Gesetzliche Krankenkassen in Schieflage

19. Juni 2010 | 734 mal gelesen

Erst wenige Tage ist es her, dass die drittgrößte deutsche Krankenkasse, die DAK, Berichte über eine drohende Insolvenz dementieren mußte. Jetzt haben tatsächlich die ersten zwei Kassen beim Bundesversicherungsamt drohenden Konkurs angemeldet.

Vermutlich werden die Kassen abgewickelt und die aufgelaufenen Verluste auf die anderen Kassen verteilt (… was diese nicht gerade stärken wird). Auch der Versicherungsschutz der Mitglieder ist nicht in Gefahr, da sich diese bei anderen Kassen versichern können.

Eines wird aber ganz deutlich: Die gesetzliche Krankenversicherung steckt tief in der Krise, und das bekommt auch die PKV zu spüren, weil diese als Einkommensquelle für Ärzte immer unverzichtbarer wird – mit allen Konsequenzen. Genauso zu spüren bekommt es der Staatshaushalt und damit jeder Bürger. Denn der staatliche Zuschuss zur GKV wird im Jahr 2010 – nach 7,2 Mrd. Euro im Jahr 2009 – auf sage und schreibe 15,7 Mrd. Euro ansteigen. 

Die Ursachen für die Probleme der GKV sind vielfältig und bekannt: Ganz vorne die von der ehemaligen SPD-Gesundheitsministerin Ulla Schmidt initiierte Gesundheitsreform, die zum 1.1.2009 in Kraft trat. Deren Fehlkonstruktion zeigt nun Wirkung. Denn den Kassen wurde per Gesetz die Möglichkeit genommen, die Beitragssätze und Zusatzbeiträge eigenverantwortlich an gestiegene Ausgaben anzupassen. 

Logisch, dass so bei steigenden Ausgaben Konkurse programmiert sind und der steuerfinanzierte Staatszuschuss immer weiter zunimmt. Insoweit sind die aktuellen Insolvenzfälle nur Vorboten für weitere, zwingend erforderlich Korrekturen im Bereich der GKV, die letztendlich in weiteren Leistungskürzungen sowie steigenden Beitragssätzen und Zusatzbeiträgen enden werden. 

So ist es an der Zeit, mit einem Vermögensberater der DVAG Deutsche Vermögensberatung auch über den Abschluss einer privaten Kranken(Zusatz-)-versicherung zu sprechen. Denn nur über diese läßt sich noch eine hochwertige Absicherung des Krankheitsrisikos darstellen.


Kommentare für diesen Artikel (7)

  1. M. S., 19. Juni 2010 um 14:01 Uhr

    Aus diesem Grunde fand ich es unverantwortlich von einigen wenigen gesetzlichen Krankenkassen (vornedran die Techniker und einige BKKs), als ab Februar bei DAK, KKH etc. der Zusatzbeitrag einführt wurde, massivst von diesen Kassen die Versicherten abzuwerben.

    DieVerantwortlichen bei den gesetzlichen Kassen scheint wohl inzwischen vergessen zu haben, das in ihrem System der gesetzlichen Kassen der eine für den anderen schlussendlich einstehen muss. Hier haben die Vorstände definitiv nicht früher an später gedacht.

    Wenn dann die Politik den Kassen aufgrund der EInführugn des Zusatzbeitrages noch Preisabsprachen vorwirft und der jetzige Bundesgesundheitsminister zum aktiven Wechsel aufruft (und damit noch mehr Verwaltungskosten bei den Kassen produziert) bezweifle ich, dass dieses System der GKV die nächsten zwei Jahre übersteht.

    Da weder signifikant höhere Beiträge von den Versicherten zu holen sind, noch der Bundeszuschluss weiter ins unendliche steigen kann, muss dies zwangsläufig durch einen massiven Abbau von Leistungen erfolgen.

  2. Harri Schultze, 19. Juni 2010 um 17:00 Uhr

    Hier spitzt sich jetzt dramatisch zu, was sich schon lange ankündigt.

    Ein Komplettumbau des Systems ist wohl unumgänglich und genauso unumgänglich ist es, den Bürgern sehr deutlich endlich reinen Wein einzuschenken:

    Die gesetzliche Krankenkasse kann und wird zukünftig nicht mehr als einen “Basisschutz” bieten können, selbst das ist auf Grund der demographischen Entwicklung schon nur mit großen Anstrengungen möglich.

    Wer mehr Gesundheitsleistungen möchte, der muss diese selbst bezahlen oder hat sich nach dem Motto “Früher an Später denken” frühzeitig gegen das Risiko hoher Gesundheitskosten abgesichert.

    Dabei handelt es sich allerdings um die Art von Absicherung, die man nicht mehr bekommt, wenn man die Notwendigkeit am eigenen Gesundheitszustand erkennt: “Wenn es weh tut, ist es zu spät!”

    Meine Empfehlung an jeden ist es, sich einmal über die Möglichkeiten die Wunschversorgung im Krankheitsfall frühzeitig dauerhaft sicherzustellen informieren zu lassen.

    Nur wer informiert ist kann gute Entscheidungen treffen.

  3. Wolfgang Reinhardt, 19. Juni 2010 um 20:33 Uhr

    Wir als Deutsche Vermögensberatung haben hier längst früher an später gedacht. Wer die Kosten einer privaten Zusatzversorgung scheut, kann sich zunächst einen überaus preiswerten Basisschutz einkaufen. Dieser Basisschutz beinhaltet ein Optionsrecht, welches garantiert, dass in bestimmten Abständen ein “Upgrade” vom Kunden durchgeführt werden kann. Die Leistung kann so bis zum privaten Vollschutz erweitert werden, ohne dass irgendeine Gesundheitsprüfung erfolgt.

    Das nenne ich eine nachhaltige Produktentwicklung, denn wie mein Kollege bereits sagte: Ein brennendes Haus kann man nicht mehr versichern. Es sei denn, man hat einen Vermögensberater 😉

  4. Dennis Heyll, 20. Juni 2010 um 14:56 Uhr

    Gerade von der CityBKK hätte ich das nicht gedacht. Diese haben ja in den letzten Jahren hier in Berlin sehr viel Werbung betrieben. Auf deren Website wird immernoch mit einer stolzen Summe von 1.690€ Bonus geworben, zusammengesetzt aus Bonusheft, Präventionen und Prämienzahlungen. Doch bei allem Wirbel um die Gesundheitsreform darf man auch nicht auser Acht lassen, dass diese ganzen Insolvenzen viele Arbeitsplätze kosten werden. Da auch die CityBKK betroffen sein wird, laut aktuellen Medien und gerade auch in Berlin einen Hauptsitz hat, biete ich mich als Vermögensberater für Deutsche Vermögensberatung gerne den einzelnen Mitarbeitern an, einen alternativen Berufszweig vorzustellen und lade Sie gerne zu einem persönlichen Gespräch ein. Gerade auch die Gesundheitssäule wird bei uns in jeder Neukundenanalyse als ein Schwerpunkt betrachtet. Deshalb bin ich mir sicher, dass Sie sich bei uns sehr wohl fühlen werden.

    Rufen Sie mich doch einfach an unter:

    Dennis Heyll
    Büro für Deutsche Vermögensberatung AG
    Hausotterstr. 95
    13409 Berlin
    Tel.: 030/86437380
    Termin gerne nach Vereinbarung.

  5. Jörg Renner, 21. Juni 2010 um 22:29 Uhr

    Das mit der GKV ist so eine Sache.
    Was ich mich seit längerem frage ist, wofür brauchen wir in Deutschalnd so viele gesetzliche Kassen?
    Zu 90% oder mehr sind die Leistungen ja eh per Gesetz geregelt !?
    Also wozu der Luxus mit vielen GKV`s mit unzähligen Prachtbauten, Vorständen etc.?
    Meiner Meinung herrscht doch hier seit Ullas Reform eh kein Wettbewerb mehr.
    Deshalb bin ich der Meinung, es genügt eine GKV !? Dies spart sicher viele Kosten, die man dann effektiver verwenden kann.
    Ansonsten schließe ich mich den Aussagen meiner Kollegen an.
    Gruß
    Jörg Renner

  6. Rürup Rente, 15. September 2010 um 21:23 Uhr

    Ziemlich guter Blog, werde hier ofters mal vorbei schauen. Unter Lesezeichen gespeichert…

  7. Tobias Kugler, 16. September 2010 um 08:17 Uhr

    @ Rürup Rente super! Genau von so etwas lebt der Blog!

    Viele Grüße und viel Spaß beim Mitdiskutieren