Sorglos in Rente

8. Februar 2011 | 909 mal gelesen

272 Millionen Euro zahlen die deutschen Lebensversicherer zur Zeit jeden Arbeitstag an ihre Kunden aus.

Wohin mit dem Geld, diese Fragen stellen sich vor allem diejenigen Kunden, die die Lebensversicherung für die Altersversorgung abgeschlossen haben.

Es gibt viele Möglichkeiten, am ruhigsten schlafen läßt sich aber bestimmt mit der Investition eines (Teil-)Betrages der Ablaufleistung in eine sofort beginnende oder aufgeschobene Rentenversicherung. Fast 300.000 Kunden haben davon im Jahr 2009 Gebrauch gemacht, so die Zeitschrift Guter Rat in der Ausgabe vom 13.01.2011 (Seite 48).

“Nur” 300.000, weil viele den Wert einer lebenslangen Rente geringer einschätzen als die Möglichkeit, über die Kapitalleistung zu verfügen, zum Beispiel diese zu vererben.

Das ist nachvollziehbar. Aber gerade mit Blick auf die immer weiter zunehmende Lebenserwartung der Menschen sollten insbesondere diejenigen, die mit 60 oder 65 Jahren noch kerngesund sind und über eine größere Anlagesumme verfügen, einen Teil davon in eine Rentenversicherung investieren. Denn dies zahlt lebenslang, selbst wenn der Versicherte das tolle Alter von 100 Jahren überschreiten sollte. Die Sorge, dass ehemals vorhandenes Kapital dann verbraucht und nichts mehr da ist, läßt sich so ausschließen.

Und wer alles haben will: Es lässt sich bei solchen Verträgen auch eine Rentengarantiezeit vereinbaren, d.h. die monatlichen Zahlungen werden für diese Zeit auch noch dann fällig, wenn der Versicherte während dieses Zeitraumes verstirbt.


Kommentare für diesen Artikel (1)

  1. Harri Schultze, 8. Februar 2011 um 11:51 Uhr

    Von vielen Menschen wird das finanzielle Risiko – älter zu werden, als das Guthaben reicht – immer noch deutlich unterschätzt.

    Als ich im Dezember in der Zeitung las, dass Jopi Heesters ende letzten Jahres erklärte er würde jetzt mit 107 mal wieder mit dem Rauchen aufhören, da musste ich schmunzeln. Als ich dann seine Erklärung las – er wolle aufhören zu rauchen, damit seine Frau noch lange etwas von ihm hat – war ich wirklich amüsiert und habe mir gedacht: Das ist mal ein wahrer Optimist.

    Er hat das Problem hoffentlich nicht, dass er länger auf diesem Planeten verweilt, als seine finanzielle Vorsorge ausreicht. Ausserdem tritt er ja noch aktiv auf, arbeitet also noch mit 107 Jahren.

    Für viele wird das aber zur echten finanziellen Bedrohung. Wenn die eigenen Kinder selbst schon lange Rentner sind und die eigenen Enkel bereits kurz vor Renteneintritt stehen, dann geht der Generationenvertrag nicht mehr auf – zumindest finanziell gesehen. Ganz zu schweigen von der Tatsache, dass viele ja gar keine Kinder und somit auch keine Enkel haben, die in die Rentenversicherung einzahlen oder direkt finanziell unterstützen könnten.

    Da ist schon gut beraten, wer sein eigenes finanzielles Sicherheitsnetz so baut, dass es hält – egal wie alt man wird.

    Gruß vom Vermögensberater aus Willich
    Harri Schultze
    http://www.harri-schultze.de