Beratungsqualität

7. November 2010 | 1.259 mal gelesen

Ausführlich widmet sich das Extrablatt des Versicherungsjournals in seiner Ausgabe 4/2010 (Seiten 16 ff.) der Qualität in der Finanzberatung.

Richtig wird darauf hingewiesen, dass in den letzten Monaten viel zu oft die Diskussion um die Beratungsqualität ausschließlich auf das Argument “Provisionsberatung vs. Honorarberatung” verkürzt wurde.

Als weitere Qualitätsfaktoren werden genannt: Qualifikation, Produktinformationsblätter, Beratungsdokumentation, Haftung und Qualitätssicherung.

Gerne wollen wir als DVAG Deutsche Vermögensberatung weitere Qualitätsfaktoren ergänzen, denn die Qualität in der Finanz- und Vermögensberatung ist ein sehr vielschichtiges Thema:

  1. Produkt- vs. Konzeptberatung: Erhält der Kunde Informationen über ein einzelnes Produkt oder basiert die Beratung auf dem Lebensentwurf des Kunden mit seinen Zielen und Wünschen sowie seinen finanziellen Möglichkeiten?
  2. Einbranchen- vs. Allfinanzberatung: Bezieht der Berater lediglich die Produkte einer Teilbranche des Finanzmarktes ein (Versicherungsvertreter, Versicherungsmakler, Bankberater, Bausparvertreter) oder gehen in die Gesamtkonzeption die Produkte des Gesamtmarktes mit ihren vielfältigen Wechselwirkungen ein?
  3. Produktqualität: Berater in der Finanzbranche sind Händler, und die Beratungsleistung des Händlers wird immer auch durch die Qualität der Produkte bestimmt, die vermittelt werden.
  4. Vertriebssteuerung: Wird der Berater über Geschäftspläne, Wettbewerbe und Vertriebsziele des Produktgebers gesteuert oder handelt es sich um einen Berater, der eigenständig ohne Steuerungsimpulse von Außen nach Maßgabe der Ziele und Wünsche des Kunden beraten kann?
  5. Servicebereitschaft: Ist der Berater auch nach Abschluss von Verträgen erreichbar und schnell verfügbar, wenn es um Service geht?
  6. Und zu guter letzt sind die Persönlichkeitsmerkmale des Beraters sehr maßgeblich für Beratungsqualität: Kann der Berater gut erklären, spricht er die Sprache des Kunden, ist er redlich usw.

Summa summarum: Allein schon hier sind zusammen mit den Hinweisen aus dem Versicherungsjournal über 10 Bestimmungsgrößen für die Qualität der Beratung angeführt.

Anlass genug, das Thema in keinem Fall auf das Vergütungsmodell zu reduzieren.


Kommentare für diesen Artikel (23)

  1. Thomas S., 7. November 2010 um 19:50 Uhr

    Sie schreiben: “Einbranchen- vs. Allfinanzberatung: Bezieht der Berater lediglich die Produkte einer Teilbranche des Finanzmarktes ein (Versicherungsvertreter, Versicherungsmakler, Bankberater, Bausparvertreter) oder gehen in die Gesamtkonzeption die Produkte des Gesamtmarktes mit ihren vielfältigen Wechselwirkungen ein?”

    Bei allem nötigen und gebührenden Respekt, die Versicherungsmakler die ich kenne, gehen in der Gesamtkonzeption auf die Produkte des Gesamtmarktes mit ihren vielfältigen Wechselwirkungen ein.

    Bei dem Versicherungsmakler meines Vertrauens bekomme ich neben Versicherungen auch Giro- und Tagesgeldkonten, Baufinanzierungen, Ratenkredite, Gesetzliche Krankenversicherungen, Kapitalanlagen und dergleichen.

    Sie sollten weiß Gott nicht so tun, als hätte die DVAG ein Alleinstellungsmerkmal am Markt.

    Im Übrigen kenne ich noch weitere Qualitätsfaktoren:

    Handelt es sich bei dem Berater um einen treuhändischen Sachwalter des Kunden und vertritt dessen Interessen (= Makler) oder ist er Erfüllungsgehilfe einer oder mehrerer Versicherungsgesellschaften (= Versicherungsvertreter)?!

    Hat der Berater Zugriff auf den gesamten Markt oder kann er nur Produkte einer Versicherungsgesellschaft vermitteln?!

    Für wieviel Versicherungsgesellschaften vermittelt die DVAG, hm?

  2. , 8. November 2010 um 09:44 Uhr

    Thomas S.

    Glückwunsch, dann haben Sie offensichtlich einen Versicherungsmakler gefunden, der ganz ähnlich wie ein Vermögensberater auftritt, nämlich branchenübergreifend. Das trifft jedoch längst nicht für jeden Versicherungsmakler zu, denn viele davon waren zuvor Versicherungsvertreter und beschränken ihre Aktivität auch als Makler auf das Segment Versicherung, meist noch in Verbindung mit Bausparen und vielleicht Baufi, ganz selten aber Geldanlage, Vermögensaufbau, Girokonto usw.

  3. Wolfgang Stadler, 8. November 2010 um 11:25 Uhr

    was ist persönlich hochinteressant finde ist die Ansicht, dass es einen allgemeinen Vorteil für den Kunden bringt, wenn ein Makler aus hunderten Gesellschaften auswählen kann. So zumindest verstehe ich Thomas S.

    Was konkret ist dabei der Vorteil? Als Vermögensberater biete ich Allfinanz an, d.h. ich plane die finanzielle Zukunft des Mandanten mit Hilfe verschiedenster Finanzprodukte aus den Bereichen Versicherung, Bank, Bausparen, staatliche Förderung. Kommt es hier eher darauf an, alle möglichen Produktpartner zu haben oder ist es nicht sinnvoller, dass die Planung individuell auf den Kunden und dessen Situation zugeschnitten ist?

    In meinen 10 Jahren Vermögensberatung komme ich zu folgendem Ergebnis:

    immer wenn ich einen maklerbetreuten Kunden vor mir hatte, ging es ausschließlich, alleine um das Thema “BILLIG”. Nie, wirklich nie war einer dieser Menschen zielorientiert beraten und hatte auch nur den Hauch von Strategie in seinem Portfolio. Eher wären diese Familien im Falle von Berufsunfähigkeit oder Todesfall des Versorgers vor dem finanziellen Ruin gestanden. Meint Thomas S. damit “vielfältige Wechselwirkungen?”

    ach ja, Thomas S.: sie schreiben: “Die Versicherungsmakler…” – wieso heisst jemand, der Allfinanz macht eigentlich “Versicherungsmakler”? Mein Zahnarzt zumindest heisst so, weil er meine Zähne behandelt.

  4. Michael Miedl, 8. November 2010 um 11:28 Uhr

    Hallo liebe Blogger,

    nach 17 Jahren Tätigkeit und meinen bisherigen Erfahrungen kann ich die Aussage von Dr. Lach nur bestätigen.
    Selten werden dem Kunden Bankprodukte, speziell Investmentanlagen angeboten. Und auch das ist eine meiner Erfahrungen: Wenn doch, dann
    mit einem Ergebnis, welches nicht gerade von Sachverstand und Weitsicht geprägt war.

    Viele Grüße aus Schönwald in Oberfranken.

    Michael Miedl

  5. Eduard Berg, 8. November 2010 um 13:28 Uhr

    @ Thomas S.

    Wieso brauche ich 100 Gesellschaften wenn wir das Leistungsstärkste und Preisgünstigste Produkt im Sachbereich anbieten? (unsere neue VSP)

    Wieso muss ich hunderte von LV Tarifen und Gesellschaften anbieten wenn für den Kunden das Thema Sicherheit an 1. Stelle steht. Reicht dann nicht eine Gesellschaft welche all diese Kriterien erfüllt?
    Und im Bankbereich haben wir zugriff auf die renomiertesten Banken.

    Ist es nicht wichtiger, dass der Kunde die passenden Produkte erhält und nicht die billigsten?

    Sie kaufen doch auch nicht die Winterreifen welche bei Stiftung Warentest mit sehr gut Abgeschnitten haben, jedoch nicht zu Ihrem Fahrzeug passen.
    Dann kommen Sie selbst mit den besten Reifen auf dem Markt keinen Centimeter voran.

    Wichtig ist hierbei hochwertige Produkte zu erwerben, mit den man schnell und sicher an sein Ziel kommt. Dafür sind wir da.

    Zum Schluss nochmal einer meiner Lieblingszitate vom Sozialreformer John Ruskin:

    “Das Gesetz der Wirtschaft verbietet es, für wenig Geld viel Wert zu erhalten”

    Ein erfolgreichen Wochenstart.

    Eduard Berg

  6. Thomas S., 8. November 2010 um 15:38 Uhr

    @ Wolfgang Stadler

    Ich darf Sie zitieren: „was ist persönlich hochinteressant finde ist die Ansicht, dass es einen allgemeinen Vorteil für den Kunden bringt, wenn ein Makler aus hunderten Gesellschaften auswählen kann … Was konkret ist dabei der Vorteil? …“

    Den Vorteil kann ich Ihnen gerne nennen. Durch die Auswahl kann der Makler gezielt auf die Bedürfnisse des Kunden eingehen.

    Reales Beispiel: Ich hatte vor ein paar Jahren eine BU bei der AachenMünchener abgeschlossen, aufgrund meiner Vorerkrankungen mit einem entsprechenden Leistungsausschluss. Vor gut einem Jahr habe ich die Versicherung gekündigt, weil mir mein Makler einen Alternativschutz bei der Alten Leipziger vermittelt hat, ohne Leistungsausschluss und dazu noch günstiger. Dazu Versicherungsschutz bis Endalter 67 bei der Alten Leipziger statt 65 bei der AachenMünchener.

    Herr Stadler, hätten Sie mir als Vermögensberater der DVAG auch eine Berufsunfähigkeitsversicherung bei der Alten Leipziger anbieten können, hm? Wohl eher nicht.

    2. reales Beispiel. Ein sehr guter Freund von mir wollte kürzlich eine Risikolebensversicherung bei der AachenMünchener abschließen. Da er Anfang des Jahres in einer Gesprächstherapie war, lehnte die AML ab. Mein Versicherungsmakler, den ich meinem Kumpel empfohlen habe, konnte ihm einen Versicherungsschutz ohne Wenn und Aber und vor allen Dingen ohne Leistungsausschluss bzw. Risikozuschlag vermitteln. Kein Kundenvorteil? Ich meine ja! Wie sehen Sie das Herr Stadler?

    3. reales Beispiel: Ich habe für meine beiden kleinen Kinder kürzlich eine Zahnzusatzversicherung abgeschlossen, die neben sehr guten Zahnersatzleistungen vor allen Dingen auch den Bereich der Kieferorthopädie abgedeckt. Dank meines Maklers habe ich eine adäquate Gesellschaft gefunden. Was hätte ich denn von Ihnen erhalten, Herr Stadler? Wahrscheinlich den Tarif GPX2 der Central, jedenfalls keinen Tarif/keine Versicherung, die den Bereich Kieferorthopädie mitversichert hätte.

    Sie schreiben weiter: „… Nie, wirklich nie war einer dieser Menschen zielorientiert beraten und hatte auch nur den Hauch von Strategie in seinem Portfolio. Eher wären diese Familien im Falle von Berufsunfähigkeit oder Todesfall des Versorgers vor dem finanziellen Ruin gestanden.“

    Lag oder liegt vielleicht daran, dass sie nicht viele maklerbetreute Kunden kennen oder diese Kunden von einem schlechten Makler betreut werden? Auch bei den Makler soll es schließlich schwarze Schafe geben. Wie dem auch sei, ein Versicherungsmakler haftet für sein Tun oder Unterlassen! Wie sieht es da mit der Haftung eines gebundenen Vermittlers aus?

    Ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal zwischen Vertreter und Makler ist die Haftung. Für Fehler haftet der gebundene Vermittler/Vertreter/Versicherungsagent nur ausnahmsweise, denn dessen Fehler werden dem Versicherungsunternehmen als eigenes Wissen zugerechnet (§ 278 BGB). Der Versicherungsmakler hingegen haftet für seine Fehler, wenn er diese zumindest fahrlässig verschuldet hat.

    Ach ja, Herr Stadler, Sie schreiben: “Die Versicherungsmakler…” – wieso heißt jemand, der Allfinanz macht eigentlich “Versicherungsmakler”? Mein Zahnarzt zumindest heißt so, weil er meine Zähne behandelt.

    Gegenfrage: Wieso heißt jemand, der Allfinanz macht eigentlich “Vermögensberater”? Sie müssten gemäß Ihrer Logik ja „Allfinanzberater“ heißen.

    @ Eduard Berg:

    Sie schreiben: „Wieso brauche ich 100 Gesellschaften wenn wir das Leistungsstärkste und Preisgünstigste Produkt im Sachbereich anbieten? (unsere neue VSP).“

    Also mit Verlaub, die VSP ist zwar sehr gut, aber weder das leistungsstärkste noch das preisgünstigste Produkt im Sachbereich. Sie sollten nicht immer das glauben, was Ihnen die Herrschaften aus der Zentrale in Frankfurt glauben machen wollen.

  7. Ralf Gottfried, 8. November 2010 um 16:33 Uhr

    Hallo,

    ich schließe mich Herrn Berg an. Klar ist es schön für den Kunden wenn einer sag ich kann aus dem gesamten Markt schöpfen. Aber ist das heute wirklich noch so? Hat wirklich jeder Makler die Chance, jede Gesellschaft zu vermitteln die er will? Es gab mittlerweile viele Meldungen das es heute nicht mehr der Fall ist. Gern würde ich auch einmal so eine Beratung sehen, in dem der Makler auch gesetzlich alle Daten vorlegt mit dem er gearbeitet hat ( welche Gesellschaften er verglichen hat). Nimmt jeder der Makler wirklich jede Gesellschaft für den Kunden in Augenschein, ich denke nein. Auch ein Makler hat seine Gesellschaften zu der er viele Kunden vermittelt und genau diese Gesellschaft werden bestimmt auch bei jeden Kunden nur verglichen ( lass es mal eine Hand voll,wenn überhaupt sein)

    Die DVAG hat eine Hand voll von Gesellschaft aus dem Finanzbereich,die schon oft genug gezeigt haben, das sie mit die besten auf dem Markt sind. Nun meine Frage an sie Herr Thomas S., soll ich dann noch andere Gesellschaften vergleichen die sowieso schlechter sind? Welchen Nutzen bringt das dem Kunden? Ok er hat billig.Wer aber Leistung haben will sollte nicht auf das Geld schauen. Wer sparen will,sollte erst garnichts abschließen! Im Schadenfall sieht man oft genug das billig auch ein Grund hat, billig zu sein, entweder mangelt es am Service oder an der Schadensregulierung. Sollte das alles nicht zu treffen, dann haben wir schon an anderen Gesellschaften gesehen, dass sowas nicht lange gut gehen kann.

  8. Claudia Müller, 8. November 2010 um 18:21 Uhr

    Die erneute Diskussion Makler vs. Vermögensberater langweilt. Zu einer hochwertigen Beratung gehört, dass der Berater sein Produkt kennt, und nicht nur oberflächlich. Dutzende Produkte, z.B. Riester oder KV, könnte ich nicht gut genug kennen, um einen Kunden so zu beraten, dass es meinen Ansprüchen genügen würde. Wer das anders machen möchte, kann das gerne tun. Dann ist derjenige allerdings so intensiv beschäftigt, dass kaum Zeit übrig bleiben sollte, sich um die Mitbewerber zu kümmern. Kunde steht im Mittelpunkt… ;-)!

  9. Michael Mai, 8. November 2010 um 23:56 Uhr

    Hallo Blogger,
    eins verstehe ich nicht: ich bin seit Jahren Kunde der DVAG! Diese Gesellschaft wird regelmäßig angeprangert nur Aachen Münchener zu vertreiben! Vor kurzem machte mich jemand von der WWK darauf aufmerksam – sorry aber außer WWK kann er doch auch nichts anbieten. Im übrigen hatte ich auch schon verschiedene Makler da: komisch war: ich bekam fast immer folgendes angeboten: Berufsunfähigkeit – Nürnberger, Rente – Canada Life oder Swiss Life, VL – Max Heinrich Sutor, Kfz – VHV, Haftpflicht – Darmstädter, Rechtsschutz – KS Auxilia, Riester – DWS, noch Fragen? Girokonto sollte ich immer bei VR Bank lassen und Bausparer bei der Badenia war ok – Rest sollte ich kündigen. Nein Danke!

  10. Wolfgang Stadler, 9. November 2010 um 09:44 Uhr

    Lieber Herr Mai,

    schön dass es mal von Mandanten-Seite kommt – das ist ja genau das, was wir tagtäglich draussen sehen: die Makler behaupten zwar, dass sie aus allen Anbietern das Beste und Günstigste rausnehmen. Und die Anbieter, die sie hier genannt haben, sind mir alle bekannt und ich könnte Ihnen stapelweise Policen davon rausholen. Alles Maklerkunden.

    Komisch, nicht wahr!

  11. Michael Miedl, 9. November 2010 um 11:00 Uhr

    Hallo liebe Blogger,

    der Kommentar von Herrn Mai trifft zu wie die “Faust auf´s Auge”
    und deckt sich zu 100 Prozent mit meinen, seit Jahren gemachten
    Erfahrungen.

    Viele Grüße aus Schönwald in Oberfranken.

    Michael Miedl

  12. Frank Schmidt, 9. November 2010 um 11:29 Uhr

    Hallo Herr Mai,

    ich fürchte, Sie haben da wirklich etwas nicht richtig verstanden. Die DVAG wird nicht angeprangert, weil sie nur die AM vertreibt. Im Gegenteil, das ist ihre Stärke. Die Vermögensberater kennen daher ihr eigenes Produkt in- und auswendig.
    Einen kleinen Nachteil hat das aber, Sie müssen zu dem Produkt passen. Wenn das so ist, sind sie bei einem Vermögensberater der DVAG sicher in den richtigen Händen.

    Ein Makler hingegen sucht im breiten Markt, was zu Ihnen passt. Er muß also das Produkt an Sie anpassen. Da nicht alle Menschen gleichen Risiken unterliegen und auch finanziell verschiedene Vorstellungen haben, kann auch das für Sie vorteilhaft sein. Es kommt eben auf die Ausgangssituation an.

    Zu den genannten Gesellschaften. Ich hatte vor kurzem eine günstige BU gesucht. Als eine der günstigsten erschien tatsächlich die Nürnberger. Leider waren die Bedingungen nicht passend, so dass wir dankend darauf verzichteten. Aber wenn es passt, warum nicht.

    Alle BU-Kunden der DVAG haben die BU beim Premiumpartner AM. Warum sollte es da schlecht sein, wenn einige Makler, für Kunden, die es besonders günstig haben wollen, die Nürnberger als Premiumpartner bevorzugen?
    Und bei den anderen genannten Gesellschaften wird es sich nicht anders verhalten.

    Mit freundlichen Grüßen
    Frank Schmidt

  13. Stefan Deppisch, 9. November 2010 um 11:35 Uhr

    Schließe mich meinen Vorrednern an – genau das bekomme ich als Vermögensberater immer bei Maklerkunden zu sehen. Hauptsache Billig – was es einen wirklich kostet erfährt man leider erst später – hoffentlich aber nie!

  14. Jörg Renner, 9. November 2010 um 21:24 Uhr

    @ Frank Schmidt,

    Ich kann Ihrer Ansicht zustimmen.

    Wie unser lieber ” Doktor ” ( Prof. Dr. Reinfried Pohl ) schon immer sagt, verstehen wir uns als ” Allgemeinmediziner ” !

    Nichts desto trotz, haben wir auch genügend Kenntnisse auf anderen
    ” fachärztlichen ” Gebieten.
    Wenn dies in unserer ” Hausarzt-Praxis ” nicht reicht und wir einen ” Facharzt ”
    benötigen, steht dieser uns auch zur Verfügung.

  15. Eduard Berg, 10. November 2010 um 10:17 Uhr

    @ Thomas S.

    na dann bin ich ich mal gespannt, welche Gesellschaft Sie meinten.
    Bitte seien Sie doch so nett, mir eine Gesellschaft zu nennen welche gleiche Leistungen zu einem günstigeren Preis im Sachbereich anbieten kann.
    (Vergleich zur VSP)

    Herzliche Grüße

    Eduard Berg

  16. Frank Schmidt, 10. November 2010 um 14:25 Uhr

    Hallo Herr Berg,

    die Stärke der VSP ist nicht der Preis, sondern die Qualität der Policen.

    Ich habe mir das Beispiel zur VSP aus „Der Vermögensberater“ Nr.: 4/2010 einmal angesehen. Da zahlt der Beispielmann 659,29€ p.a., für HR, PH, Glas und WGB-Versicherung. Ich nehme auch an, in diesem Preis sind alle Vergünstigungen wie, Laufzeitnachlass, UV-Bonus, Kundenbonus und was es eben so gibt, eingerechnet.

    MfG
    Frank Schmidt

    Mit fast allen anderen der dort genannten Mitbewerber gibt es Rabattvollmachten, durch die es möglich wäre, den Preis der AM zu unterbieten. Aber, wie gesagt, die Stärke der VSP ist nicht der Preis, sondern die Qualität.

    Gibt es in der UV übrigens noch den Ausschluß von Unfällen wegen geringer Hautverletzung?

  17. Andreas Röhr, 10. November 2010 um 16:58 Uhr

    @ Frank Schmidt,

    um es kurz zu machen, es ist also auch einem Makler aktuell nicht möglich DIESE Leistungen zu DIESEM Preis zu bieten.
    Wenn dem so ist dann steht das irgendwie im Gegensatz zu der eigentlichen Aufgabe eines Maklers. Beste Leistungen zum besten Preis anzubieten.

    Viele Grüße Andreas Röhr

  18. Eduard Berg, 10. November 2010 um 18:58 Uhr

    @ Frank Schmidt

    Zitat: “die Stärke der VSP ist nicht der Preis, sondern die Qualität der Policen”

    Die Stärke der VSP ist die Qualität und der Preis der Policen.

    So und nun nennen Sie mir doch diese Gesellschaft, welche gleiche Leistungen zum günstigeren Preis anbietet.
    Mich würde das persönlich einfach sehr interessieren.

    Vielen Dank

  19. Frank Schmidt, 10. November 2010 um 19:53 Uhr

    Hallo Herr Röhr,

    nö, so einfach können Sie es sich nicht machen. Ich schrieb, dass es keinesfalls das Probelm ist, den Preis zu toppen. Und genau auf den Preis wurde bei Focus Money und in Der Vermögensberater abgestellt. “…unschlagbar günstig. Besser gehts nicht”, hieß es da.

    Zur Leistung: Als die DVAG noch UV’s vermittelte, die zum Bsp. Zeckenbisse (Ursache = geringfügige Hautverletzung) ausschließen, habe ich schon darauf geachtet, dass das wenigstens mit drin war. Auch die Vorteile, die bei der neuen PHV hervorgehoben werden, sind mir schon lange nicht unbekannt, eher Standart.

    Generell mag ich es aber nicht, über den Preis zu vermitteln. Spätesdens im Schadenfall, will davon der Kunde genau nämlich nichts mehr wissen.
    Und die Qualität der VSP ist wirklich sehr gut. Ich habe aber nichts Genaues dazu im Internet gefunden. Gern hätte ich konkreter geantwortet.
    Ich wollte mal wissen, welche VSS und welche Progession in der UV zu grunde gelegt wurden.
    Was genau die PHV leistet und was nicht. Aber auf der Seite der AM steht auch nur “Gedusel”, mit dem ich nichts anfangen kann.
    Grundsätzlich gehe ich davon aus, dass es fast nichts Besseres geben wird, nur Gleichwertiges. Es läuft also doch auf eine Preisfrage hinaus.

    Aber ich bin am Freitag in HH und werde mir zu dieser Gelegenheit mal die aktuellen AVB besorgen. Dann kann ich nächste Woche detaillierter antworten.

    MfG
    Frank Schmidt

  20. Lars Büchler, 10. November 2010 um 19:58 Uhr

    Hallo,

    was bringt der günstige Preis in der Berufsunfähigkeistabsicherung wenn im Leistungsfall eine Ablehnung des Versicherers kommt.
    Erfahrungsgemäß zahlt die Aachen Münchener die BU ohne Probleme im Leistungsfall aus, was ich von einigen anderen Anbietern nicht behaupten kann.
    Was bringt mir eine günstige Versicherung wenn Sie nachher nicht leistet?

  21. Frank Schmidt, 10. November 2010 um 20:19 Uhr

    Hallo Herr Berg,

    günstiger? Na wenigstens bei HDI Gerling, Zurich und AXA.

    Lediglich die Qualität kann ich nicht vergleichen. Ich komme an die AVB der genannten Gesellschaften heran, aber nicht an die der AM. Daher gilt, bitte etwas Geduld. (Begründung siehe vorigen Beitrag)

    Mir fiele aber als Makler nicht ein, einem Kunden eine “Gesamtpolice” zu verpassen. Bei mir hätten ja schon bei großen beruflichen Abweichungen, die Familienmitglieder unterschiedliche UV’s.

    Ich selbst bin derzeit über den Maklertarif der AXA PHV versichert, WGB ist bei der Zurich (ebenfalls Maklertarif) versichert, die UV ist bei der Kravag und die Hausrat & Glasversicherung sind bei der degenia. Das Ganze kostete 2009 zusammen 628,22€ p.a.. Beim Vorversicherer war’s trotz schlechterer Leistungen 218,36€ teurer.

    MfG
    Frank Schmidt

  22. Wolfgang Stadler, 11. November 2010 um 11:03 Uhr

    Lieber Thomas S.,

    zum Glück habe ich nicht die Zeit, auf Ihren ziemlich langatmigen Vortrag hier einzugehen.

    Nur kurz gesagt: unser Anspruch ist es nicht, jeden Menschen in Deutschland bedienen zu können. Genau dafür gibt es ja Spezialisten.

    Als Vermögensberater versuche ich, mit den mir gegebenen – und dabei i.d.R auch erstklassigen Produkten – den Kunden schnell und sicher zu seinen Zielen und Wünschen zu bringen.

    Wie ich bereits sagte, ist mir in zehn Jahren noch kein Maklerkunde untergekommen, der BU oder Tod aufgrund seiner Verträge finanziell überstanden hat. Ob das an fehlenden Gesprächen liegt, sei zu bezweifeln – ich habe teilweise sechs Termine am Tag, darunter auch des öfteren Maklerkunden.

    Ihre Beispiele – und mögen diese noch so real sein – sind ein Indiz für meine o.g. Aussage: wir können nicht jeden glücklich machen. Das ist so. Punkt!

  23. Saliman, 12. November 2010 um 11:06 Uhr

    Hallo zusammen,

    ich habe lange Jahre Erfahrung in der Branche. Vermögensberater, Makler oder Ausschließlichkeit. Die Unterschiede sind nicht Groß. Der Makler oder Mehrfachagent kann aus vielen Anbietern etwas raussuchen, macht er meistens aber nicht. Viele Maklerpools bekommen von einzelnen Gesellschaften horende Vorschusszahlungen. Gegen diese muss Geschäft gesetzt werden. Also mit unabhängigkeit hat das wenig zu tun. In jedem Bereich gibt es drei bis vier Produkte die fast immer genommen werden. Bei der ersten KV Erhöhung wird dem Kunden sofort geraten zu wechseln. Altersrückstellungen oder Zahnstaffeln interessieren da nicht. Das im Moment fast alle anpassen wird dem Kunden auch nicht erzählt. Langfristig hat der Kunde den Schaden. Natürlich sind nicht alle so!!! Es liegt meiner Meinung nach an jedem einzelnen Berater. Wenn man einen guten Berater hat, dann ist es egal ob man bei der AM, AXA, Pfefferminzia oder sonst wo versichert ist. Wenn ein Berater sich einsetzt kommt der Kunde meistens zu seinem Recht. Es gibt überall gute und schlechte. Ich kenne z.B. einen Vermögensberater, der nur für den Kunden da ist, wenn es um neues Geschäft geht. Das schlägt sich aber auch auf seinen EQF Faktor aus. Genauso kenne ich Mehrfachagenten die so arbeiten, wie ich es vorher beschrieben habe. Ich kenne aber auch Versicherungsvertreter, die nur für ein kleines Unternehmen zuständig sind, aber eine hervorragende Arbeit am Kunden machen.
    Man sollte aufhören immer mit dem Finger auf andere zu zeigen und anfangen an sich zu arbeiten. Ein guter Berater ist wichtig und nicht nur Zahlen auf einem Blatt Papier. Die Deutschen fahren zum größten Teil teure Autos, weil die Qualität stimmt, aber bei der Versicherung die alle Sachwerte absichert, da wollen sie um 20 € im Jahr feilschen. Da müssen wir das Bewusstsein schärfen. Den Kunden bringt es nicht weiter wenn jeder Vertreter seiner Gesellschaft sich auf die Brust trommelt und erzählt das seine Gesellschaft die beste ist oder andere schlechter. Wer das nötig hat, der ist nicht von sich und seiner Arbeit überzeugt!!! Der Kunde bezahlt unseren Lebensunterhalt, und so sollte er auch behandelt werden.

    Allen ein schönes Wochenende!!

    Saliman (Pseudonym wird benutzt, weil ich keinem meiner Exkollegen auf die Füße treten möchte)