200 Prozent

18. März 2011 | 770 mal gelesen

Riestern lohnt sich – ganz besonders für Geringverdiener, für die dieses Produkt die manchmal einzige Möglichkeit ist, mit minimalem Eigenaufwand dennoch etwas für die private Basisversorgung zu tun. Aber auch diejenigen, die mehr verdienen, sollten riestern.

Dazu schöne Beispiele im Kölner Stadtanzeiger vom 7. März 2011:

  • Eine alleinerziehende Mutter mit einem 2008 geborenen Kind und einem Bruttoeinkommen in Höhe von 17.000 Euro im Jahr muss lediglich einen Eigenbeitrag in Höhe von 226 Euro p.a. aufbringen und erhält im Gegenzug eine staatliche Riesterzualge in Höhe von 454 Euro. Macht 200,9 Prozent Förderquote.
  • Ein 40-jähriger Single mit 52.500 Euro Bruttoeinkommen p.a. zahlt einen Eigenbeitrag in Höhe von 1.946 Euro p.a. und erhält dafür 154 Euro Zulage sowie eine Steuererstattung in Höhe von rund 647 Euro. Den effektiv (nach Steuern) eingezahlten Beiträgen in Höhe von 1.299 Euro steht so ein Mittelzufluss in den Riestervertrag in Höhe von 2.100 Euro gegenüber, eine Förderquote in Höhe von 41,2 Prozent.

Fragt man sich, warum in vielen Zeitungen permanent die Garantiezinsen und die Überschussbeteiligung der Lebensversicherung kritisiert werden, wenn sich mit genau diesem Produkt Zulagenrenditen von bis zu 200 Prozent erzielen lassen.


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Kommentare für diesen Artikel (1)

  1. Andreas Eswein, 18. März 2011 um 09:36 Uhr

    Weil die Zeitungen erkannt haben das Kapitallebensversicherung, so wie Sie heute ist, in die Schublade gehört.

    Zitat: Hans Kruppa
    «Dass es so vielen Menschen schwerfällt, von einem stehengebliebenen Zug abzuspringen! Sie hoffen endlos, dass der Zug sich wieder in Bewegung setzen wird, anstatt sich selbst in Bewegung zu setzen – sie verhoffen ihre Zeit.»