DVAG zu Konsolidierung im Bankenmarkt

30. April 2010 | 1.083 mal gelesen

Schon eineinhalb Jahre liegt der Tag zurück, an dem die Commerzbank die Dresdner Bank von der Allianz übernommen hat.

Was ist seitdem geschehen?

Die Fernsehwerbung wurde auf Commerzbank umgestellt.

Die Außenwerbung wird nach Maßgabe der Commerzbank vereinheitlicht.

Der Kunde scheint noch nicht im Fokus zu stehen:

Aus eigener Erfahrung: Wenn man aktuell online einen Geldbetrag auf ein Konto der Dresdner Bank überweisen will, taucht hinter der Bankleitzahl überraschend der Name Commerzbank auf, was zunächst irritiert, denn kontoführende Bank ist die Dresdner Bank.

Die aktuelle Ausgabe der Wirtschaftswoche (Seite 12) berichtet darüber, dass die IT mit den kundenbezogenen Geschäftsprozessen erst Mitte 2011 zusammengeführt wird. Das führt dann dazu, dass ein Kunde der Dresdner Bank, der in einer Filiale der Commerzbank Geld abheben will, zunächst warten muss, bis der Mitarbeiter über ein Call-Center die Liquidität und Berechtigung geklärt hat.

Man sieht: Fusionen sind ein schwieriges Geschäft, und oft dauert es Jahre, bis der Kunde profitiert.

Allein dies ein Grund, warum die DVAG Deutsche Vermögensberatung bisher keine fremden Vertriebe zugekauft hat. Denn unser Wachstum kommt ausschließlich aus eigener Kraft. Und darauf sind wir stolz.


Kommentare für diesen Artikel (13)

  1. Commerzbanker, 30. April 2010 um 15:48 Uhr

    Dieser Beitrag ist (vornehm ausgedrückt) eine Frechheit und hat aber auch so gar keine Grundlage. Bis zum heutigen Tage ist nicht ein Mitarbeiter entlassen worden. Es besteht für ALLE Mitarbeiter CoBa/DreBa ein Kündigungsschutz bis 2012/2013.
    Da alle Kunden über die Übername informiert wurden, ist es auch völlig egal was bei Eingabe der BLZ dahinter steht. der Kunde weiß, dass er Kunde der neuen CoBa ist.
    Bitte unterlassen Sie in Zukunft das verbreiten von Halbwahrheiten oder falschen Informationen.

  2. , 30. April 2010 um 16:43 Uhr

    @ Commerzbanker

    Vielen Dank für den Hinweis. Wir haben die Aussage zum Abbau von Mitarbeitern aus dem Beitrag entfernt.

    Ihr Hinweis zur BLZ: Es geht hier nicht um Kunden der DreBa oder der CoBa. Nehmen Sie z.B. einen Kunden der Deutschen Bank, der von seinem Handwerker eine Rechnung bekommt und das Geld gem. Angaben auf der Rechnung auf ein Konto der Dresdner Bank überweisen soll. Also gibt man die Kontonummer und die BLZ gem. Vorgabe ein, und es erscheint hinter der BLZ im Textfeld nicht wie erwartet die DreBa, sondern die CoBa. Normale Reaktion: Ich habe eine falsche Bankleitzahl eingegeben. Gehen Sie davon aus, dass dies derzeit täglich tausendfach geschieht. Bleibt zu hoffen, dass die Handwerker mit Konto bei der ehemaligen DreBa ihr Geld trotzdem bekommen.

  3. Andrea, 30. April 2010 um 20:20 Uhr

    Lieber Commerzbanker,
    also für mich als DreBa Kunde ist es eben nicht “völlig egal” welche Bank dahinter steht !! Ich habe mich seiner Zeit wohl überlegt gerade nicht für die Commerzbank entschieden sondern für die DreBa. Nun die Zusammenführung …. Und NATÜRLICH wurde ich als Kunde nicht gefragt
    und lande am Ende doch bei der Commerzbank (zu welcher ich ja gerade NICHT wollte) Aber NATÜRLICH wird der Zusammenschluss von den Kunden positiv aufgenommen ! Ist ja auch logisch und macht
    vor allem Sinn. (für mich als Kunde) Aber nichts für ungut. Ich warte mal auf 2012/2013 … mal sehen ob die Banker dann auch noch so begeistert sind.
    Wenn ich von meinem Arbeitsplatz sagen müsste das er noch 2 Jahre sicher ist, dann würde ich mich schon mal langsam umsehen !
    Bis dahen Viele Grüße

  4. Michael Miedl, 1. Mai 2010 um 11:18 Uhr

    Hallo liebe Blogger,

    ich will es garnicht wissen, welche Existenzängste hinter dem “gequälten Lächeln” der Commerzbanker steckt, wenn ich als langjähriger Commerzbank-Kunde (früher übrigens zufriedener Schmidt-Bank Kunde)
    die Geschäftsstelle betrete. Ich stelle nur fest, daß mit jeder Übernahme, egal welcher Name dahintersteht, der Kundenservice nicht besser wurde.

    Viele Grüße aus Schönwald in Oberfranken.

    Michael Miedl

  5. Wolfgang Reinhardt, 1. Mai 2010 um 12:00 Uhr

    Anhand des aufgebrachten Kommentars von “Commerzbanker” wird sehr schön ersichtlich, in welcher Welt der eine oder andere Banker lebt.

    Offensichtlich ist es dem Kunden (das mittlerweile unbekannte Wesen) nicht egal, bei welcher Bank er Kunde ist. Und eine Jobgarantie für ganze 2 Jahre ist nun wirklich nicht die große Errungenschaft zur Rettung der Arbeitnehmerinteressen.

    Eine große Frechheit erkenne ich im Blogeintrag des Dr. Lach nun wirklich nicht, wenn er einige Fakten – auch eigene Erfahrungen – hier thematisiert. So etwas nennt man landläufig offene Kommunikation. Oder trifft es zu, dass getroffene Hunde bellen?

  6. Ralf Cormaux, 3. Mai 2010 um 10:00 Uhr

    Nur mal so zum Thema Kundenbehandlung:

    Ich war Kunde der Advance-Bank. Dazu habe ich mich seinerzeit entschieden. Grund: Girokonto mit Verzinsung und kostenlose Kontoführung.

    Dann Übernahme durch die Dresdner-Bank. Folge: Verzinsung weg und zum Schluss auch noch die Gebührenbefreiung verfallen. Die Krönung der Mafiamethoden: Plötzlich wurde der von mir nie in Anspruch genommene, eingeräumte Dispokredit mit einem netten brieflichen Hinweis “da nie benötigt, gestrichen” (Wortlaut so ähnlich) einfach gelöscht. Hut ab vor diesen Bankmethoden. Das geschah im übrigen als die Übernahme durch die Commerzbank schon beschlossene Sache war. Konsequenz daraus: 3 Konten gekündigt, meins, das meiner Frau und das meiner Mutter.

    Ich habe früher sehr gerne im Baufinanzierungsbereich mit der Dresdner Bank zusammengearbeitet. Mit der Übernahme durch die Allianz begann der Abstieg. Es gab plötzlich nur noch Baufinanzierungsabwehrkonditionen, so dass der damalige Abteilungsleiter der Baufi-Abteilung selbst nur noch entschuldigend und ratlos den Kopf schüttelte.

    Wieviel glauben Sie, Herr Commerzbanker, halten Kunden eigentlich noch aus? Die Deutsche Bank hat seinerzeit viel Lehrgeld für ihre “Peanuts” bezahlt. Wie hoch wird wohl das Lehrgeld der Dresdner Bank, der Commerzbank und auch das der treuen Bankangestellten sein. Das Arbeitsklima in den Filialen vor Ort ist jedenfalls teilwiese schon völlig vergiftet. Aber die Hoffnung stirb ja bekanntlich zuletzt. Also: Alles wird gut! glauben Sie nur fest genug daran.

    Liebe Grüße vom Finanzbranchenkollegen und Vermögensberater aus Willich
    Ralf Cormaux

  7. Commerzbanker, 3. Mai 2010 um 11:28 Uhr

    Gerne nehme ich zu den diversen Kommentaren Stellung. Allein die Tatsache, dass Hr. Lach seinen Blogeintarg teileweise gelöscht hat, zeigt doch, dass ich wohl nicht ganz so unrecht habe.
    Selbstverständlich wurden die Kunden nicht gerfragt, ob die Dreba gekauft werden soll. Oder fragt die DVAG ihre Kunden oder Mitarbeiter wenn es Änderungen in der Geschöftspolitik gibt ? ich glaube nicht.
    Ansonsten steht es ja jedem Kunden frei, seinen Bankverbindung zu wechseln wenn er als ehemaliger Dreba Kunde nicht mehr zufrieden ist und das z.B kostenlose Girokonto der Coba nicht nutzen möchte. Als VB wäre mir das eh egal, da ich ja keine Beratung eines Bankers benötige.
    Thema Baufi/Allianz. Da hat die Coba nun so gar keinen Einfluss daruf gehabt. daher von meiner Seite kein Kommentar.
    Ps. Sollte ich einen wichte Punkt vergessen haben, einfach nachfragen.
    Grüße
    Ein entspannter Commerzbanker

  8. Andrea, 3. Mai 2010 um 20:55 Uhr

    Lieber Commerzbanker,
    natürlich fragt die Deutsche Vermögensberatung Ihre Kunden nicht bevor es Änderungen in der Geschäftspolitik gibt. Nur ist unsere Geschäftspolitik auf den Kunden ausgerichtet. Das bedeutet für mich das keine Entscheidungen getroffen werden bei denen im nachhinein unsere Kunden (weil auch Steuerzahler) mit Ihren Steuern für falsche Entscheidungen gerade stehen sollen. Ich stell mir das sehr schwierig vor wenn ich vor einem Kunden sitze und der mich eventuell fragt:”Ihnen soll ich mein Geld anvertrauen, …. ich habe doch gerade erst mit meinen Steuergeldern dazu beigetragen das Sie Ihren Arbeitsplatz noch haben!”
    Und zu den gelöschten Passagen …. unter Umständen können wir die ja wieder einfügen …. etwa 2012/2013. Bleibt abzuwarten was passiert.
    Und das Kostenlose Girokonto ist ja nun wirklich nicht mehr der Hit, … das haben ja mittlerweile selbst die Sparkassen ! (ganz zu schweigen von vielen anderen Banken) Außerdem sollten wir hoffen das nicht gerade irgend ein Kunde von Ihnen diesen Blog verfolgt. Ich frag mich gerade wie meine Kunden mich ansehen würden wenn ich Ihnen sagen würde:” Wenn Ihnen nicht gefällt was unser Unternehmen gerade macht, dann können Sie doch jederzeit woanders hingehen.” Solche Aussagen zeugen nicht gerade von kundenorientierung sondern eher von den so oft beschriebenen Bankern, welche die eigene Nase immer noch sehr hoch tragen obwohl sie gerade erst durch Steuergelder gerettet wurden. Ich habe da so etwas gehört, das die Commerzbank auch dabei war ! Es hilft ja niemandem weiter, wenn dauernd die Augen vor den Tatsachen verschlossen werden. Aber die Sache hat bekanntlich immer zwei Seiten. Lieber Commerzbanker, Sie werden sicherlich auch gute und, aus Ihrer Sicht, nachvollziebare Gründe für die Lojalität zu Ihrem Unternehmen haben. In dem Fall wünsche ich Ihnen weiterhin viel Erfolg und freue mich weiter auf einen regen Erfahrungsaustausch.

  9. Commerzbanker, 4. Mai 2010 um 10:51 Uhr

    Liebe Andrea,
    gerne können wir uns auf diesem Wege austauschen. Offensichtlich haben Sie meine Aussage aber falsch verstanden. Es geht darum, dass ein ehemaliger Dreba-Kunde natürlich das Recht hat seine Bankverbindung zu ändern wenn er sich im Haus der CoBa nicht wohl fühlt. Das hat mit Hochnäsigkeit oder dergleichen nichts zu tun. Ob das Girokonto nun kostenlos ein Hit ist, darf auch jeder für sich entscheiden.
    Thema Loyalität. Dieses Thema wird doch gerade auch in Ihrem Unternehmen sehr hoch gehängt. Loyalität gegenüber der DVAG, insbesondere gegenüber R. Pohl. Sollten Sie das anderen Menschen nicht auch zugestehen? Ich denke, Ja

    Bis dann

  10. Maximilian Schreiter, 4. Mai 2010 um 14:04 Uhr

    Sehr geehrter anonymer Commerzbanker,

    wieso trauen Sie sich eigentlich nicht, mit Ihrem Klarnamen zu posten?

    Zu Ihrem Argument mit dem Kündigungsschutz bis 2012 möchte ich anmerken, dass wir derzeit Mai 2010 schreiben. Viel Zeit bleibt da nicht mehr, um sich nach etwas Neuem umzusehen.

    Mitarbeiter aus der Commerzbank-Zentrale haben mir von Aufgabenbereichen berichtet, in denen früher 20 Mitarbeiter tätig waren und jetzt etwa 40 Personen – 20 von der DreBa und 20 von der CoBa – zusammengeführt werden. Jeder weiß, dass 20 Arbeitskräfte zur Aufgabenbewältigung nach vollzogener Fusion ausreichend sind und deshalb 50% langfristig überflüssig werden.

    Konsequenz: Mieses Gefühl, Stimmung im Keller, gute Leute verlassen das Unternehmen. Respekt vor Ihrer Loyalität in einer derartigen Situation. Vom Image eines staatlich gestützten Unternehmens ganz zu schweigen. Jedenfalls kommt bei vielen Menschen – ob Kunden oder Nichtkunden – sicher keine Freude auf, wenn mit ihren Steuern für Management-Fehler haften.

  11. Noch ein Banker, 4. Mai 2010 um 18:38 Uhr

    > Allein dies ein Grund, warum die DVAG Deutsche Vermögensberatung bisher keine fremden Vertriebe zugekauft hat. Denn unser Wachstum kommt ausschließlich aus eigener Kraft. Und darauf sind wir stolz.

    Stimmt, Sie haben ja schließlich renomierte und erfolgreiche Partner, ohne die jeder Finanzvertrieb noch soviel Kraftanstrengungen machen könnte. Er wäre nicht erfolgreich. Allerdings hinkt der Vergleich zwischen einem Strukturvertrieb und einer Bank mehr als etwas.

    Ich wünsche Ihnen (und uns) “nur”, dass sich eine Deutsche Bank den internationalen Konsolidierungsprozessen weiter erfolgreich entziehen kann. (Wo bleiben eigentlich meine Steuerebscheinigungen? 😉 … o.k., das war ot).

    Viele Grüße von einem Banker, der so garnicht frustriert und demotiviert ist.

  12. Andrea, 5. Mai 2010 um 20:48 Uhr

    @ Noch ein Banker,

    ich hab meine Steuerbescheinigung gerade bekommen (am Montag von der Deutschen Bank)

  13. Wolfgang Stadler, 10. Mai 2010 um 19:11 Uhr

    Eine kurzer allgemeiner Beitrag zu diesem Thema – schön, dass es hier so eine kontroverse Diskussion gibt. Noch schöner, dass selbst ein Nicht-DVAGler (noch ein Banker) kann unvoreingenommen dazukommt, nur so werden wir am Markt doch ernst genommen. Es gibt kein Unternehmen, das NUR schlecht ist, genausowenig gibt es auch kein Unternehmen, das NUR gut ist. Jeder hat seine Daseinsberechtigung, die einen haben halt Vorteile, die andere nicht haben.

    Schönen Abend 🙂