DVAG-Umfrage zur Altersvorsorge

12. März 2011 | 1.111 mal gelesen

Über 1.000 Personen haben wir – unterstützt durch das Marktforschungsinstitut TNS Emnid – zum Thema Altersversorgung befragt.

Einige der Ergebnisse:

  • 37 Prozent haben Angst vor Altersarmut, bei den 30- bis 39-Jährigen sind es sogar 47 Prozent
  • 70 Prozent gehen davon aus, im Alter mindestens 80 Prozent des heutigen Nettoeinkommens zu benötigen
  • 38 Prozent nutzen die betriebliche Altersversorgung
  • Jeder Dritte sorgt über staatlich geförderte Produkte wie Riester oder Rürup vor
  • 37 Prozent planen, die bereits bestehende Altersversorgung in Kürze aufzustocken
  • Insbesondere Geringverdiener (Einkommen zwischen 1.000 und 1.500 Euro) können keine Mittel für Altersversorgung aufbringen

Viele interessante Ergebnisse, aus denen sich folgende Thesen ableiten lassen:

Ein Großteil der Bürger hat erkannt, dass private Zusatzvorsorge unerlässlich ist und ist demnach auch bereit, in private Altersversorgung zu investieren. Bei denen, die das nicht tun, liegt es meistens am “Geldbeutel”.

Die Durchdringung mit staatlich geförderter Alterversorgung ist angesichts der großen Vorteile dieser Produkte noch viel zu gering, d.h. sehr viele Bürger haben diese Vorteile noch nicht erkannt. Und gerade Geringverdiener sind diejenigen, die hier am meisten profitieren könnten. Denn die meist ansehnlichen Riester-Zulagen gibt es auch schon bei minimalem Eigenbeitrag von wenigen Euro im Monat.

Bleibt: Jede Menge Beratungs- und Aufklärungsbedarf.


Kommentare für diesen Artikel (7)

  1. Marcel H. Costin, 12. März 2011 um 19:16 Uhr

    Guten Abend zusammen,

    hier findet der neue Slogan Anwendung:
    “Deutsche Vermögensberatung – Vermögensaufbau für jeden!”

    Um zu demonstrieren, dass Geringverdiener durchaus eine sehr realistische Chance haben ein Vermögen aufzubauen, hier folgendes Rechenbeispiel zum Nachvollziehen:

    40 Jahre sparen, 50€/Monat, 6% Zinsen
    Eingezahlt: 24.000€
    Ausgezahlt: 95.383,89€

    20 Jahre sparen, 50€/Monat, 6% Zinsen
    Eingezahlt: 12.000€
    Ausgezahlt: 22.671,93€

    Aufholjagd: Um in nur 20 Jahren auch 95.383,89€ ausgezahlt zu bekommen müssten 210,36€/Monat gespart werden.

    20 Jahre sparen, 210,36€/Monat, 6% Zinsen
    Eingezahlt: 50.485,63€
    Ausgezahlt: 95.383,89€

    .

    Es existieren somit bei verbleibenden 20 Jahren Zeit nur zwei Möglichkeiten:
    26.485,63€ drauf zahlen (210,36€ Sparrate)
    ODER
    72.711,86€ weniger raus! (50€ Sparrate)

    (…im Bezug zum genannten Sparziel: 95.383,89€!!!)

    Leider kann sich das nicht jeder, immer so aussuchen – vielleicht aber ja doch?

    .

    ERST JETZT, nachdem die Zahlen feststehen, kommt die Frage nach dem richtigen Produkt-/Konzept ins Spiel. Ferner, wo es Einsparungen geben könnte oder wo Steuervorteile und Fördermittel als zusätzliche Unterstützung eingebaut werden können. Und ratz-fatz werden aus den 50€ nochmal weniger, die man aus eigener Tasche sparen müsste, wenn man denn wirklich keine Mittel aufbringen kann.

    Kaufkraftverlust durch Inflation niemals vergessen!
    Bedeutet: Es muss mehr (über das eigentliche Ziel hinaus) gespart werden.

    So einfach, warum mache ich es dann nicht?
    ——————————————————————–
    – Ich pflege keine angenehme Beziehung zu einem Vermögensberater
    – Der ZinsesZins-Effekt ist mir überhaupt nicht klar
    – Passende Produkte sind mir nicht bekannt
    – Nutzung von Fördermitteln und Steuerersparnissen sind mir nicht bekannt
    – Einsparungspotentiale sind mir nicht bekannt
    – Auf dem Weg zum Ziel kommen ungeplante Ereignisse dazwischen, Risiko
    . & Schutz dagegen sind mir nicht bekannt
    – Konsumverzicht fällt mir schwer
    – Innerer Schweinehund: Finde ich im betagten Alter überhaupt einen
    . würdevollen Nebenjob um über die Runden zu kommen, oder suche ich mir
    . lieber heute einen lukrativen Nebenjob um sparen zu können?

    .

    Fazit: Lieber ein Leben lang einen kleinen Betrag sparen, als kurz vor Schluß ganz doll einen abhecheln, oder völlig resignieren… .
    Denn, hat man viel Zeit, macht Kleinvieh EXPONENTIELL viel Mist! 😉

    Vermögensaufbauende Grüße,
    Marcel H. Costin
    – Vermögensberater –
    Metropolregion
    Düsseldorf / Köln
    0177/7616059

    PS: So vielen Menschen wie möglich weitersagen! Dieses Rechenbeispiel und Textinhalt darf gerne zitiert oder frei verwendet werden.

  2. Wolfgang, 13. März 2011 um 12:39 Uhr

    @ Marcel Costin

    Exakt, diese Rechenbeispiele stimmen auf den Cent.

  3. Jürgen Z., 13. März 2011 um 18:28 Uhr

    @ Herrn Costin,

    das ist die IDEALE Antwort auf:

    “Brauche/n ich /wir nicht – Ich/wir habe/n kein (wenig, zu wenig) Geld ”

    Herzlichen Dank,

    Jürgen Z.

    BTW: Sofort in eine Mail “packen” und an “diese” Zielgruppe rausschicken 😉

  4. Argusauge, 29. Juni 2011 um 08:15 Uhr

    @Herrn Costin,

    auf diesem Planeten von Herrn Costin möchte ich auch mal Leben, wo man 40 Jahre lang anscheinend völlig risikolos 6 % Zinsen auf sein Sparkapital bekommt. Wenn schon eine Beispielrechnung, dann doch wenigstens etwas realitätsnah – bei allem Wohlwollen für den Zinseszins.

  5. Tobias Kugler, 29. Juni 2011 um 17:26 Uhr

    @ Argusauge

    Wenn sie schon dieser Meinung sind, dann seien auch sie doch
    “wenigstens etwas realitätsnah”
    und geben auch ihren ECHTEN Namen an!

    Viele Grüße von ihrem Vermögensberater
    Tobias Kugler aus Bad Waldsee

  6. Thomas Lange, 29. Juni 2011 um 21:35 Uhr

    @Tobias Kugler

    Was hat der echte Namen mit seiner Meinung zu tun?

    6 Prozent sind auch in meinen Augen etwas optimistisch gerechnet. Selbst über 30 Jahre.

  7. Tobias Kugler, 30. Juni 2011 um 16:54 Uhr

    @ Thomas Lange

    Mag ja sein! Allerdings ging es mir um seine Aussage “seien die doch wenigstens ein wenig realitätsnah” und was ist realitätsfremder als ein Pseudonym?

    Viele Grüße