Vermögensberater gesucht

18. Juni 2010 | 950 mal gelesen

Die Meldung aus der Financial Times vom 27. Mai 2010 (Seite 4 / Beilage Anlageberatung) ist zwar schon ein paar Tage alt, wir wollen sie aber den Lesern unseres Blogs nicht vorenthalten:

Trotz aller Ängste und Unsicherheiten und trotz aller Vorbehalte gegen die Berater von Banken und Sparkassen gaben im Rahmen einer Umfrage der Deutschen Bank 75 Prozent der Befragten an, für Finanzangelegenheiten dringend einen Berater zu benötigen.

Beste Berufschancen also für Vermögensberater der DVAG Deutsche Vermögensberatung meinen wir. Denn die DVAG ist einer der ganz wenigen Finanzvertriebe in Deutschland, deren Kunden keine Totalverluste erleiden mussten, so wie z.B. die vielen Kunden von Sparkassen und anderen Banken, denen Lehman-Zertifikate als Altersversorgung verkauft wurden.


Kommentare für diesen Artikel (3)

  1. Wolfgang Reinhardt, 18. Juni 2010 um 10:15 Uhr

    Nun ja, was soll der Bürger auch tun? Insbesondere die hart arbeitende Bevölkerung hat ja gar nicht die Zeit, sich ausreichend alleine über die unterschiedlichen Möglichkeiten zu informieren. Ich kann mich noch an eine Zeit erinnern, als jeder Anleger meinte, nach einem Wochenendkurs in Day-Trading sein Wertpapierdepot managen zu können. Auf diese Idee kommt heute kaum noch jemand.

    Ich hatte gestern ein Gespräch mit einem langjährigen Kunden, in dem es um seine Riester-Rente ging. Nachdem wir zunächst ziemlich lange über seinen Tarif gesprochen haben, ging es dann recht lange um die eigentliche Riester-Gesetzgebung, die ja die Basis für das jeweilige Produkt darstellt. Spätestens hier hat mein Kunde sich dann ausgeklinkt und bestätigt, dass es ohne Berater gar nicht geht.

    Beratungsaufwand (ohne Vertragsabschluss!): Einfach mal so zwischendurch 45 Minuten. Der Kunde bekommt von mir aber keine Rechnung.

  2. Harri Schultze, 19. Juni 2010 um 11:00 Uhr

    Da kann ich dem Kollegen nur zustimmen.

    Es ist doch gerade die vom Produktverkauf losgelöste Beratung, die der Kunde insbesondere schätzt. Damit meine ich ausführliche Beratungen auch dann, wenn gar kein Abschluss von irgendwas im Raume steht.

    Abschlüsse sind Folge einer guten Beratung – nicht anders herum!

    Und so können wir beraten, weil Kunden und Vermögensberater ein Vertrauensverhältnis verbindet.

    Der Kunde vertraut der Expertise und dem Rat seines Vermögensberaters und der Berater vertraut auf die Loyalität seines Kunden und darauf, dass dieser ihn für seine gute Arbeit weiterempfiehlt.

    Das hört sich nicht nur gut an – das die tägliche Arbeit eines Vermögensberaters.

  3. Ralf Cormaux, 21. Juni 2010 um 15:19 Uhr

    Die Zeit, dass der Beruf des Vermögensberaters einen genauso wichtigen Stellenwert erhält, wie der des Steuerberaters, ist längst erreicht.

    Alleine die Flut an Änderungen im Finanzmarkt sowie die Geschwindigkeit mit der Änderungen auf den Markt also damit auf den Bürger zukommen, führt dazu, dass die meisten Normalbürger doch völlig überfordert sind. Vor 14 Jahren war der Markt noch bedeutend übersichtlicher. Insofern kann ich Dir, Wolfgang, nur zustimmen, was Du in dem Kundengespräch erlebt hast, ist real. Wenn dann auch noch die Ansprechpartner bei Banken oder Versicherungen durch Fusionen, Rationalisierungen oder ähnliches wechseln, fühlen sich viele Kunden einfach überfordert und allein gelassen.

    Vor ein paar Tagen habe ich noch mit einer Steuerberaterin gesprochen, die völlig verzweifelt war, weil es ständig Änderungen in steuerlicher Sicht gibt und sie den Finanzmarkt gar nicht zusätzlich abdecken kann, wenn ihre Mandanten Fagen zu Finanzthemen haben, weil es im Bereich der Finanzen zu genauso einer Reizüberflutung kommt wie im Steuerbereich.

    Gruß vom Vermögensberater aus Willich und Tönisvorst
    Ralf Cormaux