Junge Menschen und Geld

21. Oktober 2010 | 907 mal gelesen

Was machen junge Menschen in den ersten Berufsjahren mit ihrem Geld?

Einen lesenswerten Beitrag lieferte dazu in der FAZ vom 11.09.2010 Volker Looman, der gerade auch mit dem Medienpreis 2010 der AachenMünchener Versicherungen ausgezeichnet wurde.

Er beschreibt eine Situation, die weit verbreitet sein dürfte: Der junge Berufstätige hat dauerhaft sein Girokonto überzogen, nimmt eifrig die Kreditkarte in Anspruch und zahlt dafür hohe Zinsen. Er hat sich ein fremdfinanziertes Auto geleistet. Und zu guter letzt hat er eine Riester-Rente abgeschlossen und so das trügerisch gute Gefühl, etwas Sinnvolles für die Altersversorgung zu tun. So weit so gut – oder doch nicht?

Looman macht nun Vorschläge, die vielleicht nicht ganz realitätsnah, aber im Grunde völlig richtig sind: Er rät dem jungen Berufstätigen, die Schulden auf dem Girokonto zu tilgen, die Einräumung zur Überziehung zu streichen und die Kreditkarte zurück zu geben. Sodann rät er zum Verkauf des Autos und zur Rückzahlung des Kredites sowie zur Kündigung bzw. Beitragsfreistellung der Riester-Rente.

Stattdessen rät er dem jungen Menschen, per Dauerauftrag zu sparen und sich so – bei Verfügbarkeit entsprechender Mittel – wieder den Traum vom Auto zu erfüllen: nicht per Kredit, sondern gegen Barzahlung. Darüber hinaus empfiehlt er den dringend erforderlichen Abschluss der bei jungen Menschen oft nicht vorhandenen Haftpflichtversicherung und eine BU-Absicherung.

Wie gesagt: Zum Teil mutige Vorschläge, die aber ganz sicher dazu beitragen würden, dass sich die finanzielle Situation und die Grundabsicherung im geschilderten Fall deutlich verbessern würden. Vermögensplanung pur, also.


Kommentare für diesen Artikel (5)

  1. Uwe Dreyer, 21. Oktober 2010 um 14:35 Uhr

    Sicher interessante Gedankengänge, aber was spricht gegen die Riesterrente ???

    Herzliche Grüße an die Jugend 😉

  2. Tobias Bartelt, 21. Oktober 2010 um 15:05 Uhr

    @ Uwe Dreyer

    Im Prinzip nichts, denke ich zumindest. Allerdings sollte meiner Meinung nach erst eine BU und dann die Riester gemacht werden. Falls also nicht genug Geld für beides da ist, so würde ich wahrscheinlich genauso empfehlen wie Hr. Looman.

    Aber das weiss man immer erst nach einer intensiven Analyse.

    MfG

    Tobias Bartelt

  3. Ralf Gottfried, 21. Oktober 2010 um 16:53 Uhr

    In dem Beitrag war nichts gegen die Riesterrente gesagt, es sollte im ersten Fall bei der Tilgung von Schulden helfen. Was bringt eine Riesterrente wenn man das Geld dafür garnicht hat. Ein Mensch der mit Schulden auch seine Riesterrente bezahlt, dem wird die Vorsorge auch kein Spaß machen.

  4. Marcel H. Costin, 22. Oktober 2010 um 01:50 Uhr

    …aber mal ehrlich? Haben wir es den anders gelernt? Genau nach dem Prinzip bauen wir doch bei all unseren Kunden ein Vermögenskonzept auf!

    Nicht erst die hochprovisionierten Altersvorsorge- und Lebensversicherungen, sondern zuerst das sichere Fundament, sonst riskiere ich den Verlust eines Kunden und das bedeutet durchaus schnell eine Verzögerung in der Karriere. Wer bei der DVAG eine schlechte Beratungsqualität an den Tag legt, erhält Beförderungsstop und Leistungskürzung. Dann lieber sauber und sinnvoll arbeiten – und das ist hier, so weit ich es kennengelernt habe – ganz normal. Wer von einer Bank kommt, muss sich daran erst gewöhnen und wird es kaum glauben… .

    Auf die Reihenfolge was man zuerst haben sollte, kann kein Mensch von selber kommen, da er die Prioritäten und Gewichtungen gar nicht einschätzen kann. Das hat auch nichts damit zu tun ob jemand mit Geld umgehen kann oder nicht, oder ob er Betriebswirtschaftslehre & Wirtschaft bzw. Bankwesen studiert hat, oder nicht. Dazu müsste er alles das wissen was sich Vermögensberater in wöchentlich mehrstündigen Schulungen und Trainings aneignen und immer wieder diskutieren. BWL und Vermögensberatung ist ein Unterschied wie Steuerberater und Rechtsberater.

    Und mir bezahlt keiner Geld, dass ich lerne und trainiere und mir noch in meiner freien Zeit Zusatzseminare buche oder mir Abends und zwischen den Terminen noch aktuellste Schulungsfolien anschaue die ich mir in unserem Intranet herunterladen kann. Und auf die Art zu lernen macht Spaß! Je mehr ich lerne, desto mehr bin ich mein Geld wert und desto mehr kann ich verdienen. In welchem Beruf ist das überhaupt möglich?

    Wenn junge Menschen nun also im Umgang mit Geld so ihre Defizite haben, so gibt es mindestens zwei Gründe, zumindest mal nebenberuflich, bei der DVAG rein zu schnuppern. 1.) Um etwas über Geld zu lernen und sich in Zukunft selber beraten zu können. 2.) Das gelernte Wissen auch anderen Menschen zur Verfügung zu stellen und dafür ein Zusatzeinkommen erhalten.

    Unser Team bietet im Raum Köln/Düsseldorf genau so einen Schnupperkurs “Finanzwissen” an und drum suchen wir Unterstützung bei Menschen die das in Zukunft mit uns gemeinsam ausbauen! Für 2011 haben wir da etwas ganz besonders geplant.

    Mit besten Grüßen,
    Ihr/Euer Marcel H. Costin
    – Vermögensberater –

    Metropolregion
    Düsseldorf / Köln
    0177/7616059

  5. Hasi, 22. Oktober 2010 um 08:07 Uhr

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