DVAG zu LEO´s und zu AuA´s

25. März 2010 | 1.774 mal gelesen

Man lernt nie aus.

In der Talksendung von Markus Lanz am 23.03.2010 diskutierte dieser mit Vertretern der Bankbranche, unabhängigen Beratern und Lehman-Geschädigten über die Beratungspraxis in Banken.

Dirk Müller, aus dem Fernsehen als “Mister DAX” bekannt, nahm die Berater in den Filialen in Schutz: Diese wussten im Zweifel selbst nicht mehr, was sie verkauft haben, sondern sie haben lediglich das “an den Mann gebracht”, was provisionsgesteuert vorgegeben wurde.

Interessanter aber waren die Einblicke in die Kundensegmentierung, die in einigen Banken wohl vorgenommen wird: Da wurde zum Beispiel gesprochen über “AundA-Kunden” (=alt und ahnungslos) oder über LEO´s (=leicht zu erreichende Opfer).

Kommentierung wäre eigentlich überflüssig, denn wer mit solchen “Wertvorstellungen” Kunden berät, wird scheitern. Egal ist es uns dennoch nicht, denn mit solchen Vorgehensweisen wird wieder einmal das Image der gesamten Zunft der in der Finanzbranche tätigen Berater in Mitleidenschaft gezogen.


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Kommentare für diesen Artikel (15)

  1. Kai Bagin, 25. März 2010 um 18:08 Uhr

    ohne Worte

  2. H. Baur, 25. März 2010 um 18:47 Uhr

    Hallo Blogger,
    schockierend und frustrierend empfinde ich den oben genannten Beitrag in der Sendung von Markus Lanz.. Daran sieht man leider mal wieder, dass es zu viele Berater gibt, die sich
    1. mit ihren Produkten und deren Hintergründen und
    2. mit den Folgen ihrer Beratungen
    nicht ausreichend auseinandersetzen bzw. überhaupt nicht darüber nachdenken.
    Der Imageschaden für Finanzdienstleister und Banken steigt durch solche Aussagen (LEO´s und AuA´s) erheblich.

    @Ralf-Peter Kirgis
    Leider verstehe ich ihre Anspielung auf das Studium der Finanzwissenschaften nicht ganz.. Bitte erläutern Sie es erneut!
    Sicherlich ist es “kein Garant für ehrliche und faire Beratung”, jedoch lernt man in einem solchen Studium nicht nur finanzwirtschaftliche Formeln und ähnliches, sondern man setzt sich auch intensiv mit wirtschaftsethischen Fragestellungen auseinander. Darunter fällt !auch! die Frage nach den Pflichten eines Beraters seinen Kunden gegenüber und die Frage nach den Folgen seiner Beratungen für den Einzelnen, aber auch für die gesamte Wirtschaft.

  3. Ralf Meinecke, 25. März 2010 um 19:35 Uhr

    Wenn Kunden mit den Brötchen ihres Bäckers oder dem Haarschnitt ihres Friseurs unzufrieden sind, dann wechseln sie den Bäcker/Friseur und gut ist. Sind sie mit ihrem Finanzberater unzufrieden, wird nur zu oft die komplette Branche in Sippenhaft genommen statt des einzelnen Beraters/Unternehmens. Damit werden wir wohl auch in Zukunft leben müssen. Daher können uns solche Dinge (leider) nicht egal sein. Ralf Meinecke, Karlsruhe

  4. Markus-Björn Peisker, 25. März 2010 um 22:33 Uhr

    “Ohne Worte” ist in der Tat prinzipiell ausreichend…

    Wer angefangen hat, sein Gegenüber mit individuellen Sorgen und Nöten als auch seinen Wünschen und Zielen nicht mehr ernst zu nehmen oder sogar als Opfer sieht, disqualifiziert sich in meinen Augen damit auch endgültig, (Vor-)Urteile über diejenigen zu fällen bzw. zu pflegen, die seit nunmehr 35 Jahren der gesamten Branche zeigen, dass eine solide Finanzdienstleistung nur wirklich funktionieren kann, wenn der Mensch und nicht der Absatz irgendeines (vorgegebenen) Produktes im Mittelpunkt der Beratung steht. Einmal mehr wird hier der Unterschied zwischen “aufschwatzen” und verkaufen deutlich. Ein Aspekt welcher der gesamten Branche etwas von dem nimmt, was z.B. BDV-Vermögensberater oft über Jahre aufbauen: Das Vertrauen in einen Menschen, der sie wirklich ernst nimmt.

  5. Wolfgang Reinhardt, 26. März 2010 um 09:30 Uhr

    Herr Baur,

    ich glaube Herr Kirgis meinte ganz prinzipiell, dass ein Führerschein noch nichts über die Qualität – insbesondere in charakterlicher Hinsicht – des Autofahrers aussagt.

    Dem kann ich nur zustimmen!

  6. Michael Miedl, 26. März 2010 um 10:49 Uhr

    Hallo liebe Blogger,

    ich kam gerade vom Kundentermin, als der Beitrag lief und war erstaunt(!), wie selbstverständlich diese Abkürzungen LEO und AuA gebraucht werden. Hoffentlich haben sehr viele Kunden zugesehen, denn diese berichten schon länger von ihrer Unzufriedenheit mit den Banken. Ich bin auch zuversichtlich, daß mehr und mehr Menschen zukünftig sehr wohl überlegen, wem sie ihr Geld anvertrauen. Vielleicht haben wir dadurch nicht sofort einen Vorteil, aber langfristig wird sich unser Geschäftsmodell sicherlich weiter durchsetzen. Los geht`s, auf was warten wir?

    Viele Grüße aus Schönwald in Oberfranken

    Michael Miedl

  7. Joachim Trapp, 26. März 2010 um 11:14 Uhr

    Herr Reinhardt,

    besser hätte ich es auch nicht sagen können.

    Du kannst 1.000 mal in der Theorie die Beratung mit allem was dazu gehört üben.
    Aber lernen tust Du es nur in der Praxis.

    Viele Grüße
    Joachim Trapp

    joachim.trapp@dvag.de
    0172-3639007

  8. Dorn, Manfred, 26. März 2010 um 15:19 Uhr

    Ich bin seit 1972 Bankkaufmann. Was jetzt mit diesem Berufsstand passiert ist mehr als peinlich. Was machen eigentlich die Werte des/der einzellnen Berater/in. Wenn ich noch bei einer Bank arbeiten würde, wäre schon seit Jahren der Zeitpunkt gekommen diese zu verlassen. Ich würde mich wie ein ………… fühlen und würde gehen. Da in unserem Kozept der Kunde im Mittelpunkt mit seinen Zielen und wünschen steht, und keine Vorgaben sind, kann ich seriös und mit gutem Gewissen das tun was mir so richtig Spaß macht. Meinem Kunden durch ein schlüssiges Konzept dabei zu helfen, seine Vorhaben zu erreichen.

  9. Dennis Heyll, 26. März 2010 um 22:56 Uhr

    Wer sich gerne selbst ein Bild von der Sendung machen möchte, diese aber verpasst hat (so wie ich), der kann auf folgendem Link die Talkrunde mit eigenen Augen und Ohren bestaunen. Es ist echt unfassbar, wie hier das Vertrauen des einzelnen Bankkunden missbraucht wird.

    http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1002776/Bankkunden-in-der-Vertrauenskrise?bc=kua509418&flash=off

    Gruß
    Dennis Heyll

  10. M. S., 27. März 2010 um 13:56 Uhr

    @Jochaim Trapp,
    Ihrer Aussage stimmt ich nicht zu, da diese die Möglichkeit impliziert, dass der ein oder andere Finanzbertaer ohne Theorie sich zum Kunden aufmacht und dort praktisch abschliesst – ohne zu wissen was er den da so in seinem Koffer hat. Dies halte ich für nicht gut (um es mal nett auszudrücken).

    @ DVAG

    Im Hause DVAG scheint man auch Samstags zu arbeiten, oder wie ist es zu erklären, dass das Eingagefenster seit Samstag Mittag wunderschön gross und übersichtlich ist. Herzlichen Dank dafür 🙂

  11. , 27. März 2010 um 18:18 Uhr

    @ M.S.

    Danke für das Kompliment, aber schließlich ist ja auch für unsere Vermögensberater der Samstag ein wichtiger Arbeitstag.

    Zum Blog: Neben dem erweiterten Eingabefenster gibt es in Kürze auch eine Vorschau-Funktion

  12. , 27. März 2010 um 18:21 Uhr

    @ Dennis Heyll

    Vielen Dank für den Hinweis.

    Wer das gesehen hat, weiss, warum wir die Nummer 1 sind. Deshalb an alle Vermögensberater: Immer mit großem Selbstbewußtsein zum Kunden fahren, wir sind besser!

  13. Joachim Trapp, 28. März 2010 um 01:56 Uhr

    @ M.S.

    Wenn Sie die Deutsche Vermögensberatung kennen würden, wüßten Sie das mit jeder Beförderung auch Schulungen und damit verbunde Prüfungen einhergehen. Nur wer diese Prüfungen auch besteht darf Beratungen durchführen.
    Wenn Sie den Blog auch um einige Beiträge weiter verfolgt hätten, so wäre es Ihrer Aufmerksamkeit nicht entgangen, dass die Deutsche Vermögensberatung allein im Jahr 2009 über 50 Millionen für die Ausbildung investiert hat.

    Wo ich Ihnen uneingeschränkt zustimmen möchte ist, dass wenn Berater beim Kunden sind und noch dazu ohne Ausbildung dieses einen fatalen Sachverhalt darstellt welcher auf keinen Fall wünschenswert ist. Doch trifft dieses nicht für die Deutsche Vermögensberatung zu, denn niemand darf auch nur einen Kunden beraten ohne entsprechende Ausbildung und erfolgreich abgelegte Prüfungen.

    Aber ein Meister der Theoretik, welcher noch nie in der Praxis gearbeitet hat, muß diese erst einmal erlernen und wo könnte man dies besser als in der Praxis beim Kunden mit einer sehr guten Ausblildung und vernünftigen Produkten geschultert.

    Viele Grüße
    Joachim Trapp

    joachim.trapp@dvag.de
    0172-3639007

  14. Marcel H. Costin, 30. März 2010 um 14:12 Uhr

    Bei der Deutschen Vermögensberatung gibt es keine A-, B-, C-Kunden. Jeder wird vom Vermögensberatungs-System her nach dem selben Prinzip beraten. Es dauert eben so lange wie es dauert, der Kunde bekommt was er will und auch wirklich braucht, Maßgeschneidert.

    Dass die Einkommenssituation in ihrer Attraktivität gar keine Rolle für den Berater spielt ist dabei natürlich unsinn. Von Hause aus gibt es keinen Unterschied, es liegt alleine beim Berater worauf er sich spezialisieren möchte. Mit einer breiten Mischung durch viele Bevölkerungsschichten verliert man zudem nicht den Bezug zur Realität.

    Bewölkte Grüße aus Mönchengladbach,
    Marcel H. Costin

    Praxis für Vermögensberatung
    Dahlenerstr. 285
    41239 Mönchengladbach
    02166-456154
    0177-7616059
    Marcel.Costin@DVAG.de

  15. Ein schockierter Bank-Kunde, 31. März 2010 um 19:15 Uhr

    http://www.stern.de/wirtschaft/geld/geldanlage-ein-bankberater-packt-aus-1551331.html – mehr braucht man dazu wohl nicht zu sagen… Schockierend!