Tchibo einsichtig

19. Januar 2011 | 838 mal gelesen

Bei Tchibo gibt es inzwischen fast alles.

Kein Wunder also, dass auch ein Versicherer, die Asstel, Tochtergesellschaft der Gothaer Versicherung, auf die Idee kam, die “Vertriebskraft” des “Kaffeerösters im Nebenberuf” für die eigenen Produkte zu nutzen.

Dass dies weder das Ansehen des Berufsstandes der Berater in der Finanzbranche förderte noch mit den Anforderungen des Versicherungsvermittlergesetzes vereinbar ist, liegt nahe.

Tchibo war deshalb jetzt einsichtig und hat seine Vermittlertätigkeit eingestellt. So berichtet das Versicherungsjournal in seiner Ausgabe vom 19. Januar 2011.

Gut, dass der “Spuk” ein Ende hat.


Kommentare für diesen Artikel (5)

  1. Jörg Friedrich, 19. Januar 2011 um 09:55 Uhr

    Hallo Herr Dr. Lach,
    es wurde ja höchste Zeit, dass hiermit Tschibo und anderen Marktketten ein Riegel vorgeschoben wurde. Die Versicherungsvermittlung hat ja der Gesetzgeber, als erlaubnispflichtigem Gewerbe mit nicht unerheblichen Auflagen versehen. ( zum Schutz der Verbraucher ) Da kann es ja nicht sein, das irgendwelche Anbieter Versicherungsverträge ohne Beratung aus Profitgedanken im Lebensmittelregal verkaufen und sich dann unter dem Tippgebermantel verstecken wollen.
    Viele Grüße aus der Oberlausitz!!!
    Jörg Friedrich

  2. M. S., 19. Januar 2011 um 13:28 Uhr

    Andererseits werden an Schulen in ganzen Deutschland jedes Jahr zehntausende Versicherungen ohne Einhaltung der durch das VVG aufgegebenen Anforderungen abgeschlossen.

    Diese Schülerversicherungen, Gaderobenversicherungen, Mmusikinstrumenteversicherungen und wie sie alle heissen kosten zwar nur mtl 1 bis 2 Euro dennoch aus meiner Sicht kein Grund, nicht den Anforderungen zu genügen. Da diese Versicherungen jedoch fast immer nur von öffentlich-rechtlichen Versichereren angeboten werden, scheint da die BaFin nicht ganz so genau hinzuschauen.

  3. Harri Schultze, 19. Januar 2011 um 17:01 Uhr

    Das Ende der “Röster-Rente”!

    Danke an Tchibo für die erfreuliche Einsicht.

    Gruß vom Vermögensberater aus Willich
    Harri Schultze
    http://www.harri-schultze.de

  4. Janko Lach, 19. Januar 2011 um 19:31 Uhr

    Jetzt fehlt nur noch das Verkaufsverbot für nebenberufliche “Berater”, dann ist schon fast alles super!

  5. Claudia Müller, 20. Januar 2011 um 10:15 Uhr

    @ Janko Lach

    … und das Verkaufsverbot für alle, die sich mehr um die Mitbewerber sorgen, als um die eigenen Aufgaben. Da kann es mit der “Beratung” nicht weit her sein. Oder sind nebenberufliche Berater Ihrer Mitbewerber erfolgreicher als Sie? Oder reicht purer Verkauf einfach nicht? Liegts am Mitbewerb oder am eigenen Angebot? Man könnte natürlich auch ein “Verkaufs”-Verbot für sämtliche Mitbewerber fordern… Herr Lach, dann wäre jeden Tag Sonnenschein… :-)!