Die Hälfte der Hälfte

5. Dezember 2010 | 840 mal gelesen

Ungefähr die Hälfte des letzten Nettoeinkommens wird die staatliche Altersrente des Bundesbürgers ausmachen. Und bei Frauen wird es die Hälfte dessen sein, was Männer an Rente bekommen, nämlich im Schnitt 473 Euro (Westdeutschland). In Ostdeutschland sieht es mit 676 Euro etwas besser aus.

So DIE WELT in ihrer Ausgabe vom 1. Dezember 2010.

Dass diese Beträge zum Leben im Alter nicht ausreichen, bedarf keiner weiteren Begründung. Zumal zu befürchten ist, dass durch ansteigende Inflationsraten der Realwert dieser Rente weiter sinken wird.

So erstaunen die Ergebnisse einer aktuellen Studie nicht, nach denen sich Frauen zunehmend für alle Fragen im Zusammenhang mit der Altersversorgung interessieren. Immerhin ist dieser Anteil von 62 Prozent zu Beginn des Jahres auf aktuell 72 Prozent angestiegen und liegt damit erstmals über dem Vergleichswert bei Männern (71 Prozent).

Eine gute Entwicklung, die aber an einem nicht vorbei führen kann: Die im Vergleich zu Männern deutlich niedrigere Durchschnittsrente der Frauen hat ihre Hauptursache darin, dass Frauen familienbedingt weniger arbeiten und deswegen ein deutlich geringeres Volumen an Rentenversicherungsbeiträgen aufbringen können.


Kommentare für diesen Artikel (1)

  1. Altersvorsorge, 3. Februar 2011 um 14:52 Uhr

    Ja, zum Einen arbeiten Frauen meist familienbedingt weniger als Männer und zum Anderen verdienen sie in diesen Jahren dann auch noch weniger als Männer – auch bei gleicher Arbeit und Eignung. Insofern können Frauen ja nur weniger Rente beziehen als Männer. Das ist ein Problem, das es zu lösen gilt. Einfach nicht zeitgemäß und unfair, soetwas!