Diffuse Zuständigkeit

11. März 2011 | 933 mal gelesen

Gewerbeämter, BaFin, Industrie- und Handelskammern: Die Zuständigkeiten für die Beaufsichtigung der Berater in der Finanzbranche sind – sei es bei der Erlaubniserteilung, bei der Registrierung, der Sachkundeprüfung oder bei der laufenden Überwachung – ausgesprochen diffus.

Einen auch aus Sicht der DVAG Deutsche Vermögensberatung sinnvollen Vorschlag hat nun der Deutsche Industrie- und Handelskammertag DIHK vorgelegt mit dem Ziel, die gesamte Zuständigkeit bei den IHKs zu bündeln. Natürlich auch verbunden mit eigenen Interessen, ganz sicher aber auch im Interesse der Branche und der Verbraucher, denn es war schon immer so, dass zuviele Köche den Brei verderben, ganz abgesehen von den Reibungsverlusten.

Was der DIHK in diesem Kontext im Übrigen kategorisch ablehnt: Die Offenlegung der Provisionen, denn damit würden nur Neid und Mißgunst geschürt.


Kommentare für diesen Artikel (1)

  1. Marcel H. Costin, 11. März 2011 um 16:27 Uhr

    Guten Tag zusammen,

    mich interessiert im letzten Abschnitt was mit Offenlegung gemeint ist. Gegenüber dem Kunden, oder gegenüber den Beratern untereinander?

    Neid und Mißgunst wäre etwas, was man letzterem zuordnen könnte. Allerdings ist das bei der DVAG völlig normal, dass jeder weiß, was der Andere Umsetzt. Von Neid und Mißgunst keine Spur, im Gegenteil, es fördert den Wettbewerb und Austausch untereinander und stellt eine Vorbildfunktion dar. Es gibt auch keine vertrieblichen Vorgaben oder sonstige Vorgaben, alles läuft auf Anreize hinaus. Anreize, welche vorallem dazu motivieren sich Fähigkeiten und Eigenschaften anzutrainieren, welche die eigene Kompetenz und Fachwissen fördern.

    Falls Offenlegung gegenüber dem Kunden gemeint war, warum sollte ein Kunde Neid und Mißgunst empfinden? Keiner ist neidisch auf seinen Arzt, Rechtsanwalt oder Architekten/Ingenieur, welche alle viele Jahre, oft fast ein Jahrzent studiert haben und sich weiterhin laufend für ihre Patienten/Klienten/Kunden weiterbilden… .

    Was soll die Offenlegung von Provisionen am Entscheidungsprozess des Kunden bewirken? Wichtig ist doch für ihn, was zahlt er ein, was bekommt er heraus. Nirgends sonst werden im Handel allgemein Margen und Gewinne jedes einzelnen Produktes bekannt gegeben.

    Es führt eher zu mehr Diskussionen und Erklärungen – und zwar so lange, bis alle Kunden verstehen dass sie nicht nur die 6-8 stündige Ausarbeitungs- und Beratungs-Dienstleistung kaufen, sondern das über Jahre aufgebaute Wissen und Erfahrungen des Beraters + 6-8h Einsatz!

    Bin gerne an anderen Meinungen interessiert! 😉

    Beste Grüße aus Mönchengladbach,
    Marcel H. Costin
    – Vermögensberater –
    Metropolregion
    Düsseldorf / Köln
    0177/7616059