Verbraucherschutz

17. Januar 2011 | 817 mal gelesen

Sie stehen – im Grunde an erster Stelle – für Verbraucherschutz: Die aus Steuergeldern finanzierten Verbraucherzentralen.

Deshalb sind sie es auch, die – neben der Stiftung Warentest – immer wieder verdeckte Beratungstests bei Bankberatern und Versicherungsvertretern durchführen, um so Defizite in der Beratungsqualität aufzudecken.

Trotz immer wieder geäußerter Kritik an der Testmethodik dürfte das Anliegen der Stiftung Warentest tatsächlich der Verbraucherschutz sein.

Bei den Verbraucherzentralen hingegen kommt ein nachhaltiges Eigeninteresse hinzu, denn auch diese wollen – gegen Beratungshonorar – die Bürger in Finanzfragen beraten. Kritik an anderen Beratern dürfte deshalb hier immer auch Marketing für die eigene Beratung sein.

Erneut wurde vor diesem Hintergrund der “Spieß umgedreht”, indem eine Genossenschaftsbank selbst eine Mitarbeiterin zur Beratung in die ortsansässige Verbraucherzentrale geschickt hat (siehe dazu auch unseren Blogbeitrag vom 11. August 2010).

Trotz fehlender Repräsentativität: Die Ergebnisse waren in jeglicher Hinsicht weit von dem entfernt, was der Gesetzgeber als Standard für qualifizierte Beratung definiert hat. Und das für 90 Euro Beratungshonorar.

Stellt sich in jedem Falle die Frage, warum für ein solches Ergebnis auch noch Steuergelder eingesetzt werden.


Kommentare für diesen Artikel (3)

  1. Nikola, 14. März 2011 um 16:38 Uhr

    Natürlich muss die Verbraucherzentrale sich auch durch ihre Beratung finanzieren. Dennoch halte ich die dortigen Berater für fachlich kompetent und vor allem auch unabhängig.

  2. Tobias Kugler, 15. März 2011 um 14:57 Uhr

    @ Nikola

    was gefällt ihnen besser:

    1. Vorab für eine Beratung zu bezahlen, ohne vorher abschätzen zu können welche Vorteile für Sie drin sind?

    oder

    2. Sich kostenlos und unverbindlich beraten lassen, herausfinden welche Vorteile ihnen der gebotene Vorschlag bringt und diesen, wenn gewünscht dann umzusetzten?

    Viele Grüße vom Vermögensberater aus dem Süden
    Tobias Kugler

  3. Thomas Lange, 15. März 2011 um 18:21 Uhr

    Ist die Bartung wirklich kostenlos? Ich habe gelesen / gehört, dass man 20 EUR zahlen muss. Stimmt das?