Kostenquoten in der Lebensversicherung

10. Dezember 2010 | 1.161 mal gelesen

Die zum Teil skurril anmutenden Kommentare in unserem Blog zu den Abschluss- und Verwaltungskosten der Lebensversicherer wollen wir zum Anlass nehmen, ein wenig “Licht ins Dunkel” zu bringen.

So wird beispielsweise behauptet, die Gesamtkostenquoten (Abschluss- und Verwaltungskosten) einiger Lebensversicherer lägen bei über 40 Prozent, die der AachenMünchener Leben bei 25 Prozent.

1.

Die Abschlusskostenquoten der Lebensversicherer errechnen sich – nach allgemein anerkanntem Standard – aus den Abschlussaufwendungen in % der Beitragssumme Neugeschäft. Dies führt für das Jahr 2009 in der Branche zu Abschlusskostensätzen von 2,76% (niedrigster Wert) bis 12,47% (höchster Wert). Im Durchschnitt des Marktes liegen die Quoten bei 5,34%. Die AM Leben weist 5,21% aus.

2.

Die Verwaltungskostenquote berechnet sich – ebenfalls nach allgemein anerkanntem Standard – aus den Verwaltungsaufwendungen in % der gebuchten Bruttobeiträge. Dies führt für das Jahr 2009 in der Branche zu Verwaltungskostensätzen von 0,84% (niedrigster Wert) bis 6,71 % (zweithöchster Wert / Ausreißer Citi Leben mit 19,64%). Der marktdurchschnittliche Satz liegt bei 3,17%. Die AM Leben weist 2,80% aus.

3.

Beide Kostensätze (Abschluss- und Verwaltungskosten) zu einer Gesamtkostenquote aufzuaddieren, ist wegen der völlig unterschiedlichen Berechnungsmethodik äußerst fragwürdig.


Kommentare für diesen Artikel (25)

  1. Harri Schultze, 10. Dezember 2010 um 11:38 Uhr

    Vielen Dank Herr Dr. Lach für diesen Beitrag.

    Nur solche Transparenz bringt Kunden und Berater nach vorne und nur mit Transparenz lässt sich der Polemik begegnen.

    In der ganze Diskussion geht mir persönlich immer mehr der Kunde und sein Ziel verloren, anstatt dessen wird mit Prozentzahlen und Kostenquoten “gebattlet” (schöne neudeutsche Wortkreation – nicht wahr).

    Bei einem Produkt aus dem Bereich Lebensversicherung geht es doch um die Absicherung von existenzbedrohenden Lebensrisiken:

    1. das Leben ist zu schnell zu ende (Todesfallrisiko)
    2. das Leben läuft nicht wie geplant (BU und Pflege-Risiko)
    3. das Leben dauert zu lange (Risiko der Altersarmut)

    Für keines dieser Risiken lässt sich auf eine andere Art und Weise eine bessere Vorsorge finden, als mit einem Produkt aus dem Bereich “Lebensversicherung”.

    Wer hier unter dem Alibi des “Verbraucher- bzw. Kundenschutzes” jemandem mit seinen fantastischen Rechenbeispiele ausredet, diese existenzbedrohenden Risiken abzudecken, der ……… da habe ich keine Worte mehr für – insbesodere wenn er sich Fachmann auf diesem Gebiet nennt.

    Es ist eben mehr als ein “Kostenvergleich” von Produkten und Kennzahlen, was zu einer guten Vermögensberatung gehört. Es geht um die Ziele des Kunden und darum, dass er da vor allem sicher ankommt.

    Die Produkte mit denen der Berater agiert, müssen sowieso gut sein. Die Gesellschaften mit denen der Berater zusammenarbeitet, müssen sowieso solide sein. Und diese Eigenschaften bringt unser Produktpartner, die AchenMünchener Lebenversicherung, sicher mit.

    Die Profession des Vermögensberaters ist es, den bedarfsgerechten und zielführenden Förder- und Vorsorgemix für jeden Kunden individuell aufzustellen und dabei die Absicherung von relevanten Risiken mit zu berückschtigen.

    Gruß vom Vermögensberater aus Willich
    Harri Schultze
    http://www.harri-schultze.de

  2. M. S., 10. Dezember 2010 um 14:41 Uhr

    @ Dr. Lach

    Ich muss Ihnen energisch widersprechen:

    Ihr unter Punkt 3 formulierter Satz “Beide Kostensätze … aufzuaddieren, ist … äußerst fragwürdig.” kann so nicht stehen gelassen werden. Es ist nicht nur äußerst fragwürdig, es ist schlichtweg FALSCH, diese beiden Prozentsätze einfach zu addieren.

    Es handelt sich um zwei völlig unterschiedliche Basen, auf welche sich die Prozentsätze besziehen. Das wäre so, als ob man beim Einkaufen 20% Rabatt auf Kartoffeln und 30% Nachlass auf Äpfel bekommt. Erst wenn man eingekauft hat und weis, wieviel Kilo Äpfel udn wieviel Kilo Kartoffeln man gekauft hat, kann man seinen gesamt Nachlass ausrechnen.

    Und bevor sich jetzt über den “Gesamteinkauf” noch eine Diskussion entwickelt, die Verwaltungskosten fallen jährlich, die Abschlusskosten einmalig an. Wären wir also nicht nur bei zwei unterschiedlichen Basen sondern auch bei zwei unterschiedlichen Betratungszeiträumen.

  3. Wolfgang Stadler, 10. Dezember 2010 um 14:55 Uhr

    Es gibt einen intelligenten Satz:

    “keine Statistik, die ich nicht selbst gefälscht habe…”

    jeder Mensch kann aus jeder Zahl im Zusammenhang mit anderen Zahlen andere Betrachtungen haben. Herr Dr. Lach hat wieder einmal völlig offen und eindeutig belegt, dass die AM auch beim Thema Kosten im vorderen Bereich liegt.

    ach ja – Gruss an Harri aus Willich;-)

  4. Marcel H. Costin, 10. Dezember 2010 um 15:14 Uhr

    Dem Beitrag vom Kollegen Harri Schultze ist nichts mehr hinzuzufügen!

    Es gibt dadraußen eine ganz eigene Welt in der Menschen stark darauf bedacht sind vor allem “Verpackungen” und “Preise” zu vergleichen, anstatt auf die Idee zu kommen, dass der Inhalt das eigentliche Thema ist. “Winterreifen und Bremsen sind teuer, bloß keine Winterreifen und Bremsen kaufen! Beweiß: im Wilden Westen brauchte man das auch nicht!”

    Zum Glück holt der waschechte Vermögensberater den Kunden inhaltlich da ab, wo er steht: Im Mittelalter, im Wilden Westen, oder in der Gegenwart. Deswegen suchen wir als Berufseinsteiger, vorallem kommunikative Menschen die das Fachliche lernen möchten!

    Yeehaaw… 😉

    Mit besten Grüßen,
    Ihr/Euer Marcel H. Costin
    – Vermögensberater –

    Metropolregion
    Düsseldorf / Köln
    0177/7616059

  5. D. Koplin, 10. Dezember 2010 um 23:39 Uhr

    Danke ebenfalls für Ihren Artikel, Herr Dr. Lach!

    Es ist wie immer bei meiner Heimat der DVAG:

    ich hatte vorher keine wirkliche Ahnung, wie mein Produktpartner am Markt in diesem Aspekt aufgestellt ist. Aber immer, wenn ich Details zu meinen Produkten noch nicht kannte und dann die Fakten auf dem Tisch lagen, konnte sich meine Identifikation nur festigen!

  6. Wolfgang, 11. Dezember 2010 um 00:42 Uhr

    @ Herr Helge Lach,

    da ich kein Versicherungsmathematiker bin, und mit oben genannten Fachwörtern nicht geläufig bin, möchten Sie bitte für folgendes Beispiel die Gebühren in Euro ( nicht in Prozenten ) darstellen.
    Mann, geb. 01.01.1980 spart 200,00 Euro an. Laufzeit 35 Jahre. Da bei Ihrer oben genannten Schilderung keine Tarifmerkmale ( Kapital – Renten – Fondspolice ) beschrieben wurde, gehe ich davon aus, dass die einbehaltenen Kosten immer die gleichen sind, oder ?

  7. Informant, 11. Dezember 2010 um 09:46 Uhr

    Sollte nicht sowieso alles getrennt werden?
    Risiko und Vermögensaufbau?
    Todesfallabsicherung=Risikolebensversicherung
    Arbeitskraft=Berufsunfähigkeitsversicherung + Krankentagegeld
    Vermögensaufbau=individuell(gibt nicht nur schwarz und weiß)

    Ich bin sowieso der Meinung die Versicherer gehen wie immer Ihren eigenen Weg und leider ist der nicht immer transparant.

    Es ist doch ganz einfach. Anstatt sich mit Prozenten zu quälen sollten in dem Produktinformationsblatt oder der Modellrechnung die Kosten(alle) in Euro und Cent ausgeschrieben werden.
    So hat der Kunden dann auch etwas in der Hand was er versteht

  8. Claudia Müller, 11. Dezember 2010 um 13:24 Uhr

    Jeder versteht das, was er verstehen will! Was soll denn diese Erbsenzählerei? Relevant ist das, was eines Tages unter dem Strich herauskommt. Genau das interessiert auch jeden Kunden, wenn die Zusammenhänge klar sind. Für diese Klarheit sorgen wir Vermögensberater. Altersvorsorge ist komplex und es wäre fatal, diese Herausforderung auf die Kosten einzelner Produkte zu reduzieren. Unsere Produktlösungen liegen bei Leistungen und Kosten ganz vorne – Diskussion überflüssig. Wieder einmal fällt mir das Ruskin`sche Preisgesetz ein: “Es gibt kaum etwas auf dieser Welt, das nicht irgend jemand ein wenig schlechter machen und etwas billiger verkaufen könnte, und die Menschen, die sich nur am Preis orientieren, werden die gerechte Beute solcher Machenschaften…. Das Gesetz der Wirtschaft, verbietet es, für wenig Geld, viel Wert zu erhalten. Nehmen sie das niedrigste Angebot an, müssen sie für das Risiko, dass sie eingehen, etwas hinzurechnen. Und wenn sie das tun, dann haben sie auch genug Geld, um für etwas Besseres zu bezahlen.”

    Schönes Wochenende… 🙂

  9. Wolfgang Stadler, 11. Dezember 2010 um 13:30 Uhr

    @ Informant – ihr Vorschlag, die Kosten in Euro und Cent auszuweisen wird genauso bereits umgesetzt. Wenn das beim Autokauf auch so wäre 🙂

  10. AS-Club'er, 11. Dezember 2010 um 15:58 Uhr

    @ Informant

    Theoretisch klingt das echt gut, was Sie da von sich geben. Allerdings in der Praxis….

    Letztes Jahr bei einem Kunden. Eigenständiger BU-Vertrag beim Makler abgeschlossen. Inzwischen Kurzarbeit. Es klemmt an allen Ecken und Enden. Er versucht beim Versicherer eine Beitragsaussetzugn zu erreichen. Geht nicht. Ergebnis war, der Vertrag musste gekündigt werden, weil die Raten nicht mehr aufzubringen waren. Bei einer integrierten BU hätte die Möglichkeit bestanden, bis zu zwei Jahre zu überbrücken – Teilwiese bei vollem Versicherungsschutz, zumidnes tmit erhalt desselben.

    Diese Jahr ebenfalls beim Kunden. Rürupvertrag mit eingeschlossener BU-Rente. Kunde wird Berufsunfähig. Nicht nur der Betrag von mtl. 150 Euro muss der Kunde nicht mehr aufbringen, weil diesen die AM-Leben für ihn bezahlt, sondern auch noch knapp 15.000 Euro jährlich bis zum 67. Lebensjahr. Und dann kommen nochmal über 100.000 Euro als Altersrente aus dem Vertrag.

    Jetzt erklären Sie mir mal, an welcher Stelle diese beiden Kunden mit der Trennung Altersvorsorge und Absicherung besser fahren ?!?!?!

  11. Informant, 11. Dezember 2010 um 17:19 Uhr

    AS-Club’er

    Es ist ganz einfach.
    Bei “guten” Gesellschaften gibt es im BU-Fall die Möglichkeit bereits im ersten Jahr den Beitrag zu stunden oder BU-Rente zu reduzieren. Somit geringerer Beitrag. Kann auch jederzeit wieder aufgestockt werden.

    In dem anderen Fall gibts die Möglichkeit bei “guten” Gesellschaften eine Beitragsbefreiung bei Berufsunfähigkeit einzuschließen.
    Somit ist genau dasselbe Ziel erreicht wie mit einem kombinierten Produkt.

  12. AS-Club'er, 12. Dezember 2010 um 12:20 Uhr

    @ Informant

    Was Sie sagen mag stimmen, aber ich rede nicht vom BU-Fall, sondern davon, dass ein Kunde für einen bestimmten Zeitraum nicht die finanziellen Mittel hat, seinen Vertrag zu bezahlen.

    Bitte erklären Sie mir doch, wie in einem solchen Falle (kein Eintritt einer BU, sondern finanzieller Engpass) bei einer sog. eigenständischen BU-Versicherung der Versicherungsschutz aufrecht erhalten werden kann, ohne das es zu einer Reduzierugn des Versicherungsschutzes kommt. (und ohne Nachzahlung – den das ist bei einer Stundung die versicherungstenische Folge)

    Im Zweiten Fall erklären SIe also, dass es Investmentsparpläne gibt, in welche man eine Beitragsbefreiung im Falle der BU einbauen kann. Nun da Frage ich mich (falls es socleh Produkte mit guten Fonds überhaupt gibt) wo da Ihre so offensiv erklärte Trennung von Sparen und Absicherung bleibt ?!?!? Klingt ein bischen inkonsequent was Sie da vorschlagen.

  13. Informant, 12. Dezember 2010 um 13:45 Uhr

    Gegenfrage.
    Wer zahlt denn die Beiträge Im Falle einer Nichtzahlung der Berufsunfähigkeitsversicherung?

    Im zweiten Fall.
    Es gibt Fondspolicen mit minimaler Todesfallleistung. Da hat uns der Gesetzgeber ja einen Streich gespielt. Ich bin auch keine Freund von Fondssparplänen. Aus steuerlichen Gründen.
    Mir geht es nun einmal darum das Kunde weiß welchen Beitrag er für seine Risikoabsicherung zahlt und welcher Beitrag zum sparen für Ihn angelegt werden. Und da die meisten Kunden wirklich Finanzanalphabeten sind ist das auch die einfachste Lösung. Schönen dritten Advent noch.

  14. Makler, 12. Dezember 2010 um 15:06 Uhr

    @Informant

    Das liebe ich bei meinen “Maklerkollegen” immer so…

    Erst einmal rumstänkern, dann kommen vernünftige Gegenargumente mit einer klaren Frage und was passiert…?

    Richtig, auf die Frage wird nicht wirklich eingegangen und es wir zurück gerudert…

    Hört doch endlich mal auf zu meckern:(

    Schönen Sonntag noch:)

  15. Informant, 12. Dezember 2010 um 16:45 Uhr

    Es wäre allerdings auch einfach gewesen meine Frage zu beantworten. Denn darauf könnte man aufbauen.

    PS: Ja es gibt am Markt Gesellschaften, die z.b im Falle von Arbeitlosigkeit oder Arbeitsunfähigkeit dem Kunden die Beiträge erlassen. Bei vollem Versicherungsschutz versteht sich.

  16. AS-Club'er, 12. Dezember 2010 um 23:50 Uhr

    @Makler
    Danke für den “Beistand”. Habe mich darüber gefreut 🙂

    @ Informant
    So wirklich Ahnung vom Versicherungsbereich haben SIe ja anscheinend nicht, den sonst wüssten, SIe wer die Beiträge bezahlt. Ist nicht weiter tragisch, den dafür gibt es ja die Vermögensberater der DVAG, die Ihnen da gerne weiter helfen.

    Was mich allerdings wundert ist, dass Sie als sozusagen uninformierter Informat hier versuchen den Experten darzustellen. Der scheinen Sie nun wirklich nicht zu sein.

    Und um auf den zweiten FAll noch zu antworten: Ich rede nicht von Arbeitslosigkeit oder Erwerbsunfähigkeit, sondern von einem finanziellen Engpass, der nun mal auch bei Erwerbstätigen auftreten kann.

    Und auch hier nur der Vollständigkeit halber: Auch bei der AM-Leben gibt es eine Arbeitslosenkomponente, die vollen Versicherungsschutz ohne Beitragszahlung bei einer Arbeitslosigkeit gewährleistet.

  17. Frank Schmidt, 13. Dezember 2010 um 13:12 Uhr

    Die Zahlen die ich nannte, waren nicht aus der Luft gegriffen oder skurriel. Das waren offizielle Zahlen der BaFin. Zugegeben, aus dem Jahr 2002 und damit veraltet. Aber irgendwie wird man das dort ja berechnet haben.

    Nochmal zu den Kosten. Eine Riesterrente RG4 kostet die üblich ausgewiesenen 4% Abschlußkosten. Zusätzlich fallen sonstige Kosten an. Diese belaufen sich pro Beitragszahlung auf 12,5% des Beitrages. (Quelle: RG4 Angebot aus 2008)

    Bitte, das soll jetzt keiner als Kritik an der AM verstehen. Die AM weist die Kosten wenigstens nachvollziehbar aus, so dass sich das Angebot halbwegs nachrechnen läßt.
    Bei anderen Versicherern sind die sonstigen Kosten teilweise geringer, dafür verweisen einige Versicherer recht unübersichtlich auf zusätzliche Fondskosten, wie Ausgabeaufschlag und Depotverwaltungsgebühren. Unter dem Strich ist das nicht billiger.

    Wenn ich die Kosten kritisiere, sind es ganz allgemein die für meinen Geschmack zu hohen Gesamtkosten dieser (hier als Beispiels angeführten) Riesterprodukte. Da fast keine Versicherungsleistung in der Ansparphase gegeben ist, ist es letzten Endes nichts weiter als ein Fondssparplan mit 12,5% „Ausgabeaufschlag“. Welcher sich meist nur dadurch rechnet, dass es reichlich staatliche Zulagen gibt.

    MfG
    Frank Schmidt

  18. Andreas Röhr, 13. Dezember 2010 um 16:40 Uhr

    Hallo Herr Schmidt,

    bezogen aus den letzten Absatz (12% Kosten gegenüber dem Gesamtbeitrag)
    kann man das ja nicht so auf einen Fondssparplan ummünzen.
    Wenn ich einen Fondssparplan über diese Laufzeit nur 1X umschichte
    (switsche) dann habe ich ja schon Kosten von meistens 10% des Beitrages.
    Unter Berücksichtigung der Steuer bin ich dann bereits bei den gleichen Kosten bzw. sogar noch höher.
    Trotzdem hat der Kunde bei einem Riestervertrag immer noch einen staatlichen Zuschuss von mindestens 30% des in dem Jahr eingezahlten Geldes. Allein schon desswegen lohnt sich ein Riestervertrag ! (ungeachtet der Kosten)
    Außerdem entsteht zu einem Riestervertrag ein größerer Bearbeitungsaufwand als bei herkömmlichen Vertragsarten. Logisch das dann auch höhere Kosten anfallen. Zudem muss der Kunde sowieso mindestens alle eingezahlten Gelder (Eigenbeitrag und Zulagen) wieder ausgezahlt bekommen.
    Zu guter Letzt kann ja jeder Kunde entscheiden ob er solch einen Vertrag haben möchte oder nicht (auf Grund von Kosten oder aus anderen Gründen)

    Andreas Röhr

  19. Frank Schmidt, 13. Dezember 2010 um 19:40 Uhr

    Herr Röhr,

    da haben Sie vollkommen Recht. Es kommt auf die Ausgangssituation, die genauen Ziele des Kunden und das jeweilige Fondsmanagement an.

    MfG
    Frank Schmidt

  20. Wolfgang Stadler, 14. Dezember 2010 um 09:09 Uhr

    auch hier der selbe Beitrag wie schon eben beim Thema Versicherung vs. Fondssparen – wann hören wir endlich auf, Äpfel mit Birnen zu vergleichen? Und lieber Frank Schmidt: ich schätze Sie mittlerweile sehr, Sie sind immer fair und gleichzeitig definitiv kompetent. Und Sie wissen selbst, dass Kosten nicht alles sind. Ein bisserl mehr Rendite, und die Kosten sind schon egalisiert.

  21. Frank Schmidt, 14. Dezember 2010 um 10:14 Uhr

    Hallo Herr Stadler,

    ja, ja, mehr wollte ich auch nicht sagen. Kosten sind nicht alles, da stimmte ich schon mir Andreas Röhr überein. Ein oder zwei sinnvolle(r) Tauschaktionen und schon sind die Kosten wieder herein. Jede dieser Anlageformen hat ihren Sinn. Nicht zu vergessen, die steuerliche Betrachtung während der Laufzeit und im Alter.

    Bis später und danke für die sinnvollen Postings.

    Frank Schmidt

  22. Tobias Bartelt, 14. Dezember 2010 um 11:14 Uhr

    @ Wolfgang Stadler

    Genau das habe ich gemeint. Fondsparplan und Versicherung zu vergleichen, ist wie Äpfel mit Birnen zu vergleichen. Und das funktioniert nicht.

    MfG

    Tobias Bartelt

  23. Manuel, 14. Dezember 2010 um 17:52 Uhr

    Andres Röhr schrieb:
    Trotzdem hat der Kunde bei einem Riestervertrag immer noch einen staatlichen Zuschuss von mindestens 30% des in dem Jahr eingezahlten Geldes.

    Verstehe ich nicht ganz ? wie kommen Sie darauf? 2100(Höchstbeitrag) Grundzulage 154 – sind doch keine 30 % …

  24. AS-Cluber, 15. Dezember 2010 um 11:27 Uhr

    @ Manuel

    Wie hoch muss den das Brutto liegen, damit ein Lediger die volle 154 Euro bekommt?

    Und wie hoch ist bei einem durchschnittlichen Angestellten oder Arbeiter dass daraus zu berechnende zu versteuernde Einkommen?

    Bei einem Blick in eine Steuertabelle werden Sie leicht feststellen, dass der Grenzsteuersatz in diesem Fall bei weit über 30% liegt.

    Wenn man jetzt noch weiß, dass bei der Riester Rente neben der Zulage auch ein Steuervorteil gewährt wird, dann erkennt man sofort, dass die Aussage von Andreas Röhr richtig ist.

  25. Andreas Röhr, 15. Dezember 2010 um 16:31 Uhr

    @ AS-Cluber,

    danke !!!

    @ Manuel,

    entschuldigung, ich hatte die entsprechenden fachlichen Hintergründe bei den Lesern vorausgeseztz !!!
    Wenn Sie diese nicht besitzen, dann fragen Sie einfach einen Vermögensberater in Ihrer Nähe. Dieser berechnet Ihnen dann ganz genau
    die Höhe Ihrer persönlichen Förderung.

    Andreas Röhr