DVAG zu Honorarberatung

7. Juni 2010 | 840 mal gelesen

Zu was die Honorarberatung führen kann, zeigt ein Beispiel, das uns einer unserer Vermögensberater in Kopie zur Verfügung gestellt hat.

Darin sagt eine Finanzberatung, die sich im Internet-Impressum als Makler darstellt, schriftlich einem Kunden Unterstützung bei der Beitragsfreistellung seiner Lebensversicherung zu – Tagesgeschäft!

Zusätzlich und ausdrücklich wird aber darauf hingewiesen, dass trotz der Beitragsfreistellung in jedem Falle weiterhin das Betreuungshonorar in Höhe von 39,32 Euro pro Monat zu entrichten und dieses am besten per Dauerauftrag direkt auf das Konto des Finanzvertriebs zu überweisen sei.

Welch Situation! Der Kunde kann – vermutlich wegen finanzieller Engpässe – seine Beiträge zur Lebensversicherung nicht mehr bezahlen, muss für die Hilfe bei der Beitragsfreistellung Honorar bezahlen und trotz Beitragsfreistellung das monatliche Honorar weiter entrichten.

Natürlich bleiben in diesem Beispiel einige Fragen unbeantwortet, z.B. die, ob es sogar der Finanzberater selbst war, der die Lebensversicherung seinerzeit vermittelt hat, vielleicht sogar gegen Abschlussprovision. Nicht bekannt ist außerdem, ob der Kunde weitere Verträge hat.

Offensichtlich wird aber in jedem Falle, dass die Honorarberatung gerade für den “einfachen Privatkunden” so manche Überraschung bereit hält.


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Kommentare für diesen Artikel (2)

  1. Frank Schmidt, 7. Juni 2010 um 09:59 Uhr

    Ein sonniges Hallo an alle Leser.

    Nun, Herr Frenz fragt sich, wie ein Makler, der einem (Versicherungs-) Pool angehört, es mit seinem Selbstverständnis vereinbaren kann? Was soll er mit seinem Selbstverständnis nicht vereinbaren können? Das er behauptet, unabhängig zu sein, aber es durch die Poolanbindung offensichtlich nicht mehr ist? Das ist ganz einfach. Ein Makler ist immer frei in seinen Entscheidungen. Er kann sich einem Pool anschließen und zusätzlich weitere Direktanbindungen haben. Er kann sich aber auch mehreren Pools anschließen.
    Absolut irrig ist allerdings die Meinung, Makler nutzen generell die Breite des Marktes, um die Provisionen zu maximieren. Das ist doch Unsinn. Wegen den paar Euro Jahrescourtagedifferenz im Sachbereich, nimmt man doch keine schlechtere Versicherung. Das wäre ja Unternehmensschädlich. Und auch im Lebensversicherungsgeschäft, zählt doch erst mal, was der Kunde benötigt. Dann allerdings ist es doch betriebswirtschaftlich geboten, auch einen Blick auf die Provision zu werfen.
    Abschließend, man muß als Makler aber auch neidlos anerkennen, dass die Softwarelösung der DVAG sehr gut ist.

    Mit freundlichen Grüßen
    Frank Schmidt

  2. Michael Miedl, 7. Juni 2010 um 10:15 Uhr

    Hallo liebe Blogger,

    bereits am 21.05. berichtete ich zu diesem Thema ebenso einen aktuellen Fall, bei dem mtl. 96,63 Euro/60 Monate an den Vermittler gezahlt werden,
    der vorab drei LV nach vier Jahren kündigte und dafür natürlich”viel bessere”
    Produkte verkaufte.
    Nun war der Kunde längere Zeit krank, kam finanziell in`s Trudeln, jedoch die Vermittlungsgebühr muss bezahlt werden.
    Vorab schonmal ein Dankeschön an unsere “Verbraucherschützer”.

    Viele Grüße aus Schönwald in Oberfranken.

    Michael Miedl