Handy schlägt Altersversorgung

15. August 2010 | 867 mal gelesen

Ja: Die meisten Menschen wissen oder ahnen, dass sie eigentlich privat vorsorgen müssten – für das Alter, für die Gesundheit und für den Pflegefall.

Das reale Verhalten jedoch ist ein ganz anderes: Das Meinungsforschungsinstitut Omniquest hat per Befragung von 800 Privatpersonen herausgefunden, dass 46 Prozent der Befragten regel- oder unregelmäßig nach besseren Angeboten zu ihrem Mobilfunkvertrag suchen.

Demgegenüber lassen nur 30 Prozent ihre bestehende Altersversorgung überprüfen.

Dadurch entgehen vielen Bürgern ganz erhebliche Fördermöglichkeiten, zum Beispiel in den Bereichen Riester- und Rürup-Rente, aber auch in der betrieblichen Altersversorgung. Im Bereich Geldanlage und Sparen nutzen immer noch fast 50 Prozent der Bürger das Sparbuch. Demnach würde auch hier eine Überprüfung durch einen Vermögensberater der DVAG vermutlich weit mehr wirtschaftlichen Nutzen bringen als die Optimierung des Handy-Tarifs. Genauso wie der Wechsel von einem teuren Dispositionskredit auf einen deutlich niedriger verzinsten Ratenkredit – auch dies ein Thema, das für sehr viele Bürger mit erheblichen Einsparungen verbunden sein könnte.


Kommentare für diesen Artikel (5)

  1. Uwe Dreyer, 15. August 2010 um 13:24 Uhr

    Traurig, aber wahr ! Es ist wirklich erstaunlich, wie blauäugig eine große Mehrheit unserer Bürger immernoch handelt. Für’s Handy den billigsten Tarif, für’s Auto die günstige Versicherung und Werkstatt, Einkauf beim Discounter, aber wenn es um das eigene (oft hart erarbeitete oder ersparte) Geld und die eigene Vorsorge geht, dann stümpern leider viele rum. Besonders traurig ist, dass auch die Politik oft aus kurzfristigen Motiven die Bürger in falscher “Sicherheit” wiegt und damit wichtige Zeit beim Kapitalaufbau verschenkt wird.

    Ein schönes Rest-Wochenende !

  2. Markus Kraml, 15. August 2010 um 22:19 Uhr

    Altersvorsorge ist für viele noch in weiter Ferne.
    Oft geht die Meinung um:
    Da hab ich noch lange hin, ich will jetzt leben…
    Wer weiß was ist, wenn ich in Rente gehe, der Staat lässt uns schon nicht hängen ich zahle ja schließlich ein… oder,
    Wovon soll ich denn noch zusätzlich sparen es bleibt so wenig Lohn übrig, außerdem bin ich jetzt jung, da brauch ich das Geld nicht wenn ich alt bin….
    Ganz krasse sagen sogar wenn ich nicht spare kann mir der Staat nichts nehmen und wenn ich nichts habe kommt er für mich auf….
    Wir Vermögensberater hören Tag täglich derartige Aussagen.
    Sicher ist die Belastung für den einen oder anderen schon hoch, aber ich denke sie wird sogar noch höher werden, denn wir kommen langsam weg von dem All-Inklusiv Gedanken in unserem Sozialstaat. Eigenvorsorge ist und wird auch noch viel stärker in den Vordergrund kommen.
    Hierbei ist es wichtig durch eine Strategie, eine Planung den Zielen und Wünschen des Kunden näher zu kommen und auch wenn es unangenehm ist, auf die immer größer werdenden Lücken in unserem Sozialstaat hinzuweisen.
    Wir als Vermögensberater sind immer mehr gefordert als Stratege, Planer und vor allem Sparmotivator und nicht wie oft gedacht wird als Produktverkäufer.
    Ich denke, dies ist die ureigenste Aufgabe unseres Berufsstandes und dass müssen wir uns alle, egal welchen Vermittlerstatus oder welcher Gesellschaft man angehört täglich vor Augen halten…
    Die Bürger brauchen unsere Dienstleistung, denn das Thema Vermögensberatung ist in den letzten Jahrzehnten oder Jahren so umfangreich geworden, dass es der Normalbürger eben nicht mehr schnell mal nach der Arbeit überblicken kann.

  3. Marcel H. Costin, 15. August 2010 um 22:44 Uhr

    Guten Abend,

    eine Studie hat doch bekannt gegeben, dass alleine in Deutschland etwa 240 Millionen (?) Euro für Handyklingeltöne jedes Jahr ausgegeben werden. Ich erinnere mich nur vage an die Zahl, auf jeden Fall in dreistelliger Millionenhöhe. Vielleicht kann das jemand bestätigen?

    Geld ist noch genug da, es wird nur anders damit umgenangen, als nötig.

    Mit besten Grüßen,
    Ihr/Euer Marcel H. Costin

  4. Norbert Strauß, 16. August 2010 um 08:13 Uhr

    Guten Morgen,
    vielleicht wäre es gute Idee Altersvorsorge mit Klingeltönen anzubieten, die jeden Tag klingeln und an die Altersarmut erinnern. Aber im Ernst : Es ist noch sehr viel zutun !
    Norbert Strauß

  5. M. S., 16. August 2010 um 08:40 Uhr

    Ist zwar aus dem Jahr 2005, aber an der Zahl wird sich nicht viel geändert haben:

    http://www.faz.net/s/Rub36B71B0E8E5C46E9AFBAF4B7B12FC9C5/Doc~E68E170B2F50F435CB7B412CE56D31903~ATpl~Ecommon~Scontent.html