Gut beraten

29. November 2010 | 795 mal gelesen

Qualifikation, Haftung und Dokumentation – das sind die Themen, um die der Gesetzgeber kreist, wenn es darum geht, im Finanzmarkt Beratungsqualität sicherzustellen.

Es ist aber weit mehr, was gute Beratung ausmacht, und dazu gibt es hier in unserem Blog bereits viel nachzulesen (siehe z.B. Blogbeitrag vom 7. November 2010).

Nunmehr thematisierte auch die Frankfurter Allgemeine in ihrer Ausgabe vom 24. November 2010 dieses Thema unter der Überschrift “Für das Alter gut beraten”.

“Um einen Überblick über die Möglichkeiten der Altersvorsorge zu erhalten, sollte jeder das Gespräch mit einem Vorsorgeexperten suchen. Was aber macht einen kompetenten Berater aus?”, so die FAZ:

  1. “Entscheidend ist, dass sich der Berater und der Kunde auf ihr Gespräch gut vorbereiten.”
  2. “Wichtig ist, dass im Beratungsgespräch individuelle Lösungen erarbeitet werden.”
  3. “Die Qualität der Beratung zeigt sich darüber hinaus daran, ob der Experte auch die staatlichen Fördermöglichkeiten berücksichtigt.”
  4. “Nach einem Beratungsgespräch muss der Kunde eine Dokumentation des Gesprächs erhalten.”
  5. “Ein kompetenter Berater lässt seinen Kunden Zeit, das Gespräch zu überdenken und sich in Ruhe zu entscheiden.”
  6. “Ein guter Berater hat daher die langjährige Kundenbeziehung anstelle des kurzfristigen Ertrages im Blick.”
  7. “Ein guter Berater berücksichtigt Lebenssituation, Anlagementalität und finanzielle Möglichkeiten des Kunden und beweist sich als vertrauensvoller Partner.”

Viele zusätzliche und gute Hinweise dazu, was gute Beratung ausmacht!


Kommentare für diesen Artikel (5)

  1. Norbert Balzer, 29. November 2010 um 22:10 Uhr

    … erinnert mich an die Idee der Deutschen Vermögensberatung. Analyse, Auswertung und Beratung. Das hat wohl letztlich auch unsere Kunden überzeugt.

    Eine wunderbare Vorweihnachtszeit wünscht allen Lesern-

    Norbert Balzer

  2. Marcel H. Costin, 30. November 2010 um 09:58 Uhr

    Hallo Bloger,

    … wurde dieser Auszug aus der DVAG-Grundphilosophie irgendwo abgeschrieben? Kommt mir äußerst bekannt vor, so habe ich es hier beigebracht bekommen… .

    …habe mich am Wochenende mit zwei Bänkern unterhalten. Danach ist mir erst klar geworden, wie unselbstverständlich das, was ich gelernt habe, eigentlich ist. Bisher dachte ich immer “ja ja, Einzefälle…” Am besten gefiel mir neulich die Geschichte bei der, der Vorgesetzte mit der Trillerpfeife in das Büro, in ein Telefonat mit einem Kunden platzt und auf die schlechte Vorgabenquote des Beraters schrill und deutlich aufmerksam macht. Wurde mir von einem ehemaligen Bänker und nun Vermögensberater aus 2. Hand berichtet (Viele Grüße an Dich Volker). Ich vermute mal, es war Karneval und die Jungs nur als Bänker verkleidet… . 😉

    Allerdings kenne ich selber auch einige Bänker auf dem Land, bei denen es doch bedeutend Humaner aussieht und Kundenberatungen sehr viel mehr Zeit in Anspruch nehmen. Das liegt dann aber an der Eigeninitiative dieses Menschen und daran, dass er generell gute Umsatzzahlen hat und das eine oder andere durchgehen lassen kann.

    Kommen Sie gut durch den Winter und fahren Sie vorsichtig!

    Mit besten Grüßen vom Niederrhein,
    Ihr/Euer Marcel H. Costin
    – Vermögensberater –

    Metropolregion
    Düsseldorf / Köln
    0177/7616059

  3. Steffen Huber, 3. Dezember 2010 um 16:24 Uhr

    Heute ist bei der Sparkasse Bad Kissingen ein Aktionstag. Überall steht: “Junge Leute bekommen von der Sparkasse Bad Kissingen ein Handy geschenkt. Kommen Sie einfach zu unserem Glühweinstand”.

    Ganz klein steht dann dort: “Das Handy gibt es geschenkt, wenn Sie 2 Finanzprodukte von uns kaufen”.

    Mir fehlen da die Worte. Wo ist hier der Vebraucherschutz ?

    Da wird mit einem Handy “gelockt” um an einem Glühweinstand Finanzprodukte zu verkaufen, ohne Rücksicht auf eine Bestandsaufnahme, Überprüfung der Sinnhaftigkeit der Produkte, Einkommenssituation, Ziele und Wünsche des Kunden und vieles, vieles mehr.

    Und die Bänker schimpfen über uns ? Klar, weil die Kunden nicht blöd sind und wissen, was eine gute Beratung ausmacht.

    LG Steffen Huber ( der sich kein Handy abgeholt hat 🙂 )

  4. Wolfgang Stadler, 3. Dezember 2010 um 17:54 Uhr

    ach Steffen,

    das ist doch schön zu wissen, das die das nicht mehr anders gebacken bekommen. Unsere Sparkasse schreibt gerade die Kunden an, dass ab sofort Online-Banking 4,49 Euro mtl. kostet. Bei Abschluss mehrerer Verträge im Sparkassenverbund gibt´s Rabatte – bis zu 100% Nachlass bei der Kontoführung. Man dachte sich dabei, dass die Leute da drauf reinfallen.

    viele meiner Mandanten wechseln nun aber von der Sparkasse zu einer anderen Bank 🙂

    wie schon gesagt: die kriegen´s anders nicht mehr hin.

    noch eine kleine Geschichte: wenn ein Sparkassen-Banker einem 24jährigen, der Riester für den Ruhestand machen möchte, einen Banksparplan empfiehlt – so hier geschehen – dann braucht sich doch keiner mehr wundern, wenn einige Versicherer nur noch von Einmalbeiträgen leben?! Beratungsqualität ist was anderes…

    schönes WE

  5. Christian Loose, 5. Dezember 2010 um 16:25 Uhr

    Hallo Herr Huber!

    Ihr Beitrag hat bei mir für große Belustigung gesorgt.
    Vielen Dank dafür! 🙂
    Ich habe mir vorgestellt, ich gehe zum Kunden, fülle ihn mit Glühwein ab
    und wenn der Pegel entsprechend hoch ist, kitzel ich ihm zwei Unterschrften raus.
    Ach nee: Vier Unterschriften.
    Das Beratungsprotokoll muss ich ja auch noch jeweils unterschreiben lassen! 😀

    Einen schönen zweiten Advent wünscht

    Christian Loose