DVAG bei Riester weiter vorne

10. März 2010 | 949 mal gelesen

Über 13,2 Millionen “Riester-Sparer” gibt es inzwischen in Deutschland. Doch damit hat erst gut die Hälfte derjenigen, die Zulagen in Anspruch nehmen könnten, einen solchen Vorsorgevertrag abgeschlossen. Viel zu tun also für Vermögensberater der DVAG Deutsche Vermögensberatung.

Interessant ist die Verteilung auf die verschiedenen Vertragstypen im Bestand. Mit großem Abstand führt die Rentenversicherung (73,9%), was wieder einmal demonstriert, welches Produkt im Normalfall am besten für die Altersversorgung geeignet ist. 19,8% entfallen auf Fondssparpläne und der Rest auf Banksparpläne und Wohnriester. Letzterer konnte allerdings 2009 kräftig zulegen, denn immerhin entfielen auf das Riester-Neugeschäft des Jahres 2009 15,8 Prozent auf Wohn-Riester.

Ebenso interessant ein Gesamtblick auf das Jahr 2009: Insgesamt wurden 1,106 Millionen Verträge neu abgeschlossen, davon allein 155.000 (= 14%) durch Vermögensberater der DVAG Deutsche Vermögensberatung.

Vermutlich reicht auch das wieder zur Nummer 1. Kein Wunder, denn anders als fast alle anderen Vertriebe bieten wir unseren Kunden das gesamte Spektrum möglicher Vertragsformen der Riester-Rente.


Kommentare für diesen Artikel (9)

  1. Ralf Cormaux, 10. März 2010 um 08:52 Uhr

    Schön, dass wir alle Varianten anbieten können ohne Quotenvorgaben. So haben die Kunden die Wahl.

    Dennoch bin ich der Meinung, dass derzeit in Deutschland zuviele Wohnriester-Verträge verkauft werden, die nicht auf den Bedarf der Kunden abgestimmt sind. Das macht mir Sorge. Aber es ist natürlich leicht, diese zu verkaufen, da diese im Trend liegen und aggressiv beworben werden.

    Bei Gegenüberstellungen entscheiden der unterschiedlichen Sparten entscheiden sich die meisten Kunden doch dann bewusst für die Rentenversicherung.

    Gruß aus Willich
    Ralf Cormaux

  2. Wolfgang Kasberger, 10. März 2010 um 11:13 Uhr

    Der Erfolg für Riesterverträgen klingt gut. Bei den Neuabschlüssen wurden gewiss auch Vertragsübertragungen mit gerechnet. Es wäre auch interessant, wie hoch sich bei manchen Versicherungen / Investmentbanken der Stornofaktor bei Riesterverträgen bewegt. Bei Wohnriester wissen wohl die Sparer nicht, was ihnen im Rentenalter blüht, würden sie es wissen, wäre der Wohnriester so erfolgreich/los wie der Riester-Banksparplan

  3. Michael Miedl, 10. März 2010 um 12:49 Uhr

    Hallo liebe Blogger,

    auch ich stelle fest, daß meine Kunden zur Zeit (überwiegend von den Sparkassen) sehr aggressiv mit “Wohnriester” an-/bzw. abgeworben werden. Dabei kommt es auch immer wieder vor, daß die steuerliche Thematik beim “Wohnriester” im Verkauf selten angesprochen wird, da diese nicht gerade verkaufsfördernd wirkt. Spricht man den Kunden daraufhin an, bemerkt er sehr schnell, wo er eine fachlich fundierte Beratung bekommt.

    Viele Grüße aus Schönwald in Oberfranken.

    Michael Miedl

  4. H. Baur, 10. März 2010 um 16:33 Uhr

    Der sogenannte Wohn-Riester war letztes Jahr sicherlich eines der größten Themen im Bereich staatliche Förderung. Ich bin überzeugt davon, dass diese Art des Sparens für Wohneigentum sinnvoll sein kann. Jedoch muss man dabei das große ABER betrachten: zum einen ist dort die Besteuerung im Alter zu betrachten. Auch sollte man sich überlegen, was passiert, wenn man doch kein Haus baut!
    Der Wohn-Riester muss somit von vielen Seiten beleuchtet werden und ein Berater (egal von welchem Anbieter) sollte genau abwägen, ob er dieses Produkt beim Kunden platziert. Grundsätzlich ist dieses Produkt, meiner Meinung nach, nur für einen ganz eingeschränkten Kreis von Interessenten geeignet. Wenn es dort angeboten wird, kann es zum Erwerb von Wohneigentum sehr weiterhelfen.

  5. Wolfgang Kasberger, 10. März 2010 um 17:40 Uhr

    ….. und die Interessenten dürfen die Immobilie natürlich nicht an die Nachkommen vererben.
    Das Damokles-Schwert des Finanzamtes schlägt unerbärmlich zu.

  6. Wolfgang Reinhardt, 10. März 2010 um 17:40 Uhr

    @ H. Baur:

    Wohl dem Berater, der abwägen kann/darf. Das ist doch das eigentliche Problem.

  7. Harri Schultze, 10. März 2010 um 19:27 Uhr

    Ich stimme meinen Vorrednern da voll und ganz zu. Auch ich sehe durchaus den ein oder anderen Fall, in dem ein “Wohnriester” eventuell gegebenenfalls sinnvoll genutzt werden könnte.

    Leider muss ich jedoch sagen, dass ich aus den in der täglichen Praxis erstellten Renten- und Vorsorgeanalysen immer mehr zu dem Urteil komme, dass der Wohnriester überwiegend nach dem Motto “Denn sie wissen nicht was sie tun” vertrieben wird.

    Es scheint als wären da noch ein paar Schulungen bei den klassischen Bausparkassenvertrieben fällig, in denen die steuerlichen und fördertechnischen Hintergründe beleuchtet werden und vor allem auch die förderschädlichen “Störfälle” behandelt werden.

    Im Allfinanzmodell beratenen Kunden wird relativ schnell selbst klar, dass es beim “Riester” um den ausgleich der aktiven Rentenkürzung in Jahr 2002 gehen muss.

    Das bezahlte Eigenheim im Alter ist zwar ein wichtiger Baustein in der Finanzplanung – jedoch kann man die Steine in denen man wohnt nun mal nicht essen. Zudem zahlt der Riester-Eigenheimbesitzer dann im Alter noch Steuern auf eine “fiktive Rente”, wo seine tatsächliche Rente schon zu gering ist.

    Wie gesagt, den Wohnriester darf man sicher nicht pauschal verteufeln. Jedoch ist hier mehr denn je ein kompetenter Ansprechpartner an der Seite des Kunden bare Münze wert.

  8. Dorn, Manfred, 10. März 2010 um 21:04 Uhr

    Die Frage in was der Kunde seine Riesterförderung einbringen soll, hängt ganz allein von seinen Wünschen und Zielen ab. Nur so kann sichergestellt werden, dass der Vertrag auch für meinen Kunden Sinn macht. Dies vermisse ich leider all zu oft bei anderen Anbietern. Auch die Aufklärung über die Verwendungsmöglichkeiten der einzellnen Verträgsmöglichkeiten mit Renteneintritt und somit die Zahlung aus dem Vertrag sind vielen Kunden nicht bekannt.
    Generell ist es löblich, dass inzwischen eine große Anzahl von Kunden die Einstellung haben, dass der Riestervertrag ein muss ist, um die Lücke zum letzten Nettoeinkommen und der zu erwartenden gesetzlichen Altersrente kleiner werden zu lassen. Doch sichert diese nur einer der zwei großen Rentenkürzungen. Beratung und Aufklärung ist sehr wichtig.Die richtig Beratung erfolgt durch eine/einen Beraterin/Berater der DVAG, da diese sehr umfassend ausgebildet sind. Jetzt handeln und mit einem guten Gefühl in die Zukunft blicken.

  9. H. Baur, 11. März 2010 um 16:12 Uhr

    Ich bin verwundert, dass der Wohn-Riester hier so schlecht da steht bzw. dargestellt wird. Ich bin immer noch der Meinung, dass der Wohn-Riester bei den richtigen Interessenten sehr interessant und zielführend sein kann.
    Natürlich muss die Rentenlücke, die dann nicht durch den Riester-Vertrag geschlossen wird, mit anderen Mitteln “bekämpft” werden. Wenn dies dem Interessenten möglich ist, steht meiner Meinung nach einem Wohn-Riester nichts im Wege.