“Der billige Jacob”

9. September 2010 | 589 mal gelesen

Bereits am 26. Juli 2010 haben wir in unserem Blog über die zahlungsunfähigen Autoversicherer Ineas und LadyCarOnline berichtet. Deren Kunden stehen ohne Versicherungsschutz da und haben wenig Aussicht, die gezahlten Prämien zurückzuerhalten.

Nunmehr beschäftigt sich die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift für Versicherungswesen (Heft 17, Seite 571) kurz mit der Frage, ob eine Auffanglösung sinnvoll ist.

Dazu ein Originalzitat:

“Es ist dringend davon abzuraten, mit einer Auffanglösung, an der sich alle Versicherer beteiligen, die Betroffenen zu retten. Sie müssen durch Erfahrung lernen, dass es gefährlich ist, dem billigen Jacob nachzulaufen und für einen kleinen Prämienvorteil den Versicherer zu wechseln. Dumpingpreise mögen eine Weile gut gehen, wenn es Schokoladentafeln oder Unterwäsche betrifft, im Versicherungsgeschäft kommt aber die Unsicherheit des Risikos hinzu. Hier führen Dumpingpreise nahezu immer in den Ruin. Lehren sollten daraus auch die Verbraucherschützer und alle diejenigen ziehen, die dem Bürger immer einen möglichst preiswerten Versicherungsschutz verschaffen wollen. Das Billigste ist niemals das Beste”.

Diesem Kommentar haben wir als DVAG nichts hinzuzufügen außer dem Hinweis, dass sich unsere Kunden keine Sorgen um ihren Versicherungsschutz machen müssen.


Kommentare für diesen Artikel (11)

  1. Jens Reimann, 9. September 2010 um 19:47 Uhr

    Wie lautet das alte Sprichwort ?!? Wer nicht hören will, muss fühlen !!!

  2. Christian Loose, 9. September 2010 um 21:03 Uhr

    Oder: Wer billig kauft, kauft zweimal !!!

  3. Tayyar Yigit, 9. September 2010 um 21:21 Uhr

    Da kann ich leider nur zustimmen. Es wird meistens um den Preis gefeilscht, es geht nur um wenige EUR mehr im Jahr. Dabei wird auf einen zuverlässigen und sicheren Partner wie die Aachen Münchener auf der Seite verzichtet. Das ist dann leider das Ende vom Lied, wer nicht hören kann muss leider fühlen.

  4. Marco Neumann, 9. September 2010 um 21:40 Uhr

    Oder: Billig muss man sich leisten können!!!!!!

  5. Norbert Balzer, 10. September 2010 um 00:05 Uhr

    Es ist oft nicht mehr als ein Trinkgeld im Lieblingsrestaurant, was unsere Kunden für den Mehrwert an hervorragenden Leistungen bezahlen. Schlussendlich geht es um Vertrauen.

    Jeder Kunde wünscht sich einen Berater mit vier wesentlichen Eigenschaften.

    Die Verschwiegenheit eines Arztes, das Verständnis eines Priesters, die Glaubwürdigkeit einer Mutter und das Wissen eines Neugierigen.

    Automatisierte Vertragsverhältnisse passen nicht in unsere Welt. Ein kluger Kopf sagte einmal „Menschen brauchen Menschen“. 

  6. Marcel H. Costin, 10. September 2010 um 01:22 Uhr

    Hallo liebe Bloger,

    Wer hatte den diese Idee mit dem “Auffangschirm” für Menschen die falsche Entscheidungen treffen? Kam mir gleich irgendwoher bekannt vor. Das würde ja erst recht dazu animieren “billigst” zu wählen, da von irgendwoher im Zweifel dann ja doch noch der Rettungsring geworfen wird. So kann sich Qualität wohl kaum durchsetzen.

    Auf der anderen Seite sollte man auch begutachten, WARUM so ein Unternehmen pleite ist. Muss ja nicht an der Preispolitik liegen, kann ja auch schlecht gewirtschaftet haben. “…uuuuuund..es ist weg!” o_O

    Dem Kunden einfach zu unterstellen es läge an seiner Geizigkeit ist immer leicht. Vielleicht wurde dieser Makel auch von einem Makler so angeboten? (nichts gegen Makler übrigens! 😉 Ihr macht ebenso einen guten Job. )

    Wie auch immer, es ist sehr angenehm zu wissen, dass im Konzern DVAG großer Wert auf finanzstarke Produktpartner gelegt wird. Da das noch nicht überall angekommen ist, können wir das nicht oft genug wiederholen.

    Mit besten Grüßen vom Vermögensberater
    aus Düsseldorf / Köln,
    Marcel H. Costin
    0177/7616059

  7. Louis Enhelhardt, 10. September 2010 um 07:20 Uhr

    Es gibt da sogar ein Sprichwort da zu „wer billig kauft kauft 2 mal“.
    Leider ist es so die meisten wollen billig billig aber das ist dann auch billig.
    Dies wird aber durch die Werbung und unsere Gesellschaft vorgegeben wie z.B.
    Geiz ist geil….

  8. Norbert Strauß, 10. September 2010 um 08:12 Uhr

    In guter Erinnerung ist mir aus meiner IHK Ausbildung die Empfehlung der Versicherungsberaterin, die die Ausbildung in Versicherungsrecht leitete. Sie sagte fast wörtlich: ” Nur in einem Fall sollte sich der Kunde das billigste Angebot aus dem Internet holen : Er will eine alte “Möhre” versichern und nur meine gesetzliche Pflicht auf Haftpflicht folgen. ” In allen anderen Fällen ist immer ein Berater vorzuziehen.” Leider ist im vor liegenden Fall zu erkennen, das heute nun selbst nicht das mehr zutrifft.

  9. Frank Bertsche, 10. September 2010 um 08:41 Uhr

    Manchmal kommt die Erkenntnis zu spät. Leider kommen wir jetzt wieder in die Jahreszeit, wo nicht nur Versicherungen mit günstigen Prämien werben, sondern auch Verbrauchermagazine im Fernsehen dazu animieren, durch geschickten Vergleich schnell mal ein paar hundert Euro sparen zu können. Vielleicht wäre mal eine Berichterstattung hinsichtlich der Qualität einer KfZ-Versicherung hilfreicher für die Verbraucher.

  10. Frank Schmidt, 10. September 2010 um 10:07 Uhr

    Man kann Versicherungen nicht über den Preis vergleichen. Nur bei etwa gleicher Qualität, kann der Preis den Ausschlag geben. Kunden, die nur über den Preis kaufen, sind selbst Schuld, wenn im Schdensfall keine Leistungen erbracht werden.

    Mit freundlichen Grüßen
    Frank Schmidt

  11. Ralf Gottfried, 10. September 2010 um 21:03 Uhr

    Der Meinung bin ich auch, ich als Vermögensberater sage meinen Kunden wenn sie billig wollen was sie im Fall der Fälle erwarten kann/wird.

    Erst vor kurzen hatte ich den Fall,dass billig teuer werden kann. SB in einer Hundehaftpflicht ist nur bei Vertragsabschluss schön für den Kunden, da er ja monatlich ein wenig Geld spart. Dieser Kunde weiß seit heute das im Schadensfall billig sehr teuer sein kann,wenn es unverhofft kommt.

    Ich bin jetzt seit 2 Jahren als Vermögensberater tätig, einige Leute wissen das wenn man lieber nach dem Preis-Leistungen schaut, man wirklich spart, aber leider noch nicht alle. Ich denke das sie das aber immer mehr durch setzen wird.

    Ich bin mal gespannt wie das KFZ Geschäft dieses Jahr läuft und nach was die Kunden entscheiden.