DVAG erneut zur Honorarberatung

16. April 2010 | 908 mal gelesen

Im Grunde liegen alle Argumente zu den Vor- und Nachteilen der Honorarberatung im Vergleich zur provisionsbasierten Beratung auf dem Tisch.

Eine interessante Rechnung, die diese Argumente ergänzt, wurde im Versicherungsjournal vom 23.03.2010 angestellt.

Dort wurden die günstigsten Risiko-LV-Tarife von Direktversicherern (ohne einkalkulierte Provision) mit “provisionsgeladenen” Tarifen von Versicherern mit Außendienst verglichen. Natürlich sind die Angebote der Direktversicherer dabei auf den ersten Blick günstiger, denn sie enthalten ja keine Provision.

Allerdings wird dieser Vorteil in den meisten Beispielen fast komplett egalisiert, wenn die Honorarberatung ins Spiel gebracht wird. Wird nämlich das bei Vertragsabschluß zu zahlende Honorar mit 6% über die Laufzeit des Vertrages eines provisionsfreien Tarifes aufgezinst, sind einige der provisionsgeladenen Angebote bei Gesamtbetrachtung für den Kunden sogar günstiger. Dabei wurde noch nicht einmal berücksichtigt, dass Honorarberater teilweise zusätzlich zum Honorar jährliche Servicegebühren erheben.

Man sieht: Die Frage nach der Vorteilhaftigkeit unterschiedlicher Vergügtungsformen ist nicht ganz so einfach zu beantworten, wie dies gelegentlich den Anschein macht. Nicht ohne Grund bevorzugen fast alle Kunden die Vergütung über Provision, und nur ganz wenige interessieren sich für die Honorarberatung. Die im Versicherungsjournal angestellten Berechnungen stützen dies.


Kommentare für diesen Artikel (6)

  1. Harri Schultze, 16. April 2010 um 11:08 Uhr

    Das ist ein interessanter Ansatz, den ich mir so noch nicht klar gemacht hatte.

    Es stimmt. Wenn z.B. ein 27jähriger sich ausführlich zu einem Riesterrentenvertrag gegen Honorar beraten lässte und hierfür einmalig z.B. 250 Euro bezahlt, dann entsprechen diese 250 Euro über 40jahre mit nur 4% hochgezinst einem Gegenwert von über 1.200 Euro. Und wenn jetzt die Folge der Honorarberatung der Abschluss eines Vertrages ist, der doch Provisionen enthält (dies ist schließlich der normalfall), dann hat der Kunde sogar doppelt gezahlt. Ganz mies wird es, wenn sich der Kunde im laufe der Jahre auf Grund geänderter persönlicher Situation erneut Beratungsbedarf hat, denn dann zahlt er ja wiederum den Stundensatz des Honorarberaters.

    Meine Kunden haben dauerhaft einen kompetenten Ansprechpartner zu allen wichtigen Themen wie Vorsorge, Förderungen, Finanzen, Baufinanzierung und auch Absicherung an Ihrer Seite und zahlen dafür niemals ein Honorar an mich – und das ist gut so.

    Zudem hat die Deutsche Vermögensberatung ausschließlich Top Gesellschaften als Produktpartner, die sich keinesfalls mit ihren Konditionen und Bedingungen verstecken müssen – im Gegenteil, sie zählen zu den besten im Markt.

    Und trotzdem gilt: Strategie schlägt Kondition

    Was nutzt die beste Kondition, wenn die Strategie nicht zielführend ist und immer wieder auch bei Veränderungen überprüft wird.

    Daher ist meine Empfehlung, sich unbedingt einmal von einem kompetenten Berater der Deutschen Vermögensberatung umfassend beraten zu lassen. Ich stehe gerne zur Verfügung.

  2. tommy, 23. April 2010 um 17:42 Uhr

    Ich/ wir haben eine Versicherungsmakler unseres Vertrauens, das rate ich jedem.

  3. Uwe Dreyer, 26. April 2010 um 09:36 Uhr

    Hallo Tommy, schön, wenn Ihr Makler Ihr Vertrauen geniesst.
    Schauen Sie mal in den heutigen Blogeintrag : DVAG zu: Makler in Bewegung.

    Freundliche Grüße

  4. Sven, 26. April 2010 um 18:24 Uhr

    Also wenn man den Kommentar liest kann man ja nur schmunzeln. Wo bitte schön sind denn Central, Aachen Münchener, DWS top Gesellschaften?

    Die Central hat schlechte Bedingungen im Bereich der Krankenversicherung!
    Die Aachen Münchener hat keine brauchbare Berufsunfähigkeit, keine vernünftige Risikolebensversicherung und von den Riester Produkten einmal ganz zu schweigen.

    Das Thema Beratung gegen Honorar und der Kommentar ist auch sehr interessant. Wie ja nun schon diverse Berechnungen gezeigt haben verdienen ZU ERST die Versicherer an den Produkten! Sehr hohe Kostenbelastungen zehren an der Verzinsung für den Kunden. Oder wird er bei der DVAG darüber aufgeklärt, was Vetriebskosten sind (die lächerlichen 4% die laut VVG vorgeschrieben sind entsprechen ja nicht der Wahrheit!!!) und das daher schon einmal JEDE MODELLRECHNUNG falsch ist? Wissen die DVAG Kunden etwas von TER (Gesamkostenquote) bei den Investmenfonds? Wie sieht es mit Transaktionskosten aus?

    Wenn der Kunden nun eine Riester Rente wählt, die konventionell ist sprich eine normale Renten- oder Kapitallebensversicherung? Wird der Kunde darüber aufgeklärt, was das Niederstwertprinzip ist? Das Buchwertprinzip? Wie Überschüsse entstehen? Was stille Reserven sind? Die Urteile vom BGH?

    Die Beratung gegen Honorar lässt grüßen! Der Provisionsvermittler MUSS verkaufen, denn sonst fließt keine Provisionen und d.h. kein Verdienst!

  5. Wolfgang Stadler, 27. April 2010 um 13:30 Uhr

    @ Sven – ich gehe davon aus, dass Sie hier nur gegen die DVAG und deren Partnergesellschaften schießen möchten, ansonsten sind mir Ihre Aussagen schleierhaft. Wenn Sie sich hinstellen und erzählen, die DWS – seit über 10 Jahren Fondsgesellschaft Nr. 1 in D, Central mit Bestbewertungen und so weiter hätten keine guten Produkte ist das keine qualifizierte Aussage sondern nur der Versuch, hier aufzuhetzen.

    Ich würde mir wünschen, dass auf solche Kommentar zukünftig gar nicht mehr eingegangen wird, solange diese abwertenden Statements ohne einen fachlichen Beweis bzw. Nachweis erbracht werden. Ich habe nach 3 Sätzen voller Beleidigung darauf verzichtet, ihren Beitrag über Honorarberatung zu lesen 🙁

  6. Wolfgang Reinhardt, 27. April 2010 um 22:28 Uhr

    Sehr geehrter Sven,

    in aller erster Linie ist Ihr Kommentar zum Schmunzeln geeignet. Die BU-Versicherung der AachenMünchener war jahrelang des Maklers liebstes Kind. Leider darf Ihre Zunft diese nun nicht mehr vermitteln. Die Central verzeichnet aktuell hohe Wachstumsraten aus der Maklerschaft, und Sie kommen hier mit schlechten Bedingungen. Ich empfehle Ihnen dringend, insbesondere die neutralen Marktbeobachtungen u.A. der CIP-Rating nachzuarbeiten, die gerne vor allem die neuesten Bedingungen der Central als Blaupause für die gesamte Branche sehen würde. Was Sie reitet, zu allem Überfluss auch noch die DWS in Frage zu stellen, bleibt Ihr dunkles Geheimnis. Was die unverdächtige Rating-Agentur Morgen und Morgen zu den Riester- und Rürup-Tarifen der AachenMünchener zu sagen hat sollten Sie auch noch einmal nachlesen.

    Ansonsten bringt es wenig, wenn Sie hier Ihr “Spezialwissen” andeuten, und so die Honorarberatung glorifizieren wollen. Finden Sie sich damit ab, dass diese Form der Beratung sicherlich seine Nische finden wird – nicht mehr und nicht weniger. Aber es wird auf absehbare Zeit nicht der Königsweg werden, denn der Verkauf als Erfolgsmesser einer Beratung hat für den Vermittler UND für den Kunden eine wichtige Funktion.

    Für heute wünsche ich Ihnen dann noch viel Vergnügen beim Rechnungen schreiben 😉