Fachkräftemangel

21. Februar 2011 | 930 mal gelesen

Er zeichnet sich bereits jetzt deutlich ab: Ein eklatanter Fachkräftemangel bei deutschen Unternehmen.

Die Hauptursachen: Starke Konjunktur mit entsprechendem Bedarf an Arbeitskräften. Komplexe und anspruchsvolle Produktionsverfahren, die nur mit gut ausgebildeten Mitarbeitern bewältigt werden können. Und – im Gegenzug – die demografische Entwicklung mit einer stark abnehmenden Anzahl junger Menschen, die für den Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen werden.

Damit steht fest: Für die Unternehmen in Deutschland wird die Gewinnung und Bindung junger, qualifizierter Mitarbeiter zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor.

Ein besonders hilfreiches Instrument zur Bindung junger Mitarbeiter ist die betriebliche Altersversorgung. Mit dieser haben die Unternehmen eine besonders wirkungsvolle Möglichkeit an der Hand, mehr als nur Lohn und gute Arbeitsbedingungen zu bieten.

Denn die Bereitschaft eines Unternehmens, auch etwas für die Versorgung der Mitarbeiter zu tun, motiviert und bindet diese auch emotional.

Umso erstaunlicher ist, dass gerade kleine und mittelständische Unternehmen, die vom Fachkräftemangel besonders betroffen sind, mit nur einem Drittel der Unternehmen dieses Instrument der Mitarbeiterbindung und -motivation nutzen.

Viel zu tun also für Vermögensberater der DVAG. Denn gerade jetzt vor dem Hintergrund des sich zunehmend verschärfenden Fachkräftemangels sollte im Grunde jedes Unternehmen auf die Vorteile, vielleicht sogar auf die Notwendigkeit der betrieblichen Altersversorgung angesprochen werden.


Kommentare für diesen Artikel (3)

  1. Harri Schultze, 21. Februar 2011 um 11:03 Uhr

    Inzwischen müssen wir wohl noch weiter gehen und nicht von Fachkräftemangel, sondern von Arbeitskräftemangel reden.

    Einer Studie von McKinsey “Deutschland 2020” zufolge, werde bei einem eher geringen Wirtschaftswachstum von 1,7% bis zum Jahre 2020 in Deutschland 2,4 Millionen ARBEITSKRÄFTE fehlen, bei einem Wirtschaftswachstum von 3% wird die Angebotslücke bei den Arbeitskräften sogar 6,1 Millionen ausmachen.

    Wer diese Entwicklung als Unternehmer verpasst und nicht frühzeitig reagiert, der wird in den nächsten Jahren größte Probleme bei der Besetzung seiner Arbeitsplätze bekommen – und das nicht nur bei den Fachkräften! Kleiner Selbsttest für Unternehmer:
    Schauen Sie sich im Betrieb um und rechnen das Alter Ihrer derzeitigen Beschäftigten um allein 10 Jahre weiter. Im Schnitt werden dann 40% der Belegschaft oder mehr bereits über 50 Jahre sein!

    Eine tolle Möglichkeit seine Mitarbeiter zu binden und ein As im Ärmel zu haben, wenn es um die Gewinnung neuer Beschäftigte geht, ist ein attraktives und flexibles Entgeltsystem. Ein Vergütungssystem in dem jeder Mitarbeiter die Zusatzleistung selbst wählen kann, die für ihn persönlich den höchsten Nutzen hat.

    Ein solches sog. “Cafeteria-Modell” aufbauend auf der betrieblichen Altersvorsorge und verknüpft mit weiteren sinnvollen Möglichkeiten zur Vorsorge, Absicherung und Nutzung von Fördermöglichkeiten, kommt bislang nur Mitarbeitern in großen Konzernen zu Gute. Dabei ist ein solches Modell auch problemlos und mit geringem administrativem Aufwand für kleine und mittelständische Unternehmen umsetzbar.

    Voraussetzung wie immer: GUTE BERATUNG MACHT DEN UNTERSCHIED!

    Mit fachkundigem Gruß aus Willich
    Ihr
    Harri Schultze
    http://www.harri-schultze.de

  2. Marcel H. Costin, 21. Februar 2011 um 14:41 Uhr

    Sehr geehrter Herr Kollege Schultze,

    ich habe Ihre Erfolge mit dem “Cafeteria-Modell”, so wie weitere spannende Projekte bereits mehrfach aus der örtlichen Presse entnommen. Vielleicht lernen wir uns ja bei einem “Café” mal näher kennen und tauschen uns ein wenig aus – wie es innerhalb der Unternehmensgruppe DVAG ohnehin überdurchschnittlich stark üblich ist… .

    …für mich ein klarer Wettbewerbsfaktor übrigens, um beim Thema zu bleiben! Mitarbeiterbindung durch selbst überdurchschnittlich angeregten Austausch untereinander. Motiviert und bindet auch emotional. 😉

    Mit besten Grüßen,
    Marcel H. Costin
    – Vermögensberater –
    Metropolregion
    Düsseldorf / Köln
    0177/7616059

  3. Peter, 25. April 2011 um 18:12 Uhr

    Das ewige Lied vom Fachkräftemangel in Deutschland. Ich kann es ehrlich gesagt nicht ganz glauben, dass in Deutschland ein Mangel herrschen soll bei diesen Arbeitslosenzahlen (nicht vergessen Hartz4 wird rausgrechnet). Naja Hauptsache man kann mal wieder sinnlos mit Kohle um sich schmeissen. Wäre besser in die Bildung investiert als in die berüchtigten und sinnlosen Weiterbildungsprogramme der ARGE – imho.