“Sandwich-Generation”

28. September 2010 | 1.190 mal gelesen

“Sandwich-Generation”,

so wird die Generation der heute 35- bis 55-Jährigen genannt. Denn diese Generation ist es, die in besonderem Maße davon betroffen sein wird, nicht nur für sich selbst und die eigenen Kinder, sondern auch für die Eltern sorgen zu müssen, insbesondere dann, wenn letztere pflegebedürftig werden. So die Welt am Sonntag vom 19. September 2010.

3.000 Euro kostet im Schnitt die Unterbringung in einem günstigen Pflegeheim. Reicht das Geld nicht, springt die Sozialhilfe ein, doch die nimmt unmittelbar die Kinder des Pflegebedürftigen in Anspruch. Und zwar nicht nur mit dessen Einkommen, sondern auch mit dem erarbeiteten Vermögen.

Für beides gibt es zwar Freigrenzen, die nicht gepfändet werden können. Doch alles, was darüber hinaus geht, muss zur Finanzierung der Pflegekosten zur Verfügung gestellt werden. Dies trifft im Übrigen auch Schwiegersöhne und -töchter, die so für die Pflegekosten der Schwiegereltern in Anspruch genommen werden.

Deshalb der abschließende Rat in der Welt am Sonntag: “Viel Ärger sparen sich Eltern und Kinder, wenn sie eine private Pflegeversicherung abschließen. Diese sollte wenn möglich bis zum 40. Lebensjahr abgeschlossen werden, weil die Policen dann noch vergleichsweise günstig sind.”

Gerne hilft hierbei Ihr Vermögensberater der DVAG Deutsche Vermögensberatung mit den Produkten unseres Premium-Partners Central Krankenversicherung. Falls Sie noch keinen haben: Hier finden Sie ihn.


Kommentare für diesen Artikel (18)

  1. Harri Schultze, 28. September 2010 um 10:22 Uhr

    Ein Thema, das die “Sandwich-Generation” in den nächsten Jahren und Jahrzehnten quasi überrollen wird.

    Wer sich das einmal vor Augen führen möchte, dem empfehle ich die animierte Alterspyramide des statistischen Bundesamtes:

    http://www.destatis.de/bevoelkerungspyramide/

    Hier wird sehr schön veranschaulicht, dass zukünftig sogar 2 Generationen (Eltern und Großeltern – bei Juppi Heesters wären es sogar fast 3 Generationen) im Ruhestand sind, während die eigenen Kinder ja auch noch kein Erwerbseinkommen haben. Hinzu kommt das steigende Risiko der Pflegebedürftigkeit mit hoher Lebenserwartung.

    Auf die “Sandwichs” kommt also ein echter Kraftakt zu, der allein aus den umlagefinanzierten Sozialsystemen nicht gehoben werden kann.

    Eigenverantwortung ist das Gebot der Stunde. Denn mit besonnener Analyse und Planung lässt sich auch diese Herausforderung meistern, wenn eines bedacht wird:

    “Früher an Später denken”

    Harri Schultze
    Vermögensberater aus Willich

  2. Thomas, 28. September 2010 um 20:51 Uhr

    Das Problem ist doch aber ganz einfach, dass das alles eine Frage des Geldes ist. Ich für meinen Teil bin haarscharf an der Grenze was von der Arge zu bekommen und komme grad mal so über die Runden.

    Nein, dem Unternehmen woe ich arbeite geht es gut – aber Lohnerhöhungen? Nein das geht nicht!

    Es wird immer mehr PRIVAT auf den Bürger abgewälzt (Berufsunfähigkeit, Sterbegeld, Pflegezusatz, Altersvorsorge, Zähne, Brille …), die gesetzlichen Leistungen sinken und die Beiträge steigen.

    Es wird als selbstverständlich hingenommen, dass die Bürgerinnen und Bürger das einfach mal so aus dem Ärmel schütteln und der Staat ist das Problem los.

    Man kann doch nicht nur für Versicherungen arbeiten gehen.

    Ich würde kein Problem damit haben, wenn man sagen würde: So, die Beiträge zur ehemals GRV bekommt ihr ausgezahlt – macht was draus und wer nichts macht, hat Pech.

    Pflegezusatz, BU, bestimmte Krankenzusatzversicherungen und auch Risikoleben kann ich wegen einiger nicht unerheblicher Vorerkrankungen nicht abschließen.

    Versucht habe ich das schon. Entweder werden diese Risiken ausgeschlossen oder ich hätte soviel zahlen müssen, dass ich es mir nicht hätte leisten können.

    Auch wenn das vielleicht einige jetzt nicht verstehen können, aber ich bin es leid, dass zwar private Vorsorge verschiedenster Arten empfohlen werden, aber man schlicht nicht reinkommt.

  3. Harri Schultze, 29. September 2010 um 00:22 Uhr

    @Thomas

    Sie haben Recht, immer mehr soziale Absicherungen werden in den Bereich der Eingenverantwortung übertragen.
    “die Leistungen sinken und die Beiträge steigen” – wer sich die Alterspyramide ansieht, der weiss warum.

    Keinesfalls ist der Staat damit “das Problem los”, denn was dem Staat (also uns allen) droht, ist eine Massenaltersarmut. Sozialhilfe (Grundsicherung) für Massen von Rentnern aus Steuern finanziert.

    Der Staat (also wir alle) hat also ein riesiges Interesse daran, dass möglichst viele Menschen den Auftrag der Eigenverantwortung annehmen und sich mit Riester, Rürup und bAV dabei helfen lassen.

    Wenn Sie mich fragen, wird es in Zukunft vergleichbare Modelle auch in Sachen Pflege- und Gesundheitsvorsorge geben müssen.

    Die Auszahlung geleisteter GRV Beiträge klingt charmant, scheitert aber mangels Masse im umlagefinanzierten System.

    Gesundheitsprüfungen – die Absicherung von Lebensrisiken ist in der Tat nur dann problemlos möglich, wenn es keinen Befund gibt.
    Ein Grund mehr, die Dinge so früh wie möglich zu regeln.

    Der ein oder andere Ausschluß oder Risikozuschlag darf aber nicht zur Resignation führen. Beitragszuschläge lassen sich ggf. kompensieren und wo eine “Vollkasko” nicht mehr möglich ist, da ist ggf. die “Teilkasko” sinnvoll.

    Niemand soll nur für Versicherungen arbeiten – da haben Sie Recht, das ist nicht sinnvoll.

    Daher ist eine genaue Analyse der IST-Situation und der Wünsche und Ziele Grundvoraussetzung für ein bedarfsgerechtes Absicherungs- und Vorsorgekonzept. Niemanden treffen alle Lebensrisiken in gleichem Maße, pauschalierte Aussagen sind aus diesem Grunde auch nicht sinnvoll.

    Ein individuelles bedarfsgerechtes Konzept orientiert an den Wünschen und Zielen sowie der tatsächlichen Situation des Kunden, das ist die Dienstleistung eines Vermögensberaters bei der Deutschen Vermögensberatung.

    Harri Schultze
    Vermögensberater in Willich

    P.S. Jetzt ist mir doch hinsichtlich Ihres Arbeitgebers nichts mehr eingefallen – “fast” – für jemanden der so interessiert am Thema ist wie sie – wie wäre es damit: http://www.dvag-berufschancen.de/

  4. Frank Schmidt, 29. September 2010 um 08:38 Uhr

    Hallo Thomas,

    Deine grundsätzliche Feststellung stimmt schon. Doch auch mein Vorredner, Harry Schulze, hat Recht.

    Bedenke aber, die von Dir genannten “schlechten Aussichten”, bringen auch Positives mit sich. Die Älteren werden mehr, bedeutet ja auch, die arbeitsfähige Bevölkerung wird weniger. Das sollte fast zu Vollbeschäftigung führen. Zusätzlich werden um die ältere Generation jede Menge Arbeitsplätze entstehen.

    Zur persönlichen Situation. Auch hier sehe ich es, wie Harry Schulze. Werde mit Dir einig, was Du willst. Und da wo Du nicht weiter weißt, laß Dir von einem Fachmann helfen. Und wenn Du EINEM Fachmann nicht vertraust, frag’ bei mehreren an.

    MfG
    Frank Schmidt

  5. Thomas S., 29. September 2010 um 20:13 Uhr

    @ Thomas

    Sie schreiben: „Pflegezusatz, BU, bestimmte Krankenzusatzversicherungen und auch Risikoleben kann ich wegen einiger nicht unerheblicher Vorerkrankungen nicht abschließen.“

    Ohne jetzt detailliert zu wissen um welche Vorerkrankungen es sich handelt, würde ich Ihnen empfehlen, einen versierten Versicherungsmakler aufzusuchen. Der kann zwar aus einem Kranken keinen Gesunden machen, hat aber durch die Vielzahl bzw. Auswahl der Versicherungsgesellschaften weitaus mehr Möglichkeiten als ein gebundener Vermittler. Es gibt nämlich durchaus Gesellschaften, die keine oder vereinfachte Gesundheitsfragen stellen.

    @ Herr Dr. Lach

    Sie schreiben: „…Gerne hilft hierbei Ihr Vermögensberater der DVAG Deutsche Vermögensberatung mit den Produkten unseres Premium-Partners Central Krankenversicherung.“

    Also für mich persönlich wäre der Pflegetagegeldtarif EPTN (egal ob nun 1 oder 2) der Central nicht unbedingt erste Wahl wenn es um die Absicherung der Pflegekostenlücke ginge. Ich möchte Ihnen auch sagen warum:

    1. Keine Leistung bei Demenz!
    2. Keine Beitragsbefreiung im Leistungsfall!
    3. Keine individuelle Auswahl der Pflegestufen!
    4. Kein Verzicht auf Wartezeiten (3 Jahre Wartezeit)!
    5. Keine vereinfachten Gesundheitsfragen!
    6. Keine Assistanceleistungen!
    7. unterschiedliche Leistungen bei ambulanter und stationärer Pflege!
    8. im Marktvergleich mir persönlich zu teuer!

    Im Übrigen ist die Pflegetagegeldversicherung nicht die einzige Möglichkeit der Absicherung der Pflegekostenlücke. Die Versorgungslücke ließe sich auch über eine Pflegekosten− oder Pflegerentenversicherung schließen, wobei die Pflegerentenversicherung unter dem Strich zweifelsohne die teuerste Variante unter den Pflegezusatzversicherungen ist.

    Jeder Mensch ist anders, die Bedürfnisse auch. Daher kann es den besten Tarif oder die beste Pflegezusatzversicherung nicht geben. Mit einem entsprechenden Experten sollte der Kunde den für sich passenden Tarif finden. Dazu müssen zunächst jedoch die Kundenanforderungen und -wünsche geklärt werden.

    Und genau da ist der Vermögensberater eben nicht erste Adresse. Vielmehr sollte sich der Kunde an einen kompetenten und unabhängigen Versicherungsmakler wenden.

    Wo man seine private Pflegezusatzversicherung abschließt bleibt schlussendlich immer dem Versicherungsnehmer überlassen, doch der Abschluss bei einem Makler hat gegenüber dem Versicherungsvertreter (und als solcher zählt auch der Vermögensberater), der nur für einen Versicherer tätig ist, Vorteile und dies auch bei der Haftung.

  6. , 30. September 2010 um 00:03 Uhr

    @ Thomas S.

    Ganz ehrlich: es fällt mir ausgesprochen schwer, ihren Kommentar frei zu schalten, da Sie erneut in die ideologisch geführte Diskussion “Makler besser als Rest der Welt” einsteigen. Dieses Argument wurde hier im Blog bereits zigfach widerlegt, deshalb ist diese Diskussion inzwischen – Sie verzeihen mir – extrem langweilig. Die Diskussion ließe sich auch ewig fortführen: So kann z.B. kein Makler die neue Vermögenssicherungspolice anbieten, mit Sicherheit derzeit der beste Rundumsschutz am Markt. Dieses Produkt gibt es exklusiv nur bei unseren Vermögensberatern.

    Machen wir es doch einfach so: Werden Sie glücklich mit Ihrem Makler und verschonen Sie uns mit weiteren Provokationen in diese Richtung. Vielen Dank!!

  7. Wolfgang Stadler, 30. September 2010 um 09:45 Uhr

    ein bisschen dumm ist der Beitrag von Herrn S. übrigens auch, da wir nicht nur Pflegeprodukte bei der Central machen können. Auch unser Partner AM Leben bietet hervorragende Pflegetarife an. Im Übrigen sogar einen Pflegeoptionstarif, bei dem der Kunde erst zu einem bestimmten Termin ohne erneute Gesundheitsprüfung entscheidet, ob er eine Pflegeversicherung haben möchte.

    Lieber Thomas S. – die Aussage, dass wir nur für einen Versicherer tätigt sind, stimmt in diesem Zusammenhang leider gar nicht.

    Und Ihre Argumentation – ich verweise hier auf Dr. Lach – langweilt mich mittlerweile auch. Wir möchten hier offen diskutieren, ihr Ziel ist Diskreditierung – fast dasselbe Wort 🙂

  8. Ralf Gottfried, 30. September 2010 um 11:21 Uhr

    Herr S. ich als noch junger Vermögensberater stelle ich mir die Frage ob Gesellschaften die keine oder nur wenige Gesundheitsfragen stellen,im Leistungsfall top Leistungen haben und auch bezahlen können (auch auf längerer Sicht). Wie lange sind diese Gesellschaften schon auf dem Markt, die so eine Annahme möglich machen?
    Es ist ja anzunehmen das eine Gesellschaft die jeden aufnimmt,egal welche Krankenheiten er schon hat,irgendwann die Kosten nicht mehr tragen kann. Dann ist die Frage, was mit den passiert die in diese Gesellschaft lange eingezahlt haben und nun nichts mehr bekommen,weil die Gesellschaften zahlungsunfähig sind.
    Unsere Gesellschaften wissen das sie mit ihren Gesundheitsfragen den einen oder anderen verschrecken aber dadurch halten sie die Kosten stabil und sind und bleiben Zahlungsfähig.

    Makler sind nicht besser oder schlechter als wir Vermögensberater,dass steht schonmal fest. Wir als Vermögensberater versuchen dem Kunden aber schon frühzeitig gegen mögliche Risiken abzusichern um so Vermögen weiter aufzubauen. Wir denken halt früher an Später und nicht erst wenn es schon passiert ist.

  9. Wolfgang Stadler, 30. September 2010 um 12:29 Uhr

    Sehen Sie, Herr Gottfried, genau das ist der Punkt. Ob Leistungen auf Dauer so eingehalten werden.

    Gestern hatte ich ein Gespräch mit einem Interessenten bzgl. Zahnersatzversicherung. Ihm liegt ein Angebot der DKV vor, Kinder zahlen bis 20 Jahre 1 Euro bei 85% Absicherung. Danach 15 Euro mtl.

    Das Beste: besteht ein Vorvertrag, entfällt die Wartezeit und die Zahnstaffel.

    Ich frage mich nur, ob das Kundenfang ist – wie soll das dauerhaft funktionieren?

  10. Thomas S., 30. September 2010 um 16:19 Uhr

    @ Herr Dr. Lach,

    Zunächst einmal vielen Dank für Ihre offenen Worte, die ich allerdings nicht unkommentiert lassen möchte.

    Sie werfen mir Provokation ala’ „Makler besser als Rest der Welt“ vor. Herr Dr. Lach, wer austeilt sollte auch einstecken können bzw. wer im Glashaus sitzt sollte besser nicht mit Steinen werfen. Sie provozieren doch auch oft genug, auch in Richtung der Maklerschaft. Sie sehen doch jede (Gesetzes-) Änderung als ultimativen Vorteil für die DVAG.

    Nur mal einige Beispiele:

    – Artikel vom 25.08.2010: Maklerkunden mit Nachteil
    – Artikel vom 28.06.2010: Unabhängigkeit des Maklers
    – Artikel vom 15.03.2010: DVAG unschlagbar
    – Artikel vom 14.12.2009. Vermögensberater überlegen

    Sie schreiben selbst in Ihrer Headline: „Wir freuen uns, dass Sie hier sind. Informieren Sie sich aus erster Hand über die DVAG und diskutieren Sie mit uns über aktuelle Themen.“ Eine Diskussion lebt nun einmal von unterschiedlichen Meinungen.

    Vieles von dem was Sie schreiben sehe ich persönlich vollkommen anders und in einem offenen Blog, in dem Diskussionen ausdrücklich gewünscht sind, werde ich auch weiterhin meiner persönliche Sicht der Dinge mitteilen, auch auf die Gefahr hin, dass ich Sie langweile.

    Wenn ich der Ansicht bin, dass der Pflegetagegeldtarif EPTN der Central keine optimale Absicherung der Pflegekostenlücke darstellt, dann ist das meine ganz persönliche Meinung die ich auch vertreten darf, zumal ich diese ja auch mit entsprechenden Argumenten unterlegt habe.

    Ich frage Sie, welche Punkte sollen denn im Kundengespräch geklärt werden, wenn nicht die die ich angesprochen habe? Leistung bei Demenz, Beitragsbefreiung im Leistungsfall, individuelle Auswahl der Pflegestufen, keine Wartezeit, dass sind doch genau die Punkte, die die Kunden draußen vielfach interessieren!

    Im Übrigen, was die neue Vermögenssicherungspolice und den neuen Kfz-Tarif der AachenMünchener anbelangt – da muss ich neidlos anerkennen – die sind top. Sie sehen es fällt mir nicht schwer, auch gutes zu benennen.

    @ Wolfgang Stadler

    So dumm wie Sie schreiben ist mein Beitrag gar nicht Herr Stadler. Selbstverständlich ist mir bekannt, dass die DVAG neben der Pflegetagegeldversicherung der Central noch die Pflegerentenversicherung der AML im Portfolio hat. Da im betreffenden Blog-Beitrag nur von der Central die Rede war, habe ich mich auch nur darauf bezogen.

    Was die von Ihnen genannten Pflegerentenversicherung anbelangt, so lässt sich dazu ganz allgemein sagen: Die Pflegerentenversicherung führt bislang noch ein Nischendasein. Rund 17 000 Verträge wurden in 2009 abgeschlossen. Es gibt nur eine Hand voll Anbieter dieses Produkts. Die Pflegerentenversicherung ist i. d. R. zu teuer, da ebenso wie bei Lebensversicherungen Kapital angespart werden muss. Dies verteuert das Produkt unnötig.

    Bei der Pflegerente erhält der Versicherte im Ernstfall eine fest vereinbarte Monatsrente. Auch dieses Geld kann frei verwendet und sowohl für Pflege− als auch für Serviceleistungen ausgegeben werden. Ähnlich wie beim Tagegeld wird die volle Pflegerente meist erst ab Pflegestufe III gezahlt. In Pflegestufe I und II gibt es entweder gar keine oder nur Teile der Pflegerente.

    Allerdings werden bei der Pflegerente sowohl der Beitrag als auch der Leistungsumfang und die Leistungsbedingungen bei Vertragsabschluss festgeschrieben. Das bedeutet: Im Gegensatz zur Tagegeld− und der Kostenpolice ist die Pflegerente beitragsstabil. Dafür müssen die Kunden aber hinnehmen, dass bei einer Pflegerentenversicherung auch die Leistungen am Tag des Vertragsschlusses „festgeschrieben” werden. Das gilt zumindest, wenn die Leistungsprüfung nur nach dem gesetzlichen Recht, also dem Sozialgesetzbuch erfolgt. Praktisch könnte somit, wenn der Gesetzgeber die Leistungen ausweitet, keine Leistung aus der privaten Pflegerente erfolgen, obwohl der Versicherte eine gesetzliche Pflegestufe erhält.

    Die Pflegerente ist ein sehr junges Produkt. Noch gibt es wenige Anbieter und die Preise sind relativ hoch.

    Unter dem Strich ist die Pflegerente aber zweifelsohne die teuerste Variante unter den Pflegezusatzversicherungen − und zwar ohne signifikant bessere Leistungen zu bieten. Vorsorgewillige sollten daher sorgfältig prüfen, ob sich der Vertragsabschluss lohnt. Das gilt insbesondere für Frauen, die hier besonders teuer zur Kasse gebeten werden. So müsste eine 35jährige für eine Pflegerente von 1.500 Euro bei einem guten Anbieter rund 70 Euro Monatsbeitrag zahlen. Diese Versorgungslücke lässt sich aber schon für ein Viertel des Pflegerentenbeitrags über eine Pflegekosten− oder Pflegetagegeldpolice schließen.

    Herr Stadler, Sie schreiben: „Im Übrigen sogar einen Pflegeoptionstarif, bei dem der Kunde erst zu einem bestimmten Termin ohne erneute Gesundheitsprüfung entscheidet, ob er eine Pflegeversicherung haben möchte.“

    Bei einem solchen Optionstarif stelle ich mir persönlich immer die Frage nach dem Haken.

    Der Nachteil des Optionstarifes dürfte doch wohl sein, dass die AML nicht garantiert, dass die Ablaufleistung der Rentenversicherung reicht, um den Einmalbeitrag für die Pflegerentenversicherung zu bezahlen. Es kann passieren, dass die Verzinsung in der Ansparphase schlechter ausfällt als ursprünglich kalkuliert. Zusätzlich können die Beiträge zur Pflegerentenversicherung zwischenzeitlich erhöht werden. Trifft beides zusammen, muss der Kunde im ungünstigsten Fall mehrere Tausend Euro nachzahlen, um in die Pflegerentenversicherung hineinzukommen. Außerdem gibt es vor Ausübung der Option keine Pflegerente, auch wenn der Versicherte dann schon pflegebedürftig wird oder ist.

    @ Herr Ralf Gottfried

    Ich habe nicht behauptet, dass es Gesellschaften gibt, die keine Gesundheitsfragen stellen. Gesundheitsfragen sind i. d. R. immer zu beantworten. Es macht aus meiner Sicht aber einen erheblichen Unterschied (gerade für Interessenten mit Vorerkrankungen), ob ich vollumfängliche Gesundheitsfragen ala’ Berufsunfähigkeits-, Risikolebens- oder Privaten Krankenvollkostenversicherung beantworten muss oder ob vereinfachte Fragen gestellt werden, wie z. B.

    Besteht Pflegebedürftigkeit oder wurden jemals Leistungen aus der gesetzlichen oder privaten Pflegeversicherung beantragt?

    Wurde jemals ein Antrag auf Erwerbsunfähigkeit gestellt?

    Sind Sie schwerbehindert? Wenn ja, in welchem Grad?

    Ich versichere, dass für die zu versichernden Personen in den letzten 5 Jahren vor Antragstellung keine Diagnose zu einer der nachfolgend aufgeführten Krankheiten gestellt wurde (nur ankreuzen, wenn eine der Diagnosen gestellt wurde):

    Demenz, Alzheimer, Creuzfeld-Jacob, krankhafte Hirnleistungsstörung, HIV-Infektion, Parkinson-Krankheit, Hirntumor, Chorea Huntington, Krebserkrankungen, Multiple Sklerose, Diabetes Mellitus, Schlaganfall, Leberzirrhose, Osteoporose, Morbus Bechterew, Querschnittlähmung, Kinderlähmung, etc.

    Merken Sie den Unterschied, wo bei umfangreichen Gesundheitsfragen schon der Bluthochdruck im besten Fall nicht unproblematisch ist oder sogar zur Ablehnung führen kann, erfolgt im Falle des o. g. Antrags mit vereinfachten Gesundheitsfragen eine glatte Annahme.

    Sie schreiben weiter: „Makler sind nicht besser oder schlechter als wir Vermögensberater, dass steht schon mal fest. Wir als Vermögensberater versuchen dem Kunden aber schon frühzeitig gegen mögliche Risiken abzusichern um so Vermögen weiter aufzubauen. Wir denken halt früher an Später und nicht erst wenn es schon passiert ist.“

    Glauben Sie allen Ernstes, das macht ein guter Makler nicht? Der Makler ist dazu verpflichtet, Leistungslücken beim Kunden zu erkennen, zu benennen und dem Kunden eine Lösungsmöglichkeit zu unterbreiten.

    Der Bundesgerichtshof definierte im Sachwalterurteil bestimmte Pflichten für den Versicherungsmakler. Demnach hat der Versicherungsmakler eine Aufklärungs- und Beratungspflicht bei vertraglich vereinbarten Tätigkeiten.

  11. Michael Miedl, 30. September 2010 um 18:18 Uhr

    Hallo liebe Blogger,

    oftmals denke ich, manche Menschen haben ganz schön viel Zeit, um hier ganze Romane zu schreiben.
    Ich geh´in der Zwischenzeit zu Euren Kunden, und tschüssss. 🙂
    (Spässle g´macht)

    Viele Grüße aus Schönwald in Oberfranken.

    Michael Miedl

  12. Andrea, 30. September 2010 um 22:05 Uhr

    @ Thomas S. ,

    sehr gern würde ich Ihnen einige Fragen bezüglich Ihrer zwei letzten Beiträge hier im Blogg stellen. Das Einzige was mich jedoch davon abhält sind Ihre
    eeeeeeeeewwwwwwwiiiiiiiiiiiiiig langen Kommentare bei der Beantwortung.

    Davon habe ich mittlerweile genug und augenscheinlich viele meiner Kollegen auch. Desswegen lasse ich es jetzt und werde auf Ihre Kommentare nicht weiter eingehen.

    Trotzdem ist es immer wieder erstaunlich welch enormes Mitteilungsbedürfnis Sie anscheinend haben.

    Das macht einen Blogg auf Grund der Länge von manchen Beiträgen nicht gerade interessanter.

    An alle Blogger viel Spaß bei’m arbeiten und ein schönes und sonniges Wochenende wünscht

    Andrea

  13. Andrea Brunke, 30. September 2010 um 22:43 Uhr

    Lieber Thomas S.
    Als ich die ersten Beitrage von Ihnen gelesen hatte, gab ich Ihnen Recht dass es ganz schon Disziplin kostet, in alle Richtungen vorzusorgen. Nur das geht ja jetzt von ein Thema ins Andere… Sie sagen ihr Geld reicht grad so, wenn ich’s richtig verstanden hab?

    Nutzen sie doch die Zeit für einen 2.Job (den viele haben) als hier alles zu kommentieren und über eine fantastische Dienstleistung zu urteilen die Sie gar nicht kennen ! ;o)

  14. Wolfgang Stadler, 1. Oktober 2010 um 08:49 Uhr

    @ Andrea – das ist ein anderer Thomas ;-)…

  15. Thomas, 1. Oktober 2010 um 16:47 Uhr

    @Andreas

    Es hat nichts mit Disziplin zu tun, es hat was mit dem

    a.) leisten können

    und

    b.) überhaupt versichert zu werden zu tun.

    Ich arbeite im Schnitt 45 Stunden die Woche und habe keine Zeit und Lust mehr auf einen Nebenjob. Nach der Arbeit bin ich erledigt.

    Ich komme auch mit meinem Geld hin, allerdings einen 2. Job zu suchen, damit ich dann alle möglichen Versicherungen / Vorsorge (so ich sie bekomme) betreibe, ist auch nicht im Sinne des Erfinders.

  16. Claudia Müller, 1. Oktober 2010 um 19:37 Uhr

    Ein Bundesverdienstkreuz gibt es noch nicht für 45 Stunden Arbeit die Woche… ;-). Solange es noch für romanähnliche Beiträge in diesem Blog reicht und die Energie vorhanden ist, der Angst vor einem Mitbewerber so Ausdruck zu verleihen, ist noch Luft nach oben vorhanden. Die Stärkung des eigenen Selbstbewusstseins führt zu mehr Souveränität, Herr S. (oder Thomas mit Datenschutz-S?).

    Ein erholsames Wochenende für Sie… 🙂

  17. Tobias Kugler, 1. Oktober 2010 um 20:00 Uhr

    @ Thomas S.

    (für meinen Geschmack als Blogbeitrag etwas zu lang…sry)

    Aber trotzdem danke für das VSP und KFZ Kompliment 🙂
    Wir freuen uns auch solche Top-Produkte zu haben!!

    Viele Grüße vom Vermögensberater aus Bad Waldsee
    Tobias Kugler

  18. Thomas, 2. Oktober 2010 um 09:24 Uhr

    @Claudia

    Sie bringen da was durcheinander.

    Thomas und Thomas S. – wenn sie die Beiträge mal vergleichen, dann werden Sie sehen, dass ich nichts mit Versicherungen zu tun habe.

    Ich bin Thomas – sie können mich aber auch Thomas L. nennen, denn lange ist mein Nachname.