Stigma Umdeckung

11. Januar 2011 | 1.091 mal gelesen

Stigma steht unter anderem für “Brandmal”.

Das passt durchaus zur so genannten “Umdeckung”, die derzeit als eines der Hauptübel im Finanzvertrieb gilt, vor allem in der privaten Krankenversicherung.

Richtig ist dies, wenn beispielsweise ein Makler alle paar Jahre die Krankenversicherung seines Kunden auf einen neuen Versicherer umdeckt, weil dieser “angeblich” günstiger sei oder bessere Tarife habe. Dass dabei auch die bereits angesammelte Alterungsrückstellung ganz oder teilweise verloren geht, wird oftmals verschwiegen. Meist ist es ausschließlich das Courtage-Interesse, das derartiges Verhalten begründet. Die Einforderung von Verbraucherschutz ist deshalb an dieser Stelle zweifelsohne zu befürworten.

Es gibt aber – auch in der privaten Krankenversicherung – Umdeckungen, die durchaus im Interesse des Kunden sind. Denn es entspricht dem kleinen Einmaleins des Wettbewerbs, dass sich auch in der Krankenversicherung die Leistungen und Preise der einzelnen Anbieter unterscheiden, zum Teil ganz erheblich. Vor allem Kunden, deren Verträge noch nicht allzu lange laufen resp. deren Alterungsrückstellungen noch gering sind, sollten ggf. die Chance eines Versichererwechsels prüfen, solange die gesundheitliche Situation einen solchen Wechsel risikobedingt noch zulässt.

Ein Stück gelebter Verbraucherschutz ist dabei schon die Beratung durch einen so genannten gebundenen Vermittler, zu denen im Versicherungsbereich auch die Vermögensberater der DVAG Deutsche Vermögensberatung gehören. Denn diese haben gar nicht die Möglichkeit, alle paar Jahre einen neuen Versicherer ins Spiel zu bringen.

So vermitteln unsere Vermögensberater exklusiv die vielfach prämierten Tarife unseres Premiumpartners Central Krankenversicherung, über die wir hier in unserem Blog bereits vielfach berichtet haben, z.B. in den Beiträgen vom 20. Oktober, 30. September, 22. August und 21. Mai 2010.


Kommentare für diesen Artikel (4)

  1. Lars Henning, 19. Januar 2011 um 19:30 Uhr

    Wer weniger vermitteln kann, kann weniger betrügen?? Naja, ich glaube doch eher dass hier jeder Berater gefordert ist, vernünftig zu beraten. Leider gibt es “noch” zu viele schlechte/unseriöse Berater und die gibt es bei Maklern und auch in der DVAG. Wenn ich als Makler dem Kunden eine länger bestehende KV kündige, bin ich einfach nur doof. So etwas kann man garnicht so protokollieren, dass man im Zweifelsfall keinen Ärger kriegt.
    Es wird noch ein Weilchen dauern, bis “fast” nur noch Berater beim Kunden
    sitzen die davon auch gut leben können. Erst dann wird der Ruf der Finanzbranche sich bessern. Wie will denn jemand vernünftig beraten der nicht weiß, wie er nächsten Monat seine Miete bezahlt??

  2. moritz maruschke, 4. August 2011 um 20:09 Uhr

    da werden sich aber die nächsten wochen einige umgucken….
    nur weil ein kunde die theoretische möglichkeit hat, in die pkv zu wechseln und das dann auch durchzieht….das nenne ich nicht unbedingt gute beratung.
    das dieser schuß nach hinten los geht, war spätestens seit 2008 eigentlich logisch, da man die nichtzahler eben mal nicht schnell küpndigen kann…..die hat man auch für die zukunft gewonnen….eben ohne beitragseinnahmen….zu lasten derer, die bezahlen…..
    die geister, die ich rief…..

  3. Harald Patberg, 24. September 2011 um 09:05 Uhr

    Ich habe gehört, daß die Central die Beiträge um bis zu 70% ab 2012 anhebt.
    Ist das korrekt ?
    Ist es unter den Umständen nicht normal, daß man über einen Wechsel nachdenkt ?

  4. , 24. September 2011 um 10:06 Uhr

    @ Harald Patberg

    Sofern Sie bei der Central krankenversichert sind, wenden Sie sich bitte an Ihren Berater. Dedr wird Sie informieren und Ihnen weiter helfen.