Renditeturbo

28. November 2010 | 1.081 mal gelesen

“Gerade in der aktuellen Niedrigzinsphase wirken selbst kleine Förderbeiträge über viele Jahre gerechnet wie ein Renditeturbo”, so die Tageszeitung DIE WELT in ihrer Ausgabe vom 24. November 2010.

Was steckt dahinter?

Das altbekannte Thema einer Altersversorgung auf der Grundlage staatlich geförderter Produkte. Denn bei diesen kann sich die Gesamtrendite nach Zins und Zinseszins durch Zulagen- bzw. Steuereffekte weit mehr als verdoppeln.

“Für viele Angestellte ist die Riester-Rente erste Wahl”, so DIE WELT. Ergänzt werden müsste: Vorsicht, Riester kann allenfalls der Einstieg in die private Altersversorgung sein, wird aber fast nie dafür reichen, die Versorgungslücke zu schließen.

Die zweite Möglichkeit: Betriebliche Altersversorgung, denn alle der rund 30 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten haben ein Anrecht darauf, einen Teil der Bruttobezüge in Aufwendungen für betriebliche Vorsorge umzuwandeln. Das spart Steuern und Sozialversicherungsabgaben, die zusätzlich zum eingezahlten Sparbeitrag in die Altersversorgung investiert werden können.

Zu guter letzt: Vor allem für Selbständige bietet sich der Abschluss einer Basis- oder Rürup-Rente an, deren Beiträge in beträchtlichem Umfang steuerlich geltend gemacht werden können. Dies setzt die Mittel frei, die zur Finanzierung der Beiträge benötigt werden.

Zu Recht also weist DIE WELT zum wiederholten Male darauf hin, wie wichtig es ist, fürs Alter vorzusorgen und dabei staatliche Förderung zu nutzen.


Kommentare für diesen Artikel (5)

  1. chriwi, 30. November 2010 um 07:39 Uhr

    “Zu Recht also weist DIE WELT zum wiederholten Male darauf hin, wie wichtig es ist, fürs Alter vorzusorgen und dabei staatliche Förderung zu nutzen.”

    Muss sie ja, da einige ihrer Werbepartner Versicherungsunternehmen sind. Die Riester- und Rühruprente sind große Verlustgeschäfte für den Anleger. Für Makler ist die Provision hoch und selber durchschauen sie das Spiel selten.

    Ich verweise auch http://www.nachdenkseiten.de

  2. , 30. November 2010 um 11:31 Uhr

    @ chriwi

    Bleibt zu hoffen, dass DIE WELT Ihren Kommentar liest, denn Sie sprechen damit dem Blatt die Fähigkeit zum freien und unabhängigen Journalismus ab.

  3. Wolfgang Stadler, 30. November 2010 um 15:44 Uhr

    @ chriwi

    keiner zwingt Sie, irgendetwas für´s Alter zu tun. Bitte haben Sie dann aber auch Verständnis, dass es viele Leute dann nicht verstehen können, wenn Sie im Alter dann dem Staat auf der Tasche liegen.

    Und wenn Sie wirklich und ernsthaft über Vor- und Nachteile von Altersversorgung sprechen möchten, gehen Sie einfach zum Vermögensberater um die Ecke. http://www.dvag.de – Beratersuche.

  4. Tobias Bartelt, 30. November 2010 um 17:36 Uhr

    @ Alle

    Ich möchte an dieser Stelle gerne auf folgenden Blogbeitrag hinweisen:

    http://www.dvag-unternehmensblog.de/2010/11/18/knigge-2-0/

    Bzw. auf folgendes Zitat:

    Aufgreifen wollen wir Regel Nummer 1:

    “Geben Sie sich zu erkennen. Wo immer Sie im Netz etwas publizieren, tun Sie das unter Ihrem Namen. Niemals sollten Sie versuchen, anonym Kommentare zu verbreiten oder unerkannt zu streiten.”

    Ich habe irgendwie das Gefühl, das “chriwi” ein Synonym, bzw. ein Nickname ist. Wenn nicht, dann tut mir das leid. Es gibt aber trotzdem genug, die hier im Blog öfters mit Nicknames unterwegs sind.

    Deshalb jetzt mein Aufruf an alle, die sich an Regel Nr. 1 halten:

    Boykottiert alle die sich nicht an besagte Regel Nr. 1 halten. Ihr tut es, und habt es nicht nötig, mit Leuten zu diskutieren, die dieses nur anonym machen. Ich für meinen Teil werde das in Zukunft nicht mehr machen.

    Huck ich habe gesprochen.

    MfG

    Tobias Bartelt

    P.S. Tut mir leid, das dies nicht zum Blogbeitrag passt, aber das musste mal geschrieben werden.

  5. Frank Schmidt, 30. November 2010 um 18:33 Uhr

    Guten Abend,

    da ich ein Posting von Herrn Cormaux mit einem Beispiel der Riesterrente gekoppelt habe, traue ich mir zu sagen, dass das, was chriwi hier schreibt vielleicht nicht jeden passt, in der Sache ist er/sie aber nah dran.

    Beweis: Allgemein zur Presse muß man wohl anerkennen, dass nicht alles was geschrieben wurde, gut recherchiert war. Da schützen auch große Namen nicht. Wieviel hoch qualifizierte Analystenhäuser lagen im Jahr 2000 mit Ihrer Börseneinschätzung deneben? Bankenkriese, wer hatte das vorhergesagt?

    An der Börse handelt man im Idealfall antizyklisch, im Versicherungswesen ist man wohl sehr gut beraten, sich nicht blind auf Analysen und Ratingagenturen zu verlassen. Selbst M&M sagt, auch Gesllschaften mit NICHT der höchsten Punktzahl, können für den Kunden die erste Wahl sein.

    Zur Kostenseite läßt sich sagen, dass die genannten Riesterrenten schon recht teuer sind. 4% Abschlußkosten, und, wenn auch geringe, laufende Kosten für die Versicherung und ggf. noch die Rückstellungen für das Sicherheitskapital. Dazu kommen dann für die Fondsgesellschaft der übliche Ausgabeaufschlag, die Depotvergütung und die Bankvergütung. Das Alles gibt es vielleicht nicht bei der AM, hier sind die Kosten anders verteilt, aber bei anderen großen Versicherungen.

    Im Ergebnis dessen muß am sich schon fragen, wozu riestern? Jedenfalls nicht aus Renditegesichtspunkten heraus, meine ich. Eher vielleicht aus einem Sicherheitsgedanken heraus.

    Altersvorsorge JA, ganz klar. Aber bitte nicht blind der Masse folgen.

    MfG
    Framal