Kapitalisierungsprodukte auf dem Rückzug

3. Februar 2011 | 638 mal gelesen

Es kehrt offensichtlich Normalität ein bei den deutschen Lebensversicherern.

Gab es noch vor zwei Jahren Lebensversicherer, die Einmalbeiträge mit kurzer Laufzeit mit 4 Prozent und mehr verzinsten, liegt die Bandbreite heute deutlich niedriger.

An der Spitze der Einmalbeiträge mit einjähriger Laufzeit liegt die WGV Leben mit 2,84 Prozent, bei vielen Versicherern verliert der Kunde inzwischen sogar Geld. Dies die Ergebnisse der gerade von der Rating-Agentur Assekurata vorgelegten Analyse der Gewinnbeteiligung der deutschen Lebensversicherer.

Sicher eine “gesunde” Entwicklung, denn so hört die Quersubventionierung dieses Geschäftes aus den Erträgen der Altbestände endlich auf. Die Lebensversicherer rücken wieder vom Bankgeschäft ab und machen das Geschäft, für das sie da sind: Die Absicherung biometrischer Risiken.

Und – vielleicht weniger erfreulich – das Neugeschäft in der Lebensversicherung wird in der Branche spätestens im Jahr 2011 rückläufig sein, denn in den Jahren 2009 und 2010 wurde dieses teilweise mit über 90 Prozent aus Einmalbeitragsgeschäft gespeist.


Kommentare für diesen Artikel (9)

  1. Bernhard H., 3. Februar 2011 um 19:29 Uhr

    Die AM kann auch 7% versprechen. Was ändert sich wenn man wenig verzinsen muss ? DVAG-Berater machen fast den gesamten LV Bereich fondsgebunden. Da gibt es keine Verzinsung.

    Es gibt auch Lebensversicherer die im laufenden Beitrag gewachsen sind. Ursache ist die wachsende Zusammenarbeit mit unabhängigen Vermittlern.

    Während die Aachen Münchener von nur noch einen Vetriebsweg abhängig ist (und dessen Gesundheit) beträgt der Anteil der Geschäfte der Allianz nach Bewertungssumme 56% die nicht mehr aus der Ausschließlichkeit kommen.

    Über 40% des gesamt Allianz- BAV – Geschäfts und über 30% des Gesamt-Lebengeschäfts kamen von unabhängigen Vermittlern laut Versicherungsmagazin.

    Gesellschaften mit vielen Kooperationen und deren Kunden sind für die Zukunft gut aufgestellt. Monokulturen waren selten dauerhaft gesund.

  2. Norbert Balzer, 3. Februar 2011 um 23:05 Uhr

    Allianz gewachsen??? Kann mich noch an die Übernahme der Staatlichen Versicherung der ehemaligen DDR erinnern. Zukäufe bedeuten mit Sicherheit kein Wachstum. Ich finde es gut, wenn der AM “Laden” nicht ausverkauft wird. Bringt ein wenig das Gefühl, zuverlässig zu sein.

  3. , 4. Februar 2011 um 08:55 Uhr

    @ Bernhard H.

    Dass Sie ausgerechnet die Allianz nennen, wenn es um gute Aufstellung im Vertrieb geht, erstaunt. Jeder weiss und es ist überall nachzulesen, dass gerade der Vertrieb ein “Sorgenkind” des Unternehmens ist. Zudem verliert die Allianz im Inland in fast allen Segmenten seit Jahren Marktanteile, auch dies nicht unbedingt ein Zeichen von Vertriebsstärke. Die AM Leben hat es hingegen Dank DVAG in den letzten 20 Jahren von Platz 16 der deutschen Lebensversicherer auf Platz 2 geschafft.

  4. Konstantin Konetz, 4. Februar 2011 um 09:51 Uhr

    Wir veröffentlichen keine anonymisierten Kommentare.

  5. Manfred, 4. Februar 2011 um 15:38 Uhr

    @ Helge Lach,

    in welcher Sparte/Leistung ist die AM Leben auf Platz 2 in Deutschland? Bitte um genaue Definition. Vertrieb/Wachstum/ Bestand? Gerne mit Quellenangabe

  6. , 4. Februar 2011 um 15:50 Uhr

    @ Manfred

    In der Unternehmensgröße.

  7. Wolfgang, 4. Februar 2011 um 16:56 Uhr

    @ Herr Doktor Helge Lach

    Warum beschneiden Sie so viele Kommentare ?

  8. , 4. Februar 2011 um 18:39 Uhr

    @ Wolfgang

    Vielleicht sollten Sie darüber nachdenken, warum das tatsächlich ausschließlich für Ihre Kommentare zutrifft. Denn wie Sie hier im Blog sehen, gehen wir keiner Diskussion aus dem Weg, die themenbezogen ist und ein Mindestniveau hat.

  9. Wolfgang, 4. Februar 2011 um 18:56 Uhr

    Info des Moderators an Wolfgang: es ist alles zu diesem Thema gesagt. Wir wünschen ein schönes Wochenende.

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