Rürup für Selbständige

20. Juni 2010 | 802 mal gelesen

Ausführlich widmet sich die Welt am Sonntag in ihrer heutigen Ausgabe der Altersversorgung von Selbständigen. Diese sind zwar von den Zwängen der gesetzlichen Rentenversicherung befreit, aber gerade Existenzgründer vernachlässigen zu lange die damit einhergehende Notwendigkeit, sich eigenverantwortlich schnellstmöglich um den Aufbau der Versorgung zu kümmern.

Wieder einmal wollen wir die Ausführungen der hier schreibenden Journalisten ergänzen, denn wichtige Argumente fehlen. Beleg dafür, dass sich auch Selbständige dringend ratsuchend an einen Vermögensberater der DVAG Deutsche Vermögensberatung wenden sollten.

So schreibt die WamS, die Rürup-Rente eigne sich zwar grundsätzlich für die Altersversorgung des Selbständigen, ihr Nachteil sei aber die regelmäßige monatliche Zusatzbelastung, und wenn diese nicht mehr aufzubringen sei, müsse der Vertrag unter Inkaufnahme von Verlusten gekündigt werden.

Erstaunlich, dass die WamS das so abdruckt. Es ist ja gerade einer der großen Vorteile der Rürup-Rente, dass man diese Vertragsform mit sehr geringer monatlicher Belastung abschließen, unterjährig aber mit ganz erheblichen Einmalbeiträgen (bis zum Erreichen der steuerlich geförderten Höchstbeiträge) aufstocken kann. Ideal also für Selbständige, deren Einkommen nicht regelmäßig sind.

Im Übrigen ist es falsch, dass ein Vertrag gekündigt werden muss, wenn die Beiträge vorübergehend nicht bezahlt werden können. Dafür gibt es die Konstruktion der – auch befristeten – Beitragsfreistellung, die eine schadlose Fortführung des Vertrages ermöglicht.

Also nochmals unser Rat an alle Selbständigen: Nach Lektüre der Sonntagszeitung unbedingt den Rat eines Vermögensberaters der DVAG einholen. 🙂


Kommentare für diesen Artikel (7)

  1. Frederc Appel, 20. Juni 2010 um 13:36 Uhr

    Mal ganz am Rande: Die Welt am Sonntag wird bestimmt von ein paar hunderttausend Menschen gelesen, und dann Aussagen auf diesem Niveau. Wann müssen endlich auch Journalisten, die über Altersversorgung schreiben, so wie wir DVAG-Vermögensberater eine Qualifikation nachweisen?

  2. M. S., 20. Juni 2010 um 13:56 Uhr

    Mhhh….

    nicht dass ich von mir behaupte, mich im Finanzbereich in allen Ecken udn Winkel auszukennen…. aber…

    SEIT WANN ist eine Rüruprente kündbar..?

    Es ist doch gerade das Wesen einer RürupRente NICHT an das eingezahlte Geld zu gelangen. Dementsprechend können auch keine Auszahlverluste eintreten. Und genau das ist der Vorteil insbesodnere für Selbstständige, dass (z- B. im Falle einer Insolvenz) auch kein anderer an das Geld kann.

    Die RürupRente ist sicher

    @Dr. Lach
    Ich habe mir die Mühe gemacht, den Artikel im Internet zu suchen udn stelle fest, dass eine “EXPERTIN DER ZEITSCHRIFT FINANZTEST” diese Aussage getroffen hat. Es ist doch immer wieder erstaunlich, das Jornalisten ohne Ausbildung, Befähigungsnachweis udn Vermögensschadenshaftpflicht beratend in Deutschland tätig sein dürfen. Keine Ahnugn haben, jedenfalls keine richige, aber Millionen von Lesern falsch Informieren. oder seh ich das falsch?!?

  3. , 20. Juni 2010 um 15:09 Uhr

    @M.S. Schließe mich an und verweise auch auf den Kommentar von Kollege Appel – sehr treffend !

  4. Wolfgang Stadler, 20. Juni 2010 um 20:03 Uhr

    Erstaunenswert ist hier, dass jeder Berichterstatter von Finanztest ein “Experte” ist. Manchmal wäre die Fragestellung “Haftung” auch für solche “Experten” interessant – aber diese müssen ja nicht draussen für das geradestehen, was sie von sich geben… und das ist oft nicht mehr als rein subjektive Meinung. Schon oft habe ich Experten Tenhagen im Radio oder Fernsehen gesehen und einen Tag später dann Fragen zu dessen Aussagen gehört – das ist große Meinungsbildung, ich hoffe, die Herrschaften sind sich ihrer Verantwortung bewusst. Umso schlimmer, dass eine renommierte Zeitung wie die WamS sowas abdruckt. Ich erinnere hierbei an den Bericht in der SZ über die DVAG vor einigen Wochen – kaum Inhalt. Brauchen die das? 🙁

  5. Ralf Cormaux, 21. Juni 2010 um 15:36 Uhr

    Es soll Menschen geben, die auf einen Vermögensberater abweisend oder negativ reagieren. Vermutlich sind das auch Menschen, die so einen Schund, Entschuldigung für die Ausdrucksweise, lesen. Wie kann ein Journalist so etwas schreiben, ohne dass ihn der Chefredakteur oder der für das Ressort Verantwortliche Korrektur liest?

    Aber ich sage ja immer, die Presse hat die Macht. Und wenn dann auch noch “…Warentest” oder “…test” draufsteht, dann verleitet das den Bürger dazu, alles zu glauben. Einfach bedauerlich für so eine Zeitung, wei die Welt am Sonntag.

    Gruß vom Vermögensberater aus Willich und Tönisvorst
    Ralf Cormaux

    PS: Liebe “Expertin” von Finanztest, da unklar ist, wofür Sie Expertin sind, lade ich Sie gerne zu einer Rürupschulung in meine Büroräume ein. Einfach auf meinen Namen über diesem Beitrag klicken und über meine Homepage Kontakt zu mir herstellen. 😉

  6. Norbert Balzer, 21. Juni 2010 um 22:33 Uhr

    Lieber Herr Dr. Lach,

    es sind oft solche Zitate die ein wenig Humor in diese trockene Materie bringen, fand ich zunächst. Ich frage mich, welche, für Selbstständige geeignete Altersvorsorge, führt nicht zu einer Zusatzbelastung?

    Zudem wird jeder gute Referent eines Existenzgründerseminars, bspw. bei der IHK, eben auch auf diese Kosten hinweisen. Zu einer soliden Existenzgründung gehören zunächst auch eine Krankenversicherung nebst Krankentagegeld und auch eine Altersvorsorge, ohne dass ich hier genau auf jede einzelne notwendige Absicherung näher eingehen will. Diese führen Naturgemäß zu einer finanziellen Belastung. Hier von „Zusatzbelastung“ zu sprechen ist an sich schon falsch. Aus meiner Sicht wäre es klüger gewesen, Selbstständige darauf hinzuweisen, sich frühzeitig eine Vorsorgestrategie aufzubauen.

    Zudem möchte ich daran erinnern, dass die Politik vor gar nicht allzu langer Zeit, unter dem Deckmantel der Fürsorgepflicht, den Einen oder Anderen per Gesetz als Scheinselbstständig eingestuft hat, um diesen dann zu Beitragszahlungen in der GKV zu verpflichten.

    Eine schöne Woche wünscht- Norbert Balzer

  7. M. S., 24. Juni 2010 um 09:16 Uhr

    @Frank Schmidt

    Und genau dieser Insolvenzschutz ist mit der wichtigstes Aspekt einer Rürup-Rente:

    Ein guter Bekannter meines Vaters hat vor einigen Jahren folgende Situation: Aufgrund Auftragseinbruch musste er nach über 60 Jahren Bestehen der Firma und knapp 100 Mitarbeitern Insolvenz anmelden. Das Ergebnis war, dass sich die Bank sämtliche Lebens- und Rentenversicherungen die seine Altersvorsorge darstellten gekündigt hat. Einzig das Haus blieb verschont, weil es der Ehefrau gehörte.
    Das Ehepaar ist inzwischen über 70 Jahre alt inzwischen und muss noch immer arbeiten. Ihre Rente ist gering, da sie nie viel verdient hat, und er bekommt gar keine, da er nie einzahlte und stattdessen auf eine private Absicherugn gesetzt hat. Hätte auch prima geklappt, wenn da nicht die Insolvenz dazwischen gekommen wäre.

    Gerade Existenzneugründer die der Meinugn sind, sich in den ersten Jahren den Abschluss einer privaten Rente zu „ersparen“ fehlen diese Jahre später. Auch ein Investmentprodukt ist nicht der richtige Weg: In einer Notsituation wird das Geld, welches für die Rente dient für andere Zwecke ausgegeben.
    Da ist es shcon gut, einen Insolvenz geschützten Altersvorsorgevertrag zu haben. Von den steuerlichen Vorteilen in der Ansparphase mal ganz zu schweigen.