DVAG zu: Vertrieb meutert

26. März 2010 | 1.299 mal gelesen

Ein interessanter Bericht findet sich in der aktuellen Ausgabe der WiWo (Heft 12/2010, Seite 14).

Dort wird berichtet, dass die Vertretervereinigung der Allianz die Zusammenarbeit mit dem Vorstand boykottiert. Der Grund: Der Innendienst sei nicht erreichbar, Policen werden falsch ausgestellt und zu alledem wurden die Geschäftspläne für die Erreichung von Bonuszahlungen sogar angehoben.

Wir wollen das nicht weiter kommentieren, lediglich darauf hinweisen, dass im Grunde die Vertretervereinigung der Allianz in den hier aufgeführten Punkten so argumentiert wie die DVAG Deutsche Vermögensberatung und jeder andere Vertrieb, dem es auf das Wohl seiner Kunden ankommt. Denn auch wir erwarten von unseren Partnergesellschaften – selbstverständlich – guten Service und weitgehend fehlerfreie Verwaltung. Und auch wir sind Gegner von Geschäftsplänen, die letztendlich zum Produktverkauf zwingen, wenn man die Boni erreichen will.

Im Gegensatz zur Allianz: Bei uns gibt es keine Geschäftspläne und es gab auch noch nie welche. 😉


Kommentare für diesen Artikel (9)

  1. Robert Hielsch, 26. März 2010 um 18:03 Uhr

    Kundenorientierte Beratung und Geschäftspläne schließen sich aus. Wir als Vermögensberater haben hier keinerlei Vorgaben der Gesellschaft und außerdem hält die DVAG auch die Partnergesellschaften raus, die natürlich alle gerne viel Geschäft hätten. So entscheiden allein wir gemeinsam mit dem Kunden, was am Ende vermittelt wird. Nur so geht es 😉

  2. gerald, 27. März 2010 um 17:35 Uhr

    @Dr. Lach

    Was wäre wenn DVAGLer oder Führungskräfte unbequem sind ?
    Wo ist denn unsere Interessenvertretung gegenüber der Zentrale ?
    Warum wurde aus der AM-Vertretung so schnell ein zahloser Tiger ?
    Was sind Erfolgsprovision oder Hinweis bei Nichtaufbau “Streichung aller Sonderleistungen ?”

    Veröffentlichungsfähig oder Zensur ?

  3. , 27. März 2010 um 18:09 Uhr

    @ gerald

    Es ist mir – nach nunmehr über 7 Jahren in der Führungsmannschaft von Dr. Pohl – vollkommen unklar, woher Sie die These nehmen, unsere Führungskräfte seien nicht “unbequem”. Es vergeht wohl kein Arbeitstag, an dem ich mich nicht mit kritischen und konstruktiven Hinweisen unserer Direktionsleiter auseinandersetze. Dies alles ist Ihnen offensichtlich verborgen und Sie haben keinerlei Kenntnis über die Meinungsbildung innerhalb der DVAG bei Grundsatzfragen.

  4. Harald Kanuth, 27. März 2010 um 21:12 Uhr

    @ Gerald

    Sie sind das, was man im web einen Troll nennt: Provokante wenig intelligente Kritik mit einem einzigen Ziel: Krawall und Diskreditierung

    Es ist so offensichtlich….. 😉

  5. Wolfgang Reinhardt, 27. März 2010 um 22:51 Uhr

    Auch immer ein gerne benutztes Vorurteil: Die Vermögensberater sind kritiklos und angepasst. Sie werden von den Führungskräften unterdrückt und kritische Geister werden mundtot gemacht und so weiter und so fort.

    Tja, man sucht halt immer nach dem Haar in der Suppe, und manche Außenstehenden verwechseln Loyalitätin unseren Reihen, und ein bestimmtes Urvertrauen in die Unternehmensführung mit blinden Gehorsam.

    Möglicherweise liegt dieses Urvertrauen auch darin begründet, dass die Unternehmensführung uns Mitarbeiter noch nie enttäuscht hat. Oder darin, dass sich Entscheidungen des Vorstandes immer als richtig herausgestellt haben, mitunter auch mit zeitlicher Verzögerung. Vielleicht ist es auch die Wertschätzung, die wir fast täglich spüren, oder die Loyalität, die wir Vermögensberater auch von Vorstandsseite erfahren.

    Ich jedenfalls benötige keine Interessenvertretung, sondern vertrete meine Interessen lieber selbst. Möglichkeiten dafür gibt es genug.

    Wie Sie, verehrter gerald, auf die Idee kommen, Geschäftspläne mit unserer Erfolgsprovision zu vergleichen, bleibt Ihr Geheimnis. Ebenso, was Sie mit der Streichung sämtlicher Sonderleistungen meinen. Ich wäre sehr erfreut, dazu einige Ausführungen von Ihnen zu lesen.

  6. MAK, 5. April 2010 um 11:32 Uhr

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    ist das Karrieresystem der DVAG nicht streng nach Stufen und dem dafür zu schreibenden Umsatz gestaffelt? Wo liegt denn für Sie genau der Unterschied zu einem “Geschäftsplan”?

  7. M. S., 5. April 2010 um 19:36 Uhr

    Ein Allianzvertreter MUSS, um den höchsten Bonus zu erzielen je nach Stufe mind. 50 Unfallprämenrückgewähr-Versicherungen abschlissen, damit er auf die von ihm abgeschlossenen Lebensversicherungen die volle Provision erhält.

    Makler die mit Untervertetern arbeiten müssen ebenfalsl entsprechend viele Verträge/Umsatz bei einer bestimmten Gesellschaft bringen, damit diese einen Bonus zahlt. Ich weiss, dass dies gerade in Maklerkreisen ungerne gehört wird, entspricth aber den Tatsachen.

    Wenn beispielsweise eine Krankenversicherung unebdingt Neugeschäft braucht, dann bekommen die grossen Maklervertrieb einen Bonus. Diesen Bonus geben sie dann weiter indem es auf diese speziellen Kranken dann emehr Provision gibt.

    Beides sind in der Branche übliche “Geschäftspläne”

  8. Wolfgang Reinhardt, 5. April 2010 um 21:54 Uhr

    Das Karrieresystem entspricht einem Karriereplan, bei dem ich eigenständig mein Vorwärtskommen bestimmen kann. Der dafür zugrunde liegende Umsatz aus den einzelnen Sparten wird in neutrale Wertungseinheiten umgerechnet. Daher sind bestimmte Produktvorgaben ausgeschlossen. Rein theoretisch wäre es also möglich, beispielsweise nur durch die Vermittlung von Baufinanzierungen oder Geldanlagen in den Genuss der nächsten Karrierestufe zu kommen, ohne dass dies irgend jemand im Unternehmen verhindern könnte (theoretisch daher, weil dies nicht der Allfinanz-Philosophie entspricht).

    Ein Geschäftsplan nimmt konkreten Einfluss auf die zu verkaufenden Produkte und kanalisiert so ganz gezielt die Vertriebsaktivitäten auf die von der Geschäftsleitung, aus welchen Gründen auch immer, präferierten Produkte.

  9. , 6. April 2010 um 08:01 Uhr

    @ MAK

    Geschäftspläne werden von Jahr zu Jahr nach Maßgabe der Geschäftspolitik der Bank / Versicherung neu festgelegt. Zum Beispiel soll in einem Jahr besonders KV, im nächsten LV und danach Komposit gefördert werden. Bei den Banken sind es meist die Produkte, die aktuell den höchsten Ertrag abwerfen. Die Vertriebsmitarbeiter / Berater müssen die Geschäftspläne von Jahr zu Jahr neu erfüllen, um das erreichte Einkommensniveau zu halten.

    Ganz anders im Karriere- / Aufstiegssystem der DVAG: Dieses ist seit Jahrzehnten im Wesentlichen unverändert, variiert also nicht von Jahr zu Jahr, was Karriere zuverlässig planbar macht. Einzelne Produkte / Branchen spielen dort keinerlei Rolle. Der Karriereweg hängt ausschließlich von produktneutralen Einheiten, von der Partnergewinnung und von der Qualität des Geschäftes ab. Und zu guter letzt: Es gibt keine Rückstufungen, d.h. wer einmal eine bestimmte Karrierestufe mit den entsprechenden Vergütungssätzen erreicht hat, bleibt dort, auch wenn es z.B. in einem Folgejahr einmal nicht so gut läuft.

    Elementare Unterschiede also zwischen den Geschäftsplänen der Banken / Versicherungen und dem Karrieresystem der DVAG !