Unabhängige Beratung?

18. April 2011 | 1.001 mal gelesen

Eine besonders beliebte Diskussion ist die Frage, was für den Kunden besser ist: Gebundene Vermittlung durch einen Berater, der sich auf die Produkte nur eines Anbieters beschränkt? Oder ungebundene Vermittlung mit Zugriff auf die Produkte einer Vielzahl von Anbietern?

Dass ungebundene Vermittlung für den Kunden von großem Schaden sein kann, zeigt die aktuelle Diskussion um die Provision in der Krankenversicherung. Dort gibt es eine Reihe ungebundener Vermittler und Vertriebe, die – um hohe Provisionen zu generieren – die privaten Krankenversicherungsverträge alle ein, zwei oder drei Jahre von einem Versicherer zum nächsten umdecken. Dass der Kunde hierbei jedes Mal aufgebaute Alterungsrückstellung aufgibt und ggf. nicht unbedingt besseren Versicherungsschutz erhält, bleibt dabei meist im Dunkeln.

Die Politik will deshalb in Kürze die Provisionen deckeln und die Haftzeiten verlängern. Nachzulesen in der Financial Times vom 15. April 2011.

Gebundenen Vermittlern, zu denen im Versicherungsbereich auch die DVAG Deutsche Vermögensberatung mit ihren Vermögensberatern gehört, eröffnet sich diese Möglichkeit statusbedingt erst gar nicht.


Kommentare für diesen Artikel (14)

  1. Tobias Kugler, 18. April 2011 um 09:52 Uhr

    Gut das das bei uns direkt ausgeschlossen ist!

    Da kann man doch mit einem guten Gefühl losarbeiten 🙂

    Viele Grüße aus Bad Waldsee

    Tobias Kugler

  2. Ralf Meinecke, 18. April 2011 um 16:51 Uhr

    Ja, passiert auch hier in Karlsruhe bei Riester-Verträgen.

    Komme zum Kunden hin, der hat von bisherigen Makler alle 3 Jahre eine “noch bessere” Riester bekommen, schön mit Übertragung des Deckungskapitals, leider bisher auch zudem jedes Mal ohne beantragte Zulagen. Nachdem der Kunde über sein aktuelles Guthaben aufgelkärt wurde, war er garnicht gut auf den Makler zu sprechen…

    Grüße vom Vermögensberater aus Weingarten,
    Ralf Meinecke

  3. moritz maruschke, 19. April 2011 um 07:53 Uhr

    @ ralf meinecke
    schwarze schafe gibt es überall….auch bei der dvag 😉

  4. Ralf Meinecke, 19. April 2011 um 16:31 Uhr

    @Moritz Maruschke,
    Natürlich, keine Frage! In keinem Unternehmen gibt es tausende von Mitarbeitern, bei denen sich keine schwarzen Schafe tummeln.

    Aber bedingungsgemäß kann ähnliches nur bedingt von einem “böswilligen” DVAG’ler gemacht werden, da er schlicht garnicht die Möglichkeiten hat, solche Dinge regelmäßig zu machen. Und mit solch vermeintlich guten Tipps beim Kundne aufzuschlagen.

    Und wenn das in größerem Stil dennoch gemacht würde, bin ich mir sicher, dass das auch entsprechende Konsequenzen für den VB hat. Bei einem freien Vermittler bin ich mir da leider nicht so sicher, der macht das mal mit der einen, mal mit der anderen Gesellschaft. Und es gibt keinen “Blick über sein Gesamtgeschaft”.

    Grüße aus dem sonnigen Kraichtal,
    Ralf Meinecke

  5. Wolfgang Reinhardt, 19. April 2011 um 17:07 Uhr

    Ja, Herr Maruschke. Und Nachts ist es meist kälter als draußen. Es geht hier nicht um einzelne Fehlgeleitete, sondern um Abzocke als Methode. Das System animiert den Berater zum Geschäft GEGEN die Interessen des Kunden (siehe auch den Blogbeitrag von heute).

    Und auf genau diese falschen Anreize hat die DVAG immer verzichtet!

  6. Ralf Cormaux, 19. April 2011 um 17:20 Uhr

    @moritz Stimmt, schwarze Schafe sind überall. Nur leider wird über die Einzelunternehmer, also kleineren Makler, selten berichtet, weil die nicht so groß sind wie wir als DVAG. Ist halt wie beim Elchtest seinerzeit: Mercedes ist in der Presse mit der A-Klasse. Sicher waren aber ach einige Nischenanbieter, die auch umgefallen wären oder sind, es hat nur keinen interessiert. Den Schaden hat immer der Kunde, es ist egal von welchem Anbieter.

    Viele skeptische Menschen würden merken, dass unsere Arbeit qualitativ sehr hochwertig ist, wie ja auch viele Ratings zwischenzeitlich feststellen, wenn sie uns einfach mal testen würden.

    Gruß an alle weißen Schafe und Interessenten vom Vermögensberater aus Willich und Tönisvorst
    Ralf Cormaux

  7. Janko Lach, 20. April 2011 um 16:57 Uhr

    Ja, auch bei der DVAG gibt es schwarze Schafe, wie in der neuen Finanztest auf Seite 37 berichtet wird. Hier geht es zwar um Umdeckung bei Riester, ist aber egal, wenn dies zum Nachteil des Kunden geschieht. Also: auch der abhängige Vermittler kann zum Nachteil des Kunden umdecken. Das hat nichts mit der Art des Vertriebes zu tun, sondern liegt am Berater.

  8. Markus Gänsler, 20. April 2011 um 18:51 Uhr

    Kommt überigens nicht nur bei der Krankenversicherung vor! Oft werden auch Altersvorsorgeverträge umgedeckt, weil der ‘neue Anbieter’ eine bessere ‘Nettorendite’ hat!!

  9. Janko Lach, 21. April 2011 um 12:28 Uhr

    Interessant, dass manche Postings überhaupt nicht veröffentlicht werden!!! Noch nicht einmal mit Zensuranmerkung des Moderators.

    Anmerkung des Moderators: Stimmt nicht, Ihr Kommentar wurde freigeschaltet. Etwas mehr Gelassenheit wäre manchmal durchaus angebracht. Sonnige Feiertage!

  10. moritz maruschke, 21. April 2011 um 16:40 Uhr

    @wolfgang reinhardt
    ich hoffe, sie argumentieren so nicht bei ihren kunden bezüglich temperaturen 😉
    gemäß diesem bericht wurde der makler sogar abgemahnt. da fragt man sich natürlich warum. ich denke eine nachschulung des kollegen wäre hier sicher sinnvoller gewesen….es sei denn es hätte eben doch methode.

    @herr cormeaux….natürlich taucht die dvag in kritischen berichterstattungen öfter auf….das gesetz der großen zahl eben. im finanztest bericht sind demnach auch fälle von anderen enthalten….auch der von fehl geleiteten maklern….

  11. Wolfgang Stadler, 22. April 2011 um 13:21 Uhr

    Lieber Herr Janko Lach,

    nachdem Sie hier Finanztest zitieren und ich mich maßlos über diesen undifferenzierten Bericht geärgert habe möchte ich dazu doch etwas loswerden. In besagtem Artikel werden viele Anklagen erhoben, darunter auch eine gegen einen DVAG-Berater, der seinem Kunden geraten hat, einen alten Riestertarif in den neuen 4RG zu tauschen. Dabei wird nur erklärt, dass ein Makler diesen Tausch geprüft hat und dem Kunden dann geraten hat, wg. Garantiezins von 3,25% und Kosten diesen Tausch nicht durchzuführen. Die DVAG bzw. der Berater sind nun böse Buben.

    Schauen wir und eben diese eine Geschichte doch einmal von einer anderen Seite her an: der 4RG hat keinen Garantiezins mehr und kann somit bei einer gewissen Laufzeit im Schnitt auch mal über 90% in Aktienfonds investieren. Dadurch ist die Chance auf eine höhere Rendite sicherlich gegeben. Und für solche gewünschten Übertragungen gibt es sogar 50% Kostenerlass – hier bereits mehrfach gepostet.

    Nun ist die Frage, was konkret ein Kunde haben möchte – sichere 3,25% Garantiezins oder die Chance auf eine höhere Rendite. Das ist individuell und von Kunde zu Kunde verschieden. Hier aber in Finanztest eine pauschale Verurteilung durchzuführen ist unseriös – vor allem, weil keinerlei Fakten auf dem Tisch sind. Und lieber Herr Telis-Lach – dass Sie in dieses Horn blasen finde ich in Anbetracht der Tatsache, dass bei Ihnen im Hause auch gerne mal umgedeckt wird (ich habe das schon mehrmals bei Mandanten gesehen), einfach nicht gerechtfertig. Lassen wir doch einfach mal österlich die Kirche im Dorf.

    Trotzdem: an alle FROHE OSTERN.

  12. Jens Demsat, 23. April 2011 um 12:33 Uhr

    Zu diesem Thema hier eine Anmerkung eines “alten” Hasen nach 26 Jahren Zugehörigkeit in der DVAG: Ich bin sehr froh mich Vermögensberater der DVAG nennen zu können. Warum? Ganz einfach unter anderem deshalb, weil ich hier nicht genötigt werde bestimmte Produkte zu verkaufen-ich muss nicht jeden Hype mitmachen-ich darf nach meinem persönlichen Ermessen und nach den Wünschen und Zielen des Kunden entscheiden, was ich ihm aus meiner begrenzten aber völlig ausreichenden und tollen Produktpalette anbiete. Die Ausbildung ist unvergleichbar intensiv, zeitnah und gut! Kein mir bekanntes Unternehmen kann vergleichbare Strukturen bieten für Menschen die sauber und ordentlich arbeiten wollen! Und zum Schluss: Bis heute habe ich keinen Makler oder sonstigen Finanzdienstleiter erlebt der beim Kunden sauberer gearbeitet hat, wie ein VB der DVAG der erst analysiert, Wünsche und Ziele ermittelt, auswertet und dann berät. Danach wird betreut und alle sind zufrieden! So ist es gut und das ist der beste Schutz für unsere Kunden!

  13. Janko Lach, 26. April 2011 um 11:16 Uhr

    Lieber Herr Stadler,

    ich möchte nicht für jeden Telisianer die Hand ins Feuer legen. Wie bereits erwähnt liegt es häufig am Berater und nicht am Unternehmen. Ich habe auch kein Problem damit, wenn beim Kunden umgedeckt wird, solange es für ihn nur mit Vorteilen verbunden ist. Ich habe aber ein Problem damit, wenn mit System im großen Maße umgedeckt wird. Die von Ihnen erwähnten Umdeckungen in den 4RG waren solche mit System von ganz oben geplanten und forcierten Umdeckungen. Wenn Sie es so wollen auch nicht viel besser als die vom Threaderöffner angeprangerte Vorgehensweise bei der PKV. Insofern habe ich die Kirche nicht aus dem Dorf geholt 🙂

    Liebe Grüße

  14. AS-Club'er, 27. April 2011 um 13:11 Uhr

    @ Janko Lach

    Entschuldigen Sie, wenn ich darüber, was Sie hier schreiben, nur lachen kann. :-))

    Sie überschätzen die Einflussnahme der DVAG auf die tägliche Arbeit, also die Auswahl der Produkte in der Kundenberatung maßlos!

    Glauben Sie den allen Ernstes, dass es für die AM-Leben besser ist, wenn die Rückkaufswerte aus dem Deckungsstockkapital in einen rein fondsbasierten Vertrag fließen, demnach alles Geld zur DWS und weg von der AM-Leben?

    Beim 4 RG hat eine Anpassung der Tarifstruktur an die Entwicklung auf den Finanzmärkten stattgefunden. Und um diese für Kunden attraktiv zu machen, sind umgestellte 2RG in 4RG NICHT mit den vollen Abschlusskosten belastet. Für Sie als Mann aus der Versicherungsbranche sollte damit auch klar sein, dass weniger Abschlusskosten auch weniger Provision bedeutet.

    Andersrum wird ein Schuh draus: Um wildes Umschichten, ohne den EInzelfall zu betrachen, zu vermeiden, wurde von der DVAG hier eine Bremse eingebaut.

    Es wäre schön, wenn Sie in Zukunft sich VOHER informieren, statt, – wie immer – hier durch nichts zu belegende Behauptungen aufzustellen.