Central Krankenversicherung top!

22. August 2010 | 1.305 mal gelesen

Wer kennt die Situation nicht? Man sitzt auf dem Zahnarztstuhl und lässt Fürchterliches über sich ergehen.

Doch damit nicht genug: Vor allem gesetzlich Krankenversicherte bleiben schnell auf hohen Eigenbeteiligungen sitzen, wenn dann die Rechnung des Zahnarztes kommt. In wohl kaum einem Bereich sind deshalb Zusatzversicherungen so wichtig und sinnvoll wie im Bereich Zahnbehandlung / -ersatz.

Dies hat auch die Stiftung Warentest erkannt und deshalb das Angebot privater Zahnversicherungen durchleuchtet.

Ergebnis: Auch in diesem Bereich gehört unser Premiumpartner, die Central Krankenversicherung, zu den Top-Anbietern im Markt (s. Zeitschrift Finanztest Ausgabe 5/2010, Seiten 56 ff.).

Der Lohn: Die Note “sehr gut” (1,2) für den Tarif central.prodent mit Top-Leistungen für Inlays, Implantatversorgung und Zahnersatz jeglicher Art.

Die DVAG Deutsche Vermögensberatung bedankt sich für dieses tolle Produkt.

Und alle, die sich dafür interessieren: Fragen Sie Ihren Vermögensberater.


Kommentare für diesen Artikel (19)

  1. Thomas S., 22. August 2010 um 22:32 Uhr

    Einen wunderschönen guten Abend,

    auch auf die Gefahr hin, dass ich mich wieder einmal unbeliebt mache, so möchte ich Ihren Blog-Beitrag doch nicht unkommentiert lassen.

    Ich bin fern ab davon zu sagen, dass der Tarif “central.prodent” ein schlechter Tarif ist. Im Gegenteil, im ZahnERsatzbereich zählt der “prodent” zweifellos zu den besten Tarifen am Markt.

    ABER:

    Eine gute Zahnzusatzversicherung sollte möglichst für alle Bereiche leisten, also nicht nur für Zahnersatz, sondern auch für Zahnerhalt (Zahnbehandlung). In der Praxis fallen ca. 50 % alle Rechnungsposten einer Zahnarzt-Abrechnung auf den Bereich Zahnerhalt. Deswegen ist dieser Bereich auch so wichtig. Einer der führenden Versicherungsmakler im Zahnzusatzbereich, Hans Waizmann, hat führende Abrechnungsfirmen befragt, um diese Aufteilung zu ermitteln. Aus diesem Grund unterscheidet sich dessen WaizmannWert (1. Leistungs-Benchmark) auch von den theoretischen Testergebnissen von Stiftung Warentest bzw. FINANZtest. Diese haben den wahren Stellenwert von Zahnerhalt-Leistungen noch nicht erkannt.

    Überspitzt gesagt soll aus Sicht von Stiftung Warentest eine gute Zahnzusatzversicherung erst dann leisten wenn alle Zähne bereits kaputt sind und man Zahnersatz benötigt. Dies ist sowohl gesundheitlich als auch finanziell nicht zu empfehlen. Die Zähne sollten solange wie möglich gesund erhalten bleiben. Daher muss eine gute Zahnzusatzversicherung auch für zahnerhaltende Massnahmen leisten.

    Stiftung Warentest hat in seinem letzen Test 16 Testsieger gekürt. Allerdings vielfach ohne Leistungen für Zahnerhalt. Aus Sicht der Zahnärzte wird der Bereich “Zahnerhalt” immer wichtiger.

    Nachfolgend ein Internetlink mit verschiedenen Zahnarzt-Meinungen zum Thema Zahnzusatzversicherung ohne Zahnerhalt:

    http://www.zahnarzt-empfehlung.de/bewertung/von/Zahnzusatzversicherung_Zahnersatz

    Moderne, gute Zahnzusatzversicherungen erstatten beispielsweise PZR-Leistungen (= Leistungen für professionelle Zahnreinigung) garantiert. Das bedeutet für den Versicherten: Er bekommt, auch wenn kein zahnärztlicher Behandlungsbedarf auftritt, einen Teil seiner Beiträge in Form der PZR-Erstattungsleistung zurück. Die Jahresbeiträge der besten Tarife liegen zwischen 240 und 480 Euro. Allein aus der jährlichen vorprogrammierten PZR-Erstattung kann der Jahresbeitrag regelmäßig zu einem guten Teil amortisiert werden (sog. “PZR-Effekt”).

    FAZIT: Der “central.prodent” ist sicherlich ein (sehr) guter ZahnERsatztarif, im Bereich der Zahnbehandlung und des Zahnerhalts hinkt er, wie viele Tarife anderer Versicherungsgesellschaften auch.

    P. S.:
    Ich persönlich habe meine Zahnzusatzversicherung bei der CSS Versicherung abgeschlossen (= CSS.flexi Zahnbehandlung und Zahnersatz top). Im Vergleich zum “central.prodent” zahle ich gerade einmal 1,43 Euro pro Monat (= 17,16 Euro pro Jahr), bekomme dafür aber beispielsweise die Kosten für meine 2 PZR pro Jahr komplett erstattet (= PZR-Effekt ca. 160 Euro pro Jahr). 😉

  2. Louis Engelhardt, 23. August 2010 um 07:32 Uhr

    Die Central ist ein echter Premium Partner und gehört für mich zu den Grundausstattungen in der Vermögensabsicherung dazu.
    Die meisten meiner Kunden lassen sich von mir überzeugen und sind später heil froh wenn sie diese Art an Absicherung haben.
    mfG

    Louis.e

  3. Sebastian Meysel, 23. August 2010 um 20:11 Uhr

    @Thomas S.

    interessanter Beitrag, ich stimme Ihnen zum Teil zu. Leider weiß ich nicht, ob Sie vom Fach sind, möchte dies Ihnen aber auch nicht absprechen.

    Aber: Wie finanziert sich Ihre Versicherung, wenn sie mehr oder weniger unter Garantie, also ich würde dann die PZR jedes mal voll ausnützen und machen lassen, im Jahr 160 EUR pro VN aufbringen muss, die aber p. a. nur die von Ihnen beschriebenen 17,16 EUR einnehmen?

    Ich meine dies wirklich ernst, und freue mich auf Ihre Antwort.

    Beste Grüße aus dem Fränkischen

    Sebastian Meysel

  4. Andrea, 23. August 2010 um 21:54 Uhr

    Hallo Seby,

    letzte Woche habe ich solch einen Tarif der CSS in den Händen gehabt.
    Die fangen mit sehr niedrigen Beiträgen an (Leistungen sind dabei Top)
    und haben im Kleingedruckten stehen das sie die Beiträge bei Bedarf erhöhen. Dafür garantieren sie aber (im Kleingedruckten) das der Monatsbeitrag 140,-€ (ja richtig gelesen!!!) nicht übersteigen wird.

    @ Thomas S.

    Außerdem stellt sich mir wirklich die Frage ob eine Rechnung von 160,- €
    (gibt es auch schon für 60,-€) an meine finanzielle Existenz geht und ich diese Summe deswegen absichern sollte. Da sehen die Summen bei Zahnersatz doch schon anders aus. Diese Beträge sollten dann doch abgesichert werden, da sie sonst in vielen Fällen nicht bezahlbar sind.

    Viele Grüße Andrea

  5. Thomas S., 23. August 2010 um 22:41 Uhr

    @ Sebastian Meysel

    Sehr geehrter Herr Meysel,

    vielen Dank für Ihr Statement. Im Sinne einer offenen und ehrlichen Diskussion gebe ich Ihnen hiermit die gewünschte und ebenso offene wie ehrliche Antwort.

    Zunächst einmal muss ich allerdings – glaub ich – ein Missverständnis auflösen. Ich persönlich zahle aktuell für meinen CSS-Tarif 19,08 Euro pro Monat. Laut Central-Tarifrechner müsste ich für den “central.prodent” 17,98 Euro monatlich zahlen. Kurzum, mein CSS-Tarif ist aktuell 1,10 Euro pro Monat (= 13,20 Euro p. a.) teurer als der “central.prodent”, allerdings bei wesentlich mehr Leistungen.

    Grundsätzlich ist man vor allgemeinen Beitragserhöhungen niemals gefeit – egal bei welchem Versicherer man versichert ist und/oder welche Leistungen der Versicherer erbringt.

    Dass geringere Leistungen eine größere Beitragsstabilität bringen, ist aus meiner Sicht allerdings eine billige Ausrede derjenigen Versicherer, die eben geringere Leistungen als andere haben. Die Beiträge hängen zu einem Großteil mit den Verwaltungskosten und dem wirtschaftlichen Arbeiten der
    Gesellschaften zusammen.

    Die CSS z. B. ist jetzt seit mittlerweile 4 Jahren auf dem deutschen
    Markt und hat ohne Zweifel die besten Leistungen. Wie die Central, so hat auch die CSS in diesem Jahr eine Beitragsanpassung durchgeführt, allerdings eher moderat – im Gegensatz zu vielen anderen Versicherern mit geringeren Leistungen.

    Die CSS beispielsweise vertritt den Standpunkt, dass nicht die Leistungen an sich, sondern die u. U. unberechtigt geforderten Leistungen die Beiträge erhöhen. So hat die CSS eine äußerst strikte Annahmepolitik, fehlende Zähne werden nicht mitversichert, schlechte Risiken werden abgelehnt. Was auf der einen Seite hart klingen mag kommt auf der anderen Seite jedoch dem gesamten Versicherungskollektiv zugute.

    Die CSS hat bei ihrem Spitzentarif neben der letzten Beitragsanpassung auch die Annahmebedingungen deutlich verschärft. Es wurden mehrere neue Gesundheitsfragen eingeführt, um den aktuellen Zahnzustand genauer erfassen zu können. Diese Frage gehen teilweise mehrere Jahre zurück. Dies ist aus Verbrauchersicht sehr unangenehm, da die Gefahr versehentlich falsche Angaben zu machen, erheblich steigt.

    Zusätzlich fordert die CSS jetzt bei Positiv-Beantwortung einiger Fragen einen zahnärztlichen Befundbericht an, was in der Praxis erhebliche Gefahren einer Antragsablehnung nach sich zieht. Wer regelmäßig beim Zahnarzt war und keine laufenden Behandlungen hat bzw. kürzlich Behandlungen abgeschlossen hat, kann den CSS-Tarif weiterhin beantragen. Für alle anderen sind die Hürden aber jetzt deutlich höher. Hier ist der Abschluss einer anderen Zahnzusatzversicherung mit verbraucherfreundlichen Annahmebedingungen zu empfehlen.

    Zudem prüft die CSS grundsätzlich beim ersten Leistungsfall, ob die Angaben im Antrag korrekt gemacht wurden und verweigert so jede ungerechtfertigte Leistung sofort. Dadurch werden eine Menge Kosten gespart. Dieses Vorgehen bedeutet zwar eine relativ lange Prüfung im ersten Leistungsfall, was die Geduld manches Kunden auf die Probe stellt, es kommt aber auf jeden Fall der Versichertengemeinschaft zu Gute, da so die Beiträge absolut stabil gehalten werden können.

    Der Vollständigkeit halber möchte ich noch erwähnen, dass die CSS keine Altersrückstellungen bildet bzw. vorsieht. Ist es für den Kunden vorteilhaft, dass die Prämien nach Art der Schadenversicherung ohne Alterungsrückstellung berechnet sind?

    Das Risiko für den Versicherer und dementsprechend die Leistungen in der privaten Krankenversicherung steigen regelmäßig mit dem Alter. In der Vollversicherung hat der Gesetzgeber daher vorgesehen, dass eine Alterungsrückstellung gebildet wird, um die Prämien auf Dauer konstant und somit überschaubar und vor allem, um diese Prämien im Alter bezahlbar zu halten. In der Zusatzversicherung ist dies ausdrücklich nicht vorgesehen und in Deutschland inzwischen nicht mehr allgemein üblich. Die altersabhängigen Risiko-Prämien sind hier, ganz speziell bei Zahnzusatzversicherungen, in absoluter Höhe gar nicht so hoch, dass sie im Alter nicht bezahlbar wären. Daher hat die CSS sich entschlossen, die Prämien jeweils nach Altersgruppen für das jeweils erreichte Alter jährlich neu festzulegen.

    Ein Vorteil ist, die Neuzugänge zahlen dadurch eine niedrigere Prämie, als wenn sie in ihren Prämien selbst schon für eine Prämienermäßigung im Alter vorsorgen müssten. Das dafür vom Versicherer zu betreibende Zwangssparen findet nicht statt. Wer kündigt verliert keine beim Versicherer für ihn angesparten Altersrückstellungen. Jeder Versicherte kann die künftige Prämienentwicklung aus den Beitragstabellen vor dem Abschluss selbst ablesen und jeder könnte Rücklagen im Rahmen seiner Altersvorsorge selbst mit ansparen. Ein weiterer großer Vorteil ist: Jeder Versicherte kann, wenn er seine Versicherung nicht mehr benötigt, diese kündigen, ohne die beim Versicherer für Ihn angesparten Altersrücklagen zur verlieren, ohne also Nachteile durch den Wegfall der Alterungsrückstellung zu haben.

    Die Prämienstruktur bei Beitragsanpassungen bei CSS ist insgesamt transparenter: jeder zahlt das gleiche wie ein gleichaltriger Neuzugang.

    Wer sich gesund ernährt, Sport treibt und mit seinen Kräften haushaltet, bleibt länger gesund. Das ist sicherlich kein Geheimnis, wird bei der CSS allerdings sogar belohnt. Denn das was die CSS spart, gibt sie an die Kunden weiter. So einfach ist das!

    Was sich bei der Kraftfahrzeugversicherung bewährt, macht auch bei der Krankenversicherung Sinn. Der in Deutschland einzigartige Schadenfreiheitsrabatt (SFR) für eine Krankenzusatzversicherung belohnt deshalb Versicherte, die Wert auf ihre Gesundheit legen. Wenn ich die CSS nicht in Anspruch nehme, gewährt mir diese – abhängig vom gewählten Tarif – einen jährlichen Beitragsrabatt 7 % (bis zu 35 %).

    Für die Tarifreihe “flexi” gilt:
    Zum Versicherungsbeginn erfolgt eine Einstufung in die Klasse SF 5 = 100 %.
    Bei Nichtinanspruchnahme wird mein Beitrag pro Jahr um 5 % günstiger und kann somit bis auf 75 % des Jahres beitrags sinken.

    Besonderheit: Der Tarif ist „gedeckelt”. Das heißt: Auch wenn ich schwer und lange erkranken sollte, steigt mein Tarif keinesfalls über 100 %! Über den Schadenfreiheitsrabatt kann man sich somit besonders freuen.

    Achja, bevor der Einwand kommt, Prophylaxemaßnahmen, wie z. B. die professionelle Zahnreinigung, wirken sich NICHT negativ auf den SFR aus bzw. belasten diesen NICHT!

    Herr Meysel, ich hoffe meine Antwort war umfassend und ehrlich genug. Wenn nicht, dann stehe ich für weitere Fragen gerne zur Verfügung.

    Ich wünsche allen Bloggern einen schönen und erholsamen Abend.

    Gruß,

    Thomas S.

  6. Thomas S., 23. August 2010 um 23:03 Uhr

    @ Andrea

    Was steht denn in den AVB der Central, doch auch, dass die Beiträge erhöht werden können und dürfen wenn es denn sein muss.

    Die CSS Zahnzusatzversicherung verzichtet auf die Bildung von Alterungsrükstellungen. Von vornherein ist somit ein jährlicher Beitragssprung einkalkuliert. Dieser liegt bei der CSS Zahnzusatzversicherung in der Regel pro Jahr bei 20 – 50 Cent. Ab einer bestimmten Altersstufe steigt der Beitrag allerdings nicht mehr durch ein “Alterwerden”, tatsächlich sinkt er sogar. Dieser Beitragssprung durch die erhöhten Altersrisikokosten haben aber nichts mit einer Beitragsanpassung im Sinne der Preissteigerung zu tun. Diese können noch hinzukommen und die Beiträge der CSS Zahnzusatzversicherung, genau wie bei allen anderen Zahnzusatzversicherungen zusätzlich erhöhen.

    Die CSS Zahnzusatzversicherung hat nur eine Mindestlaufzeit von einem Jahr. Die meisten anderen Zahnzusatzversicherung können frühstens nach 2 Jahren gekündigt werden, wobei man eine Zahnzusatzversicherung niemals mit dem Hintergedanken abschließen sollte, sie später wieder zu kündigen.

    Insofern ist die CSS aus meiner Sicht weitaus transparenter als beispielsweise die Central.

    Sie schreiben weiterhin: “Außerdem stellt sich mir wirklich die Frage ob eine Rechnung von 160,- € (gibt es auch schon für 60,-€) an meine finanzielle Existenz geht und ich diese Summe deswegen absichern sollte. Da sehen die Summen bei Zahnersatz doch schon anders aus. Diese Beträge sollten dann doch abgesichert werden, da sie sonst in vielen Fällen nicht bezahlbar sind.”

    Zunächst einmal gehe ich persönlich auf Anraten meines Zahnarztes 2 x im Jahr zur PZR. Die Kosten für 1 PZR liegen bei ca. 80 Euro, so dass 2 Reinigungen im Jahr eben 160 Euro kosten. Wenn aber Not am Mann ist, sprich “Medizinisch notwendig”, dann leistet die CSS auch für 4 oder mehr PZRs im Jahr.

    Übrigens, für Patienten, die regelmäßig zur PZR gehen fallen teure ZahnERsatzkosten wesentlich später und nicht so hoch an, wie für diejenigen, die eben nicht zur PZR gehen. FOLGE: Ich schone meine Zähne, Nerven und meinen Geldbeutel.

    Die PZR war auch nicht der ausschlaggebende Punkt für die Wahl meiner Zahnzusatzversicherung, sie stellt lediglich das Tüpfelchen auf dem “i” dar.

    Vermittler, die solche Leistungen nicht im Portfolio haben, müssen halt mit dem Argument “… ob eine Rechnung von 160,- € (gibt es auch schon für 60,-€) an meine finanzielle Existenz geht und ich diese Summe deswegen absichern sollte. Da sehen die Summen bei Zahnersatz doch schon anders aus. Diese Beträge sollten dann doch abgesichert werden, da sie sonst in vielen Fällen nicht bezahlbar sind.” kommen, das verstehe ich.

    Und wo wir schon bei den hohen Kosten sind, die es abzusichern gilt: Die Central hat neben der achtmonatigen Wartezeit noch eine anfängliche Summenbegrenzung über 6 (!) Jahre in Höhe von 7.500 Euro.

    Die CSS Zahnzusatzversicherung verzichtet im Bereich der Zahnbehandlung auf Wartezeiten und sieht keine generellen oder anfänglichen Summenbegrenzungen im ZahnERsatzbereich vor, d. h. vollständige Erstattung direkt zu Beginn.

    Fairerweise möchte ich erwähnen, dass dieser Umstand sicher auf den ersten Blick sehr erfreulich ist, doch zieht der Verzicht auf Summenbegrenzungen gepaart mit einer Mindestlaufzeit von nur einem Jahr möglicherweise schlechte Risiken an. Schlechte Risiken sind Personen, die in diesem Zusammenhang bei Antragstellung zur CSS Zahnzusatzversicherung über relativ schlechte Zähne verfügen oder jahrelang nicht beim Zahnarzt waren. Sie schließen die CSS Zahnzusatzversicherung mit dem Hintergedanken ab, sie nach der ersten hohen und insgeheim geplanten Behandlung wieder zu kündigen.

    Wie ich im vorangegangenen Kommentar jedoch bereits geschrieben habe, hat die CSS allerdings eine äußerst strikte Annahmepolitik, fehlende Zähne werden nicht mitversichert, schlechte Risiken werden abgelehnt. Was auf der einen Seite hart klingen mag kommt auf der anderen Seite jedoch dem gesamten Versicherungskollektiv zugute.

    Die CSS hat bei ihrem Spitzentarif neben der letzten Beitragsanpassung auch die Annahmebedingungen deutlich verschärft. Es wurden mehrere neue Gesundheitsfragen eingeführt, um den aktuellen Zahnzustand genauer erfassen zu können. Diese Frage gehen teilweise mehrere Jahre zurück. Dies ist aus Verbrauchersicht sehr unangenehm, da die Gefahr versehentlich falsche Angaben zu machen, erheblich steigt.

    Zusätzlich fordert die CSS jetzt bei Positiv-Beantwortung einiger Fragen einen zahnärztlichen Befundbericht an, was in der Praxis erhebliche Gefahren einer Antragsablehnung nach sich zieht. Wer regelmäßig beim Zahnarzt war und keine laufenden Behandlungen hat bzw. kürzlich Behandlungen abgeschlossen hat, kann den CSS-Tarif weiterhin beantragen. Für alle anderen sind die Hürden aber jetzt deutlich höher. Hier ist der Abschluss einer anderen Zahnzusatzversicherung mit verbraucherfreundlichen Annahmebedingungen zu empfehlen.

    Insofern bleibe ich dabei, der “central.prodent” ist sicherlich ein (sehr) guter ZahnERsatztarif, im Bereich der Zahnbehandlung und des Zahnerhalts hinkt er, wie viele Tarife anderer Versicherungsgesellschaften auch, den Anforderungen an eine Premium-Zahnzusatzversicherung hinterher,

    Gruß und einen schönen Abend noch.

    Thomas S.

  7. M. S., 24. August 2010 um 09:32 Uhr

    @ Andrea

    Sie haben völlig Recht. Mit Tarifen wie dem hier von Thomas S. dargestellten, wird der Versicherungsgedanke* ad absurdum geführt und führt langfrisitg in einem solchen Tarif dazu, dass dieser so teuer wird, dass ein Kunde sich diesen tatsächlich sparen kann.

    Wer sich im Jahr keine 100 Euro für eine Zahnreinigung leisten kann (Ich dachte der Partner BKK Gesundheit zahlt für eine solche im Rahmen des Geundheitsbonuses sogar hierfür einen Teil), der wird wohl auch Probleme haben, den Teil einer ZahnERSATZ behandlung zu bezahlen, welchen GKV und Zusatztarif nicht übernimmt.

    * Der Versicherungsgedanke geht im übrigen auf die Anfänge der Seeschifffahrt zurück. Durch den Untergang von Handelsschiffen, der für den einzelnen Besitzer massivste Verluste zur Folge hatte, kam es bei allen Besitzern von Schiffen zu der Einsicht, dass dies jeden treffen kann.
    Um den Verlust für den Betroffenen Abzumildern, da dieser zumeist die materiellen Folgen eines solchen Verlustes nicht alleine tragen konnte, wurde eine sog. Gefahrengemeinschaft gebildet.

  8. AS-Cluber, 24. August 2010 um 10:10 Uhr

    @ Thomas S.

    Die Central hat seit 1989 Zahnzusatztarife und nicht zuletzt, weil sie auf versicherungstechnisch Unsinnige Leistungen verzichtet, war im Sommer diesen Jahres ERSTMALIG (!!!!) eine Anpassung nach oben erforderlich. Diese betrug im Schnitt weniger als 5%.

    Insbesondere bei den seit Jahren steigenden Rechnungen der Zahnärzte UND den geringeren Zahlungen der gesetzlichen Kassen sind u. a. auch die Altersrückstellungen ein Garant für gute Tarife UND stabile Preise.

  9. Harri Schultze, 24. August 2010 um 11:29 Uhr

    Die Kalkulation der CSS muss ja wie folgt aussehen:

    160 Euro PZR p.a. = sichere Kosten für die CSS
    also

    19,08 Euro Monatsbeitrag für den CSS Tarif
    – 13,33 Euro PZR Kosten monatlich
    = 5,75 Euro Beitrag für Risikoschutz, Verwaltung etc…

    Dann noch mehr Leistungen – also mehr als 90% Erstattung bei Zahnersatz, wie der Central Tarif das bietet.?

    Zauberei – oder? (zumindest mit gesundem Menschenverstand und/oder dem Taschenrechner nicht nachvollziehbar)

  10. Andrea, 24. August 2010 um 13:06 Uhr

    @ Thomas S.

    ist in meinen Augen ein schlechter Tausch der Leistungen.
    Die ersten drei fehlenden Zähne nicht mitversichert und somit Kosten bei Zahnersatz von ca. 3-5 Tsd. € (dann braucht die CSS auch keine Zahnstaffel) dafür aber eine Leistung (PZR) von max. 320 € mitversichert.
    Und wenn dann, wie Sie schreiben, Ihr Tarif auch noch teurer ist als wenn Sie den Prodent der Central hätten …… ???

    @ M.S.

    richtig, die BKK gesundheit bietet im Rahmen des Bohnussysthems die Zahnreinigung mit an. Somit muss unser Kunde trotz des Central Prodent nicht darauf verzichten. (hat also beides) Und bekommt die ersten drei fehlenden Zähne auch bezahlt wenn sie vor Antragstellung fehlen.
    Damit kann ich als Berater/in und vor allem meine Kunden leben.

    Viele Grüße Andrea

  11. Enrico, 24. August 2010 um 14:11 Uhr

    Ich glaube grundsätzlich sollte man abwägen was man alles Versichern will oder sollte! Wenn man sein Auto richtig versichern möchte, ist es dann sinnvoll den Jährlichen Ölwechsel bezahlt zu bekommen oder das bei einem Totalschaden der Schaden voll ersetzt wird, der dann schnell in die Tausende geht? (ähnlich wie bei den Zähnen)
    Zum Glück gibt´s für jeden was.

  12. Christian Loose, 24. August 2010 um 15:16 Uhr

    @ Thomas S.

    Jeder, der sich im Zusatzbereich ein wenig auskennt, wird wissen, dass CSS und Central nicht zu den schlechtesten Anbietern gehören, um nicht zu sagen:
    Beide sind sehr gut, haben sehr gute Leistungen!
    Wem was besser “schmeckt”, soll jeder für sich selber entscheiden.
    Was jedoch die zukünftige Preisstabilität der CSS betrifft, so habe ich meine Zweifel. Die Zeit wird es uns zeigen…!

    Herr Thomas S., noch einen letzten Wunsch:
    Beschränken Sie sich auf das Wesentliche.
    Das was Sie schreiben ist doch ein wenig arg lang.
    Man könnte denken, Sie sind vom Beruf her Drehbuchautor! 😉

    Alles Gute aus der Hauptstadt wünscht

    Christian Loose

  13. Wolfgang Stadler, 24. August 2010 um 16:15 Uhr

    Nachdem ich jetzt ein bisschen nachgedacht habe, ob ich mit einsteige…

    lieber Thomas – wir vergleichen hier einen Neutarif mit einem vergleichsweise sehr alten Tarif, der prodent entstammt ja als Extrakt aus anderen Central-Tarifen. Und hier hinkt der Vergleich – lassen Sie uns das mal in zehn Jahren durchdiskutieren. Und halten wir fest: den CSS haben ja gerade Leute gemacht, die jedes Jahr Zahnreinigung machen, d.h. diese Kosten sind ziemlich gut planbar. Eine extra Portion an Beitragssteigerungen wird da nicht lange auf sich warten lassen, ich würde da im Moment auf Thema “Kundenfang” tippen.

    Wir werden´s sehen – und nachher sind wir alle ein bisschen schlauer!

  14. Ralf Meinecke, 24. August 2010 um 21:48 Uhr

    Das sehe ich genauso.

    Eine Gesellschaft, die gerademal 4 Jahre auf dem Markt ist, dazu noch sehr selektiv die Kunden aussucht und sich die “besten Risiken” einkauft, die wird vermutlich noch über wenig bis gar keine Erfahrung darüber verfügen, wieviel sie denn wirklich als dauerhaften(!) Beitrag von einem Versicherten braucht, um den Schutz auch über Jahre aufrecht erhalten zu können.

    Viele Grüße,
    Ralf Meinecke

  15. Sebastian Meysel, 25. August 2010 um 00:55 Uhr

    @ Andrea,

    als Kollege duze ich jetzt einfach mal, ich gebe Dir recht, das finanzielle Risiko eines Zahnersatzes ist um ein vieles höher, und deshalb auch der Grund, sich Gedanken über passenden Versicherungsschutz zu machen. Dennoch kann ich die Argumente von Thomas S. nachvollziehen, da es den Vertrag sozusagen erlebbar macht, da ja nicht jeder, der eine Zusatzversicherung abschließt, unbedingt die Erfahrung einer Zahn-OP machen will. Die letzte ist mir noch schmerzlich in Erinnerung.

    Trotzdem bin auch ich der Meinung, dass in erster Linie das teurere Risiko, nämlich der Zahnersatz abgesichert sein muss. Und am besten täglich Zähne putzen und gar keine kaputten Zähne bekommen :-)))

    Einen schönen Tag und maximale Erfolge wünscht

    Seby Meysel

  16. Andrea, 25. August 2010 um 09:35 Uhr

    @ Seby Meysel,

    natürlich ist es eine schöne Sache wenn man dem Kunden sagen kann
    “hier gibt es auch mal was für Vorsorge und kleineren Dinge welche 1-2 mal im Jahr anfallen und nicht erst wenn der Totalschaden eingetreten ist”.
    Zum Glück kann das ja jeder für sich entscheiden. Drum gibt es ja Kunden welche bei der CSS sind und eben auch welche die bei der Central sind.
    Zumindest haben “beide Kunden” wenigstens die Notwendigkeit erkannt und sind allein dadurch schon einmal einen großen Schritt weiter.
    Und machen wir uns mal nichts vor ….. beides (CSS und Central haben sehr gute Tarife) ist besser als nichts zu unternehmen !

    Viele Grüße an alle (auch Sie Herr Thomas S.) von Andrea

  17. Sebastian Meysel, 25. August 2010 um 20:53 Uhr

    Richtig Andrea, sehe ich genauso. Ich berate meine Kunden gerne im Bereich PKV-Zusatz und biete Ihnen guten Gewissens prodent, bzw die Premiumvarianten der Tarifwelt GPX an.

    Einen schönen Abend noch

    Seby Meysel

  18. Thomas, 25. September 2010 um 10:21 Uhr

    Da ich nicht soviel verdiene, aber dennoch soviel, um keinen weiteren Zuschuss für Zahnersatz zu erhalten, habe ich mich zwangsläufig auch mit diesem Thema beschäftigt.

    Prophylaxe kann ich mir noch selbst einmal im Jahr leisten und einmal im Jahr bezahlt die Kasse ja auch noch Zahnsteinentfernung.

    Mir war es wichtig, dass die Versicherung zumindest die Differenz zwischen dem, was die Kasse und was ich auf GKV-Niveau zahlen muss übernimmt und ggf. noch ein bissel mehr trägt, dass ich mir doch mal ein Inlay leisten kann, ohne arm zu werden.

    Den Central-Tarif hatte ich mir auch angeschaut, aber mir war er einfach zu teuer. Da lege ich dann doch lieber die Priorität darauf, etwas fürs Alter zu sparen.

    Letztlich habe ich für mich den Tarif “Asstel-KEZ” für 3,48 EUR monatlich entschieden, der über die Gotaher läuft UND meines Wissens mit dem Gothaer Tarif “Medi-Dent” identisch ist – nur ohne Altersrückstellungen, wo ich dann mit 31 6,13 EUR zahlen muss.

    Manche mögen das kritisieren, aber da ich aufs Geld schauen muss und eine gewisse Basisabsicherung wollte, war das für mich eine Alternative.

  19. Wolfgang Stadler, 25. September 2010 um 12:00 Uhr

    Lieber Thomas, Kritik ist in diesem Fall nicht angebracht, das Sie sich persönlich mit dem Thema beschäftigt haben.

    Und wie immer im Leben tragen Sie für Ihr Leben auch persönlich die Verantwortung – d.h. die Konsequenz, wenn´s Ihre Entscheidung nicht gut war.

    Aber diese Fragestellung – mit Verlaub – ist jetzt nicht Bestandteil meines Beitrags 😉