DVAG zu: Bundesbeamte als Anlageberater

16. März 2010 | 897 mal gelesen

In der FAZ vom 12. März 2010 (Seite 23) ist Erstaunliches nachzulesen: 1.250 Bundesbeamte arbeiten in der Postbank als Anlageberater und verkaufen hierbei auch spekulative Anlageprodukte.

Denkwürdig: Diese 1.250 Bundesbeamten oder Anlageberater unterliegen nicht den für jeden Vermögensberater und Finanzvermittler gesetzlich geforderten Qualifikationserfordernissen.

Wir als DVAG meinen: Wenn schon die Politik immer wieder neue gesetzliche Vorschriften zur Finanz- und Anlageberatung erläßt, dann sollten diese auch für beratende und vermittelnde Bundesbeamte der Postbank gelten.

Alles andere ist nicht nur nicht glaubwürdig, sondern in erster Linie eine grobe Ungleichbehandlung bzw. Besserstellung im Wettbewerb.


Kommentare für diesen Artikel (4)

  1. s.v., 16. März 2010 um 13:13 Uhr

    Schön ist auch, auf welche Weise bei der Postbank um den Kunden geworben wird. Seit Monaten werde ich jeden Freitag, wenn ich meinen Postausgang leere, vom Postbeamten gefragt, ob ich schon vom kostenlosen Girokonto der Postbank gehört habe. Ich kontere dann immer mit der Frage, welchen Zinssatz dieses derzeit bringe und ernte einen leicht glasigen Blick. Auf mein Angebot, ihm einmal ein solches zinsbringendes Konto nahezubringen gehen dann immer gleich die Schotten hoch “Danke, meine Finanzen plane ich schon selbst.” – Ich meine: Viel Erfolg… *kopfschüttel*

  2. Jürgen Z., 17. März 2010 um 11:07 Uhr

    Ich fasse es nicht – per “Dekret” erwerben diese Beamte plötzlich all das Fachwissen, für das VB der DVAG Monate, wenn nicht Jahre benötigen, um Kunden optimal beraten zu können.

    Vermittlerrichtlinien, § 34c etc. gelten dort wohl nicht ?

    Kopfschüttelnde Grüße,

    Jürgen Z

  3. Dorn, Manfred, 17. März 2010 um 17:30 Uhr

    Ich bin Bankkaufmann und musste sämtliche zusätzliche Prüfungen ablegen, die für meine Tätgikeit als Vermögensberater für die Deutsche Vermögensberatung notwendig waren. Das war gut so, denn ich habe erst danach die Voraussetzungen erfüllt um eine seriöse Beartung durchführen zu können.
    Er wäre gut, wenn alle Berater/innen diese Ausbildung durchlaufen müssten.

  4. gafur yilmaz, 18. März 2010 um 10:17 Uhr

    das ist wirklich nicht wahrnehmbar, dass es so viele sind *kopfschüttel*

    Mit freundlichen Grüßen
    Gafur Yilmaz