Das 527 Millionen-Geschenk

30. Januar 2011 | 896 mal gelesen

In unserem Blogbeitrag vom 27. Januar haben wir bereits darüber berichtet, wieviel Geld die Deutschen den Banken schenken, indem sie gewaltige Summen auf den Girokonten parken. Über eine Milliarde Euro sind es jedes Jahr.

Nicht ganz so groß, aber dennoch ansehnlich ist das Geschenk bei den Sparbüchern:

99,5 Milliarden Euro liegen aktuell auf Sparbüchern, verzinst mit durchschnittlich 0,59 Prozent, macht rund 587 Millionen Euro Zinsen p.a. insgesamt.

Würden diese 99,5 Milliarden Euro auf Tagesgeld-Konten überwiesen, die sich aktuell mit durchschnittlich 1,12 Prozent verzinsen, ergäbe dies einen Zinsertrag in Höhe von 1,1 Milliarden Euro.

Summa summarum: Die privaten Haushalte “verschenken” rund 527 Millionen Euro an die Sparkassen und Banken. Und verzichten darüber hinaus auf Flexibilität, denn im Vergleich zum Sparbuch sind Tagesgelder deutlicher einfacher verfügbar.

Quelle erneut die Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 22. Januar 2011.

Und erneut der Hinweis darauf, dass offensichtlich die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung in hohem Maße Beratungsbedarf hat. Denn wer hat schon Geld zu verschenken?


Kommentare für diesen Artikel (2)

  1. Friedrich Kleine, 30. Januar 2011 um 13:46 Uhr

    Da fällt einem doch gleich wieder das zum Artikel sehr gut passende Sprichwort “Das Sparbuch heißt Sparbuch, weil man es sich sparen kann” ein.

  2. Claudia Friedrich, 3. Februar 2011 um 15:18 Uhr

    Der homo oeconomicus ist der wirtschaftlich denkende und handelnde Mensch. Er ist ein abwägender Rechner, auf seinen finanziellen Vorteil bedacht. Soweit die wissenschaftliche Lehrmeinung ;-))