Beratung insgesamt durchwachsen

23. September 2010 | 1.245 mal gelesen

Erneut wurde die Beratungsqualität in Banken und Sparkassen getestet, dieses mal vom Deutschen Institut für Service-Qualität (siehe Bericht in der Welt am Sonntag vom 29. August 2010, Seite 44).

Getestet wurden 15 Sparkassen und Banken im Rahmen von insgesamt 555 Testkontakten.

Wie schon bei anderen Tests waren auch bei diesem die Ergebnisse “insgesamt durchwachsen”, so die WamS. “Vor allem die finanzielle Situation der Kunden wurde nicht ausreichend analysiert”, so der Geschäftsführer des Marktforschungsinstituts. Bei einigen Beratungsgesprächen offenbarten sich gravierende Wissenslücken.

Bemerkenswert: Auf dem vorletzten von 15 Plätzen landete die Targobank, die sich als ehemalige Citibank erst vor kurzem diesen neuen Namen gab, mit dem Ziel, die Beratungsqualität von da an deutlich zu steigern.

Alles in allem zeigt auch dieser Test wieder, dass die Bankberatung noch weit entfernt ist von dem, was Vermögensberater der DVAG ihren Kunden bieten: Eine ausführliche Analyse der finanziellen Situation, eine Vermögensplanung, die sich an den Zielen und Wünschen des Kunden orientiert und ein erstklassiges Allfinanz-Produktangebot führender Adressen der Finanzbranche – das alles verbunden mit bestem Service.


Kommentare für diesen Artikel (10)

  1. Michael Miedl, 23. September 2010 um 10:40 Uhr

    Hallo liebe Blogger,

    angesichts dieser immer wiederkehrenden Ergebnisse wird es mir auch nach 16 Jahren DVAG nicht bange um meine zukünftige Arbeit.
    Vielmehr denke ich, dass diverse Institute nie kapieren, dass die Beratungsqualität nur ohne Produktvorgaben verbessert werden kann.
    Auch die Tatsache, sich auf wenige, dafür aber leistungsstarke Partnergesellschaften zu konzentrieren, hilft ungemein weiter.

    Viele Grüße aus Schönwald in Oberfranken.

    Michael Miedl

  2. Ralf Gottfried, 23. September 2010 um 18:12 Uhr

    Ich denke das sich die Berichte über die Tests nie ändern werden, weil die Banken es nie ändern werden! Die Angestellten haben garnicht die Zeit dem Kunden/Menschen über die genaue finanzielle Situation zu fragen.
    Das ist das Gute bei der DVAG, wir nehmen uns Zeit und beraten unsere Kunden von Mensch zu Mensch.

    An der Häufigkeit der Werbung zeigt es sich doch wie jede Bank um ihr Image kämpfen muss. Solange ich Kunden und auch Vermögensberater bin (6 Jahren Kunde, 2 Jahre Vermögensberater) habe ich im Radio oder Fernsehen nur 2 mal die DVAG gesehen oder gehört ( im Zusammenhang mit unseren Partnern). Das schlimme ist dabei das diese Werbung ja auch Kosten verursachen die wenn man Qualität hat nicht in diesem Ausmaße machen muss.

    Leider gibt es immernoch Kunden die sich von der Werbung leiten lassen und deswegen immer wieder den Fehler machen.

    Aber für diesen Fall bin ich als Vermögensberater gefragt und in dieser Branche beratend zur Seite zu stehen.

  3. Marcel H. Costin, 23. September 2010 um 19:27 Uhr

    Hallo liebe Blogmenschen,

    als ich die DVAG vor 4 Jahren kennengelernt habe, dachte ich, “au backe, wenn das raus kommt wie hier gearbeitet wird, machen das sicher ganz schnell alle nach und das Alleinstellungsmerkmal ist dahin – bloß nicht zu viel drüber reden”.

    Ich habe mich seit dem viel mit der Branche und den Hintergründen befasst mir den Arbeitsablauf angesehen und mich dann vor wenigen Monaten dazu entschieden den Beruf auszuüben. Ich mache mir gar keine Sorgen, dass es im großen Stil kopiert wird, egal wie offen man drüber spricht.

    Es liegt am System und am Vertrauen in die Vermögensberater, welches erstmal aufgebaut werden musste. Ferner liegt es auch in der jahrzentelangen Erfahrung begründet. Dieses Gefühl und diese Denkweise in die Köpfe anderer, langjähriger Finanzberater zu bekommen ist sehr aufwendig und muss permanent gefordert und gefördert werden. Es geht sehr viel vom Menschen aus, Vermögensberatung ist vor allem eine Einstellung, da kann man so viel Technik und Hardware wie nur möglich kopieren. Das Geheimnis liegt in der Software, im Berater selbst. Und die da rein zu bekommen und fehler frei zu “programmieren” ist ein langer, steiniger weg, den man niemandem aufzwingen kann und der freiwillig gewollt wird. Das geht nur über Anreize.

    Fertig ausgebildete Vermögensberater gibt es keine am Markt. Drum werden sie im Hause selbst ausgebildet. Das habe ich jetzt verstanden. Rohdiamanten mit Potential zu fördern sind mir daher lieber als Leute aus der Branche mit festgefahrenen Ansichten in Vermögensberater “umzuwandeln”.

    Mit besten Grüßen,
    Ihr/Euer Marcel H. Costin
    – Vermögensberater –

    Metropolregion
    Düsseldorf / Köln
    0177/7616059

  4. Thomas, 24. September 2010 um 12:41 Uhr

    Ich habe mir nun einiges hier durchgelesen und ich finde es als “potentieller Kunde” bedenklich, dass letztlich jeder auf jedem rumhackt.

    Die Banken auf die Finanzvertriebe, die Finanzvertriebe auf die Versicherungen, die Versicherungen auf die Banken, die Banken auf die Versicherungen …

    Jeder ist besser und seriöser als die jeweils anderen und umgedreht.

    Ich denke, mann kann letztlich überall in den sauren Ampfel beißen. Mein Girokonto habe ich bei einer Volksbank und meine (relevanten) Versicherungen beim LVM – bis auf die Riester-Rente.

    Bislang kann ich mich nicht beschweren und bislang habe ich auch noch nichts aufgeschwatzt bekommen, was ich nicht möchte.

    Pech haben kann mal letztlich überall – bei jedem.

  5. Claudia Müller, 24. September 2010 um 13:57 Uhr

    @ Thomas
    Das nennt man gemeinhin Wettbewerb, Thomas. Das Leben ist kein Ponyhof! Hier sind wir im Unternehmensblog der DVAG, Finanzdienstleistung, Allfinanz. Wir sind überzeugt von unserem Konzept und dem Mehrwert, den wir unseren Kunden bieten. Dafür stehen wir, darüber bloggen wir. Es ist für uns nicht sinnvoll und nicht erforderlich über die Konten bei Banken und Versicherungsprodukten von Gesellschaften zu bloggen, reden, diskutieren, wenn diese Anbieter nicht unsere Geschäftspartner sind. Wir erfreuen uns exklusiver Lösungen unserer Premiumpartner, die mit Bedacht und Expertise von der Unternehmensleitung ausgewählt wurden. Alles in allem, nennt man das Verhalten, das sie für bedenklich halten, Überzeugung, Identifikation mit dem Unternehmen. Wer sich nicht mit seinem Unternehmen, seinem Service/Produkt identifiziert, d.h. davon überzeugt ist, ist mit Vorsicht zu geniessen – was mich nicht überzeugt, mute ich keinem Kunden zu. Sehen Sie es uns und allen Mitbewerbern bitte nach, dass wir alle, das, was wir als Vorteil, oder Alleinstellungsmerkmal, sehen, gerne und oft kommunizieren, ja – auch verteidigen. Ich habe den Eindruck gewonnen, dass Sie, als Verbraucher, unseren Mehrwert noch nicht genutzt haben. Das halte ich für bedenklich – mit Verlaub.

  6. Wolfgang Reinhardt, 24. September 2010 um 13:58 Uhr

    Lieber Thomas, in letzter Zeit sehe ich Sie hier öfter. Das freut mich, da es grundsätzlich unser Ziel ist, auf diesem Weg auch mit Kunden bzw. potentiellen Kunden ins Gespräch zu kommen.

    Zu Ihrem letzen Kommentar muss ich allerdings nun auch einmal eine kritische Meinung abgeben. Ich kann keineswegs nachvollziehen, dass hier gehackt wird, schon gar nicht innerhalb dieses Beitrags.

    Was genau spricht aus Ihrer Sicht gegen eine Marktbeobachtung, die sich auf objektive Kriterien stützt?

    Was erwarten Sie als Besucher unseres offiziellen Unternehmensblog?

  7. , 24. September 2010 um 14:02 Uhr

    @ Thomas

    Mein Eindruck ist, Sie haben noch nie in eines der vielen Foren hineingesehen, in denen tatsächlich “rumgehackt” wird. Und das meistens ohne die Möglichkeit, sich als Betroffener mit Richtigstellungen und Gegenargumenten wehren zu können.

    Besuchen Sie doch einmal diese Foren, Sie werden sie im Internet schnell finden. Ich bin sicher, dann werden Sie Ihr Urteil zum Meinungsaustausch in unserem Blog schnell revidieren. Denn hier kann diskutiert werden, von jedem, der sich einigermaßen an gesellschaftsfähige Umgangsformen hält.

  8. Jörg Friedrich, 24. September 2010 um 14:09 Uhr

    Hallo Liebe Blogger,
    nur um mal was zu der Beratungsqualität einiger Banken und Sparkassen zu sagen.
    Ich arbeite seit über 16 Jahren für die Deutsche Vermögensberatung und habe noch nie so einen Druck der Banken auf die Kunden erlebt. Die Kunden werde offensiv auf die Versicherungen angesprochen, um Verträge z.B. Riesterrente umzudecken. ( die Verlußte und erneuten Provisionen spielen keine Rolle,) Es betrifft in diesem Jahr bis jetzt 4 meiner Kunden die ihre Girokontos bei Volksbank, Sparkasse und Spardabank haben.
    Früher war es mir als Berater egal bei welcher Bank die Kunden ihr Girokonto hatten. Nach den letzten Aktionen dieser Banken werde ich auch meine Kunden aktiv auf das Girokonto ansprechen um den Druck von den Banken auf meine Kunden wegzunehmen.
    Wie gut, dass wir mit der Deutschen Bank ein starkes Angebot haben und ich auch Bestandsschutz für meine Kunden habe. ( meine Kunden werden dann auch nicht von der Deutschen Bank angesprochen )
    Ich habe den Eindruck, dass viele Banken über den Versicherungsbereich ihre Bilanzen verbessern wollen, egal ob es für den Kunden passt oder nicht, Hauptsache sie haben wieder ein paar Verträge abgeschlossen.
    Mit besten Grüßen aus der Oberlausitz
    Jörg Friedrich

  9. , 24. September 2010 um 14:26 Uhr

    @ Jörg Friedrich

    Die Erklärung ist naheliegend: Sparkassen und Banken können derzeit im Zinsgeschäft nicht viel verdienen (erklärt auch die extrem überzogenen Dispozinsen). Darüber hinaus wurden die EK-Anforderungen deutlich erhöht.

    Was also liegt näher, als die Ertragslage durch Provisionseinnahmen aus Versicherungsprodukten zu erhöhen. Denn dieses Geschäft hat den großen Vorteil, dass es nicht mit EK hinterlegt sein und insoweit auch keine EK-Rendite abwerfen muss. Risikolose Erträge ohne Sicherheitskapital also – interessant für jede Sparkasse und Bank.

  10. Peter Frey, 24. September 2010 um 15:18 Uhr

    Ich habe in den letzten zwölf Monaten ebenfalls die Erfahrung gemacht, dass Volksbanken (vor allem!) und Kreissparkassen enormen Verkausdruck haben. Bei meinen Kunden geht es von Anrufen im 2-Wochen-Takt bis hin zu Diffamierungen unseres Unternehmens.
    Die Forderung von verdi unlängst, nämlich den Verkausdruck und die Sollvorgaben von den Beratern bei den Banken wegzunehmen, scheiterte ja leider.
    Verkauft wird mehr denn je mit Druck und Unwahrheiten, wobei ich hierzu auch Verschweigen von wichtigen Tatsachen zähle (bspw. Besteuerung des Wohnförderkontos bei Wohn-Riester).
    Glücklicherweise betreue ich meine Kunden seit über 15 Jahren regelmäßig und sie fragen bei mir nach, wenn “der Anruf” kam.
    Für uns ergeben sich dadurch Chancen – auch wenn die Banken nerven. Zum einen können wir uns durch unsere Beratungsleistung vom Verkaufsdruck der Banken klar abheben, zum anderen spricht ja auch nichts dagegen den Angestellten bei den Banken eine berufliche Alternative “mit reinem Gewissen” und besten Karrierechacen anzubieten.
    In diesem Sinne nutzen wir die Situation zum Vorteil für unsere Kunden und uns und lassen die Banken sich selbst ihr Image demolieren…. 🙂