Kaffeebohnen und Versicherungen

9. Juni 2010 | 1.053 mal gelesen

Nun hat ein ganz sonderbarer Spuk sein Ende gefunden und der Direktversicherer Asstel einen Vertriebsweg weniger: Das Landgericht Hamburg hat den Kaffeeröster Tchibo als gewerblich tätigen Versicherungsvermittler eingestuft.

Richtig so, denn Besuchern der Internetseite von Tchibo wurde dort die Online-Abschlussmöglichkeit für Asstel-Produkte angeboten. Tchibo verfügt aber nicht über die hierfür erforderliche Gewerbeerlaubnis gemäß § 34 d Gewerbeordnung und muss deshalb seine Vermittlungstätigkeit einstellen.

Gut so 😉 , meinen auch wir als DVAG Deutsche Vermögensberatung. Denn Finanzprodukte neben den Kaffee ins “Internet-Regal” zu stellen, mutet schon seltsam an und diskreditiert im Grunde jeden, der mit hoher Qualifikation und mit der dafür notwendigen Gewerbeerlaubnis Kunden ernsthaft berät, so wie es auch unsere Vermögensberater tun.

Wer sich als Versicherer daran beteiligen will, das Renomée seines eigenen Vertriebes zu fördern und nicht zu diskreditieren, sollte sich nicht auf Vertriebsexperimente wie eine Kooperation mit Tchibo einlassen. Bei der Gothaer Versicherung, zu der die Asstel gehört, war hierfür erst ein Gerichtsurteil notwendig. Bleibt die Vermutung, dass sich auch die Agenturen der Gothaer über das Urteil freuen.


Kommentare für diesen Artikel (2)

  1. Andreas Büdel, 9. Juni 2010 um 11:51 Uhr

    Endlich das Ende der “Röster-Rente” ;D

  2. Alexander, 9. Juni 2010 um 17:00 Uhr

    Hallo,

    FYI

    Tchibo erwirtschaftet schon lange nicht mehr den Haupt-Umsatz mit den Cafe- Bohnen, sondern macht viel mehr in diversen anderen Sparten Gewinn z. B. (Kleidung, Reisen… )

    Mit der Versicherungsparte bleibt der Erfolg wohl aus.

    Mfg
    AB