DVAG zu Altersarmut

8. September 2010 | 1.047 mal gelesen

Es ist das “tägliche Brot” der Vermögensberater der DVAG, Menschen unter anderem zur privaten Altersversorgung zu motivieren.

Wie aktuell dieses Thema ist, bringt eine aktuelle Studie des Statistischen Bundesamtes zum Ausdruck (siehe auch Versicherungsjournal vom 30.08.2010).

Armutsgefährdet sind danach Menschen, die mit weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens der Bevölkerung auskommen müssen.

Die Auswertungen des Statistischen Bundesamtes sind mehr als alarmierend:

  • 14,6 Prozent der Menschen sind bundesweit von Altersarmut bedroht.
  • In Mecklenburg-Vorpommern sind es 23,1 Prozent, in Sachsen-Anhalt 21,8 Prozent und in Bremen 20,1 Prozent.
  • 54 Prozent der Erwerbslosen müssen mit Altersarmut rechnen.
  • Auch Alleinerziehende und ihre Kinder sind bundesweit mit einer Quote von 40,1 Prozent besonders bedroht.

Damit wird deutlich, dass gerade diejenigen, die schon heute mit geringem Einkommen auskommen müssen, naturgemäß auch die sein werden, die im Alter besonders hart betroffen sind. Denn die Einzahlungen in die gesetzliche Rentenversicherung sind einkommensbedingt niedrig. Und für private Vorsorge fehlen die Mittel.

Gerade deshalb ist aber in diesen Fällen eine Beratung durch einen Vermögensberater der DVAG wertvoll. Denn der hilft dabei, zumindest staatliche Zuschüsse und Vergünstigungen abzurufen, um so mit auch schon sehr geringen Eigenaufwendungen eine private Basisversorgung zu gewährleisten.


Kommentare für diesen Artikel (7)

  1. Peter Neu, 9. September 2010 um 09:12 Uhr

    Sehr geehrter Herr Dr. Lach,
    passend zu Ihrem Artikel lese ich gerade ein Artikel in der Süddeutschen Zeitung vom 09.09.10 mit dem Titel “Aussteigen,bitte”. Interessant ist die Tatsache, dass immer mehr Menschen Probleme haben, ihre Lebensversicherung zu bedienen. Die Stornoquote stieg so hoch wie noch nie zuvor, trotz der Einsicht, etwas “vorzusorgen”. Hinzu kommt, was der Autor vergessen hat, sinkt die Attraktivität der LV. Der GARANTIERTE Zins der LV sinkt von Jahr zu Jahr, z.Zt. liegt er bei 2,25% des sogenannten “Sparanteils” (LV-Beitrag minus Kosten,Risiko etc.), damit ist gerade die Inflation ausgeglichen, nicht gerade der Knaller…
    Ob jetzt gerade eine LV meinen Lebensabend sichen soll, will ich nicht so recht glauben.Hinzu kommt noch, dass es viele Menschen gibt, die es sich einfach nicht leisten können! Wir brauchen ja schließlich auch eine lebenswichtige BU, ferner noch eine (ergänzende) private KV+PV usw. Aber wie sollen Menschen mit einem Nettoeinkommen von <1200€ dies alles bezahlen? Die Frage ist aber auch, was benötige ich wirklich mit 70 Jahren. Brauch ich dann noch den Lebensstandard eines Vollzeit arbeitenden Menschen? Meine Mutter ist ein gutes Beispiel. Kann schon seit vielen Jahren nicht mehr das Haus verlassen, Auto abgeschafft, kleine (Eigentumswohnung) keinen Urlaub usw. Sie bezieht eine Nettopension von 2000€/ Monat. Sie sagt mir immer, dass sie das was sie heute hat früher mit ihren 4 Kindern besser gebraucht hätte. Früher hatte sie Lebensqualität und kein Geld, heute hat sie Geld und keine Lebensqualität. "Früher an später denken" oder "Später an früher denken"…….

  2. Wolfgang Reinhardt, 9. September 2010 um 11:43 Uhr

    Lieber Herr Neu, das ist doch genau der Knackpunkt. Wir müssen weg von eindimensionalen Produktempfehlungen, die mal dieses, und mal jenes empfehlen. Wir müssen die ganzheitliche Beratung in den Mittelpunkt stellen.

    Gerade Ihr zitierter Artikel trifft es doch genau. Es ist falsch, alle Eier in einen Korb zu legen. Eine professionelle Vermögensberatung sorgt nicht nur für das Alter vor, sondern orientiert sich an den unterschiedlichsten Lebenssituationen. Auch spielt der Faktor Liquidität eine führende Rolle. Wer natürlich mehr oder weniger ausschließlich in langlaufende Verträge investiert, bekommt beim ersten finanziellen Engpass ein Problem. Daher kümmert sich der Vermögensberater zunächst mal um ausreichende Rücklagen. Das bringt zwar wenig bis keine Provision, verlängert aber die Kundenbeziehung entscheidend.

    Zur Situation Ihrer Mutter fällt mir nur ein Zitat eines geschätzten Kollegen ein: “Es gibt zwei Risiken im Leben. Das erste betrifft den Fall, dass Sie eher sterben als Sie hoffen. Das zweite heißt, dass Sie länger (gesund) leben als Sie heute glauben. Meine Aufgabe kann ausschließlich darin bestehen, Sie vor dem zweiten Risiko zu schützen.”

  3. Robert, 9. September 2010 um 12:03 Uhr

    Hallo Herr Neu,

    eine wirklich interessante Ansicht der Dinge! Sie sagen Ihre Mutter hat eine Nettopension von 2000 € – genau da liegt ja der Kasus Knaxus – ein
    großer Teil der Bevölkerung wird diese Höhe der Altersbezüge, niemals erreichen.
    Ich hätte jedenfalls ein schlechtes Gewissen meinen Kunden einfach den Rat
    “Augen zu und durch” mit auf dem Weg zu geben.
    Meine Großmutter (76 Jahre jung) verreist ca. 5 mal im Jahr – und sagt selbst, dass sie sich diesen Luxus nur leisten kann, weil Sie eine lebelang
    dafür gespart hat.
    Also meine Oma und ich stehen dann doch eher auf “Früher an später denken”

    In diesem Sinne

    Robert Reichelt
    Allfinanzler aus Braunschweig

  4. AS-Cluber, 9. September 2010 um 12:51 Uhr

    @ Peter Neu

    Gut dass die DVAG dies bereits frühzeitig erkannt hat und seit über drei Jahrzehnten auf Investment-Policen setzt. Seit 1975 hat vermittelt die DVAG Fondspolicen der AachenMünchener. Das die AM-Leben Partnergesellschaft der DVAG wurde liegt übrigens auch daran, dass eine Bedingung von Dr. Pohl war, dass eine Fondspolice aufgelegt wird.

    Inzwischen gibt es neben der klassischen Fondspolice auch Riester- und Rüruprenten auf Fondsbasis.

    Für Kunden die lieber die klassische Variante bevorzugen, stehen ebenfalls in allen drei Schichten Produkte zur Verfügung. Die Überschussbeteiligung der AM-Leben beträgt übrigens nach wie vor 4,25 Prozent und liegt damit deutschlandweit im Vergleich ganz weit vorne.

  5. M. S., 9. September 2010 um 13:05 Uhr

    @ all

    Mein Opa war kleiner Büroangestellter und bekam als er Ende der 70iger Jahre in Rente ging runde 2.000 D-Mark Rente. Aufgrund Rentenerhöhungen stieg diese bis zu seinem Tod auf rund 2.000 Euro.

    Mein Vater zahlte aufgrund seines Einkommens viele, viele Jahre den Höchstbetrag in die gesetzliche Rentenversicherung ein. Als er mit 60 ohne Kürzung der Rentenzahlung in Rente ging, bekam er knapp 2.400 Euro. Trotz Rentenerhöhungen in den letzten zehn Jahren bekommt er heute immer noch in etwa den selben Betrag. Grund sind die ausgebliebenen Rentenerhöhungen sowie die gestiegenen Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge.

    Ich werde obwohl auch über die Beitragsbemessungsgrenze liegend definitiv weniger Rente bekommen. Grund hierfür ist unter anderem, dass mir keine Ausbildungszeiten mehr angerechnet werden. Hinzu kommt noch, dass ich bis 67 arbeiten muss.
    Das Risiko ohne private Altersvorsorge in die 3. Lebensphase zu gehen werde ich nicht eingehen.

  6. Wolfgang Stadler, 9. September 2010 um 15:45 Uhr

    Lieber Herr Neu,

    schön dass Sie sich immer wieder hier einbringen – und das auf eine sehr vernünftige Art und Weise. Da macht es mir auch Spass, meine persönliche Einschätzung zu einigen Ihrer Aussagen zu machen.

    Sie schreiben im ersten Abschnitt, dass immer mehr Leute “Probleme haben, ihre LV zu bedienen”. Ich persönlich glaube, dass dies nicht nur an der Liquidität liegt, das hat sicherlich mehrere Ursachen. Einerseits wird der Markt rauher, beispielsweise werden oft Riesterrentenversicherungen in Riesterfondssparpläne umgeschichtet – einfach des Geschäfts wegen. Die einfache Übertragung von Riesterkapital ist halt nicht nur von Vorteil. Andererseits gibt es auch gute Gründe – z.B. wenn ein Kunde eine BU mit Verweisbarkeit hat, kann diese natürlich nach umfassender Prüfung seiner aktuellen gesundheitlichen Verhältnisse in einen aktuellen Vertrag umgestellt werden, was auch eine Art von Storno ist. Oder der Kunde hat wirklich Liquiditätsengpässe – da ist aber die Kündigung sicherlich nicht immer empfehlenswert, ein guter (Vermögens-)berater fände da oft bessere Lösungen.

    Sie erwähnen die “sinkende Attraktivität” der LV -beachten Sie bitte – viele der Kunden wären mit +4,2% p.a. sicher viel zufriedener gewesen als mit 40% Minus bei Ihren Aktienfonds. Nur weil der Garantiezins sinkt, muss nicht im gleichen Maße die Attraktivität der LV sinken. Vielleicht ist es sogar gut, einen niedrigen Garantiezins anzusetzen, da dadurch bei steigenden Zinsen die Überschüsse dementsprechend mitwachsen können. Einmal Garantiezins, immer Garantiezins.

    Was sind denn ihre Vorschläge, “Ihren Lebensabend zu sichern”?…

    Sie haben schon Recht, wenn einer heute 1200 Euro Netto bekommt, kann er sicher keine 200 Euro im Monat sparen. Aber diese Leute haben auch nicht den Lebensstandard eines Arztes oder eines Rechtsanwaltes. Und kommen später auch mit dementsprechend weniger aus – nur eine Lücke wird es immer geben. Und je mehr man heute verdient, umso größer wird die Lücke halt später.

    Ihre Aussage “Die Frage ist aber auch, was benötige ich wirklich mit 70 Jahren. Brauch ich dann noch den Lebensstandard eines Vollzeit arbeitenden Menschen?” finde ich persönlich fast etwas zynisch. Lieber Herr Neu, es gibt dazu zwei Sichtwinkel – kann ich mir dann den Lebensstandard eines Vollzeit arbeitenden Menschen noch leisten und will aber nicht oder willl ich und kann nicht? Wenn Sie mit 65 Jahren in Ruhestand gehen, hat ihr Tag plötzlich 24 Stunden – davon 8 Stunden Schlafen, d.h. 16 Stunden zur freien Verfügung. Herr Neu, wenn es Ihre Vorstellung ist, später diese 16 Stunden daheim vor dem Fernsehen zu verbringen, ist das Ihre persönliche Freiheit. Aber bitte stellen Sie nicht Altersversorgung in Frage, das ist gefährlich. Gefährlich für diejenigen, welche die Konsequenzen ihres Nichthandelns nicht abschätzen können.

    Ihrer Mutter wünsche ich alles Gute – seien Sie froh, dass diese 2000 Euro auf die Hand bekommt. Die meisten können von so einer Rente doch nur träumen. Ihre Mutter kann vermutlich (so entnehme ich das Ihren Worten) aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr – aber wie wäre es, wenn sie aus finanziellen Gründen auch nicht mehr könnte?

    zum Abschluß – Vermögensberatung ist lebensbegleitende Finanzplanung – Vermögen planen, sichern und mehren. 5 Worte, die eigentlich schon alles sagen…

    herzliche Grüße – fast aus Portugal 🙂

    Wolfgang Stadler
    Repräsentanz für Deutsche Vermögensberatung

  7. Steffen Huber, 9. September 2010 um 19:37 Uhr

    @ all

    Mein Papa ist mittlerweile 66 Jahre und hat als Maurer über 45 Jahre “geschuftet”. Seine Rente = 948 Euro !!!

    Davon muss der GKV-Beitrag in Höhe von 123 Euro gezahlt werden.

    Meine Mutter hat eine noch niedrigere Rente, da sie hauptsächlich Mutter und Hausfrau war.

    Was bleibt da noch übrig ???
    Von was Strom, Gas, Wasser, Essen, Trinken, Kleidung, Telefon, Benzin für`s Auto, etc. bezahlen ??? ( Gott sei Dank haben meine Eltern ein eigenes Haus, denn die Kaltmiete würde sich ja schon auf min. 600 Euro mtl. belaufen )
    Wie sieht es mit der zukünftigen Rentengeneration aus ???

    Wer rechnen kann, ist klar im Vorteil. Ich als VB bin Sparmotivator und sage neben unserem Motto “Früher an später denken” auch “Spare in der Zeit, so hast Du in der Not”

    P.S.: Herr Stadler, ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie einen schönen Aufenthalt in Portgal 🙂