DVAG zu Beratungsprotokoll

19. März 2010 | 1.026 mal gelesen

Es war nur eine kleine Meldung in der FTD vom 18.3.2010 (Seite 21): Banken verweigern Beratungsprotokoll, so der Aufmacher. Dahinter steckt, dass den Testkunden von Finanztest bei 16 Stichproben in nur 10 Fällen das inzwischen gesetzlich geforderte Beratungsprotokoll ausgehändigt wurde.

Die Banken dürfen sich bei solchen Ergebnissen nicht wundern, wenn Verbraucherschützer eine weitere Verschärfung der gesetzlichen Vorschriften zur Beratung in der Finanzbranche fordern. Das trifft dann wieder alle, also auch die, die sich an die gesetzlichen Pflichten halten. So wie die Vermögensberater der DVAG Deutsche Vermögensberatung, die dem Kunden nach der Beratung nicht nur das vom Versicherungsvermittlergesetz geforderte Beratungsprotokoll, sondern auch eine umfängliche Vermögensplanung zur Verfügung stellen, die weit über das hinaus geht, was das Beratungsprotokoll fordert.


Kommentare für diesen Artikel (6)

  1. Bernd Bauer, 19. März 2010 um 14:40 Uhr

    …..und dies bereits schon lange bevor das Gesetz in Kraft trat!!!!!

  2. Alexander Zeeb, 19. März 2010 um 15:35 Uhr

    Nach einigen Gesprächen mit Mitarbeitern aus dem Bankensektor, habe ich festgestellt, dass genau diese Mitarbeiter sich schwer dagegen wehren. Sie haben diese Veränderung durch Ihre Falschberatungen hervorgerufen und wollen nicht die Konsequenzen tragen. Durch die Beratungsprotokolle steigt nachhaltig die Qualität der Beratung.

  3. H. Baur, 19. März 2010 um 17:41 Uhr

    Über die Sinnigkeit der Beratungsprotokolle lässt sich streiten. Zum einen ist es, wie in dem Artikel schon erwähnt, natürlich wieder ein Mehraufwand für die diversen Berater und noch mehr Papierkrieg für die Kunden.
    Jedoch muss man auch das positive am Beratungsprotokoll erkennen: endlich können Kunden nachvollziehen, warum ihnen was beraten wurde. Somit kann auch eine eindeutige Falschberatung einfacher nachvollzogen werden.
    Schlussendlich werden also die Berater, die RICHTIG und EHRLICH beraten gefördert, der Rest wird in Zukunft große Probleme haben, sich am Markt durchzusetzen!
    Aus meiner Sicht war die Einführung des Beratungsprotokolls ein guter Zug zur Förderung der ehrlichen und guten Finanzdienstleister und Berater.
    Liebe Grüße
    H. Baur

  4. Ralf Cormaux, 20. März 2010 um 10:19 Uhr

    Aus meiner Sicht und Erfahrung bringen die Beratungsprotokolle in erster Linie den schlechten Beratern Sicherheit, ihre Vertragabschlüsse bei Ihren Kunden zu legitimisieren. Denn 95% aller Kunden lesen doch gar nicht alles durch, was sie heute so alles an Papiermüll unterschreiben müssen. Da ist es für den Vermittler bzw. Berater ein Kinderspiel falsche Produkte zu verkaufen und in absoluter Sicherheit zu sein. Kaum ein Gericht wird gegen einen überhöhten Bausparvertrag oder eine zu risikobehaftete Geldanlage vorgehen können, wenn das gemäß Beratungsprotoll legitimisiert wurde. Ohne Beratungsprotokoll ist das dann schon einfacher. Also hier wurde Beraterschutz ins Leben gerufen, aber Verbraucherschutz gewollt.

    Gute Beratung macht eben den Unterschied und diese unabhängig von Quoten. Das ist der Grund für den Erfolg der DVAG und die Arbeit in erster Linie auf Empfehlungsbasis. Welcher Vermögensberater kann es sich schon leisten Negativ-Empfehlungen zu generieren?

    Viele Grüße vom Vermögensberater aus Willich
    Ralf Cormaux

  5. Wolfgang Stadler, 20. März 2010 um 11:57 Uhr

    Danke @ Ralf:

    genau das wollte ich gerade auch schreiben, darum kann ich´s verkürzt bringen 🙂

    In der aktuellen Finanztest ist ein interessanter Artikel zum Thema “Protokoll” – durch das Protokoll will der Staat ja eigentlich erreichen, dass der Kunde auch weiss, was er gemacht hat und eine gewissen Rechtssicherheit hat. Genau das Gegenteil wird der Fall sein, da viele Protokolle eher dem Berater die Sicherheit geben, dass das Beratungsergebnis vor Gericht nicht mehr antastbar sein wird. Ich habe hier im Blog bereits mehrfach auf diese Problematik hingewiesen.

    Vielleicht diskutieren wir ja hier Alternativen, wie alle Beteiligten was davon haben…

  6. Marcel H. Costin, 20. März 2010 um 18:28 Uhr

    @ Ralf
    Danke Dir, die Gedankengänge hatte ich auch bereits. Schön, dass wir uns hier mal in aller Öffentlichkeit darüber austauschen können und sich jeder freiwillig daran beteiligen kann.

    @ Wolfgang S.
    vielleicht wäre die Vereinfachung des Beratungsprotokolls schon Mal eine Besserung? (Davon abgesehen, dass es sicher auch einen ganz anderen Ansatz gibt für Qualität zu sorgen, wie z.B. Empfehlungsgeschäft, wo die DVAG als einziges Instrument sehr erfolgreich drauf baut.)

    Der Grund für die Lösung ist ja bei weitem nicht so komplex wie die Lösung ansich. Ein Berater erkennt beides “aus der Vogelperspektive”, der Kunde kann nur aus der Sicht des Problems/Grundes/Wunsches argumentieren von unten, “zwischen den Bäumen” blickend.

    Stichwort Ralf “…Kunden lesen sich nicht alles durch…” Weil es zuviel und zu komplex ist…”.

    Entweder also, man nimmt diese Grundlagen nun in jeder Schule durch, oder aber man vereinfacht es – oder findet einen ganz anderen Ansatz Qualität zu schaffen. Qualität durch Empfehlungsgeschäft ist allerdings keine “Regelung”, sondern eine Konsequenz und in manchen Sparten der Finanzbranche vielleicht gar nicht umsetzbar – außer diese würde sich wieder auf die Füße stellen.

    Weitere Meinungen dazu???

    Schöne Grüße aus Düsseldorf,
    Marcel H. Costin

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