DVAG zu Inflation

11. April 2010 | 1.084 mal gelesen

Ausführlich widmet sich die heutige Ausgabe der Welt am Sonntag (S. 42 / 43) der Frage nach möglichen Geldanlagen in einem Inflationsszenario.

Obgleich derzeit Inflation nicht in Sicht ist und die EZB alles daran setzen wird, eine solche zu verhindern, flüchten derzeit offensichtlich sehr viele Anleger in Sachwerte, indem sie selbst Eigentumswohnungen oder Mehrfamilienhäuser als Kapitalanlage kaufen.

Mehrere “Herausforderungen” sind damit verbunden:

  1. Der “Run” auf Sachwerte führt naturgemäß zu schnell steigenden Kaufpreisen.
  2. Schnell vergreift man sich in der Lage und / oder in der Qualität.
  3. Vorübergehender Leerstand und Mietausfälle können die Rendite empfindlich beeinträchtigen. 
  4. Beim Kauf von Wohnungen in Mehrfamilienhäusern kauft man sich zwangsweise auch in eine Eigentümergemeinschaft ein – Streitgkeiten oft vorprogrammiert.
  5. Und zu guter letzt sind Immobilien mit erheblichem “Verwaltungsaufwand” verbunden. Die WamS schreibt zu Recht: Wer eigene Immobilien hat, wird schnell zum nebenberuflichen Manager, für Berufstätige schwer zu machen. 

Was bleibt? 

Wer in Sachwerte investieren will, kann dies auch ohne die hier aufgeworfenen Risiken und Aufwendungen. Unser Partner DWS Investments bietet exzellente Sachwert-Fonds, die jeder Vermögensberater der DVAG Deutsche Vermögensberatung im Angebot hat.


Kommentare für diesen Artikel (8)

  1. Peter Steiner, 11. April 2010 um 14:16 Uhr

    Lieber Dr. Lach,

    inhaltlich gebe ich Ihnen Recht.
    “Unser Partner DWS Investments bietet exzellente Sachwert-Fonds, die jeder Vermögensberater der DVAG Deutsche Vermögensberatung im Angebot hat.”

    Viele Kollegen und ich haben in der gleichen Ansicht den ach so tollen DWS-immoflex empfohlen. 12 Monatsergebniss 2,5 % vor Kosten und nach Kosten minus 3,5%. Dieser Fonds wurde insbesondere sicherheitsorientierten Kunden empfohlen.

    Wie sehen Sie diese Empfehlung ? Welche Sachwertfonds meinen Sie ?

  2. Wolfgang Stadler, 11. April 2010 um 16:33 Uhr

    @ Herrn Steiner – Anlagehorizont 1 Jahr? Dafür gibt´s ein Sparbuch oder Geldmarkt…

  3. Friedrich Kleine, 11. April 2010 um 18:35 Uhr

    @ Peter Steiner

    Kein Mensch investiert in Immoblilien, um nach 12 Monaten eine Rentabilitätrechnung aufzumachen. Und so sollte man es auch bei Immobilienfonds halten. Ich bin sicher: Die Kunden verstehen das.

    Mit kollegialem Gruss 😉

  4. Harri Schultze, 11. April 2010 um 19:54 Uhr

    @ Herr Steiner: Die empfohlene Haltedauer für den Immoflex (wie auch für den Sachwertfonds) ist mindestens 5 Jahre, daher ist es nicht ganz fair die Rechnung nach einem 12 Monatszeitraum aufzumachen.

    Das Fondsmanagement des Immoflex hat doch bewiesen, dass es im Krisenzeitraum 2007 / 2008 die chancenreichen Papiere komplett rausenommen und dafür viel Liquidität reingenommen hat. Die Liquidität bringt derzeit jedoch sehr wenig Rendite, sorgt aber dafür jederzeitige Flexibilität der Anlgeger – auch wenn einer oder mehrere der enthaltenen reinen Immobilienfonds mal temporär aus Anlegerschutz dicht machen müssen.

    In guten Zeiten hat der Immoflex durch seine flexible Anlagemöglichkeit dafür die Chance trotz all seiner Sicherheit deutlich mehr Rendite zu machen, als das ein reiner Immobilienfonds, der ja nur von seinen Objekten im Bestand lebt.

    Wichtig ist eben immer, das Anlageziel des Kunden im Rahmen einer ausführlichen Analyse herauszufinden und zu besprechen und dann auf dieser Basis die passende Anlagestrategie zu wählen – so wie die Beratung bei der Deutschen Vermögensberatung das auch vorsieht.

    Im Bereich einer Anlagedauer von mehr als 5 Jahren ist der Immoflex dabei nach wie vor doch eine gute Wahl für eine konservative Anlage mit einer etwas erhöhten Renditechance. Und für die Anlagedauer von weniger als 5 Jahren, da gibt es andere gute Möglichkeiten um Liquidität mit Sicherheit jederzeit zu gewährleisten,

  5. W.Dreier, 15. April 2010 um 09:16 Uhr

    Hallo Herr Lach,
    ich sehe die eigene Immobilie, trotz ihrer o.g. Einwände, aber immer noch als die beste Altersvorsorge. Ich hab zum einen im Alter keine Miete mehr zu bezahlen, und zum anderen erspare ich mir regelmäßige Prüfungen meiner Altervorsorgeverträge und ob ein Vermögensberater die nächsten 30 Jahre mir zur Seite steht ist immer noch dahingestellt.. Zudem ist meines Erachtens die eigene Immobilie die sicherste Anlageform. Dort gehe ich ein geringeres Risiko einer Krise (siehe vergangenes Jahr)ein. Weiterhin ist mir die Verzinsung vieler Produkte auf dem Kapitalmarkt zu gering oder es wird mehr versprochen als dann wirklich Eintritt (auch bei der DVAG !!!)
    Bei den aktuellen niedrigen Zinssätzen ist derzeit eine Anschaffung der eigenen Immobilie in meinen Augen die beste Lösung !

  6. , 15. April 2010 um 09:22 Uhr

    @ W. Dreier

    Sie sprechen mit Ihrem Beitrag ein ganz anderes Thema an, nämlich die selbst genutzte Immobilie. Unser Blog-Beitrag hingegen hatte die vermietete Immobilie als Kapitalanlage zum Gegenstand. Die Argumente sind in beiden Fällen teilweise durchaus unterschiedlich.

  7. Wolfgang Stadler, 15. April 2010 um 10:59 Uhr

    @ Herrn Dreier – natürlich ist die eigene Immobilie ein Grundfundament für den Ruhestand. Das Argument “ich hab ja eine Immobilie und spar mir damit später die Miete, darum reicht mir die gesetzliche Rente später locker” ist aber von vielen Leuten nicht sorgfältig bedacht – die Nebenkosten einer Immobilie (Strom, Heizung etc.) haben sich in den letzten Jahrzehnten deutlich über Inflationsniveau erhöht und können bei heute jungen Leuten später einmal große Teile der gesetzlichen Rente auffressen. An einer Ansparung für später ändert damit auch die eigene Immobilie nichts – außer man hat vor, sich davon im Alter wieder zu trennen und eine Rentner-WG zu gründen.

    Zu dramatisch? Es kommt eh raus, lieber heute wie im Alter…

  8. M. S., 15. April 2010 um 23:02 Uhr

    @ all

    Das bei den Deutschen tief verwurzelte Verlangen nach der eigenen Scholle ist bekannt und füjrte in den vergangenen 50 Jharen in der Bundesrepublik immer wieder zu Vertragsabschlüssen mit bösem Erwachen.

    Grund hierfür ist – wie Dr. Lach bereits ausführte – dass viele nicht differenzeiren zwischen vermietetem Wohneigentum und selbst bewohnten Wohneigentum.

    Allerdings sollte man auch beim eigen genutzen Wohneigentum (Wohnung oder Haus) aufpassen. Ich stehe auf dem Standpunkt, dass sich die eigenen 4 Wände tatsächlich nicht immer rechnen und es oftmals besser ist – rein finanziell betrachtet – zur miete zu wohnen.

    Zuerst muss ein Darlehen aufgenommen werden, welches insbesondere bei Menschen ohen viel Eigenkapital mit hohen Raten einhergeht. Dann wird neu gebaut oder gekauft. unterstellt man, dass diese Person um die 30 Jahre alt ist, so ist das Haus zum 65. Lebensjahr 35 Jahre alt. Zeit um Dach udn Heizung, Dämmung und Fenster an die aktuellen Energieverordnugn anzupassen. Abenso muss berücksichtigt werden, dass sich die Ansprüche ändern: Das Haus geplant als Single, gebaut als Paar, nach dem Einzug die Kinder, nach 20 Jahren ziehen diese wieder aus, evtl komtm auch einer der Partner abhanden… Und für alle Lebensabschnitte soll das Haus gerecht werden? Ein schneller Kauf und Verkauf wird in Deutschland auch durch die relativ hohe Grunderwerbssteuer erschwert.

    Auch hier gilt: Erst alles richtig durchdenken udn dann erst handeln.

    Da der Deutsche aber ein Sicherheitsdenker ist – aus meinem eigenen Haus kann mich keiner so schnell vertreiben – wird auch in Zukunft die eigenen Immobile zur Alterssicherugn gehören. Und eiens bietet eben auch nur die eigene Immobilie: Man kann das Haus so planen wie man will und muss nicht krampfhaft versuchen, seine Möbel in eine Mietwohung unter zu bringen.