Verspieltes Vertrauen

15. Mai 2010 | 1.432 mal gelesen

“Verspieltes Vertrauen”, so ein Aufmacher in der Financial Times vom 23.04.2010.

Es geht um den Vertrauensverlust in der Bevölkerung gegenüber Bankberatern, der durch Falschberatung entstanden ist. Einige Informationen aus dem Beitrag in der FTD:

  1. 56 Prozent der Deutschen stufen ihr Wissen zu Finanzprodukten als “schlecht” ein und sind deshalb auf Beratung angewiesen.
  2. Nur jeder fünfte Anleger ist der Ansicht, dass die Mitarbeiter in der Bankfiliale fehlerfrei arbeiten.
  3. Nur jeder Vierte glaubt, dass seine Bank hält, was sie verspricht.
  4. Nur 39 Prozent der Anleger sind mit ihrer Bank zufrieden, in Großbritannien sind es 46 Prozent, in den USA sogar 69 Prozent.
  5. Ampelsysteme für Finanzproukte sind nicht dazu geeignet, den Verbrauchern Orientierung zu geben, denn keine Kundensituation gleicht der anderen.
  6. Die persönlichen Wünsche des Anlegers und dessen Lebensplanung müssen im Mittelpunkt der Beratung stehen und nicht die Produkte.
  7. Gut ausgebildete Berater sind der Schlüssel zum Erfolg.

Interessante Ergebnisse, die allesamt für die Tätigkeit des Vermögensberaters unter dem Dach der DVAG Deutsche Vermögensberatung sprechen.

Beste Berufschancen also!


Kommentare für diesen Artikel (8)

  1. Helge, 25. Mai 2010 um 22:50 Uhr

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    vielen Dank für diesen interessanten Artikel.

    Eine Frage an die DVAG-Mitarbeiter mit Bitte um eine ehrliche Antwort. Viele Ihre Berater sind Quereinsteiger ohne finanzielle Vorbildung. Die erhalten sie von der DVAG. Viele Banker haben eine solide Ausbildung, z.B. Lehre. Glauben Sie wirklich, dass Sie besser ausgebildet sind?

    Ihre Mitarbeiter leben von Provisionen. Viele Banker bekommen ein Festgehalt. Sind Sie dadurch kundenfreundlicher? Oder was macht Sie kundenfreundlicher?

    Ich kenne viele Kunden der DVAG, einige sind auch zufrieden. Ich habe jedoch den Eindruck, dass deren Finanzprodukte alle ziemlich gleich sind. Fast der einzige Unterschied ist die Beitragshöhe, die vom Gehalt abhängt.
    Was macht den nun Ihre individuelle Beratung wirklich aus? Worin unterscheiden Sie sich von Banken?

    Über eine Antwort würde ich mich freuen. Vielen Dank im Voraus.

  2. Michael Miedl, 26. Mai 2010 um 11:03 Uhr

    Hallo lieber Helge,

    gerne gebe ich hierzu eine Geschichte zum Nachdenken.
    Im November 1993 begann ich nebenberuflich bei der DVAG.
    Wie schon an anderer Stelle erwähnt, wurde ich nicht mit hohen
    Verdiensten gelockt und hatte das Glück, einen Direktionsleiter
    als”Wegbegleiter” zu haben.
    Zwei Termine führten mich damals zu meinen befreundeten Sparkassen-Bankern. Beim ersten Termin war der Banker überrascht, wie zielgerichtet
    wir auf seine Wünsche eingingen und aufgrund besserer Konditionen bei verschiedenen Produkten wurde er auch Kunde.
    Beim zweiten Termin kam die erstaunte Aussage des Bankers, daß unsere damaligen Kundenunterlagen professioneller wären, als die eigenen Ausbildungsunterlagen.
    Bis heute sehe ich den Vorteil, daß wir keinerlei Soll-Vorgaben von
    Seiten der DVAG haben.
    Was nützt die “beste Ausbildung”, wenn der Banker garnicht verkaufen darf,
    was dem Kunden helfen würde?
    Verlangen Sie hierzu mal eine ehrliche Antwort eines Bankangestellten, ohne daß er seinen Arbeitsplatz riskiert.

    Viele Grüße aus Schönwald in Oberfranken

    Michael Miedl

  3. Wolfgang Reinhardt, 26. Mai 2010 um 15:31 Uhr

    Lieber Helge,

    auch in diesem Thread möchte ich die Gelegenheit nutzen, auf Ihre Punkte einzugehen. Um Überschneidungen zu vermeiden, hier mein Kommentar aus dem Thread “Beratungsbedarf”.

    http://www.dvag-unternehmensblog.de/2010/04/15/dvag-zu-beratungsbedarf-2/comment-page-2/#comments

    Zum Thema Ausbildung: Unsere Ausbildung ist schon daher besser, weil sie breiter ist. Durch die frühe Einbindung in die Praxis ist sie vor allem auch “realitätsnäher”. Um noch einen drauf zu setzen. Wir wollen gezielt die Quereinsteiger. Das Berufsbild “Vermögensberater” existiert nämlich in keinem Unternehmen außer in unserem. Es macht also gar keinen Sinn, Vermögensberater, nach unserem Qualitätsmaßstab, woanders zu suchen. Wir bilden diese daher lieber selbst aus, und beschreiben somit ein weißes Blatt Papier neu, anstatt das wir erstmal ein Jahr damit zu tun haben, falsche Inhalte wegzuradieren.

    Zu den ähnlichen Beratungsergebnissen ist zu sagen, dass unsere Beratungen stets strukturiert durchgeführt werden. Hauptbestandteil sind Basisprodukte, oder wie viele sagen, die “Grundnahrungsmittel”. Wer sagt eigentlich, dass es für den Kunden gut ist, unzählige unterschiedliche Produkte abzuschließen? Manchmal habe ich den Eindruck, der entsprechende Berater will ausschließlich Verwirrung stiften. Wieviele Gerichte hat ein 5* Restaurant auf der Karte? Und wieviele ein Schnellrestaurant?

    Sie sehen, vieles ist ganz einfach. Auch hier empfehle ich Ihnen einfach mal ein ganz zwangloses Gespräch mit einem Vermögensberater bei Ihnen vor Ort.

  4. Arnulf Sollte, 26. Mai 2010 um 16:38 Uhr

    Lieber Herr Miedl,

    “haben keine Sollvorgaben” wirklich ?

    Ist die Erlangung von Erfolgsprovision keine Sollvorgabe ?

    Was ist mit den Kriterien für Orgazuschuss, Reisen, Altersversorgung ?

    Um eine Beförderung und damit Stufensteigerung zu haben , was ist damit ?

    Übrigens, auch ich glaube ganz fest daß sich viele unserer Beratungen und Konzepte sehr gleichen. Warum wohl ?

    Auch denke sollten wir bedenken, 10% unseres Gesamt DVAG Umsatzes wird von den rund 250 Assclubern geschrieben. Mir scheinen einige der vielen 1000 Hauptberufler lt. VBI zu wenig einzureichen zu können um davon zu leben ?

    Wie sehen Sie das Herr Miedl ?

  5. Wolfgang Stadler, 26. Mai 2010 um 19:14 Uhr

    @ Herr Sollte – als scheinbarer DVAGler bin ich ein wenig erschrocken über einenTeil ihrer Aussagen.

    Ich persönlich bin der Meinung, dass es einen großen Unterschied macht, ob ein Unternehmen dem Mitarbeiter Stückzahlen vorgibt oder ober er in der Wahl der Produkte und deren Größenordnung frei ist – das ist ein großes Problem bei vielen anderen.

    Dass Sie persönlich das Leistungsprinzip der DVAG als “Sollvorgaben” empfinden, deutet auf Unzufriedenheit hin. Es ist halt so in der freien Wirtschaft, dass diejenigen, die mehr leisten, auch mehr haben bzw. verdienen. Das sind aber keine Vorgaben, sondern Anreize – und zeigen Sie mir bitte vergleichbare Anreize, wie sie die DVAG in großer Anzahl vorzuweisen hat.

    Sicher kennen Sie auch Herrn Pareto – der würde sich nämlich gut mit Ihrer Aussage 10% von 250 Assclubern anfreunden können – das ist doch überall so.

    Wenn “einige der vielen 1000… zu wenig einreichen KÖNNEN” – meine Frage an Sie – ist dann die DVAG schuld oder der Einzelne?

    Einen schönen Abend 🙂

  6. Jörg Renner, 26. Mai 2010 um 20:37 Uhr

    @ Hr. Sollte
    in unseren Verträgen stehen keine Sollvorgaben!
    So wie ich es sehe und es immer kommuniziert wird, werden wir nach Leistung vergütet.
    Und gewisse Sonderleistungen, die Sie nannten, sind nun mal leistungsbezogen.
    Was ist daran verwerflich?
    In anderen Unternehmen gibt es auch sogenannte freiwillige Zuwendungen, deren Auszahlungen noch nicht einmal klar definiert sind.
    Bei uns weiß jeder von Anfang an, was Er / Sie leisten muß, um diese Leistungen zu erhalten!
    Um unsere “normalen” Sonderleistungen zu erhalten ( Erfolgsprovision,Altersvorsorge,Berufsgenossenschaft,Krankenhaustagegeld,Unterstützungskasse, Familienabsicherungsplan in mehren Stufen,
    usw. usw. )
    muß man einfach nur seine tägliche Arbeit tun und dann bekommt man auch diese!!!
    Für Topleistungen, wo man vorher auch, wie es das Wort schon sagt, eine
    überdurchschnittliche Leistung erbracht hat, bekommt man eben noch ein
    “wenig” mehr.
    Was ist daran falsch?

  7. Uwe Dreyer, 27. Mai 2010 um 09:13 Uhr

    Hallo Herr Sollte,

    da es ziemlich unwahrscheinlich ist, dass Sie ein Vermögensberater der DVAG sind, bitte ich Sie zu akzeptieren, dass es in der DVAG anders zu geht als Sie (und einige andere) es sich vielleicht denken.

    Es gab und gibt keine Sollvorgaben, aber es gibt ,wie schon geschrieben, Leistungsanreize. Und SONDERleistungen sollten auch ihrem Charakter nach Leistungen honorieren, die beSONDERs sind. Aber leistungsorientiertes Handeln ist ja leider etwas, was für viele in unserem Land nicht mehr “normal” zu sein scheint. Neid ist in, oder ?!

    Schön, dass unsere Unternehmensführung sich klar zum Leistungsprinzip bekennt und sinnvolle Leistungsanreize bietet.

    Um auf das o.g. Thema zurückzukommen, ist es sehr schade, dass gerade durch solche Halbwahrheiten und auch handfesten Unsinn, viel Zeit verplempert wird, potenzielle Kunden verunsichert werden und sie damit wieder nicht die richtigen Schritte in Richtung einer sinnvollen privaten Vorsorge gehen. Ehrliche, faire Finanzdienstleistung und gelebte Eigenverantwortung für das eigene Leben( auch und gerade in finanzieller Hinsicht) widersprechen sich, meiner Meinung nach, nicht, sondern werden noch wichtiger, wenn es um Vertrauen und Zukunft geht.

    Vielleicht nehmen Sie sich mal die Zeit, sich wirklich mit unserem System zu beschäftigen und entdecken dann, warum wir sind wie wir sind … 😉

    Freundliche Grüße !

  8. Michael Miedl, 27. Mai 2010 um 10:35 Uhr

    Hallo lieber Herr Sollte,

    gerne antworte ich Ihnen auf Ihre (unzufrieden wirkenden?) Aussagen.
    Ich denke, Sie verwechseln hier Soll-Vorgaben mit Ihrer eigenen Zielsetzung, sofern Sie tatsächlich eine haben.
    Mein Ziel war es von Anfang an, eine qualitativ gute und hilfreiche Arbeit
    beim Kunden zu hinterlassen und somit in den AS-Club zu kommen.
    Hierfür setze ich mir seit Jahren das Ziel, mind. 400 Kundentermine
    vor Ort wahrzunehmen.
    Ich habe in den letzten Jahren keinen Kollegen kennengelernt, der mit persönlichen Einsatz finanziell schlecht dastand.
    Allerdings kenne ich mittlerweile auch viele, die ihren Arbeitstag mit 80% “Büroabsitzen” verbringen und dann jammern.
    Sollten Sie, werter Kollege, zu dieser Gruppe gehören, kann ich Ihnen nur
    sagen: Überprüfen Sie Ihre eigene Zielsetzung und bewegen Sie endlich
    Ihren “Allerwertesten”, dann klappt`s auch in unserer Firma.

    Viele Grüße aus Schönwald in Oberfranken.

    Michael Miedl