellerreichung. Ich würde immer eine möglicherweise schlechtere Verzinsung vorziehen, wenn ich damit jedoch garantiert mein Ziel erreiche. Gewinnmaximierung ist eben nicht alles und hat meist ein höheres Risiko zur Folge.

    Gruß vom Vermögensberater aus Willich und Tönisvorst
    Ralf Cormaux