DVAG zu: “Schlußlicht AM Leben”

4. April 2010 | 1.197 mal gelesen

Wir legen als DVAG Deutsche Vermögensberatung großen Wert darauf, unseren Kunden die erstklassigen Produkte von Top-Anbietern der Finanzbranche zu vermitteln.

Manchmal kann dies sogar dazu führen, dass eine unserer Partnergesellschaften dabei “Schlusslicht” ist.

Was steckt dahinter?

In der heutigen Ausgabe der Welt am Sonntag vom 4. April 2010 wird auf Seite 46 darüber berichtet, dass im Jahr 2009 die deutschen Lebensversicherer drei Viertel des Neugeschäftsbeitrages über Einmalbeiträge generiert haben. Dies war nur deshalb möglich, weil – auch instituionellen Anlegern – mit 3 und mehr Prozent Zinsen geboten wurden, die derzeit am Anlagemarkt nicht realisiert werden können.

Lebensversicherer können dies bestimmte Zeit “durchhalten”, wenn sie Rendite aus den Reserven abzweigen. Das Problem: Solche “Entnahmen” schmälern die Rendite der treuen Bestandskunden.

Wir gratulieren in diesem Sinne unserem Partner AachenMünchener Lebensversicherung, die bei den Renditeversprechen in Kapitalisierungsprodukten mit 1,8 Prozent das Schlusslicht mit der niedrigsten Rendite ist. Hier wird also bewußt zum Wohle unserer Kunden auf gekaufte Einmalbeiträge verzichtet. Wir finden das gut! 😉


Kommentare für diesen Artikel (11)

  1. Marcel H. Costin, 4. April 2010 um 12:51 Uhr

    Fröhliche Ostern Herr Dr. Lach und liebe Leser,

    genau DAS ist mal ein sehr gutes Beispiel an dem man sehen kann, dass vermeintlich hervorragende Konditionen und große Zahlen nicht immer automatisch auch BESSER bedeuten, auch wenn diese NOCH so plausibel für den Laien und manchen Branchenkenner erscheinen.

    Solche Dinge kann einfach kein Bürger wissen und in seiner Auswahl bedenken. Sich kurzfristig auf die Zehenspitzen zu stellen ist halt doch nur gemogelt. 😉

    Klar rechnet jede Institution anders. Vielleicht rechnet man damit, über die Masse diese “Investition” (auf Kosten der Bestandskunden) wieder aufzuholen? Bin nun nicht weit genug im Thema “Hinter den Kulissen” drin um diese strategischen Gedanken nachvollziehen zu können. Jeder hat so seine Gründe warum er etwas tut. Meist erfährt man dies nicht.

    So ein gut moderierter Blog ist schon was feines. 😉

    Fröhliche Ostergrüße aus Mönchenglabach,
    Marcel H. Costin

    Praxis für Vermögensberatung
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  2. auch WAMS-Leser, 4. April 2010 um 14:57 Uhr

    Hallo Herr Dr. Lach,

    Sie meinen die AM-Leben ist das “Beste ” für den Kunden ? Standard am “Markt” ist dass ein “wahrer” Alffinanzprofi über sein “Morgen und Morgen” Programm einen Vergleich fährt um die Ziele und Wünsche seines Kunden erfüllbar zu machen.

    Nicht immer ist dort im Bereich BU oder alle anderen Segmente diese auch bezahlbar bei der AM ?

    Laut Medien und Fachdienste hat die AM derzeit Riesenstornoquoten. Wie wirkt sich das für verbleibende AM-Kunden aus ?

    Hatte schon zweimal kommentiert und wurde nicht veröffentlicht, hoffe dritter Anlauf ist Zensurfähig

  3. , 4. April 2010 um 17:55 Uhr

    Gerade im Bereich der von Ihnen erwähnten BU trumpft die AM Leben mit ihrer 5-Sterne-BU besonders auf, und das bieten unsere Vermögensberater auch ohne Vergleichsprogramm, stattdessen als Teil einer Gesamtversorgungskonzeption.

    Zum Storno: Als Branchenfachmann haben Sie sicherlich schon mal etwas von Stornogewinnen der Lebensversicherer gehört, die zu nahezu 100% in die Überschüsse des Kollektivs einfließen müssen. Insoweit schadet Storno den Bestandskunden in keinster Weise. Negativ betroffen sind ggf. der Kunde, der den Vertrag frühzeitig beenden muss (z.B. entgehen diesem Schlußgewinnanteile) und natürlich auch der Berater, der zugunsten des Rückkaufswertes des Kunden die nicht verdiente Provision zurückbezahlen muss.

  4. , 4. April 2010 um 18:01 Uhr

    @ M. H. Costin

    Wenn Lebensversicherer Kapitalisierungsprodukte anbieten, bei denen der Zins höher ist als das, was der Markt hergibt, geschieht dies fast immer, um Schwächen im Geschäft gegen laufenden Beitrag zu kaschieren. Demnächst werden die genauen Zahlen für die deutschen Lebensversicherer aus dem Jahr 2009 im Vergleich verfügbar sein. Dann wird man sehen, wie eklatant das “Brot- und Buttergeschäft” gegen laufenden Beitrag branchenweit eingebrochen ist.

    Fest steht: Übertriebenes Einmalbeitragsgeschäft wird die Lebensversicherer einholen. Denn das Wesen des Einmalbeitrages ist eben, dass er nur einmal kommt. Und was danach….?

  5. Wenn das so ist..., 4. April 2010 um 20:06 Uhr

    …dass die AM so hohe Stornoquoten hat habe ich auch schon mitbekommen. Mal abgesehen davon, dass das dann im Bereich LV den verbliebenen Kunden nicht schadet: das gesamte Storno kommt von DVAG-Vermittlern – woher auch sonst? Da drängen sich doch ein paar Fragen auf, oder? Bspw.: sind die Produkte vielleicht doch nicht so gut? Wieso sonst ist die Quote weit über dem Branchenschnitt? Etc. etc… Nachfragen, aufpassen, vergleichen!

  6. Wolfgang Stadler, 5. April 2010 um 15:17 Uhr

    @ wenn das so ist…
    wenn Sie der Meinung sind, es kommt nur auf die Produkte an – das würde dann heissen, der Koch mit den besten Zutaten kocht auch das beste Menü? Sprechen Sie darüber mal mit Alfons Schubeck.

    im Übrigen – die Produkte unserer Partnerunternehmen, hier im Speziellen die AM Leben brauchen sich vor niemandem zu verstecken. Beispiele? BU Nr. 1 bei Finanztest, Rürup mit Note 1,7 vom Institut für Vorsorge und Finanzplanung.

  7. M. S., 5. April 2010 um 20:25 Uhr

    Die Frage ist doch vielmehr so zu stellen: Warum schließt ein Kunde einen AM-Leben Vertrag ab und storniert ihn wieder..?

    Das hat meines Erachtens etwas mit der Theorie des grünen Grases zu tun: Jeder der auf einer eingezäunten Weide steht – und ist die Weide noch so schön und groß und weit – kommt irgendwann auf den Gedanken, ob denn das Gras auf der anderen Seite der Weide nicht grüner, saftiger, frischer ist, als auf der eigenen Weide.
    Und so gibt es eben Menschen, welche sich entschließen, auf die andere Seite der Weide zu gehen. Nur ob das Gras dort tatsächlich grüner, frischer, besser ist… .. ?!?!?!

    Fast 100% aller Kündigungen von Finanzverträgen jeglicher Art sind durch einen der beiden folgenden Einflüsse gekennzeichnet:
    ENTWEDER der Kunde braucht Geld. und kündigt vor Ablauf des Vertrages. Dann war dies, egal wie gut das Produkt war, eine “Falschberatung” (Der Berater hat nicht daran gedacht, dass das Geld zu einem anderen Zweck zu einer anderen Zeit gebraucht wird). Und zwar egal ob Berater oder Makler!
    ODER der Kunde wird von einem anderen Berater beraten und ihm wird gesagt, dass Produkt sei schlecht. Die Kündigung erfolgt also aufgrund einer Information, welche zum einen nicht wahr sein muss (welcher Kunde ist schon in der Lage den Finanzmarkt zu überblicken) oder aber sich in kürzester Zeit sich ändern kann. Der Kunde wird zum Spielball.

    Ich rate allen Verbrauchern entsprechend vorsichtig zu sein, wenn einem erklärt wird, sein bestehender Bausparvertrag sein schlecht, die Lebensversicherung sch…. oder die Autoversicherung zu teuer. Warum diese Dinge so sind wie sie sind wird leider leider leider nie dem Kunden erklärt.

    Nur EIN Beispiel: Anfang dieses Jahrzehnts empfahl Stiftung Warentest, Bausparverträge bei der BHW abzuschlissen, der Verzinsung wegen. Vor zwei Jahren musste dann die selbe Stiftugn davor warnen, dass die bösen BHW-Berater die Verträge in Niedrigzinsprodukte umstellen – zum Nachteil des Kunden. Was in der Öffentlichkeit kaum Beachtugn fand war, dass genau wegen diesen Hochzinsverträgen die BHW fast Pleite ging und nur durch die Übernahem durch die Postbank vor dieser bewahrt wurde.
    Die Ausführungen zur Mannheimer Lebensversicherung, einer von vielen Maklern Ende der 90iger Jahre sehr gerne vermittelten Lebensversicherungsgesellschaft schenke ich mir an der Stelle….

    Da lob ich mir doch die Finanzkraft der Partnergesellschaften der Deutsche Vermögensberatung.

  8. M. S., 5. April 2010 um 20:33 Uhr

    Vielleicht kann mir ja hier mal – vorausgesetzt Herr Lach lässt es zu – erklären, wieso ein Vertrag bei der AachenMünchener Lebensversicherung (angeblich) so viel schlechter sein soll, als bei einer anderen Gesellschaft.

    Und zwar unter Berücksichtigung der in der Empirik angewandten Masstäbe des “magischen Dreieck/Viereck” der Geldanlage. http://de.wikipedia.org/wiki/Magisches_Dreieck_der_Verm%C3%B6gensanlage

    Ich bin gespannt 🙂

  9. Maik, 5. April 2010 um 20:59 Uhr

    Ist die AM wirklich so schlecht, im Vergleich zur Branche?

  10. , 6. April 2010 um 07:51 Uhr

    @ Maik

    Ich empfehle Ihnen, den Blogbeitrag nochmals zu lesen: In diesem Falle – wie in anderen auch – ist die AM Leben Top!

  11. Marcel H. Costin, 7. April 2010 um 13:16 Uhr

    @ M.S. (1+2. Beitrag)

    …hinzu kommt noch die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens, Finanzstärke, Service, Erreichbarkeit, Kundennähe, Aufbaulogik und Verständlichkeit und Übersicht der Dokumente und des Angebotes… . Firmengesellschaft und Produkt sind zwei paar Schuhe, es gibt jedoch einen Zusammenhang.

    Von vielen Menschen höre ich, dass die AachenMünchener sehr übersichtliche Dokumente hat und alles drin steht was man braucht.

    Stimmt!

    Im Elektronikfachandel-Prospekt wird allerdings auch verstärkt mit der Gigaherzzahl des Prozessors bei einem Fix&Fertig-PC geworben. Jedoch, welche Architektur diese CPU hat und welche sonstigen Komponenten im Zusammenspiel verbaut sind steht im Klein(er)gedruckten (nicht aber dass/ob/wie diese aufeinander abgestimmt sind). Und auch da muss man oft auf Herstellerseiten recherchieren welche Baureihen nun tatsächlich zur Anwendung kamen (A, B, C-Ware) und wie das Marketing diese mit verwirrenden Bezeichnungen absichtlich verschleiert – Marktkenntnisse wer mit wem zusammenarbeitet und fusioniert ist und welche Technologien wann eingeführt wurden oder ausliefen sind dabei hilfreich. Irgendwoher muss der vermeintlich günstige Preis ja kommen (von der Masse mal abgesehen). Aber wehe da funktioniert mal was nicht… . Es gibt weltweit nur eine überschaubare Anzahl an produzierenden Werken die über viel mehr Distributoren in der ganzen Welt vertrieben werden… .

    …bei Versicherungen ist das oft ähnlich, mehrere gehören einem großen Konzern/Gruppe an und werden nur der Marke wegen noch seperat nach außen hin geführt. Da gibt es dann Billig, Durchschnitt und Premium – oft gewollt! Kein Grund auf eine Gesellschaft zu schimpfen, jeder Mensch hat also eine Wahl, gegen die Qual gibt’s Vermögensberater.

    Andere komplexe Branche, selbe undurchsichtige Situation. Man muss kein BWL oder Marketing studiert haben um das zu verstehen.

    Übrigens, wer auch aus den Ingenieurwissenschaften oder der IT kommt und da Spaß hatte, wird sich mit Vermögensberatung vielleicht ähnlich gut anfreunden können. Stichwort: Selber konzeptionieren, berechnen, entwickeln, erklären und verkaufen – und einen starken, innovativen Konzern im Rücken. 😉

    Sonngie Grüße aus dem westlichsten Kreis Deutschlands,
    Marcel H. Costin

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