Versorgungslücke

17. September 2010 | 799 mal gelesen

Nicht oft genug kann auf die Notwendigkeit privater Vorsorge für die Bereiche Gesundheit, Alter und Pflege hingewiesen werden.

Die Tageszeitung DIE WELT machte dies jüngst sehr deutlich: “Frauen starten Aufholjagd bei der Altersversorgung”, so die Schlagzeile.

Das hört sich zunächst so an, als wende sich alles schnell zum Besseren. Beim Lesen des Beitrages wird aber sehr schnell deutlich, dass diese Aufholjagd auf sehr kleiner Basis beginnt und viele Jahrzehnte dauern wird.

Denn Fakt ist: “Prinzipiell sucht der Albtraum Rentenlücke beide Geschlechter heim”, so DIE WELT.

Und wenn von Aufholjagd gesprochen wird, heißt dies beispielsweise für die neuen Bundesländer, dass sich zwar die zu erwartende Rente für Männer und Frauen zunehmend angleicht, das aber bei insgesamt sinkendem Rentenniveau. Das heißt nichts anderes, als dass die Rente für Frauen etwas weniger schnell sinkt als für Männer.

Dass die Rentenansprüche von Frauen unter denen von Männern liegen, ist bekannt: Die Höhe der eingezahlten Beiträge ist einkommensbedingt niedriger und die Dauer der Beitragszahlung durch mehr Ausfallzeiten im Durchschnitt geringer.

In vermehrter privater Vorsorge schlägt sich dies aber nicht nieder, denn laut DIE WELT spart nur rund die Hälfte der berufstätigen Frauen im Rahmen einer privaten Altersversorgung und nur rund ein Viertel über betriebliche Altersversorgung.

Warum dann “Aufholjagd”?

Aufgrund einer Untersuchung des Chartered Management Institutes werden Frauen in 60 Jahren ungefähr das gleiche Einkommensniveau wie Männer aufweisen.

Wenig beruhigend für die heutige Generation berufstätiger Frauen. Und Anlass genug, sich durch einen Vermögensberater der DVAG Wege zu einer erreichbaren privaten Altersversorgung aufzeigen zu lassen. Sofern Sie noch keinen Vermögensberater haben, hier finden Sie ihn.


Kommentare für diesen Artikel (5)

  1. Wolfgang Reinhardt, 17. September 2010 um 13:14 Uhr

    Wieder einmal ein Journalistischer Beitrag, dem die fachliche Tiefe fehlt. Augenscheinlich soll die Überschrift entsprechend viele Klicks erzeugen.

    Interessant ist vor allem, dass der Autor immer noch vom 3-Säulen-Modell redet, obwohl wir seit fast sechs Jahren vom 3-Schichten-Modell dominiert werden, welches die Altersvorsorge in Deutschland deutlich differenzierter beschreibt.

  2. Marcel H. Costin, 17. September 2010 um 13:22 Uhr

    Liebe Blogger,

    Zitat: “Aufgrund einer Untersuchung des Chartered Management Institutes werden Frauen in 60 Jahren ungefähr das gleiche Einkommensniveau wie Männer aufweisen.”

    Die DVAG hat also 60 Jahre Vorsprung! Den hier wurde noch nie ein Unterschied zwischen Männern und Frauen gemacht, erst recht was den Verdienst angeht.

    Laut Spiegel-Online (August 2008) verdienen Frauen in der Kredit- und Versicherungsbranche alleine schon knapp 30% weniger als ihre männlichen Kollegen.
    http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,574536,00.html

    Im Bankbereich liegt der Unterschied bei ca. 20% laut DIE WELT ONLINE (April 2007)
    http://www.welt.de/politik/deutschland/article803999/Frauen_verdienen_deutlich_weniger_als_Maenner.html.

    Ein Branchenwechsel zur Vermögensberatung birgt also automatisch eine ordentliche Gehaltserhöhung!

    Mit besten Grüßen,
    Ihr/Euer Marcel H. Costin
    -Vermögensberater-

    Metropolregion
    Düsseldorf / Köln
    0177/7616059

  3. Harri Schultze, 17. September 2010 um 14:17 Uhr

    Meine Empfehlung an den Redakteur des Artikels ist die Nutzung des DVAG Presseservices: http://www.dvag-presseservice.de/

    Im Finanzkompass sind immer fundierte und vor allem aktuelle Grundlagen für Presseberichte direkt aus erster Hand verfügbar. Dann passieren solche Patzer nicht mehr: “Drei-Säulen” oder waren es “Drei-Scheiben” oder doch “Drei Schnittchen” oder vielleicht dann doch Drei-Schichten-Modell ???

    Eigentlich lustig, wenn es nicht so traurig wäre. Denn meine Erfahrung in der täglichen Beratungspraxis zeigt, dass die Bürger bereits genug verwirrt sind.

  4. Jürgen Z., 19. September 2010 um 11:22 Uhr

    @ Harri Schultze,

    meiner Erfshrung nach sind die Bürger “draußen” nicht nur verwirrt sondern

    haben tatsächlich > Angst < !

    Aussagen wie :

    "Wem kann und soll ich überhaupt noch glauben ? "

    sprechen eine sehr deutliche Sprache.

    Ich fasse diese "Stimmung draußen" als AUFFFORDERUNG an uns alle auf,

    den Bürgern die Wahrheit zu sagen und sie entsprechend zu beraten !

    Das die Wahrheit dem einen od. anderen sicher nicht gefallen wird ist klar –

    nur Tatsachen sind eben Tatsachen.

    Freundliche Grüße,

    Jürgen Z.

    BTW:

    Die ABSOLUTE Notwendigkeit privater Vorsorge kann jeder Bürger in seinem Rentenbescheid nachlesen – dort wird explizit darauf hingewiesen privat Vorsorge zu treffen und auch an die Inflation zu denken 😉

  5. Claudia Müller, 19. September 2010 um 16:58 Uhr

    Verwirrung, Angst – und teilweise Uneinsichtigkeit! Es ist überall von Vertrauen die Rede; das wird schnell vergessen, wenn der Preis heiss ist. Sonst hätte ein Anbieter keine Veranlassung, einen Werbespot zu schalten, in dem jedem, der bis zum 03.10. eine Risikolebens – oder Berufsunfähigkeitsversicherung online (!!!!!!) abschliesst, 50 Euro Prämie geboten werden. So ein Anbieter gehört abgemahnt, in diesem Fall die Hannoversche Leben. Und trotzdem wird es Verbraucher geben, die auf die 50 Euro nicht verzichten wollen. Wenn der Fall eintritt und diese BU leisten soll, es aber nicht oder unzureichend tut, werden die Krokodilstränen fliessen und der Vertrauensverlust beklagt. Und das kann bei allen Vorsorgeprodukten ohne Beratung passieren. Bei aller Verwirrung, sind auch die Verbraucher gefordert: Vernunft vor Gier! Solche Machenschaften, wie die der Hannoverschen Leben, nach all den Diskussionen und Veränderungen der letzten Jahre, bestätigen schnell auch in diesem Bereich einen “Markt ohne Moral”. Beschämend!