Kriminalisierung

9. Februar 2011 | 1.032 mal gelesen

Sparkassen, Banken und Gewerkschaften laufen Sturm gegen den Plan der Regierung, schon am 11. Februar 2011 ein Gesetz zu verabschieden, nach dem die aktuell rund 300.000 Bankberater zukünftig in einer durch die BaFin geführten Datei registriert werden sollen.

Als Außenstehender ist man schon erstaunt über die heftige Gegenwehr, müssen sich doch die Vermittler der Versicherungsbranche schon seit Jahren registrieren, bevor sie ihre Tätigkeit aufnehmen können. Insoweit hebt das Gesetzesvorhaben die längst überfällige Bevorzugung der Bankberater auf.

In erster Linie stammt die Entrüstung aus der Sorge um eine Kriminalisierung der Berater, denn über “verdeckte Ermittler” sollen diese kontrolliert werden, und bei auffälligen Beratern soll es Sanktionen bis hin zum Berufsverbot geben. Auch das ist in der Versicherungsbranche längst gängige Praxis, denn im Vermittlerregister der AVAD (Auskunftsstelle für den Versicherungsaußendienst) werden schon seit vielen Jahren die “schwarzen Schafe” mit ihren Vergehen aufgeführt.

Kritisiert wird auch, dass das Fehlverhalten des “kleinen Beraters” oftmals Ergebnis der “ambitionierten Vorgaben” des Managements ist, letztendlich der Berater also nur Erfüllungsgehilfe seiner Bank und “unschuldig” ist. Da ist sicherlich was dran …

Und genau in diesem Punkt zeigt sich wieder einmal einer der Vorteile des Geschäftsmodells der DVAG Deutsche Vermögensberatung. Denn aufgrund unserer Eigenständigkeit hat keiner unserer Produktpartner die Möglichkeit, uns Produktionsziele oder Geschäftspläne vorzugeben, beides Mechanismen die letztendlich zu produktorientierter Beratung führen. Stattdessen können unsere Vermögensberater frei von solchen Steuerungseinflüssen dem Kunden branchenübergreifend das anbieten, was zu seinen Zielen, Wünschen und Möglichkeiten passt.


Kommentare für diesen Artikel (10)

  1. Tobias Kugler, 9. Februar 2011 um 11:27 Uhr

    Warum wehren sich die Banken denn so stark?
    Ist doch alles einwandfrei….. 😉

    Viele Grüße
    Tobias KuglerI

  2. Enrico, 9. Februar 2011 um 18:32 Uhr

    Für mich stellt sich die Frage „Was soll das denn bringen?“ Welchen Entscheidungsspielraum hat denn ein Bankangestellter? Es entscheidet doch meist die Bank oder Spk. welche Produkte vorrangig verkauft werden sollen! Soll der Bänker sich weigern und damit seinen Job riskieren??? Am Ende muß es wieder der Kunde mit SEINEM Geld ausbaden und hat Produkte die er vielleicht nicht wollte oder ihm sogar seine Rücklagen kosten, der Bänker hat einen Eintrag oder sogar Berufsverbot. Aber die Bank hat ihren Gewinn!!!

    Wer hat denn da eine Lösung? Es kann ja nicht nur Vermögensberater oder andere selbst. Berater geben? An dem Grundproblem ändert sich nicht´s?

  3. Christopher, 9. Februar 2011 um 21:11 Uhr

    Ich sehe das ähnlich wie Enrico.

    Wie schon richtig erkannt wurde, fußt das Problem meist auf dem
    etwas überambitionierten Management.
    Der Banker ist meist nur die Schnittstelle:
    Er muss die Anforderung vom Management in Einklang mit den Bedürfnissen des Kunden bringen.
    Manchmal klappt das, manchmal eben nicht.
    Und wer dann den “Zuschlag” bekomme (Arbeitgeber oder Kunde)
    ist leider auch fast vorrauszusehen.

    Durch die im Beitrag genannte “Idee” beissen die Hunde doch nur wieder den falschen.

    Eine Möglichkeit wäre meiner Einschätzung nach nur, wenn gleichzeitig der Kündigungsschutz des Bankers verbessert würde.
    Somit könnte er sich – theoretisch – weigern, wenn er vom Arbeitgeber nichts zu befürchten hätte.

    Utopie? Ich denke – leider – ja!

  4. Tobias Kugler, 10. Februar 2011 um 11:34 Uhr

    @ Enrico und Christopher
    Sie haben beide nicht Unrecht.
    Allerdings denke ich haben ausreichend qualifizierte Berater auch anderswo Chancen die Sie nutzen können. Irgendwo muss man nunmal anfangen. Sonst wird das Problem nie besser. Letztendlich wehren sich ja auch hauptsächlich die Führungsebenen und nicht die Berater, denn wenn einheitliche Kontrollen kommen würden, hätten plötzlich sehr viele ein Problem! Und ich glaube, dass die Bürger sehr wohl wissen das es in diesem Fall nicht an den Beratern liegt sondern an dem Management!
    Oder sehe ich das so falsch?

    Viele Grüße aus dem Süden
    Tobias Kugler

  5. Stefan Richter, 15. Februar 2011 um 13:44 Uhr

    DVAG und EU-Vermittlerrichtlinie????

  6. Stefan Richter, 15. Februar 2011 um 13:46 Uhr

    …”warte auf Freischaltung!”

    Na da bin ich ja mal gespannt 😉

  7. , 15. Februar 2011 um 16:36 Uhr

    @ Stefan Richter

    Was interessiert Sie denn konkret? Gerne beantworten wir Ihre Fragen, sofern Bezug zum Blogbeitrag besteht. Hingegen sehen wir keine Veranlassung, auf unaufgefordert und unkommentiert zugestellte Links auf andere Seiten zu reagieren.

  8. Stefan Richter, 15. Februar 2011 um 17:08 Uhr

    Guten Tag Herr Dr. Lach,

    gerne stelle ich Ihnen detaillierte Fragen zum Beitrag in dem von Ihnen “nicht” veröffentlichten LINK! Ich bin allerdings der Meinung, dass wir das nicht so öffentlich diskutieren sollten. Wie denken Sie darüber?

  9. , 15. Februar 2011 um 17:45 Uhr

    @ Stefan Richter

    Versuchen Sie es doch einfach. Wir gehen auch kritischen Fragen nicht aus dem Weg, wenn Bezug zum Blogbeitrag besteht und die Umgangsformen eingehalten werden. Vielleicht erfahren Sie auch Positives über die DVAG, von dem Sie noch nichts wußten.

  10. Tobias Kugler, 16. Februar 2011 um 11:07 Uhr

    @ Dr. Helge Lach
    Sehr richtig! Wir sind gespannt auf Herrn Richter 🙂

    Viele Grüße aus dem Süden
    Tobias Kugler