Social-Media-Bank

8. Januar 2011 | 725 mal gelesen

Während die meisten Versicherungen, Banken, Berater und Makler mit dem Thema Social Media (noch) nichts anfangen können, geben andere mächtig Gas.

So wirbt beispielsweise die seit kurzem am Markt tätige Fidor Bank damit, dass sich Kunden und Interessenten auf der IT-Plattform der Bank munter über Geldfragen austauschen können. Und dafür gibt es sogar Geld von der Bank:

“Wer anderen Nutzern einen so genannten Geldtipp gibt, bekommt dafür etwa 25 Cent, für das Stellen einer Frage an die Experten der Bank gibt es sogar 50 Cent. Außerdem können Anleger nach eigener Vorstellung ihr Traumprodukt als Anlagemodell entwickeln. Hierfür bekommen die Kunden einen Bonus von einem Euro. Sollte die Bank später bei der Produktentwicklung auf diese Ansätze zurückgreifen, steht mit etwas Glück eine Belohnung von maximal 1000 Euro ins Haus.”

So ein Auszug aus der Homepage der Bank.

Klar ist, dass die Bank so sehr viel über ihre Kunden erfährt, ein Schelm, der Böses dabei denkt.

In jedem Falle ist das Geschäftsmodell eine mutige und innovative Positionierung im Web 2.0, meinen wir als DVAG Deutsche Vermögensberatung.


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Kommentare für diesen Artikel (3)

  1. Marcel H. Costin, 8. Januar 2011 um 13:07 Uhr

    Hallo zusammen,

    ich finde die Idee prinzipiell gut. Wenn man dazu bedenkt was Marktstudien und vorallem Wettbewerbsanalysen kosten, was böses dabei zu denken käme mir nicht in den Sinn, da der Zweck offensichtlich ist, genau wie beim “kostenlosen” Postkartengewinnspiel, mit weiteren gewünschten Nebeneffekten im P2P-Bereich. 😉

    Die Frage ist zum einen, ob das gesammelte Wissen in der Bank bleibt um Prozesse und Angebote zu verbessern, oder an den Meistbietenden weiterverkauft wird.

    Es ist zu hoffen dass sich innovative Ideen auch im restlichen Teil der Bankphilosophie wiederfinden. Ich frage mich z.B. ob “Geld Tips von Freunden” auch von Experten überwacht und ggf. zu Gunsten des potentiellen Kunden korrigiert werden. Wenn ich mir so durchlese was in manchen Geld-Foren für Empfehlungen von Laien an andere Laien ausgesprochen werden…au weia… .

    Mit besten Grüßen,
    Ihr/Euer Marcel H. Costin
    – Vermögensberater –

    Metropolregion
    Düsseldorf / Köln
    0177/7616059

  2. Matthias Kröner, 10. Januar 2011 um 15:31 Uhr

    Verehrtes DVAG Team, sehr geehrter Herr Dr. Lach,

    erst einmal vielen Dank für die Berücksichtigung der FIDOR Bank in Ihrem Blog. Sie werden mir glauben, dass es mich durchaus überrascht, hier auf der DVAG Seite über uns zu lesen! Sehr positiv überrascht ;-)).

    Ohne nun großartig für unsere Idee hier Werbung zu machen, möchte ich gleich auf Ihre zentrale Aussage zugehen: Die Fidor Bank geht vollkommen vertraulich mit den Dialogen um. Bzw. anders herum formuliert: Jeder Mitarbeiter eines Finanzdienstleisters hat die gleichen Möglichkeiten wir wir.

    Dementsprechend kann ich sagen: Wir alle können uns die Bewertungen diverser Produkte offen ansehen. Wir alle können die Nutzer, die eine Bewertung abgegeben haben, dann im online Dialog fragen, wieso sie zu dieser Bewertung gekommen sind. Wir alle können uns anhand der Dialoge Gedanken machen, wie man Finanzdienstleistung besser erstellen kann. Wir alle können uns die Produktvorschläge ansehen, die die Nutzer der Fidor Bank machen.

    Neben dieser Offenheit und Transparenz ist es ein Wesenszug der Fidor Bank, dass wir als Fidor Bank – im Gegensatz zu der Mehrheit der Finanzdienstleister – keinen eigenen Vertrieb haben. Dies bedeutet: Unser Nutzer kann sich sicher sein, dass die Bank NIE an ihn/sie herantreten wird und ihn/sie mit irgendwelchen Produkten – negativ formuliert – “belästigen” wird, die er/sie womöglich brauchen könnte, weil er/sie sich in einem Beitrag wie auch immer geäußert hat.

    Abgesehen davon haben wir folgende Erfahrung gemacht: Finanzprofis (Berater/Vermittler etc.) haben hier die Chance, sich kompetent und kundennah darstellen zu können. Sie haben hier die Chance, sich im Rahmen eines problem-/themen-bezogenen Dialogs kompetent zu äußern. Wir wissen von dem ein oder anderen Experten, dass sich andere Nutzer nach einer gewissen Zeit der “Beobachtung” dieser Experten bei eben jenen Experten melden und dann sagen: “Die Sachen, die Sie auf der Fidor Plattform geäußert haben finden wir sehr beeindruckend und spannend. Wir wollen Kunde bei Ihnen werden…!” Das halte ich für die eigentliche Innovation: Denn erstmals wird es für den Kunden, den Nutzer möglich die Kundenorientierung und Kompentenz eines Beraters beobachten zu können, BEVOR er/sie sich entscheiden, bei einem bestimmten Berater Kunde zu werden. Man sieht dem Kollegen sozusagen vorher bei der Arbeit zu, man blickt über die Schulter und muss die Katze nicht im Sack kaufen…

    Gelichzeitig hat der Experte hiermit auch die Chance auf Interessenten zusteuern zu können, die ein wirkliches Interesse an einem Thema haben. Dies wird der Abschied vom blinden und in meinen Augen vollkommen überteuerten Kauf von Leadadressen sein!

    All das sind Merkmale unseres Ansatzes. Dass wir darüber hinaus natürlich auch in Sachen PRODUKTE in diesem Jahr die ein oder andere Innovation auf den Markt bringen werden ist ja selbstverständlich und wird Sie nicht überraschen ;-)) Dass wir eine globale Ausrichtung haben, erwarten Sie von uns. Dass wir uns dabei hauptsächlich rund um das Thema “Internet-Payment” positionieren werden, ist logisch, denn es hat die höchste Skalierbarkeit. Und dass wir dabei den maximalen Nutzen einer europäischen Banklizenz auch bei den Produkten ausspielen werden, schulden wir unseren Nutzern und Aktionären. Es gibt also viel zu tun!

    Nochmals besten Dank für die Berichterstattung.
    Beste Grüße
    Ihr Matthias Kröner
    CEO Fidor Bank AG

  3. Marcel H. Costin, 13. Januar 2011 um 12:51 Uhr

    😉

    Na, das wäre doch wunderbar, wenn sich hier künftig mehr Chefs und Vorstände anderer Firmen zu Wort meldeten. Das würde das Niveau auf bisher ungeahnte Werte bringen. So etwas wäre zudem einmalig in der Branche und schafft mehr Nähe und Authentizität. So ein Blog wie dieser hier ist dazu ein toller Ort dafür!

    Es geht auch nicht stets nur darum die Schwächen des Wettbewerbers aufzuzeigen und sich selbst dafür zu loben, diese Erfahrungen bereits gemacht und korrigiert zu haben. Es gibt genügend Raum für offenen, fairen Austausch… .

    …Ihnen Herr Kröner alles Gute, bestimmt liest/schreibt man sich hier wieder einmal über den Weg… . 🙂

    Mit besten Grüßen,
    Ihr/Euer Marcel H. Costin
    – Vermögensberater –

    Metropolregion
    Düsseldorf / Köln
    0177/7616059