Blick in die USA

1. Oktober 2010 | 931 mal gelesen

Gelegentlich ist ein Blick in die USA ganz interessant.

So beschäftigte sich eine Studie der US-Tochter der Allianz mit der Frage, wie es um die Altersversorgung der Bürger in den USA bestellt ist (siehe Versicherungsjournal vom 27.09.2010):

Die Frage, ob nach der Finanzkrise nun eine Rentenkrise zu erwarten sei, beantworteten 92 Prozent (!!!) der Befragten mit “Ja”. Bei Geringverdienern waren es 100 Prozent.

Viele US-Bürger glauben eher daran, vom Blitz getroffen zu werden, als dass der Staat seine Rentenzusagen verlässlich einhält. Die meisten der Befragten gehen davon aus, niemals wirklich in Ruhestand gehen zu können. Geht es um Vorsorge im Alter, ist nicht mehr – wie noch vor einigen Jahren – die Rendite das entscheidende Argument, sondern Sicherheit und Absicherung des Langlebigkeitsrisikos.

Ziemlich sicher wäre bei einer vergleichbaren Befragung in Deutschland das Bild nicht ganz so düster. Denn insbesondere die vielfältigen Formen staatlicher Förderung der privaten Altersversorgung, die es in den USA in dieser Form nicht gibt, haben dazu beigetragen, dass ein ansehnlicher Teil der Bürger in Deutschland sich im Alter nicht ausschließlich auf die staatliche Rente verlassen muss. Und weil diese Vorsorge in erster Linie über staatlich geförderte, private Rentenversicherungen erfolgt, ist auch die Sorge um das Langlebigkeitsrisiko sicherlich in Deutschland nicht ganz so ausgeprägt wie in den USA. Als Marktführer in der Riester-Rente, der Rürup-Rente und in der fondsgebundenen Lebens- und Rentenversicherung haben wir als DVAG unseren Beitrag dazu geleistet.

Kurzum: Die USA haben es versäumt, so wie in Deutschland frühzeitig die Menschen durch steuerliche Vorteile oder sonstige staatliche Vergünstigungen zu privater Altersversorgung mit Hilfe privater Rentenversicherungen zu motivieren. Stattdessen wurde die Anlage in Aktien favorisiert oder das Geld wurde – ohne die hierfür notwendige wirtschaftliche Basis – in den Kauf der eigenen vier Wände investiert. Das düstere Stimmungsbild erstaunt deshalb nicht.


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Kommentare für diesen Artikel (2)

  1. Michael Miedl, 1. Oktober 2010 um 11:26 Uhr

    Hallo liebe Blogger,

    nun mal ehrlich – kann ich viel von Amerika lernen?
    Können keine g´scheiten Autos bauen, keine stabilen Häuser,
    keine Maschinen, usw. 🙂
    Eine Sache imponiert mir dann allerdings doch immer wieder:
    Der Optimismus und die Aufbruchstimmung, welche “dort drüben”
    letztendlich zum Lösen mancher Probleme gut sind.
    Beim sensiblen Thema Rente bin ich allerdings nicht ganz sicher.
    Aber wie sagte schon der US-Schriftsteller Napoleon Hill:
    “Ein Optimist findet immer einen Weg, ein Pessimist immer eine Sackgasse.”

    Viele Grüße aus Schönwald in Oberfranken.

    Michael Miedl

  2. Frank Schmidt, 5. Oktober 2010 um 19:41 Uhr

    Für den, der nicht vorgesort hat, empfehle ich aus 3 Gründen mit 65 einen Banküberfall. (Bitte niemanden verletzen dabei, ganz wichtig!!)

    1. Es wird erfahrungsgemäß keiner geschädigt, denn die Banken verzockten doch in der Vergangheit mehr, als je geraubt wurde. Im Gegenteil, dass was geraubt wurde, ist ja noch irgendwo da. Es ist schließlich nur das Geld verschwunden, was in der Bank blieb.

    2. Klappt es, hat er ausgesorgt bis zum Lebensende.

    3. Klappt es nicht, hat er auch ausgesorgt, auch bis zum Lebensende.

    Ist das nicht eine klassische Win-Win-Situation?
    Ich hoffe, Ihr nehmt das jetzt nicht all zu ernst.

    MfG
    Frank Schmidt