Ambivalenz

24. Februar 2011 | 597 mal gelesen

Ambivalenz: Wikipedia “übersetzt” diesen Ausdruck mit einem “Nebeneinander von gegensätzlichen Gefühlen, Gedanken und Wünschen”.

Dies umschreibt sehr gut, wie es derzeit um die Einstellungen der meisten Deutschen zum Thema Vorsorge bestellt ist: 91 Prozent wissen genau, dass die gesetzliche Rente im Alter nicht ausreichen wird. Hingegen hegen nur 23 Prozent die Absicht, die bestehende Vorsorgelücke zu schließen. So die Ergebnisse der aktuellen Studie des Marktforschungsinstituts YouGovPsychonomics, der die Befragung von 1.005 Erwerbstätigen zwischen 18 und 65 Jahren zugrunde liegt.

Laut YouGovPsychonomics einer der Hauptgründe für dieses “ambivalente Verhalten”: Ein hohes Maß an Verunsicherung der Bürger durch die Diskussion um den Euro und die nach Auffassung der Befragten noch nicht ausgestandene Finanzkrise.

Dies zeigt: Die Aufgaben eines Vermögensberater gehen inzwischen weit über die Bedarfsweckung und Beratung hinaus. Denn es ist inzwischen notwendig, den Kunden auch Rede und Antwort zu stehen zu ganz übergeordneten Fragen, zum Beispiel zur Inflation, zum Euro, zur Staatsverschuldung oder zur Finanzkrise. Wahrlich auch eine fachliche Herausforderung, gleichermaßen aber auch die Chance aufzuzeigen, was Vermögensberatung wirklich bedeutet.