Ruhestand ade

12. Februar 2011 | 887 mal gelesen

Die Rente mit 67 ist in Deutschland beschlossene Sache, auch wenn beispielsweise die Bundesbank mahnt, dass das nicht reichen wird, wenn die Beitragssätze einigermaßen stabil gehalten werden sollen.

Einen Schritt weiter ist da Dänemark. Dort soll das Renteneintrittsalter zukünftig per Automatismus an die durchschnittliche Lebenserwartung gekoppelt werden, was dann “mathematisch” zu einem langfristigen Renteneintrittsalter von 74 Jahren führt. Und um den schon heute bestehenden Fachkräftemangel einzudämmen, wird über ein Verbot von Vorruhestandsregelungen diskutiert.

Mäßig rosige Aussichten also für die Dänen.

Bleibt unterm Strich: Wer sich tatsächlich den Traum des Ruhestandes mit 60, 63 oder vielleicht 65 Jahren erfüllen will, muss dafür ordentlich “vorsparen”. Nicht nur in Dänemark… 🙂


Kommentare für diesen Artikel (8)

  1. Maik, 12. Februar 2011 um 11:45 Uhr

    Nennen wir das nicht in Deutschland den demographischen Faktor? Ist der demographische Faktor das Gleiche?

  2. Rüdiger Vollbrot, 12. Februar 2011 um 23:04 Uhr

    Entgegen der Aussage im Blog-Post ist die Rente mit 67 keine beschlossene Sache im Sinne von “unabänderlich”. Diese Regelung kann mit jeder neu beginnenden Legislaturperiode (bzw. neuen Regierung) verändert werden. Völlig egal, ob in Richtung 65 oder 70. Zum Glück.

  3. Jochen Haller, 13. Februar 2011 um 02:24 Uhr

    Diese Lösung der Kopplung an das statistische Durchschnittslebensalter finde ich mehr als vernünftig! Wer soll denn die riesige Menge an Automik-Geldempfängern perspektivisch bezahlen? Nur müßte natürlich die Chance auf einen Arbeitsplatz genauso gesetzlich verankert werden- zur Zeit in Deutschland ein Traum(a)! Unsere verantwortlichen Politiker bekommen viel zu viel Geld ohne Leistung- und das lebenslang!

    MfG Jochen Haller

  4. RiederBub, 13. Februar 2011 um 11:17 Uhr

    Dann schaut Euch mal die beiden Filme an:
    Aufstand der Alter und Aufstand der Jungen
    Beides vor kurzem im ZDF ausgestrahlt.

    Diese Beitrâge sagen alles aus!

  5. Sven, 13. Februar 2011 um 16:50 Uhr

    @Jochen Haller

    Dann hoffe ich mal, dass die Geburtenzahlen auch weiter sinken. Über die Unterhaltung von Kindergärten und Schulen sowie über das Kinder- und Erziehungsgeld entstehen auch nur Automatik-Geldempfänger. Man sollte Kinder konsequenterweise verbieten. Und man sollte Rentnern verbieten, Gelder für Versicherungen u.a. Finanzprodukte auszugeben. Um diesen Anteil könnte man dann die Bezüge der Automatik-Geldempfänger senken.
    Ja, und Chancengleichheit fordere ich auch. Genau wie an der Lostrommel auf dem Jahrmarkt. Da hat auch jede die gleiche Chance. 1 von 1000 zieht einen Gewinn, 999 gehen auf die Eiweiß-Halde. Die Losbude als Gesellschaftskonzept. Absolut plausibel.

  6. Marcel H. Costin, 14. Februar 2011 um 01:46 Uhr

    Realistisches Renteneintrittsalter: Wenn das Geld für den gewünschten Lebensstandard beisammen ist!

    Ob nun gesetzlicher Rentenzuschuß mit 60, 63, 65, 67, 70, 74+, dieser allein wird auf jeden Fall bei den Allermeisten wenig Spaß machen… .

    Wer zu wenig Geld hat um zu sparen, hat vielleicht stattdessen noch genug Zeit?

    Wer z.B.:
    500.000€ ansparen will bei 6% Zinsen und nur noch 20 Jahre Zeit hat, muss 1.100€ jeden Monat sparen!
    Wer 30 Jahre Zeit hat muss 510€ sparen und wer gar 40 Jahre Zeit hat, braucht lediglich 260€ an Monatsbelastung.

    Jedes Jahr, nein, jeden MONAT warten kostet RICHTIG VIEL Geld!!!

    Am besten man sorgt bereits im Kindesalter vor. Wer ab Geburt 50€ im Monat spart (von den Eltern gespart bekommt), erreicht mit 67 auch 500.000€. Tja und es gibt sogar vorausschauende Eltern, welche für Kinder planen und sparen, die noch nichtmal gezeugt wurden… .

    .

    Wieviel Geld ab wann benötigt, für wie lange, bei welcher Lebensqualität, unter Berücksichtigung welcher wahrscheinlichen Schicksale, politischer, wirtschaftlicher, technologischer und gesellschaftlicher Entwicklungen, welche Anlageform, wieviele Fördermittel + Steuerrückerstattungen mit einfließen, was die Inflation ausmacht und sonstige Tips und Tricks, einschließlich der Einplanung einer Sicherheit der Gewährleistung der monatlichen Sparrate auch in finanziell schwierigen Zeiten…

    …dafür wurde der Vermögensberaterberuf [Wissen] ins Leben gerufen, Konzepte und Produkte der Produktpartner [Möglichkeiten] aufeinander abgestimmt.

    Eine äußerst komplexe Sache bei der ein wenig Googeln, Fachbücherlesen und Wochenendkurse bei der Volkshochschule noch lange nicht ausreichen um sich gut vorzubereiten. [Wissen] alleine reicht nicht. Man muss die [Möglichkeiten] auch umsetzen können. Halbwissen “ich bin/werde Beamter und für mich gilt das nicht” und übertreibene Bescheidenheit “ich will heute auf nichts verzichten und lebe im Alter auf jeden Fall asketisch”, kann dazu gefährlich werden!

    Und mal ehrlich, es macht uns Vermögensberatern bedeutend mehr Spaß, wenn sich jemand vorab informiert, immerhin ein Halbwissen aneignet und uns dann konsultiert. Eine gute Basis auf die man aufbauen kann. Leider ist den Wenigsten bekannt wieviel sie wirklich wissen.

    Eines SOLLTE man allerdings wissen: Zu viel sparen kann man nicht! 😉

    Mit besten Grüßen,
    Ihr/Euer Marcel H. Costin
    – Vermögensberater –
    Metropolregion
    Düsseldorf / Köln
    0177/7616059

  7. Frank Schmidt, 15. Februar 2011 um 07:03 Uhr

    Guten Morgen

    Na da spricht mir der Herr Costin aber aus der Seele. Es gibt in Deutschland nun mal nicht die Pflicht zu arbeiten. Folglich kann hier in Rente gegangen werden, wenn man es sich leisten kann.

    Aber wir müssten das Rentenalten trotzdem nicht erhöhen, wenn wir ein echtes Solidarprinzip hätten.

    Nun muß ich an dieser Stelle dem Herrn Costin einmal danken. Solche Beiträge sind sinnvoll.

    Nochmal zur Zinsrechnung. Es ist sicher richtig, das ab Geburt nur 50€ bei 6% Nettozins gespart werden müßten, um in 67 Jahren auf 500.000€ zu kommen. Leider hätten diese 500.000€, bei 2,5% unterstellter Inflation, nur noch eine Kaufkraft von 95.000€. Aber wie dem auch sei, richtig sind die Aussagen allemal, wer früh anfängt zu sparen, hat im Alter mehr.
    Will man die 500.000€ auch nach Kaufkraftverlust haben, müßten 260€ gesparte werden.

    MfG
    Frank Schmidt

  8. Tobias Bartelt, 15. Februar 2011 um 07:46 Uhr

    @Frank Schmidt

    Da gebe ich ihnen voll und ganz recht. Allerdings denke ich, das man das Problem der Inflation evtl. durch Dynamik, bzw. Lohn- / Tariferhöhungen ausgleichen kann. 🙂

    MfG

    Tobias Bartelt