51.500 Euro

25. Februar 2011 | 631 mal gelesen

Wer vor dreißig Jahren damit begonnen hat, jeden Monat 40 Euro (…damals natürlich noch umgerechnet in DM) in einen Aktienfonds-Sparplan einzuzahlen, konnte per Ende 2010 – bei insgesamt 14.400 Euro Einzahlungen – eine stolze Kapitalleistung in Höhe von 51.500 Euro abrufen. So die Financial Times in ihrer Ausgabe vom 16. Februar 2011 (Seite 21).

Was steckt dahinter?

Bis zu 40 Euro vermögenswirksame Leistungen im Monat können Arbeitnehmer von ihrem Arbeitgeber erhalten. Geringverdiener (< 20.000 Euro p.a.) erhalten zusätzlich vom Staat eine Arbeitnehmersparzulage. Wer also dieses Geld in Anspruch nimmt und langfristig anspart, kann einen ordentlichen Kapitalstock aufbauen.

Das Erstaunliche daran: Nach Schätzungen nehmen rund 40 Prozent (!!) derjenigen, die Anspruch auf vermögenswirksame Leistungen haben, diese nicht in Anspruch. Es scheint demnach so, dass – angesichts der unüberschaubar vielen Fördermöglichkeiten in unterschiedlichsten Bereichen – die gute alte VL in Vergessenheit gerät.

Auch dies wieder ein wichtiges Betätigungsfeld für Vermögensberater der DVAG Deutsche Vermögensberatung. Denn kein Kunde hat Geld zu verschenken.

Das Gute daran: Unsere Vermögensberater haben Zugang zu allen Vertragsformen, die für vermögenswirksame Leistungen in Betracht kommen: Investmentfonds-Sparpläne, Bausparverträge, Lebensversicherungen oder die betriebliche Altersversorgung. Allfinanzberatung im besten Sinne eben.


Kommentare für diesen Artikel (5)

  1. Harri Schultze, 25. Februar 2011 um 10:12 Uhr

    Das ist ja ein schönes weiteres Beispiel für “Ambivalenz” (siehe Blog-Beitrag vom 24.02.).

    Aus der Erfahrung unzähliger Beratungen kann ich das nur bestätigen:

    Niemand hat Geld zu verschenken, dennoch nutzt kaum jemand die unterschiedlichsten Förderwege für sich optimal. Zumindest ist das vor der Beratung so.

    Die Vogel-Strauß Strategie ist leider weit verbreitet, d.h. lieber nichts machen und ein wenig über die Ungerechtigkeiten dieser Welt klagen, als die Chancen und vielfältigen Fördermöglichkeiten zu nutzen. Und da ist in der Tat für jeden was dabei.

    Oft ist es aber nur Unsicherheit und das “Nichtwissen wen man fragen soll” und daher kommt unser Beratungsangebot als Vermögensberater bei Menschen, die uns neu kennen lernen, so gut an.

    Denn in erster Linie geht es immer darum ein Konzept zu entwickeln, das zu den Wünschen und Zielen des Kunden passt und dabei alle möglichen Förderwege nutzt, die für seine Wünsche und Ziele und seine individuelle Situation zielführend sind.

    Dr. Pohl hat es einmal in etwa so formuliert:
    “Wer aus Unsicherheit etwas falsches zu machen lieber gar nichts tut, der macht garantiert das falsche”

    In diesem Sinne….

    Gruß vom Vermögensberater im Willicher Stahlwerk Becker
    Harri Schultze
    http://www.harri-schultze.de

  2. Wolfgang, 25. Februar 2011 um 11:31 Uhr

    Das Traurige daran ist, dass immer mehr Arbeitgeber diese lukrative staatl. Sparform nicht mehr zuläßt. Es wird nur noch die AVWL gefördert. Somit spart sich der AG die Sozialversicherungsbeiträge, und der AN muss als Rentner die vollen SV-Beiträge zahlen. Ob hier die Gier der Versicherungslobby oder die Einsparenthusiasten ( Arbeitgeber ) die Fäden ziehen, dass schon Azubi`s angehalten werden,AVWL abzuschließen und nicht einen Bausparer oder Wertpapiersparvertrag mag sich jeder Blogger selbst beantworten. Ich meine, dass der Gesetzgeber den AG zuviel Macht gegeben hat was die Auswahl der Vertragsgestaltung betrifft. Das betrifft die AVWL und die Auswahl von Betr. Altersvorsorge.

  3. Harri Schultze, 25. Februar 2011 um 13:30 Uhr

    @Wolfgang

    In einem Punkt stimme ich zu:
    Die Tarifverträge, die zwingend nur noch AVWL (Umwandlung der VL in betriebliche Altersvorsorge) zulassen, haben nicht daran gedacht, dass jeder Haushalt unterschiedliche Bedürfnisse und eine individuelle Fördersituation hat.

    Es sind weniger die “bösen Arbeitgeber”, die gescholten werden müssen, als vielmehr die Tarifparteien der großen Tarife. Dazu gehören insbesondere also auch die Arbeitnehmervertreter – also Gewerkschaftsmitglieder.

    Die Problematik ist, dass diese Regelungen am “grünen Tisch” verhandelt werden, von Vertretern der Tarifparteien, die nicht unbedingt immer in allen Bereichen 100% fachkundig sein können.

    Ein Grund mehr also auch für jeden Unternehmer, sich von einem Experten beraten zu lassen, der Zugriff auf alle Fördermöglichkeiten hat. Dann gibt es keinen Interessenkonflikt der Förderwege, sondern es kann vom Bedarf und Nutzen der Mitarbeiter UND der Unternehmer aus beraten werden.

    Bei den Unternehmen, die ich hinsichtlich der Themen Vorsorge und Förderungen betreue, wirke ich immer für eine möglichst offene betriebliche Regelung hin, die alle Fördermöglichkeiten zulässt. Das ist aber nur dann sinnvoll, wenn gleichzeitig auch dem Mitarbeiter eine umfassende und individuelle Beratung ermöglicht wird.

    Nicht für alle aber für die allermeisten Mitarbeiter, insbesondere wenn deren Einkommen die Grenzen für eine staatliche Förderung der VL-Beiträge sprengt, ist schließlich die Entgeltumwandlung gem. §3.63 EStG zu Gunsten einer Altersvorsorge oder/und Berufsunfähigkeitsabsicherung der höchst geförderte Weg. Und in vielen Fällen behält der “böse Arbeitgeber” ja seine Ersparnis gar nicht für sich, sondern legt sie dem Mitarbeiter noch oben drauf.

    Wenn man es also richtig anstellt, wird durch die Nutzung dieser hohen Förderungen und ggf. Zuschüssen vom Arbeitgeber genug Sparbetrag im Privathaushalt frei, um auch weiterhin einen Fondssparplan in Höhe der VL zu bedienen.

    Ein schönes Beispiel, dass optimale Beratung eigentlich nur im Konzept der Allfinanz umsetzbar ist.

    Gruß vom Vermögensberater aus dem Willicher Stahlwerk Becker
    Harri Schultze
    http://www.harri-schultze.de

  4. Ralf Gottfried, 25. Februar 2011 um 23:21 Uhr

    @ Wolfgang

    jeder sollte seinen eigenen privaten Situation für sein Alter vorsorgen,aber nur damit ich die Sachen nicht falsch verstehen, meinten Sie ehrlich das man für das Alter mit einem Bausparer vorsorgen sollte?

  5. Wolfgang, 26. Februar 2011 um 00:24 Uhr

    @ Ralf Gottfried

    in meinem Beitrag steht nichts von Altersvorsorge über Bausparen. Vermögenswirksames Sparen als Beispiel über Bausparer oder Wertpapiersparer, Laufzeit entweder 7 Jahre BS, oder 6 Jahre und der Rest vom Kalenderjahr. Diese zwei Möglichkeiten werden immer weniger vom Arbeitgeber mit Arbeitgeberzuschuß bespart.