Riester für Mini-Jobber

3. April 2011 | 1.552 mal gelesen

Einen interessanten Tipp für Mini-Jobber liefert DIE WELT in ihrer Ausgabe vom 28. März 2011.

Mini-Jobber zahlen keine Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung und erhalten deshalb auch keine Riesterzulagen.

Verzichtet hingegen der Mini-Jobber auf die Versicherungsfreiheit und stockt den vom Arbeitgeber entrichteten Beitrag (15 Prozent bei Unternehmen / 5 Prozent bei privaten Haushalten) auf die derzeit gültigen 19,9 Prozent auf, kann auch Riesterförderung beantragt werden.

Das rechnet sich allemal: Bei einem Maximalverdienst von 400 Euro im Monat müßten vom Mini-Jobber (bei Beschäftigung durch ein Unternehmen) 19,60 Euro bzw. (bei Beschäftigung durch einen privaten Haushalt) 59,60 Euro pro Monat in die Rentenkasse eingezahlt werden.

Im Gegenzug können Riesterzulagen in Höhe von 154 Euro (Grundzulage) sowie Kinderzulagen zwischen 154 und 185 Euro geltend gemacht werden.

Bleibt unterm Strich: Wer als Mini-Jobber in der Lage ist, ein wenig Geld für die Rente beiseite zu legen, fährt auch in diesem Fall mit der Riester-Rente sehr gut.


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Kommentare für diesen Artikel (14)

  1. Ein kritischer Leser, 3. April 2011 um 10:48 Uhr

    Sehr geehrter Herr Lach,

    kommen Sie da nicht etwas mit den Einheiten durcheinander?

    Die Rentenbeiträge sind Monatlich, während die Zulagenbeträgejählich sind. Die unterschlagen Sie leider.

    Also, wenn dann doch bitte offen und ohne Zahlentrickserein bloggen (und auch verkaufen)!

    Danke

    ein kritischer Leser

  2. , 3. April 2011 um 11:08 Uhr

    Tricksen habe ich nun wirklich nicht nötig; hier wurde aus einer namhaften Zeitung zitiert, Sie sollten im Original nachlesen und erst danach solche Kommentare verfassen.

    P.S.: Jeder Fachmann weiß, dass Rentenversicherungsbeiträge monatlich und Riesterzulagen jährlich gezahlt werden.

  3. Wolfgang Stadler, 3. April 2011 um 11:12 Uhr

    @ kritischer Leser: es soll ja auch Frauen geben, die 2, 3 oder 4 Kinder haben und dafür dann die Kinderzulagen ebenso bekommen. Zahlweise hin oder her… das ist allemal rentabel!

  4. Sascha Neumann, 3. April 2011 um 12:50 Uhr

    Zahlweise ist auch nicht das Thema,
    Ich glaube jedem Bürger sollte doch mittlerweile bekannt sein das die Gesetzliche Rentenkasse leer ist und wer der Meinung ist es ist besser nicht in die Gesetzliche Rente zu zahlen um dem Staat nicht noch mehr Geld zu geben, dem sollte auch bewusst sein das er / sie durch diese Haltung auch unsern jetzt Rentnern und den zukünftigen Rentnern die Renten kürzt.
    Durch das einzahlen in die GRV erhöht sich doch der Anteil der Entgeltpunkte und somit auch seine eigene Gesetzliche Rente. (wie hoch die auch immer sein mag)
    Und wem auch bewusst ist das Riester kein Zusatz sondern ein Ersatz der Rentenkürzungen ist, na dem kann doch nur Recht sein wenn er / sie die Zulagen vom Staat bekommt.
    Jeder Bürger in Deutschland (der Zulagen berechtigt ist) muss eine Riester Rente haben um sich wenigstens ein wenig auf die Zukunft vorzubereiten.
    Eine Frau mit z.B. 2 Kindern die einen 400€ Job hat und in die GRV einzahlt investiert 5€ pro Monat oder 60€ im Jahr um 524€ an Zulagen zu bekommen. (oder auch mehr)
    Und die 20€ oder 60€ die in die GRV gezahlt werden dienen ja auch dazu die Rente zu erhöhen.
    Ich glaube das sind Gründe genug damit sich auch ein 400€ Jobber eine Riester Rente zulegt.

    VG
    Sascha Neumann

  5. Claudia Müller, 3. April 2011 um 13:57 Uhr

    @ Kritischer Anonymus

    Warum so aggressiv? Im Zitat des Artikels ist lediglich die Rede davon, wie aus einem 400-Euro-Beschäftigungsverhältnis eine rentenversicherungspflichtige Beschäftigung gemacht werden kann, und somit riesterfähig wird. Es ist mit keinem Wort die Rede davon, wieviel Eigenbeitrag anschliessend in einen Riesterrentenvertrag, oder Wohnriesterbausparvertrag, oder Riesterbanksparplan, einbezahlt werden muss, um die staatliche Zulage in voller Höhe zu erhalten. Falls es Ihnen entgangen sein sollte – das ist das Zitat einer Zeitungsmeldung, und keine Kundenberatung. Mit Vorwürfen, wie “Tricksereien”, muss man vorsichtig sein, wenn man von der Materie nicht allzu viel versteht.

  6. Thomas Lange, 3. April 2011 um 17:20 Uhr

    “Jeder Bürger in Deutschland (der Zulagen berechtigt ist) muss eine Riester Rente haben um sich wenigstens ein wenig auf die Zukunft vorzubereiten.
    Eine Frau mit z.B. 2 Kindern die einen 400€ Job hat und in die GRV einzahlt investiert 5€ pro Monat oder 60€ im Jahr um 524€ an Zulagen zu bekommen. (oder auch mehr) Und die 20€ oder 60€ die in die GRV gezahlt werden dienen ja auch dazu die Rente zu erhöhen. Ich glaube das sind Gründe genug damit sich auch ein 400€ Jobber eine Riester.”

    Da möchte ich mal einhacken.

    Ich denke da einfach mal einen Schritt weiter. Was wird eine Frau mit 2 Kindern, welche einen 400 EUR-Job hatte (reden wir mal nicht über die Dauer), einmal von der “Riester-Rente” haben, sollte sie auf Grundsicherung auf Grund einer zu geringen Rente angwiesen sein?

    Diese wird komplett angerechnet. Im Grunde holt sich “Der Staat” die großige Förderung dann wieder zurück. Ich persönlich bin dafür, dass die Menschen nicht bestraft werden dürfen, die vorsorgen, in dem man ihnen das einmal annrechnet. “Riester” wird ja bei ALG-II auch nicht angerechnet.

  7. Norbert Strauß, 3. April 2011 um 21:52 Uhr

    Für DIE WELT eine Kinderzulage bei Riester von 154€ gibt es nicht! Richtig sind 185 € oder 300 € wenn der erforderliche Beitrag von 60€ vom Minijobber gezahlt wird.

  8. Sascha Neumann, 4. April 2011 um 07:36 Uhr

    http://www.biallo.de/finanzen/Versicherungen/riester_fuer_minijobber.php
    @Herr Strauß
    Ihre Aussage ist nicht richtig siehe Link
    @Herr lange
    Naja ihre Aussage ist zwar korrekt aber ich gebe eines zu bedenken jemand der gar nichts für seine Altersvorsorge tut wird später ganz klar ein größeres Problem haben wie die Anrechnung an die Grundversorgung. Und sie haben auch von einer Person gesprochen die so oder so dem Staat und somit auch uns auf der Tasche liegt. Ein Minijobber der kurzzeitig (z.b Mutter) in die Situation kommt und später wieder normal arbeiten geht für diese Personen ist die oben genante rechnung gedacht . Riester wird niemals reichen sich eine gute gesunde Altersvorsorge aufzubauen, da muss man / Frau noch zusätzlich vorsorgen um nicht in das Hartz 4 Loch zu fallen.
    Ich bedanke mich aber für die saubere Diskussion und bitte auch alle das es so bleibt
    Erfolgreiche Grüße
    Sascha Neumann

  9. Thomas S., 4. April 2011 um 08:18 Uhr

    @ Thomas Lange

    Sie schreiben und ich darf Sie zitieren: “Ich denke da einfach mal einen Schritt weiter. Was wird eine Frau mit 2 Kindern, welche einen 400 EUR-Job hatte (reden wir mal nicht über die Dauer), einmal von der “Riester-Rente” haben, sollte sie auf Grundsicherung auf Grund einer zu geringen Rente angwiesen sein?

    Diese wird komplett angerechnet. Im Grunde holt sich “Der Staat” die großige Förderung dann wieder zurück. Ich persönlich bin dafür, dass die Menschen nicht bestraft werden dürfen, die vorsorgen, in dem man ihnen das einmal annrechnet. “Riester” wird ja bei ALG-II auch nicht angerechnet.”

    Selbstverständlich werden die Leistungen aus Riester auf die Grundsicherung im Alter angerechnet, wie die Leistungen beispielsweise aus privaten Lebens- und Rentenversicherungen auch.

    Eine vollständige oder teilweise Nichtanrechnung der Riester-Rente, wie sie von Gewerkschaften, Sozialverbänden und Sozialpolitikern gefordert wird, hätte zur Folge, dass das Prinzip der Grundsicherung als subsidiäre Bedürftigkeitshilfe aufgeweicht wird. Sie würde außerdem dem Sinn und Zweck der Riester-Förderung widersprechen, die Abhängigkeit von Grundsicherung im Alter zu vermeiden. Stattdessen würde die Zahl der Anspruchsberechtigten auf Grundsicherung sogar erhöht und der staatliche Kostenaufwand für Grundsicherungsleistungen gesteigert. Hinzu kommt, dass eine isolierte Nichtanrechnung von Riester-Renten Ruheständler mit anderer Alterssicherung und erwerbstätige Rentner benachteiligen würde, weil deren Einkommen weiter voll auf die Grundsicherung anzurechnen wäre.

    Das Argument, die Nichtanrechnung von Riester-Renten auf die Grundsicherung sei erforderlich, um Fehlanreize gegen einen Abschluss eines Riester- Vertrags zu vermeiden, überzeugt nicht. Dies gilt schon deshalb, weil nur die allerwenigsten Ruheständler auf Grundsicherung im Alter angewiesen sind und kaum jemand sicher davon ausgehen kann, ob er später Grundsicherung im Alter beziehen kann. Selbst wenn die Anrechnung der Riester-Rente auf die Grundsicherung tatsächlich in Einzelfällen den Ausschlag geben sollte, dass der Abschluss eines Riester-Vertrags unterbleibt und deshalb spätere Grundsicherungszahlungen erforderlich werden, sind die damit verbundenen finanziellen Folgen für die Allgemeinheit immer noch deutlich geringer als die eines grundsätzlichen Verzichts auf Anrechnung von Riester-Renten auf die Grundsicherung.

    Im Übrigen, es ist doch noch gar nicht sicher, ob es in Zukunft überhaupt eine Grundsicherung wie heute gibt. Ganz ab zu sehen von dem moralischen Gedanken der dahinter steht – „gar nicht erst zu versuchen im Alter auf eigenen Füßen zu stehen”.

  10. Tobias Bartelt, 4. April 2011 um 08:39 Uhr

    @ Sascha Neumann

    Laut ihrem Link ist die Aussage von Norbert Strauß richtig. ^^ Soviel dazu.

    Aber um beim Thema zu bleiben:

    Meiner Meinung nach, sollte man sich selbst darum kümmern, das man was auf der Hand hat, wenn man etwas braucht.

    Es gibt nicht umsonst das Sprichwort: “Wer sich auf andere verlässt ist verlassen”.

    Man kann eben die Entwicklung in den kommenden 40 Jahren nicht vorraussehen.

    MfG

    Tobias Bartelt

  11. Sascha Neumann, 4. April 2011 um 10:54 Uhr

    @ Tobias Bartelt
    Ja sie haben recht ich habe heute morgen über mein Iphone gelesen habe nicht genau gesehn was gemeint war. Mein Fehler ;o) jetzt auf dem Grossen Bildschirm konnte ich den Text noch einmal genau lesen ^^

    Aber ich stimme Thomas S. zu die Moral zuhaben sich im alter auf den Staat zuverlassen oder gar Stütze zu bekommen sollte für alle Bürger kein Ziel sein, aber somit haben auch “Sie” Recht das jeder sich auf das verlassen muss, was aber nicht dagegen spricht sich vom Staat die Zulagen zu holen die einem zustehen. Dafür zahlt man ja Sozialabgaben / Steuern etc. und wer sich beschwert das der Staat einem soviel abzieht sich dann aber weigert sich die Zulagen zu holen die er / sie kriegen würde naja Ohne Worte …..

    Viele Grüße
    Sascha Neumann

  12. Tobias Bartelt, 4. April 2011 um 13:58 Uhr

    @ Sascha Neumann

    Da gebe ich ihnen voll und ganz Recht.

    MfG und eine schöne Woche allen.

    Tobias Bartelt

  13. Norbert Strauß, 5. April 2011 um 07:27 Uhr

    Hallo Herr Neumann , vielleicht reden wir aneinander vorbei. Wenn die Frau 2 Kinder hat die vor dem 0101.2008 geboren sind , dann ist die Kinderzulage 2×185€ , danach 2x 300€ . Somit ergeben sich im ersten Fall eine Geamtzulage von 524 € und im zweiten Fall von 754 € , was mit dem von Ihnen zitierte Link auch berechnet .
    Norbert Strauß

  14. Sascha Neumann, 5. April 2011 um 08:20 Uhr

    Hallo Herr Strauß
    Ja ich habe ihren Beitrag falsch gedeutet ^^ Im ersten lesen sah ich das die Mutter ihre Zulage (154€) nicht bekommen sollte, im Zweiten lesen sah ich aber das sie klar gestellt haben das es nicht 154€ sonder 185€ oder sogar 300€ gab. Mein Fehler ;o) Sie haben natürlich Recht mit ihrer Aussage.
    Und ihre Berechnung unterstreicht ja nur meine Meinung das “jeder” der / die Riester berechtigt ist eine Riester rente braucht.

    Sonnige und erfolgreiche Grüße

    Sascha Neumann