Sparkassen und Datenschutz

26. November 2010 | 647 mal gelesen

Erneut greift das Versicherungsjournal (18.11.2010) einen besonders eklatanten Fall der vertrieblichen Nutzung sensibler Kundendaten durch eine Sparkasse (Kreissparkasse Heilbronn) auf.

Dabei “nötigt” die Sparkasse ihre Kunden zur Unterschrift unter eine besonders weitgehende “Einwilligungserklärung” mit dem Hinweis, man benötige diese z.B. für den Fall, dass die EC-Karte im Automat stecken bleibt.

Hauptgrund ist aber, dass die Sparkasse sich so die Rechtsgrundlage dafür schafft, sämtliche Kontodaten wie Guthaben, Daueraufträge oder genehmigte Kredite an Vertriebspartner aus der Assekuranz weitergeben zu dürfen. Diese können dann – ohne rechtliche Schritte fürchten zu müssen – mit Hilfe der Kontodaten den Kunden gezielte Angebote unterbreiten. Selbstverständlich mit Provision für die Sparkasse, sofern Abschlüsse zustande kommen.


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