Probleme der Altersversorgung

5. November 2010 | 1.702 mal gelesen

Etwas überzogen, dafür aber umso deutlicher bringt die aktuelle Ausgabe des map-fax (42/10) die Probleme der gesetzlichen Rentenversicherung auf den Punkt.

Danach erfordert eine umlagenfinanzierte gesetzliche Rentenversicherung wie die GRV in Deutschland:

  1. Ein stabiles, ausgewogenes Verhältnis von Beitragszahlern und Rentenempfängern.
  2. Stabile Geburtenziffern.
  3. Stabile Zuwanderungsraten.
  4. Hohe Qualität des Arbeitskräfteangebotes, damit korrespondierend hohe Einkommen und hohe Beiträge.
  5. Verschuldungsarme staatliche Finanzpolitik, die bei Bedarf Finanzierungslücken in der GRV ohne weiteren Ausbau der Staatsverschuldung ausgleichen kann.
  6. Stabilität in der Lebenserwartung, damit Rentenzahlungsdauern kalkulierbar bleiben.

Doch wie sieht die Realität aus? Es bedarf keiner weiteren Ausführungen: Keines der genannten Erfordernisse wird in Deutschland erfüllt.

Die Schlussfolgerung ist nichts Neues: “Wer unter diesen Umständen tatsächlich glaubt, die gesetzliche Rente sei die sicherste Altersvorsorge, hat sich intellektuelles Beileid redlich verdient…”, so das map-fax wörtlich.

Damit wird wieder einmal deutlich: Wer nicht selbst handelt und privat vorsorgt, ist einem System ausgeliefert, das mit einer Vielzahl von Problemen zu kämpfen hat.


Kommentare für diesen Artikel (10)

  1. Wolfgang, 5. November 2010 um 11:18 Uhr

    Sehr geehrter Herr Lach,
    Die gesetzliche Rentenversicherung ist in ihrer Sicherheit der einer privaten Rentenversicherung gleich zu stellen. Kennen Sie etwas sichereres ? Sie meinten doch Sicherheit und nicht die Höhe einer Rentenleistung, oder ?

  2. , 5. November 2010 um 16:08 Uhr

    @ Wolfgang

    Ja natürlich, denn wenn die Rente und damit der Staat insgesamt ausfällt, dürfte auch sonst nicht mehr viel übrig bleiben.

  3. Wolfgang Stadler, 5. November 2010 um 16:35 Uhr

    Heissen Sie Wolfgang oder Norbert? Die Renten sind sicher, das ist richtig. Aber im Gegensatz zu privaten Rentenversicherungen sind die Rentenhöhen beim Staat nicht sooo sicher und deren Renditen zum Haareraufen.

    Ich weiss, dafür bekommt man ja auch die Absicherung gegen Erwerbsunfähigkeit und Reha und so weiter… das macht´s aber auch nicht besser.

    ergo: “DIE RENDE IS SICHSCHÄ”. N. Blüm 🙂

  4. Joachim Trapp, 5. November 2010 um 19:56 Uhr

    Herr Blüm hatte schon recht mit seinem Satz:

    Die Rente ist sicher……..

    ……..aber er hatte etwas vergessen !

    Das Komma und den Nachsatz:
    , nur die Höhe nicht.

    An der Größe des Politikers lag es sicher nicht ;-),
    aber was man manchmal vermisst in der Politik ist die Weitsicht.

    Sozialversicherungspolitik ist inzwischen wie Straßenbau, statt eines neuen Belages immer wieder nur Löcher stopfen.

    Viele Grüße
    Joachim Trapp
    joachim.trapp@dvag.de
    0172-3639007

    PS: Komma und Koma liegen bei der gesetzlichen Rentenversicherung gar nicht so weit auseinander.

  5. Harri Schultze, 6. November 2010 um 11:25 Uhr

    Einmal mehr verweise ich auf meine Lieblingsseite beim Bundesamt für Statistik: die animierte Alterspyramide (Bevölkerungsvorausberechnung)

    http://www.destatis.de/bevoelkerungspyramide/

    (wohlgemerkt: Es handelt sich um eine Berechnung auf Basis der Daten die heute feststehen. Faktenbasis also, die wertfrei hochgerechnet wird)

    Wer sich das ansieht, der weiß warum eine “umlagefinanzierte Rente” in Zukunft nicht mehr funktionieren kann. Von “sicher” oder gar “einer privaten Rente gleichgestellt” kann da keine Rede sein.

    Da werden Äpfel mit Birnen, also umlagefinanziert mit kapitalgedeckt verglichen.

    Mein Wunsch ist es, dass der Bevölkerung das sehr deutlich gemacht wird. Und das Sprüche wie “die gesetzliche Rente ist sicher” endlich so umformuliert werden, dass es der realität entspricht: “Eine Grundsicherung (Existenzminimum) ist im Sozialstaat sicher – mehr kann sich eine schrumpfende Bevölkerung nicht leisten”

    Harri Schultze
    Vermögensberater aus Willich

  6. Blogger U, 11. November 2010 um 17:35 Uhr

    Guten Abend,
    auch ich sehe die absolute Notwendigkeit der privaten Vorsorge!
    Keine Frage.
    Man darf aber trotzdem die gesetzlich. Rentenversicherung nicht schlecht reden.
    Immerhin hat Sie bereits Millionen Menschen den Ruhestand finanziert
    Sicher gibt es bessere “Anlageformen” aber diese beruhen auch auf einem völlig anderen System.
    Ob ihr( der DVAG) hochgelobter “premiumpartner” AachenMünchener allerdings der richtige Partner ist bezweifle
    ich.
    Vor allem nach dem katastrophalen Abschneiden im letzten Test der Wirtschaftswoche. Da zählt er zu den schlechtesten Gesellschaften.
    Gut scheint er nur für die DVAG zu sein

  7. Doris, 26. April 2011 um 08:04 Uhr

    ich habe richtig angst, dass ich mit meinen 21 jahren, später mal im alter nichts mehr von unserem vater staat bekomme. muss ich jetzt wirklich eine teure private vorsroge treffen?

  8. Tobias Bartelt, 26. April 2011 um 10:50 Uhr

    @ Doris

    Mit dieser Frage gehst du besser in ein persönliches Gespräch zu einem Vermögensberater in deiner Nähe.

    MfG

    Tobias Bartelt

  9. Christian Loose, 26. April 2011 um 11:53 Uhr

    Hallo Doris,

    Sie brauchen keine Angst zu haben, das Sie keine Rente mehr vom Staat bekommen.
    Nur die Höhe der staatlich Rente ist sehr fraglich!
    Deshalb ist Ihre Angst vor Altersarmut berechtigt und es ist notwendig, privat vorzusorgen.
    Clever ist, sich bereits mit jungen Jahren damit auseinander zu setzen, so wie Sie es gerade tun, denn der frühe Vogel fängt bekanntlich den Wurm.
    In diesem Fall heisst der “Wurm” Zinseszinseffekt, d.h. Sie können sich schon mit kleinen Beträgen eine stattliche Zusatzrente aufbauen.
    Das macht z.B. in einer Riester-Rente Sinn, da diese
    staatlich gefördert wird und noch weitere Vorteile bietet.
    Ob jedoch in Ihrem Fall eine Riester-Rente das passende Produkt ist oder nicht, hängt von Ihrer individuellen Situation ab.
    Am besten lassen Sie sich unverbindlich einen Vermögensberater ins Haus kommen, der Ihre jetzige Situation beleuchtet.
    Wenn Sie noch bei Ihren Eltern wohnen, sollten diese beim Gespräch anwesend sein, denn das wird Ihnen
    zusätzlich Sicherheit geben.
    Falls Sie in Berlin oder Brandenburg wohnen, können Sie mich gerne kontaktieren, z.B. per Mail unter christian.loose@dvag.de oder über Facebook.
    Falls Sie in einem anderen Teil Deutschlands wohnen, gehen Sie auf http://www.dvag.de/dvag/ und suchen Sie sich einen Berater in Ihrer Nähe.

    Alles Gute für die Zukunft wünscht

    Christian Loose

  10. Andreas Hermanns, 26. April 2011 um 13:30 Uhr

    Liebe Doris,

    Dass du im Alter noch was vom Vater bekommst ist sehr wahrscheinlich. Wie hoch der Betrag sein wird kann man dir aber nicht mit Sicherheit sagen.
    Fest steht dass die Zahl der Rentner die von der Rentenkasse leben müssen immer größer wird. Die Zahl der Leute die in diese kasse einzahlen wird dagegen leider nicht genauso schnell größer.
    Deine Chance eine Rente zu bekommen die deinen Lebensstandard halten kann ist daher verschwindend gering. Sieh dir zu diesem Thema bitte den Link von Harri Schultze an. (2 Beiträge über deinem.)
    Ich weiss aber auch, dass im jungen Alter aber jeder Euro mehr weh tut.
    Mein Tip: Setz dich mit einem guten Vermögensberater zusammen und lass dir ein Angebot genau auf deine Situation zugeschnitten geben. Oft muss das gar nicht so teuer sein.
    Ausserdem fällt es dir wenn du jetzt schon damit anfängst später umso leichter. Bei vielen Verträgen garantiert ein junges Eintrittsalter ein Leben lang einen günstigen Beitrag.
    Frei nach unserem Motto: Früher an später denken!

    Grüße

    Andreas