Altersversorgung ist kein Tagesgeld

12. August 2010 | 1.010 mal gelesen

Wieder einmal wird – dieses mal durch das namhafte Handelsblatt – Stimmung gegen die private Rentenversicherung als Altersversorgungsinstrument gemacht (HB vom 03.08.2010).

Anknüpfungspunkt ist, dass viele Kunden ihren Vertrag nicht bis zum Ablauf durchhalten und deshalb nicht die volle Rendite, z.B. über Schlussgewinnanteile, abschöpfen können. Stattdessen wird vorgeschlagen, mit flexiblen Anlageformen vorzusorgen, um so immer schadlos an sein Geld zu kommen.

So weit so gut. Dennoch ist der Beitrag wieder sehr einseitig und verkürzt.

Ein guter Berater sollte alles daran setzen, dass sein Kunde seine Altersversorgung eben nicht vor Ablauf in Frage stellt. Flexibilität der Anlage sollte deshalb bei der Altersversorgung nicht das primäre Kriterium sein. Viel wichtiger ist die Absicherung biometrischer Risiken, insbesondere des Langlebigkeitsrisikos. Und das deckt nur die private Rentenversicherung ab. Denn die zahlt die vereinbarte Rente nebst Überschußbeteiligung lebenslang bei Bedarf auch an Hundertjährige und Ältere aus. Ein Argument, das im Handelsblatt-Beitrag noch nicht einmal Erwähnung findet.

Außerdem: Kann ein Kunde vorübergehend seine Beiträge zur privaten Rentenversicherung nicht aufbringen, besteht die Möglichkeit der (befristeten) Beitragsfreistellung.

Weiterhin – und dies ist in der Beratung durch einen Vermögensberater der DVAG Deutsche Vermögensberatung durchaus üblich – kann der Vertrag mit einer Teilauszahlungsmöglichkeit während der Vertragslaufzeit abgeschlossen werden.

Zur Not besteht die Möglichkeit eines Policendarlehens.

Und eine intelligente Beratung sieht vor, dass ein Teil des verfügbaren Sparbetrages flexibel zum Beispiel in Geldmarktfonds angelegt wird, um so bei Liquiditätsengpässen eben nicht die Altersversorgung in Frage stellen zu müssen.

Es wäre schön gewesen, wenn eine namhafte Wirtschaftszeitung wie das Handelsblatt auch auf solche Aspekte hingewiesen hätte. Denn wie man sieht: Die Kündigung einer privaten Rentenversicherung muss nicht sein, wenn die Beratung stimmt.


Kommentare für diesen Artikel (20)

  1. Harri Schultze, 12. August 2010 um 09:52 Uhr

    Für mich wieder ein schönes Lehrstück, dass nur die Allfinanzberatung eine bedarfsgerechte Finanzplanung leisten kann.

    Die “angebliche” Inflexibilität einer Altersvorsorge ist isoliert betrachtet vielleicht ein Nachteil, eingebettet in ein vernünftiges Allfinanzkonzept, in dem auch auf entsprechende Liquiditätsreserven des Haushaltes geachtet wird, ist dies aber kein Thema mehr.

    Schön immer wieder veranschaulicht zu bekommen, dass die Deutsche Vermögensberatung mit ihrem Allfinanzkonzept hier absolut den richtigen, bedarfsgerechten und sinnvollen Weg geht.

  2. Michael Zenk, 12. August 2010 um 10:45 Uhr

    ..Früher an Später denken, Wünsche und Ziele erfragen, diese bei der Erstellung eines Vermögensaufbauplanes berücksichtigen, eine einmal getroffene Entscheidung regelmäßig kontrollieren und ggf. korrigieren. Ein flexibles Konzept erstellen, was kurz-, mittel- und langfristig funktioniert. Wenn diese wichtigen Bestandteile berücksichtigt werden, ist der Kunde gut beraten. Das geht nur, wenn ich mich als Berater von dem Verkauf von Produkten lösen kann. Optimale Beratung, sauber und fair, sorgt für beste Qualität und höchste Professionalität. Die Vermittlung von Produkten ist immer nur eine Folge davon. Das ist Allfinanz in meinem Sinne.
    Das vergleichen von Tagesgelder und Rentenversicherung, kommt dem Vergleich eines Apfels und einer Birne nahe.

  3. Claudia Müller, 12. August 2010 um 11:45 Uhr

    Kürzlich traf ich einen Verkäufer von Anteilen eines geschlossenen Immobilienfonds, der höchst merkwürdige Thesen vertrat. Er hatte zu jedem Thema eine Meinung (aber keine Ahnung… ) und erlaubte es sich, jeden Anwesenden zu beurteilen, kritisieren und zu massregeln. Immer mit dem abschliessenden Satz: “Ich bin schliesslich Journalist und weiss, von was ich rede.” Diese Form der Selbstüberschätzung scheint auch beim Handelsblatt zu grassieren. Enttäuschend, wirklich enttäuschend!

    Es ist ein Widerspruch in sich, wenn Altersvorsorge in der Art flexibel sein soll, dass der Sparer jederzeit an sein Geld kann. Das ist keine Altersvorsorge. Dabei ist eine andere Art von Flexibilität erforderlich. Anpassungsmöglichkeiten des Vertrages während der Laufzeit, Gestaltungsmöglichkeiten. Genau das bieten wir. Noch wichtiger ist allerdings Expertise, die unsere Kunden durch die Zusammenarbeit mit ihrem Vermögensberater haben. Ständige Änderungen, extern durch Reformen, Fördermöglichkeiten usw., intern durch eine geänderte Lebenssituation, geänderte Einkommensverhältnisse usw., erfordern regelmässig eine Überprüfung, evt. Anpassung. Fachwissen, die Feinheiten im Versicherungsgeschäft, in der Finanzierung, hat ein Laie nicht. Auch nicht einer, der sich für gut informiert hält. Da gehört mehr dazu, als sich durch diverse Seiten im Internet zu lesen.

    Eine der wichtigsten Grundlagen, ein Ziel zu erreichen (ein Ziel, nicht einen Wunschtraum oder eine Phantasterei), ist Ausdauer. Das trifft auf alles zu, auch auf Altersvorsorge.

    “Beharrlichkeit ist die geheime Stärke des Erfolgreichen”
    (Napoleon Hill)

  4. Wolfgang Stadler, 12. August 2010 um 12:33 Uhr

    Ich bin entsetzt, was namhafte Zeitungen wie das Handelsblatt immer wieder abdrucken. Zumindest sollten die Redakteure sich ernsthafte Gedanken über die Folgen dieser subjektiven Meinungen machen. Wer Geld kurzfristig verfügbar als Altersversorgung auf der Seite hat WIRD dieses Geld bei der erstbesten Gelegenheit verfrühstücken – “Ich kann ja später mal über Rente nachdenken”. Damit wird jeglicher Zinseszinseffekt kaputtgemacht.

    Wie oft habe ich schon gelesen, man sollte mit Fonds seine Altersversorgung besparen. Was ist mit Abgeltungssteuer? Was ist, wenn der Mensch mal “zwischendurch” Geld braucht?

    Einseitige, subjektive Beiträge sind sicherlich keine Hilfe für ein Deutschland, in dem die demografische Entwicklung alles andere als erfreulich ist 🙁

  5. As-Cluber, 12. August 2010 um 13:57 Uhr

    Das eine zu tun ohne das andere zu lassen.

    Am Beispiel Auto wird das deutlich:

    Das ich neue Reifen brauche, kann ich selber erkennen, das auch die Bremsscheiben gewechselt werden muessen, dazu brauche ich den Experten aus der Werkstatt. Und die besten Bremsen funktionieren nicht, wenn keine Bremsflusigkeit vorhanden ist.

    Nur durch das Zusammenspiel einzelner Elemente aus verschiedenen Finanzprodukten kommt eine langfristig sinnvolle Anlagestrategie heraus. Und so wie ich mit abgefahrenen Reifen trotzdem Auto fahren kann, so kann ich auch mit Tagesgeldkonten Altersvorsorge betreiben. Allerdings weis jeder vernünftig denkende Mensch, was bei Regen oder Schnee passiert, wenn die reifen kein Profil haben.

    Leider scheinen insbesondere Jornalisten, die Germanistik und nicht Altsvorsorge studiert haben, nicht zu wissen, was passiert, wenn eine Altersvorge auf Tagesgeld basierend mal “nass” wird.

  6. Wolfgang, 12. August 2010 um 14:25 Uhr

    @ Claudia Müller

    Bei Ihrer Meinung geb ich Ihnen voll Recht. Es kann nicht sein, dass eine Altersvorsorge jederzeit kapitalisierbar sein soll. Da widersprechen Sie aber Herrn Lach in seinem Beitrag.
    Hier der Auszug:
    Weiterhin – und dies ist in der Beratung durch einen Vermögensberater der DVAG Deutsche Vermögensberatung durchaus üblich – kann der Vertrag mit einer Teilauszahlungsmöglichkeit während der Vertragslaufzeit abgeschlossen werden.

    Zur Not besteht die Möglichkeit eines Policendarlehens.

    Ich hoffe für Sie, diese Sie diese ” übliche ” Beratung nicht praktizieren.
    Gruß Wolfgang

  7. Frank Schmidt, 12. August 2010 um 19:16 Uhr

    @ As-Cluber

    Das Autobeispiel ist echt gut. Ich war auch immer in meiner Stammwerkstatt. Der Sohn vom Chef hat zu Durchsichten mehr als 1 Mal angerufen und gesagt, die Bremsen halten nicht mehr lange und sollten gleich noch mit gemacht werden. Ich habe es immer machen lassen, bin ja Laie.
    Bis ich mal in den Urlaub wollte und mir die Ausgabe vorher nicht passte. So dachte ich mir, die 2.000 km machen die Bremsen schon noch mit. Und nach dem Urlaub fuhr ich auch nicht gleich hin, die Bremse arbeitete störungsfei, so wartete noch 1 Monat, bis die Winterreifen drauf mußten.
    Das machte dann in einer Aussenstelle der Wertstatt ein Lehrling. Und er sagte nichts zu meinen Bremsbelägen. Nach meinem Dafürhalten müßten die ja fix und fertig sein. Ich fragte ihn dann, ob er denn nicht gleich noch nach den Bremsen sehen könne.
    Er:” Chef, das ist Service, das habe ich gleich mit gemacht. Mit den Dingern fahren sie noch über den Winter. Außerdem meldet sich die Elektronik doch, wenn’s Zeit ist.”

    Was will ich damit sagen? Du kannst heute keinen Experten glauben. Und schon garnicht dem, was in der Zeitung steht. Altersvorsorge ist ein Thema für sich und wesentlich umfangreicher, als die Meisten glauben. Und vor allem, sehr individuell.

    Mit freundlichen Grüßen
    Frank Schmidt

  8. Wolfgang, 13. August 2010 um 12:13 Uhr

    Sehr geehrter Herr Lach,
    Dass viel Blogbeiträge nicht veröffentlicht werden liegt wohl daran,dass so manche Wahrheit nicht in die Öffentlichkeit soll. Es wäre aber gewiss im Sinne aller Leser, dass ehrliche Meinung und fundierte Beiträge genehmigt werden. Ich würde Fehler eingestehen, hab ich ja schon mal in einem Blog geschrieben und entschuldigt. Stellen Sie doch meine Meinung zu Frau Claudia Müller ein.

  9. , 13. August 2010 um 17:47 Uhr

    @ Wolfgang

    Woher nehmen Sie die Auffassung, dass viele Blogbeiträge nicht veröffentlicht werden? Das ist schlichtweg falsch, die Quote liegt aktuell bei ca. 1 / 35, d.h. von 35 Kommentaren wird im Schnitt einer nicht veröffentlicht, und das hat dann seine Gründe.

  10. Wolfgang, 13. August 2010 um 20:15 Uhr

    @ Dr. Helge LAch

    dann entschuldige ich mich auf diesem Wege
    Gruß Wolfgang

  11. Wolfgang Stadler, 14. August 2010 um 09:25 Uhr

    es ist schon seltsam, dass Herrn Dr. Lach immer wieder, immer wieder unterstellt wird, er würde hier in großem Maße zensieren. Da deckt sich mit den allgemeinen Vorurteilen unserer Gesellschaft gegenüber, die zumeist vollkommen ohne Grundlage zum Besten gegeben werden:

    Wettbewerbsunfähige Produkte – schlechte Ausbildung – Drücker – nur wenige verdienen Geld, die anderen werden ausgebeutet – Knebelverträge etc.

    Lieber Wolfgang – zwischen Wahrheit und subjektiver Wahrnehmung bestehen manchmal große Unterschiede…

  12. Frank Schmidt, 14. August 2010 um 14:27 Uhr

    Naja, viele kennen die DVAG und ihre Produkte. Makler müssen sich von berufswegen damit befassen. Umgekehrt ist das ganz selten der Fall. Ich will es nicht schlecht reden, wenn einer von seinen Produkten überzeugt ist, aber meine Erfahrung sagt, Vermögensberater machen sich selten die Mühe, die Produkte der Konkurrenz zu lesen. Eher ist man in Reihen der Vermögensberater der Meinung, wir haben das Beste. Und so wird dann auch gehandelt.

    MfG
    Frank Schmidt

  13. Claudia Müller, 14. August 2010 um 15:39 Uhr

    Lieber Wolfgang,

    damit Ihnen dieses Thema nicht den Schlaf raubt:
    Sie werden es kaum glauben – es gibt Menschen, die vorsorgen und mit einem Vehikel (Versicherungsvertrag, Banksparplan usw.) für mehrere Zwecke sparen. Ich erläutere Ihnen die Motivation, die Ziele und Wünsche, hier nicht; das führt zu weit. Sie können es drehen und wenden, wie Sie wollen, wir bieten genau das, was für die Sparer sinnvoll und erforderlich ist. Expertise ist nicht zu ersetzen. Übrigens, Sie brauchen sich meinetwegen keine Sorgen zu machen, oder Ihre Hoffnung auf mich zu konzentrieren. Das Prinzip Hoffnung ist bei meiner Tätigkeit völlig fehl am Platz. Ich berate individuell und fachlich auf hohem Niveau. Auf die Hoffnung verlasse ich mich dabei nicht, sondern auf mein grösstes Vermögen – das zwischen meinen Ohren liegt. Eine letzte Bitte: Schreiben Sie doch mit Ihrem vollen Namen, ansonsten macht Kommunikation wenig Sinn.

    Freundliche Grüsse… 🙂

  14. Stefan, 14. August 2010 um 18:54 Uhr

    @Frank Schmidt

    Zur Bestandsaufnahme und Analyse gehört grundsätzlich und von berufswegen, sich über vorhandene Produkte beim Kunden ein genaues Bild zu machen, auch das Kleingedruckte zu lesen und bereits vorhandene Produktlösungen in die Beratungsstrategie einzubinden.

    Als DVAG behaupten wir nicht, das “Beste” Produkt anzubieten, sondern das Richtige, gemessen an den Zielen und Wünschen des Kunden. Nachzulesen in unserer Firmenvorstellung.
    .
    Das auch andere Mütter (Produktgeber) schöne Töchter haben, ist allgemein bekannt. Aber deshalb muss man ja nicht mit jeder ins Bett steigen.

    Entscheidend ist nicht der niedriegste Zins beim Darlehen, der höchste Zins bei der Geldanlage, die (heute) “beste” Versicherung oder Bausparkasse, sondern die richtige Strategie nach genauer Analyse. Und da gibt es nicht viele Marktteilnehmer, die das so erfolgreich praktizieren.

    Schönes Wochenende

  15. Wolfgang Stadler, 14. August 2010 um 19:42 Uhr

    Sehen Sie, lieber Herr Schmidt, so eine Arbeitsweise kann sich doch heute keiner mehr leisten. Nur Überzeugung von der eigenen Arbeitsweise und von den eigenen Produkten reicht bei weitem nicht mehr aus, die gehobenen Kundenansprüche zu befriedigen.

    Unsere Marktbeobachtung stellt uns überaus informative Marktvergleiche zur Verfügung, auf denen Stärken und Schwächen in Relation zum Wettbewerb sehr deutlich werden. Und da wir unseren “Lieferanten” gegenüber als sehr großer Abnehmer auftreten, können wir auch sicher sein, dass unsere Produktbedürfnisse sehr schnell befriedigt werden.

    Ein Beispiel? Erst vor einigen Wochen haben wir wieder einen neuen Kfz-Tarif bekommen. Ich habe mich damals echt gefragt, wozu die das machen und was wir eigentlich noch verbessern sollen. Dennoch sind Detailsachen, die einem am Markt manchmal das Quäntchen Vorteil bringen.

    Und zum Thema Preisbildung: als Vermögensberater kann ich z.B. beim Auto 20% Kundenbonus abziehen – macht 80% vom AachenMünchener-Preis. Und wenn´s auf einen Preiskampf ankommt, krieg ich nochmal bis zu 50% zur Verfügung gestellt – d.h. der Kunde zahlt 40% vom regulären Beitrag.

    Und nun zurück zum Thema 😉 kleiner Ausschweif, man verzeihe mir… schönes WE

  16. Claudia Müller, 14. August 2010 um 20:24 Uhr

    Lieber Herr Schmidt,

    wachen Sie auf! Sie glauben doch nicht ernsthaft, dass wir Vermögensberater uns nie mit den Produkten der Mitbewerber beschäftigen? Vermögensberater müssen sich “von berufswegen” damit befassen. Ansonsten wäre es nicht möglich, einen Kunden in seinem Interesse zu beraten. Woher haben Sie nur diese Erkenntnis? Schauen Sie jedem Vermögensberater über die Schulter, wenn er eine Strategie für die finanzielle Zukunft seines Kunden ausarbeitet? Hinter meinem Schreibtisch habe ich Sie noch nie bemerkt. Aber Sie sind hiermit herzlich eingeladen! Danach wissen Sie aus erster Hand, wie ein Vermögensberater der DVAG arbeitet. Ich freue mich!

    Auf bald und viele Grüsse!

  17. Andrea, 14. August 2010 um 21:44 Uhr

    Hallo Herr Frank Schmidt,

    wie Sie zu dieser Annahme kommen das Vermögensberater nur selten die Produkte anderer Anbieter als die der AM lesen ist mir schleierhaft.
    Bei der Bestandsaufnahme (Analyse) ist jeder Vermögensberater verpflichtet
    (nach den Richtlinien des Bundes Deutscher Vermögensberater “BDV”)
    unter anderem auch alle bestehenden Verträge zu erfassen.
    Ein anderer Beratungsgrundsatz des BDV sagt aus, das die Interessen des Kunden immer Vorrang haben.
    Dies bezieht auch die bestehenden Verträge mit ein !
    Um das beurteilen zu können muss ein Vermögensberater die bestehenden Verträge auch gelesen haben !
    In meinem Büro habe ich einen Partner welcher alle bestehenden Verträge
    genauestens durchleuchtet und mit denen der AM vergleicht und in über 90% aller seiner Kunden zu dem Schluss kommt das die Tarife der AM wirklich besser sind. Nach meinen Erfahrungen hat das nichts damit zu tun das andere Gesellschaften diese Leistungen nicht bieten können sondern in den meisten Fällen vielmehr damit, das sehr häufig über den Preis beraten und vermittelt wurde. Darunter leidet dann häufig die Leistung.
    Nun zu Ihrer These ” Vermögensberater denken das wir immer das Beste haben”
    Ich glaube nicht das wir alle denken das wir immer “das Beste” haben, sondern wir wissen schon das die Produkte welche wir verwenden, und die Partnergesellschaften mit denen wir zusammenarbeiten, sehr gut sind.
    Was aber dabei viel wichtiger ist, wir und vor allem unsere kunden können sich auf die Partnergesellschaften und deren Produkte verlassen.
    Das ist bei einer Altersvorsorge sehr, sehr wichtig !!!

    Ein schönes Wochenende wünscht allen Bloggern Andrea

  18. Frank Schmidt, 15. August 2010 um 10:02 Uhr

    Hallo Ihr freundlichen Blogger.

    wie ich zu der Annahme komme? Na ganz einfach.

    1. Ich bin schon lange im Geschäft und kenne die DVAG sehr gut. (behaupte ich einfach mal so)

    2. Ich arbeite eng und lange mit Kollegen der steuerberatenden Berufsgruppe zusammen. Und da bekomme ich schon Einblick in das, was so gemacht wird.

    3. Es gibt Fachgebiete, da muß ich nicht schlecht sein. Daher fragen auch VB’s bei mir an, wenn sie etwas nicht hinbekommen, aber den Kunden nicht verlieren wollen. Da gibt es dann ein “Gentleman Argeement”, ich greife nichts an, was der VB vermittelt hat. Und machmal fällt mir das richtig schwer. Aber ich halte mich dran.

    Bsp.: Da wollte ein Kunde finanzieren und ist von SEB und DB abgelehnt worden. So kam die Baufi-Akte zu mir. Ich lasse auch immer alle Versicherungen mit “anliefern”. Interessenhalber habe ich mal nachgerechnet, was der Kunde, “ausgezeichnet” versogrt mit Riester, Rürup und Privatpolice, da konnte man nicht meckern, so zu Rentenbeginn rausbekommen würde, hätte er die vielen Versicherungen nicht.
    Antwort: Bei den gleichen Fonds, bei den gleichen Zinsen, aber mit anderen Anlagevarianten, in ca. 20 Jahren über 100.000€ mehr.
    Die Policen bestehen noch unverändert, ich hatte mich an mein Versprechen gehalten.

    Ich halte den Vermögensberatern zu Gute, dass sie sich zum großen Teil bemühen, den Kunden vollumfänglich zu beraten. Von den Produkten her, sind sie auch absolut in der Lage dazu. Aber aus meinem “DVAG-Einzugsgebiet” heraus habe ich aber die Erfahrung gemacht, dass u.a. die Wettbewerbe doch dazu verleiten, das eine oder andere zu vermitteln, was eigentlich nicht passt.

    MfG
    Frank Schmidt

  19. Christian Loose, 15. August 2010 um 10:58 Uhr

    @ Frank Schmidt

    Also ich schaue da auch genauer hin, so wie das schon einige hier geschrieben haben.
    Schliesslich brauche ich ja auch Argumente dafür, das der Interessent bei mir Kunde werden soll.
    Ihr Aussage unterstellt, das alle unsere Interessenten aus lauter Liebe zum Vermögensberater Kunde werden… oder aus Dummheit.
    Kein Kunde kauft, wenn er nicht irgend einen Vorteil für sich entdeckt.
    Oder sehe ich das völlig falsch?

    Einen schönen Sonntag wünscht

    Christian Loose

  20. , 15. August 2010 um 11:50 Uhr

    @ Frank Schmidt

    Sie kennen die DVAG, behaupten Sie “mal so”.

    Sie kennen sie nicht. Denn es gibt bei der DVAG keine Produktwettbewerbe, die dazu verleiten könnten, nicht bedarfs- sondern produktorientert zu verkaufen.

    Unser “Wettbewerb” ist unser Aufstiegssystem, und in dem spielen einzelne Produkte keine Rolle, da das gesamte Geschäft in produktneutrale Einheiten umgerechnet wird, und die sind u.a. maßgeblich für die Karriere.